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Umweltbewusstsein

Ökos zu Lohas, Bioläden zu Naturkost-Boutiquen, Alternative zu Boheme

Milieu von Bioladen-EinkäuferInnen nach den Mediadaten von Schrot&Korn 2010:
Wer Bio kauft, hat sich entschieden für seine Gesundheit, die Umwelt, Zukunftssicherung und Qualität etwas mehr auszugeben. Bio-Käufer sind überdurchschnittlich ausgebildet, beruflich etabliert und finanziell gut situiert.

Postmaterielle – Kernmilieu für Naturkost mit hohem Potenzial
Altersspektrum von Anfang 20 bis zu der Generation der „jungen Alten“. Qualifizierte und leitende Angestellte und Beamte, überdurchschnittlich viele Freiberufler. Definieren sich weniger über ihren Besitz als ihren Intel-lekt und die eigene Kreativität. Sie engagieren sich sozial, politisch oder kulturell. Eine Chance hat alles, was sie herausfordert, das Oberflächliche lehnen sie ab, die Ansprache muss Witz haben und Informationen trans-portieren, es darf nichts untergeschoben werden.

Moderne Performer – Entwicklung zum zweiten Bio-Milieu
Altersschwerpunkt unter 30. Deutschlands jüngstes Milieu. Sie sind die junge, unkonventionelle Leistungselite und verfügen meist über ein geho-benes Haushaltsnettoeinkommen. Ehrgeizig, mobil, flexibel und erlebni-sorientiert streben sie nach Selbstverwirklichung, legen Wert auf Qualität und sind bereit, dafür Geld auszugeben. Ungewöhnliche Werbeformen werden hier stärker wahrgenommen, allerdings haben sie ein feines Gespür für Authentizität. Aufgesetzte oder unehrliche Werbeaussagen werden schnell entlarvt.

Experimentalisten – an Bio interessiert
Die jüngste Zielgruppe, wird auch als neue Bohème bezeichnet. Sie leben in vollen Zügen, sind individualistisch, kritisch, kreativ und ver-antwortungsbewusst aber auch widersprüchlich. Materieller Erfolg und Status spielen keine besondere Rolle. Aufgrund ihrer Werte haben sie eine Affinität zu Bio, ihrem Einkommen nach liegen sie eher im Mittelfeld der Bio-Käufer. Kaufentscheidend ist, ob etwas zu ihrer Persönlichkeit passt. Werbung muss originell, ästhetisch und interessant sein.

LOHAS
Die Lohas sind in den Marketingabteilungen die „üblichen Verdächtigen“, wenn es darum geht, neue Potenziale im Wachstumsmarkt Nachhaltigkeit zu erschließen. Dabei sind sie im Grunde weitgehend eine Zusammen-fassung der Bio-Käufer-Milieus. Eine Studie von Sinus-Sociovision und Karma Konsum zeigt, dass die Lohas in den Milieus der Postmateriellen, Etablierten und Modernen Performer wurzeln. Sie deuten Nachhaltigkeit aber vor dem Hintergrund des jeweiligen Milieustils anders. Die Erkennt-nis der individuellen Motive ist auch hier wichtiger Erfolgsfaktor bei der Wettbewerbsprofilierung und Ansprache.

Rechts: Aus den Mediadaten von Schrot&Korn 2010. Im Text (siehe oben) ist angegeben, aus welchen Schichten die BioladenkäuferInnen stammen - das ist hier mit der grünen Linie übertragen worden.

Im Original: Aus der Internetseite www.lohas.de ... ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Die Währung der Zukunft heisst: VERTRAUEN

Definition
Lifestyles of Health and Sustainability, was etwa bedeutet: "Ausrichtung der Lebensweise auf Gesundheit und Nachhaltigkeit".
Neue Werte, neues Bewusstsein, die Bedürfnisse der Menschen richten sich nach Innen, eine Umkehr der Lebensweise nach Selbstkenntnis, nach Stressfreiheit und Entschleunigung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Beständigkeit. Dies alles mündet in eine Nachfrage von wirtschaftlich, gesundheitlich und ökonomisch sinnvollen Produkten und Dienstleistungen.
Wir möchten dazu beitragen, eine breitere Gesellschaftsschicht anzusprechen und im deutschsprachigen Raum Angebote zu kanalisieren, die unserer Meinung nach den Kern von Veränderungen (Umdenken) ausmachen. Der Beginn von jeglichen Veränderungen ist in uns selbst. Bei uns finden Sie Angebote, Informationen und Kontakte.


Werbung für Lohasguide.de

Gut fühlen und Wirtschaft ankurbeln
Ob Bosch, Henkel, Allianz, Telekom, Bayer oder alle deutschen Automobilunternehmen, nur wer Produktleistung und Qualität bei größtmöglicher Umweltverträglichkeit langfristig sichert, setzt sich am Markt durch.

Industriepropaganda aus der (Ex-)Öko-Ecke

Aus "Freude am Fahren" von Fritz Lietsch, Chefredaktion des Forum Nachhaltig Wirtschaften 4/2009 (S. 38)
Nichts ist schöner als Autofahren ...

Öko-Propaganda aus der Industrie

Aus: Presse-Information des Dualen Systems Deutschland, 20.6.2001
Die meisten Deutschen haben der DSD-Studie zufolge längst erkannt, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen. Zum einen sind deutlich mehr Deutsche (39 Prozent) davon überzeugt, dass hohe Umweltschutzauflagen langfristig der Wirtschaft nützen. ...
Im Vergleich zu anderen Aufgabengebieten der Politik wie beispielsweise Arbeitslosigkeit, Bildung oder Rente liegt der Umweltschutz in Deutschland nur an sechster Stelle. In Brasilien erreicht er immerhin Platz Fünf, in den USA und Polen jeweils Platz Vier und in Japan sogar Platz Eins.

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