Tierrechte rechts?
- Extra-Seite zu Tierrechen und Veganismus mit Hintergrundartikeln und Kritik an rechten und esoterischen Strömungen
- Biologismus +++ Herrschaftskritische Blicke auf Tierrechte
- Zu Earth First auf Indymedia +++ Vegandebatte auf Indy
Dr. Edmund Haferbeck (PETA) verteidigt Holocaust-Vergleich:
Die PETA-Kampagne mit dem Vergleich zum Holocaust der Juden, noch heute von Tätern geleugnet, ist die letzte Warnung an die Gesellschaft. Wenn diese Aufrüttelung nicht zum Erfolg führt, wird eine al Quaida für die Tiere nicht mehr zu verhindern sein.
(Quelle: E. Haferbeck, Ein gezielter Tabubruch in humaner Absicht)
Aussagen von Helmut F. Kaplan zum Verhältnis Mensch - Tier:
1865 wurde in Amerika jedem freigelassenen Sklaven neben einem Stück land auch ein Maulesel zugesagt (...). Die ehemaligen Sklaven sollten nun als ihrerseits einen Sklaven, nämlich ein Tier, erhalten. ...
Die ganze Welt ist übersät mit Restaurants, auf deren Speisekarte die Leichenteile von Tieren angeboten werden. Und um diese Leichenteile ständig vorrätig zu haben, werden ununterbrochen Tiere gezüchtet, gefoltert und getötet. Es findet ein permanenter planetarischer Holocaust statt. ...
Und um zu erkennen, welche Mittel legitim sind, um Tiere aus ihren weltweit verstreuten KZs zu befreien, brauchen wir uns nur zu fragen: Welche Mittel wären legitim, um Menschen aus KZs zu befreien, von deren Existenz wirw wissen und deren Adressen wir kennen?
(aus der regelmäßigen (!) Kolumne von Helmut F. Kaplan in der Tierbefreiung aktuell, Heft Dez. 2001, S. 10)Nachruf Dr. M.O. Bruker
Dr. Max Otto bruker starb am 6.1.2001, er war mein großes Vorbild. ... Was Dr. Bruker geleistet hat, ist kaum aufalistbar. Nicht nur, daß er mit seinem ganzheitlichen Medeizinansatz in den von ihm und später von seinen Söhnen geleiteten Krankenhäusern Tausende von Menschen mit Erfolg behandelte und ihnen Linderung verschaffte, er tat viel mehr. ... Er war ein großartiger, vorbildlich lebender Mann, ein Altruist, dem materielle Werte gleichgültig waren. ... Die gleichen Verleumdungen, die über die Tierbefreier verbreitet wurden, sollten auch ihn treffen - erfolglos, Dr. Bruker ging seinen Weg und überzeugte durch tägliches Handeln und nicht durch Theoretisieren. Er war und ist einer der Wertvollsten, die die Bewegung gehabt hat und in seinem Gedenken hat. ... Ich werde sein lebenswerk mit fortsetzen helfen.
Dr. Edmund Haferbeck
(in Tierbefreiung aktuell, März 2001, S. 38)
Daran kam Kritik auf und es folgte eine Stellungnahme der Redaktion von "tierbefreiungs aktuell" zur Kritik am Nachruf für Dr. Bruker
Der Nachruf für Dr. Bruker war sehr persönlich gehalten. Der Redaktion ist die Diskussion um Dr. Bruker bekannt, sie hat sich ihr auch immer gestellt. Auch im Nachruf ist darauf eingegangen worden mit dem Hinweis, daß die Vorwürfe gegen Dr. Bruher wegen angeblicher national-sozialistischer Nähe (Weltbund zum Schutze des Lebens) aus der gleichen Quelle stammen, aus der TierrechtlerInnen als faschistoide Bwegung diffamiert werden.
(aus tierbefreiung aktuell, Sept. 2001, S. 3)
Stellungnahme zur Stellungnahme
Dr. Bruker war Nazi – und die „tierbefreiung aktuell“ verharmlost das!
In der vergangenen Ausgabe der „tierfreiung aktuell“ nimmt die Redaktion zu einem Nachruf von Dr. Bruker Stellung. Mir stehen die Haare zu Berge, denn erstens verharmlost die „tierbefreiung aktuell“ das rechtsextremistische Getue Brukers, zum zweitens greift sie stattdessen pauschalisierend die Menschen an, die Brukers Nazi-Aktivitäten berechtigterweise kritisieren. Aber im Einzelnen ...
