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Materialien

Anti-Castor

CastorXmeter Denkstück
Warum steht auf IMC: "Castor Transport durch AktivistInnen von Robin Wood für vier Stunden aufgehalten"
und nicht: "Castor Transport durch AktivistInnen mit Tripod für vier Stunden aufgehalten"

Castor-Auswertungen und Berichtsübersichten

November 2008

Das war spannend ...

Dennoch gelang es vor allem Jochen Stay von X-tausendmal quer, sich erneut als Kopf der Bewegung zu inszenieren. Er tat das, obwohl sich viele selbstorganisierte Gruppen explizit anders äußerten. Jochen Stay wurde bei seiner Vereinnahmungsstrategie von Presseprofis und NGO-FunktionärInnen unterstützt. Von bürgerlichen bis linksradikalen Medien kam er überall als scheinbarer Kopf aller AktivistInnen rüber. Außer einer telegenen und inszenierten Kurzteilnahme an der Sitzblockade vor laufenden Kameras konzentrierte sich Jochen Stay darauf, seine Positionen, seine Person und sein Label ("X-tausendmal quer") in den Mittelpunkt zu rücken. Ungefragt redete er auch für alle, die ihn weder beauftragt hatten noch die er überhaupt kannte. Um ihn herum agierten Presseprofis, die Jochen Stay vermittelten. Statt den Widerstand stark zu machen und Medien mit AktivistInnen in Kontakt zu bringen, organisierten sie eine üble Vereinnahmung. Kritik wiesen sie barsch zurück - doch es war ihr eigener Rundbrief, in dem sie die Strategie selbst offenbarten. Im Rundbrief 2/2008 der Bewegungsstiftung fand sich der rechts abgebildete Text auf Seite 6. Deutlicher geht es kaum. Die Bewegungsstiftung ist Teil der Strukturen, die systematisch Einfluss auf politische Bewegung nehmen, um diese für sich zu benutzen.

Auszug aus dem Protokoll der Berliner Autonomen VV 13.11.08
Presse: Linksradikale entschieden sich, nicht mit Medien zu reden, was zu vielen Problemen führte. Z.B. war die Presse bei den Blockadeaktionen in der Göhrde nicht präsent, sondern wurde sogar verscheucht. Dadurch hatte Xtausend mal quer das unumstrittene Monopol bei der Medienaufmerksamkeit.

Kurz darauf: .ausgestrahlt präsentiert sich als "Wir" der Anti-Atom-Bewegung

Massenbrief zum Spendensammeln am 17.3.2009 mit einem flammenden Appell als "Wir":
Wenn wir erreichen wollen, dass der lang versprochene Atomausstieg endlich umgesetzt wird, dann müssen wir unsere
gemeinsamen Anstrengungen steigern. Wir als .ausgestrahlt-Team wollen noch intensiver dafür sorgen, gute Argumente zu
vermitteln und wirkungsvolle Aktionen zu organisieren. Auch Du kannst dazu beitragen, dass die neu erwachte Anti-Atom-
Bewegung ihre Dynamik steigert.

Doch am Ende steht wieder nur das Eine: Wir wollen Spenden ...
Deshalb meine persönliche Bitte an Dich: Fülle noch heute die beiliegende Rückmeldekarte aus und werde UnterstützerIn
von .ausgestrahlt. Damit sorgst Du dafür, dass die Anti-Atom-Bewegung noch kraftvoller wird! Auch einzelne Spenden
helfen, die begonnene Arbeit fortzusetzen.
Unterzeichner dann wie immer: Jochen Stay
Die Teile des "Wir" trugen alle eine Nummer - eingestanzt bereits auf dem Überweisungsträger, damit der Verteiler weiter aktuell bleibt für das Wichtigste: Die Menge bedienen und unterhalten, um an ihr Geld zu kommen. Auch die Unterschriftenlisten bringen vor allem eins: .ausgestrahlt eine riesige Datei potentieller SpenderInnen.

Es geht auch anders ...

Auszüge aus dem Bericht der selbstorganisierten Blockade auf der Strecke an der deutsch-französischen Grenze mit Auswertung und Erklärung zu unabhängiger Aktionsorganisierung (Indymedia, Nov. 2008)
Diese Aktion richtete sich nicht alleine gegen Castortransporte und Atomindustrie, sondern sollte auch zur Diskussion über Aktions- und Organisationskonzepte anregen. ... Oft passiert es dass viele Menschen, viele bunte Aktionen machen und am Ende wenige Menschen mit bekannten Gesichtern im Namen aller AktivistInnen reden. Bei dem Versuch die Vielfalt auf einen Nenner zu bringen, werden Inhalte häufig stark verkürzt und viele Gründe, warum die Aktionen stattfanden, werden gar nicht erst erwähnt. Mit unserer Aktion wollen wir auch zeigen, dass gut organisierte Kleingruppenaktionen, bei denen die Aktivisten sich selber um die Vermittlung kümmern, möglich sind. Wir wollen zur Diskussion darüber anregen, wie sich effektiver Widerstand außerhalb der Muster der Herrschenden am besten organisieren lässt. ++ Film über diese Aktion

Und noch ein positiver Nachschlag: Nach dem Castor ist vor dem Castor - Film einer Aktion gegen die Rückfahrt des Transportzuges

Jahre davor

Ansonsten ist unschwer zu erkennen, dass der Rest hier nicht mehr aktuell ist ... interessant kann er aber aus einigen Blickwinkeln sein ...