Die „tierbefreiung aktuell“ schreibt von „angeblicher national-sozialistischer Nähe“ Dr. Brukers. Der Begriff angeblich ist in einem solchen Zusammenhang ein Sprachgebrauch, der das, wovor er steht, aufhebt. Die „tierbefreiung aktuell“ bezweifelt also, daß Bruker national-sozialistische Nähe hatte. Das ist unverständlich und unbegreiflich. Es sind nicht nur zahlreiche Äußerungen von Bruker, sondern auch glasklare formale Fakten. Bruker war Chef des Weltbund zum Schutze des Lebens. Der WSL ist nicht irgendeine Organisation mit rechten Tendenzen, sondern war eine der härtesten Nazi-Organisationen in Deutschland. In Zeitschriften und Flugblättern hat sie offensiv Auschwitz geleugnet und die Position vertreten, daß England den zweiten Weltkrieg angezettelt hat gegen das friedliebende Deutschland. Warum, das bitte ich zu erklären, sind das nur „angebliche“ rechtsextreme Positionen?
Zum zweiten schreibt die „tierbefreiung aktuell“, daß die Hinweise auf die rechten Aktivitäten Brukers aus der gleichen Quelle stammen wie die Diffamierung von TierrechtlerInnen. Das soll sicherlich auf Jutta Ditfurth ansprechen und mag dort teilweise (mehr auch nicht) zutreffen. Aber: Dr. Bruker sind von vielen Seiten seine Nazi-Aktivitäten nachgewiesen worden. So fühle auch ich mich angesprochen. Im Buch „Agenda, Expo, Sponsoring – Recherchen im Naturschutzfilz“ stelle ich die rechten Umtriebe Brukers dar. Nach der Logik der „tierbefreiung aktuell“ müßte ich jetzt auch TierrechtlerInnen diffamieren. Tatsächlich aber arbeite ich mit vielen von ihnen seit Jahren zusammen – kritisch, aber mit allen, die rechte Positionen nicht teilen, oft gerne. LeserInnen der „tierbefreiung aktuell“ dürfte das durch die Ö-Punkte bekannt sein, wo ich mit einer Tierrechtsredaktion kooperiere.
Daher geht es doch zusammen: Dr. Bruker war ein Nazi. Aber viele viele TierrechtlerInnen sind keine. Es wäre nett, wenn die „tierbefreiung aktuell“ nicht nur platte Diffamierungen kritisieren würde, sondern selbst auch solchen Scheiß sein lassen würde. Und nicht weiter Nazis relativieren – wer Auschwitz leugnet usw., hat in keiner emanzipatorischen Zeitung auch nur ein positives Wort verdient!
Jörg Bergstedt, u.a. Redakteur „Ö-Punkte“
(als Leserbrief veröffentlicht in Tierbefreiung aktuell Dez. 2001, S. 45)
Entgegnung der Redaktion (Auszüge)
Wenn die verbreiteten Informationen über Dr. Bruker tatsächlich zutreffen würden zu seiner angeblichen "braunen Vergangenheit", würde sich die tb a sofort mit Artikeln/Nachrufen über Dr. Bruker zurückziehen. Daß diese Interpretation, die sich konkret nur auf die zeitweise ehrenamtliche Tätigkeit Dr. Brukers im WSL beschränkt, aus hiesiger Sicht nicht zutrifft, sollte aufgearbeitet werden. ...
(in gleicher Ausgabe veröffentlicht ... allerdings wird nichts weiteres zu Bruker bei der WSL ausgesagt)
- Rechte Öko-Zeitung "Fallen Rain": Deren Homepage ++ Werbung bei Jungen Nationaldemokratien Schönebeck
Seit einiger Zeit macht sich die fundamental-religiöse Gruppe "Universelles Leben" im Bio-Lebensmittelbereich (Marke "Gut zu Leben GzL") und unter TierrechtlerInnen breit - wobei letztere überwiegend erneut widerstandslos alles hinnehmen. So wie der rechtsextreme Biologist Kaplan überall eingeladen wird oder schreiben kann, so wie der Lebensschützer Franz Alt hofiert wird ...
TI: Sektenexperte - Vor Unterwanderung der Tierschützer-Szene gewarnt
QU: Frankfurter Rundschau
DA: 30.07.2002
SW: Rp; Org; Rel; Mys; Bw
AB: Die umstrittene Vereinigung „Universelles Leben“ versucht nach Ansicht von Weltanschauungsexperten, die Berliner Tierschützerszene zu unterwandern
BERLIN, 29. Juli (epd). Die umstrittene Vereinigung „Universelles Leben“ versucht nach Ansicht von Weltanschauungsexperten, die Berliner Tierschützerszene zu unterwandern. Die vorwiegend in Baden-Württemberg und Unterfranken beheimatete Glaubensgemeinschaft wolle über die „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ Einfluss auf die Tierschützer bekommen, sagte der Sektenbeauftragte der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Thomas Gandow, am Montag in Berlin. Dabei würden Jäger als „Lust-Töter“ verteufelt.
Die „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ plane für kommenden Samstag in den Räumen der Technischen Universität ein Symposium zum Thema „Natur ohne Jagd“. Einer der Podiumsteilnehmer soll unter anderen der Anwalt von „Universelles Leben“ und Pressesprecher Christian Sailer sein. Gründerin und „Prophetin“ der Vereinigung ist die 1933 geborene Gabriele Wittek. Gandow zufolge will sie in so genannten Offenbarungen eine direkte Verbindung zu Gott, Geistwesen und UFO- Piloten haben. Diese Informationen erhalten Sie ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung für die anti-rassistische Arbeit unter Vorbehalt jeglic her Rechte.
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PRESSEMITTEILUNG
Spaltung und Neuorientierung der Tierrechtsbewegung notwendig im Kampf gegen fanatisierte Glaubenskrieger!
Aufruf zur Verhinderung des Tierrechtskongresses in Wien!
Seit Anfang des Jahres 2002 drängt „Universelles Leben“, - eine religiöse Glaubensgemeinschaft um die „Prophetin“ Gabriele Wittek - verstärkt in den Tierrechts- und Tierschutzbereich, um im politischen Leben Fuß zu fassen. Die Glaubensgemeinschaft hat über die letzten 20 Jahre im süddeutschen „Ökomarkt“ u.a. über eigene Produktionsstätten („Güter Neu-Jerusalem“), „Öko-„Lebensmittel („ibi“) und Vertrieb („Gut zum Leben“) zunehmend wirtschaftlichen Einfluß gewonnen.
Mit der Unterwanderung der „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ durch UL-Mitglieder und UL-Sympatisanten wurde Anfang August ein Symposium „Natur ohne Jagd“ in Berlin inszeniert. Die an religiösen Inhalten ausgerichteten Forderungen sind u.a. die staats-autoritäre Lenkung der Jagd (gesetzliches Jagdverbot zur Durchsetzung eines „Mehrheitswillens“), wobei unsinnigerweise die Zusammenarbeit mit „Öko-Jägern“ toleriert wird und sogar ökonomische Argumente für eine beschränkte Wildbejagung gegenüber ökologischen Argumenten gegen Jagd den Vorrang bekommen.
Nach Einschätzung der KAMPAGNE ZUR ABSCHAFFUNG DER JAGD ist das Einsickern extremer religiöser Strukturen in den Tierrechts- und Tierschutzbereich (TR/TS) problematisch für dessen politische Zukunft, da hierbei Tierrechtsargumente instrumentalisiert werden, um religiöse Inhalte zu befördern. Ökologisch-politische und allgemein-ethische Argumente treten in den Hintergrund. Darüber hinaus wird die gesellschaftliche Akzeptanz für dieses sensible politische Randthema gefährdet.
Aufgrund des sich szene-intern formierenden Widerstands gegen die steigende Einflußnahme von UL, aufgrund weitreichender Koalitionen sogar über politische Grenzen hinweg und aufgrund erfolgreicher Pressearbeit verschiedener Gruppen wurde das Symposium „Natur ohne Jagd“ in Berlin ein Flop: neben verschiedenen Teilnehmerinnen sagte sogar der Justitiar von UL, Rechtsanwalt Dr. Christian Sailer, dem das Symposium eigentlich zum Podium gereichen sollte, seine Teilnahme ab.