Wendland-Castor (Nov. 2002): Auswertung

Collage: Castor mit SoldatenbildAlle Aktivitäten aus Gruppen oder von Personen, die etas mit Hoppetosse zu tun haben (könnten ... ist letztlich Entscheidung der Eliten) (Veranstaltungen, Aktionen planen ...) sind auf den Flächen, wo die Eliten herrschen, verboten! Das Plenum hat zwar die Veranstaltungen zwar genehmigt, aber HINTERHER (!!!!!) im stillen Kämmer alles wieder verboten! Das Plenum ist damit zum ZWEITEN MAL hinterher KORRIGIERT!!! Und eben untersagt, daß "wir" noch irgendwas machen dürfen!

Näheres Infos folgen (wir müssen nun leider abfahren!) - diese Seite wird nicht mehr aktualisiert, da das Projekt einer offenen Plattform gegen Atomkraft und Herrschaft von den Anti-Atom-Eliten wie beschrieben verboten wurde. Es ist auch vorher in ihren Link-, Terminlisten usw. nicht mitbenannt worden. AktivistInnen sind von vorbereitenden Deli-Treffen gleich zu Beginn rausgeschmissen und direkte Koordinationsgespräche z.B. von Anti-Atom-BIs (wie LIGA) verweigert worden. Die Spaltung ist also durchaus eine geplante Sache gewesen.

Anti-Castor-Zeitung "entgleisung"

Es gab ein Zeitungsprojekt in Lüneburg ... die "entgleisung". Doch leider wurde ab dem 9. bzw. 10.11. auch dieses Projekt verboten. Es lohnt sich aber noch, die Ausgabe (vor allem die Nr. 2, die in Lüneburg verteilt wurde) zu lesen. Geplant war, alle 1- 2 Tage mehrere 1000 Stück dieser Zeitung in Lüneburg zu verteilen. Es war das einzige Medium Richtung Bevölkerung. Nach dem Verbot blieb nur noch das Internet (z.B. Indymedia) und die bürgerliche Presse.

Wer die Texte einzeln haben will ... lassen sich aus dem PDF herausholen. Auch die Bildchen. Tipps zum Umgang mit PDFs hier ...

Die Inhalte:Entgleisung-Titel

Collage: Castor mitAktionsideen


Mailinglisten

Castor-Streckenbeobachtung

Ginge es nach dem Willen der herrschenden Politik, wuerden Castor-Transporte heimlich abgewickelt. Oeffentlichkeit stoert den reibungslosen Ablauf der Atommuellverschieberei, AnwohnerInnen sollen über die gefaehrlichen Transporte nicht informiert werden.
Um dieser Desinformationspolitik etwas entgegenzusetzen, beobachten verschiedene Gruppen entlang der Transportstrecke die Durchfahrt des Zuges.  Diese Informationen gehen leider oft fuer die Oeffentlichkeit verloren oder verlieren sich, verstreut zwischen anderen Meldungen, meist im Openposting von Inymedia.
Um eine transparente und uebersichtliche Online-Streckenbeobachtung zu ermoeglichen, haben wir jetzt unter http://www.antiatom.de/strecke eine verbesserte Webseite eingerichtet, auf der Gruppen, die sich an der Streckanbeobachtung beteiligen, die Beobachtungszeiten veroeffentlichen koennen.
Die Seite ist oeffentlich einsehbar, Eintraege koennen aber nur von denjenigen gemacht werden, die eine Zugangskennung haben.  Alle die eine Zugangskennung haben, koennen damit auch weitere anlegen Es ist jetzt moeglich, kurzfristiger auf Aenderungen bei den Transporten zu reagieren.
Durch einen Serverumzug ist leider die Userdatenbank verlorengegangen, es muessen sich also die Gruppen, die sich an der Streckenbeobachtung beteiligen nochmal neu anmelden, sorry.
Unseren PGP Public key findet Ihr hier: http://www.antiatom.de/antiatom.de.asc

Castor-Infos und Berichte:

Presse- und Bullentexte über kreativen, emanzipatorischen Widerstand

Und weiter ...

Wahrscheinlich wird es nicht einmal der letzte Castor sein. Geschweige denn, daß Deutschland/Kapitalismus/Herrschaft irgendwie dolle besser wären, wenn der Castor nicht mehr rollt ... daher wird es um mehr gehen:

Das alles und noch viel mehr, wird es geben, wenn ich am Weihnachten in Saasen wär ... tirili - denn da steigt vom 19.-28.12. die offene Plattform "Widerstand und Vision" mit vielen Workshops, Diskussionsträngen und direkten Aktionen!!! Mehr hier ...

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