Hemprich, der Initiator der KAMPAGNE ZUR ABSCHAFFUNG DER JAGD dazu: >>TierrechtlerInnen sind keine politischen Spinner, die irgend einem religiösen Wahn folgen. Die Anti-Jagd-Arbeit der letzten Jahre war trotz ihrer Unterschiedlichkeit in Motivation und Ausdrucksform gekennzeichnet durch ein hohes Maß an intellektueller Besonnenheit und Klarheit. Die aktuell große Toleranz gegenüber religiösen Motiven schafft einen Graben zwischen politischen AktivistInnen und fanatisierten Glaubenskriegern.
Die Abschaffung der Jagd kann nur aufgrund gesellschaftlicher Umformungsprozesse erreicht werden: als gemeinsame freie Entscheidung freiwillig agierender Menschen. Diese libertär-anarchistische Forderung steht in direktem Gegensatz zu den totalitären Machtansprüchen einer extrem-religiösen Glaubensgemeinschaft vom Schlage“Universelles Leben“.
„Universelles Leben“ scheut öffentliche Kritik. Hier werden wir in Zukunft ansetzen. Wir werden jene öffentlich angreifen und demontieren, die im Namen von Tierrechten religiöse Wahnvorstellungen durchzusetzen versuchen.<<
Angriffsziel: Tierrechtskongress in Wien
Scheinbar unberührt von den aktuellen Vorgängen in Deutschland bietet der Anfang September 2002 in Wien veranstaltete Tierrechtskongreß UL-Funktionären und UL-Sympathisanten Gesprächsforen in verschiedenen Arbeitskreisen („Christentum und Tierrechte“, „Tierrechtsstrategien“, „Jagd“). Neben Dr. Sailer (Universelles Leben) treten hier auch die in Deutschland inzwischen als UL-Funktionärin inkriminierte Julia Brunke (Redakteurin des UL-Verlags „Das Brennglas“) und der offizielle Organisator des Berliner Symposiums Kurt Eicher (Initiative zur Abschaffung der Jagd) auf.
Selbst dem umstrittenen Tierethiker Dr. Kaplan wird im Rahmen seines Vortrags „Müssen Tierrechtler Veganer sein?“ die Möglichkeit zur Selbstdarstellung geboten.
Hemprich, der Initiator der KAMPAGNE ZUR ABSCHAFFUNG DER JAGD dazu: >>Die Art, wie der Kongress organisiert wurde sowie seine Inhalte zeigen, daß die Tierrechtsbewegung in Österreich derzeit weit entfernt ist von einer libertär-anti-hierarchischen und progressiven Ausrichtung. Der Glaube an politische Eliten drückt sich im österreichischen Tierrechtslager in einer allgemeinen Akzeptanz rechtskonservativer Politik insbesondere des Rechtspopulisten Haider aus. Hier muß an einem Wandel gearbeitet werden: Tierrechtsarbeit ist traditionell „links“. Sie verschließt sich jeglichen anti-emanzipatorischen Strömungen.
Derzeit versuchen in Österreich Rechtskonservative den TR- und TS-Bereich ebenso politisch zu besetzen, wie dies in Deutschland anhand der Vorgänge um die religiöse Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“ zu beobachten ist. Beim Tierrechtskongress in Wien ist nun für alle sichtbar, wie diese beiden Richtungen ganz öffentlich und schamlos zusammen geführt werden.
Ich rufe daher auf, aktiv gegen diese Entwicklungen anzugehen, den Tierrechtskongreß in Wien mit gewaltfreien Mitteln zu be- und verhindern.
Natürlich werde ich auch in Zukunft in gewohnter Weise meinen Beitrag dazu leisten: gewaltfrei und radikal!
Presse-Info: Totalitäre Sekte kämpft weiter gegen freie Berichterstattung
Offenbach Die im Raum Würzburg ansässige Sekte Universelles Leben kämpft weiterhin für ein Verbot der Verbreitung eines Berichtes im Magazin VOICE.
Bereits vor zwei Wochen hatte der Rechtsanwalt des Universellen Lebens (UL), Dr. jur. Christian Sailer, von Andreas Hochhaus, dem Herausgeber des vierteljährlich erscheinenden Tierrechtsmagazines VOICE, die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung gefordert, die die weitere Verbreitung des Titelblattes untersagt. In der im Oktober erschienenen Ausgabe des Magazines wird neben der Geschichte des UL und dessen ‚Prophetin‘ Gabriele Wittek nicht nur über die Lehren der totalitären Sekte informiert sondern auch das teilweise antisemitische und faschistische Gedankengut aufgezeigt. Überdies deckte das Magazin das keineswegs tierfreundliche Handeln auf, das nun gar nicht zum offiziellen Bild der ‚Tierschutz-Sekte‘ passen wollte. Seit Anfang / Mitte der 90-er Jahre begann die Sekte, sich mehr und mehr in der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung einzubringen - jedoch mit völlig anderen Endzielen, wie das Magazin meint. »Nach den zahlreichen Agrarskandalen wie BSE, MKS und Schweinepest oder auch Diskussionen um die Jagd oder die Reform der Legehennenverordnung ist der Tierschutz ein Feld, auf dem man politisch agieren kann«, so Hochhaus. »Das Universelle Leben und viele involvierte Firmen, Initiativen, Vereine und Personen missbrauchen die Tierrechtsbewegung lediglich als Trittbrett, um politisch an Gewicht zu gewinnen.«
Auf dem Cover der Ausgabe ist ein mit dem Emblem der Sekte versehenes Sweatshirt zu sehen, dessen Reißverschluss halb geöffnet ist. Hinter dem Reißverschluss kommt ein Hakenkreuz und der blutige Kopf eines Kalbes zum Vorschein. »Die durch das Cover künstlerisch dargestellte Verbindung zwischen dem Universellen Leben und Faschismus und Tierausbeutung wird an zahlreichen Stellen des Berichtes deutlich«, erklärt Hochhaus. Das Hakenkreuz zähle zwar zu den in Deutschland verbotenen Symbolen, dessen Darstellung zu Dokumentationszwecken beziehungsweise im Rahmen einer Kritik werde jedoch durch Artikel 5 des Grundgesetzes gedeckt.
Heute (am 14. November) forderte Dr. Sailer erneut die Unterschrift unter einer Unterlassungserklärung. Nun geht es um ein Werbebanner, das auf Internetseiten für den Bericht im VOICE-Magazin werben soll. Auch hier ist die Collage aus UL-Sweatshirt, Hakenkreuz und blutigem Kälberkopf zu sehen. Dr. Sailer beanstandete in seinem Schreiben erneut mit keinem Wort den Bericht selbst sondern nur das Hakenkreuz. Dies bezeichnet der Herausgeber des bundesweit erscheinenden Magazines als großes Lob. »Sie scheinen sich selbst keine Erfolgschancen einzuräumen, wenn sie gegen die Inhalte des Berichtes prozessieren würden - wie auch, stammen doch die meisten Informationen aus UL-eigener Literatur! Da bleibt Sailer keine andere Möglichkeit, als es über die Gestaltung von Titelblatt und Werbung zu versuchen.«
Selbstverständlich werde weder die eine noch die andere Unterlassungserklärung unterschrieben und schon gar nicht die Adressen der Website-Betreiber herausgegeben, die das Werbe-Banner erhalten haben. »Wir stehen zu dem Bericht und demzufolge auch zu dem Cover und dem Werbe-Banner, welche nur das künstlerisch darstellen, was auch Inhalt des Berichtes ist.«
Cover und Werbe-Banner sind unter www.tierrechtsmagazin.de zu sehen.
Presseinformation
Totalitäre Sekte untergräbt Meinungs- und Pressefreiheit
Offenbach Die im Raum Würzburg ansässige Sekte Universelles Leben erwirkte vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung gegen eine Collage auf dem Titelblatt des Magazines VOICE.
Bereits am 30. Oktober und am 14. November hatte die Sekte Universelles Leben (UL) vom Magazin VOICE die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung gefordert, die die weitere Verbreitung des Titelblattes der Oktober-Ausgabe sowie eines Werbebanners für die besagte Ausgabe untersagt.
Das Titelblatt zeigt ein mit dem Emblem der Sekte bedrucktes Sweatshirt, dessen Reißverschluss halb geöffnet ist. Hinter dem Reißverschluss kommt ein Hakenkreuz und der blutige Kopf eines Kalbes zum Vorschein. Hintergrund dieser Collage ist ein 23-seitiger Bericht über dieSekte, die laut Andreas Hochhaus, dem Herausgeber des Magazines VOICE, seit Anfang/Mitte der 90-er Jahre versuche, die Tierrechtsbewegung zu unterwandern. »Nach den zahlreichen Agrarskandalen wie BSE, MKS und Schweinepest oder auch Diskussionen um die Jagd oder die Reform der Legehennenverordnung, ist der Tierschutz ein Feld, auf dem man politisch agieren kann«, so Hochhaus. »Das Universelle Leben und viele involvierte Firmen, Initiativen, Vereine und Personen missbrauchen die Tierrechtsbewegung lediglich als Trittbrett, um politisch an Gewicht zu gewinnen - leider mit immer größerem Erfolg.« So habe die Sekte über Tierschutz-Aspekte bereits mit Prominenten und eben auch hochrangigen Politikern Kontakte knüpfen können. Im detaillierten Bericht wird nicht nur über die Geschichte des Universellen Lebens und dessen ‚Prophetin‘ Gabriele Wittek informiert sondern auch die Lehren der totalitären Sekte behandelt und das teilweise antisemitische und faschistische Gedankengut aufgezeigt. Überdies deckte das Magazin das keineswegs tierfreundliche Handeln auf, das nun gar nicht zum offiziellen Bild der ‚Tierschutz-Sekte‘ passen wollte. Daher auch die Aufsehen erregende Collage auf dem Titelblatt, die in Teilen auch auf einem Werbebanner im Internet, das für den Bericht warb, zu sehen war.
Da Hochhaus die Unterlassungserklärungen nicht unterzeichnete erwirkte die Sekte nun vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung, die dem Verlag verbietet, »eine Darstellung wie auf der Titelseite der Zeitschrift ‚VOICE‘ Heft 31/Oktober 2002 zu verbreiten, solange darauf das Hakenkreuz abgebildet ist«. Bei Zuwiderhandlung drohen ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder bis zu 2 Jahre Ordnungshaft.
»Die durch das Cover künstlerisch dargestellte Verbindung zwischen dem Universellen Leben und Faschismus und Tierausbeutung wird an zahlreichen Stellen des Berichtes deutlich«, erklärt Hochhaus und kann sich daher die Entscheidung des Richters nicht erklären. Das Hakenkreuz zähle zwar zu den in Deutschland verbotenen Symbolen, dessen Darstellung zu Dokumentationszwecken beziehungsweise im Rahmen einer Kritik werde jedoch durch Artikel 5 des Grundgesetzes gedeckt. Dennoch empfinde er die Art und Weise, wie die Sekte versuche, die Verbreitung des Artikels zu unterbinden, als Lob: »Sie scheinen sich selbst keine Erfolgschancen einzuräumen, wenn sie gegen die Inhalte des Berichtes prozessieren würden - wie auch, stammen doch die meisten Informationen aus UL-eigener Literatur! Da bleibt dem Universellen Leben keine andere Möglichkeit, als es über die Gestaltung von Titelblatt und Werbung zu versuchen.«
Auf der Website des Magazines (www.tierrechtsmagazin.de) sind Cover und Werbebanner vorrübergehend mit einem »ZENSUR«-Balken versehen. Gleichzeitig kündigt Hochhaus jedoch selbst rechtliche Schritte an, die die Meinungs- und Pressefreiheit und somit auch die weitere Verbreitung des Magazines sichern sollen. »Wir stehen weiterhin zu dem Bericht und demzufolge auch zu dem Cover und dem Werbe-Banner, welche nur das künstlerisch darstellen, was auch Inhalt des Berichtes ist.«
Zur Frage der Tierrechte
Keine individuelle, sondern kooperative Entscheidungsmacht
Zitate von Locke, John aus "Zwei Abhandlungen über die Regierung", zitiert in: Gebhardt, Jürgen/Münkler, Herfried (1993), "Bürgerschaft und Herrschaft", Nomos in Baden-Baden (S. 141)
Durch diese Verleihung hat Gott ihm kein persönliches Besitzrecht über die niederen Lebewesen übertragen, sondern ein der gesamten Menschheit gemeinsames Recht.
Links zur Diskussion um Tierrechte
- Kritisches Grundlagenpapier zu Tierrechten ++ als .txt
- Tierrechts-Terminkalender
- Tierrechts-Diskussionsforen
Info zu Universelles Leben
- Dokumentation von UL-Kritik auf projektwerkstatt.de
- http://www.access.ch/pdwidmer/ul1.html
- http://antispe.de/txt/GzL-natur.html
- http://www.michelrieth.de/sekte4.htm
- Zur Homepage der Gruppe ...
- Tierrechtsmagazin VOICE (mit Schwerpunkt zu UL)
