Übersicht
Die Klimakonferenz ist noch ca. 1 Monat entfernt. Zur Zeit laufen verschiedene Prozesse und Debatten in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen. Die folgenden Punkte sind eine subjektive Einschätzung und einige Vorschläge zur konkreten weiteren Vorbereitung:1. Es gibt keine gemeinsame Vorbereitung - sie wäre aber dringend nötig!Ein offenes Bündnis zur Vorbereitung existiert nicht. Zur Zeit agieren mindestens drei Zusammenhänge nebeneinander her:
3. Nötige Schritte
Aktueller Nachtrag (10. Juli)
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Das Recht, CO2 zu erzeugen, kann nicht bei einzelnen Konzernen und Staaten liegen: Kon-zerne und Staaten atmen, schwitzen und hungern nicht. Die einzelnen Menschen sind es, die, um leben zu können, eine gewisse Menge an CO2 erzeugen müssen, dies aber keinesfalls zum Schaden anderer tun dürfen. Es gibt kein Recht und vor allem: kein käufliches Recht, unter vergleichbaren klimatischen Be-dingungen mehr als andere an CO2 zu erzeugen.
(aus Wolf Göhring, 2001: "Zur Klimakonferenz in Bonn vom 16. bis 27. Juli 2001")Klimakonferenz in Bonn (16.-27. Juli)
"Wer im Treibhaus sitzt, soll mit Steinen schmeißen ..."
Das Thema Klimaschutz ist Schwerpunkt der Sommerausgabe der Ö-Punkte, die deshalb schon Ende April erschien. Bestelladresse: Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen (pro Heft 2 DM plus einmalig 2 DM Porto).Zu den bereits geplanten Klimaaktionen:
AktivistInnen aus dem Netzwerk "Umweltschutz von unten" werden an den Klimaaktionen mitwirken und dort vor allem klare Kritik am neoliberalen Klimaschutz äußern. Aktionen sollen deutlich machen, daß die Klimakonferenz die falschen Leute mit den falschen Zielen zusammenführt. Klimaschutz muß von unten kommen, die Menschen (und nicht Nationen und Konzerne) sollen die Entscheidungsmacht in die Hand bekommen! Infos zu Aktionen und Positionen:
- 14. Juli: Ankunft der Radtouren in Köln, abends Diskussionsveranstaltung zu Klimaschutz und "Pro&Contra Kyoto" (20 Uhr im Bürgerhaus Stollwerk)
- 15. Juli: Radtouren nach Bonn. Ab 14 Uhr Ökomarkt und Aktionen auf dem Münsterplatz
- 16. Juli: Critical mass (ziviler Ungehorsam mit allem, was Räder hat - Inliner, Räder, Rollstühle usw.). 12 Uhr ab Münsterplatz
- 16. und 17. Juli: Open Space-Gegengipfel - Workshops und Diskussionen rund um das Klima
- 17. und 18. Juli: Direct-Action-Trainings und Aktionen (am 18. treffen UmweltpolitikerInnen in Bonn ein, machen Show-Veranstaltungen zusammen mit NGOs usw., z.B. auf dem Kinderklimagipfel, wo Kinder mal wieder zu Gockeln der selbstdarstellenden Politelite gemacht werden - diesmal von Naturfreundejugend und der Zeitung "natur" ... mehr)
- 18. abends (19.30 Uhr, Hörsaal 17 der Uni Bonn): Podiumsdiskussion zum Thema
- 19. Juli: Haupt-Aktionstag gegen den neoliberalen Wahn im Gewand des Klimaschutzes, u.a. Reclaim-the-Streets-Party.
- 19. Juli abends (Treffpunkt ca. 20 Uhr am Hauptbahnhof Bonn): Gratiszug nach Genua
Es gibt diesen Überblick für emanzipatorische Umweltschutzgruppen (die gegen die Vermarktung der Umwelt und Umweltschutz von oben agieren wollen) mit Resolutionen, Aktionsvorschlägen und mehr. Außerdem die Internetseite des Bündnisses "Risingtide" mit vielen aktuellen Infos.
- Anlaufpunkt im Info- und Medienzentrum (AZAADE in Bonn, Dorotheenstr. 20, nahe Stadthaus, ca. 10-15min vom Hbf)
- Presse- und Info-Handy "Umweltschutz von unten": 0171/8348430 (bis 19.7., danach im Gratiszug anrufbar)
- Ein Referent mit Positionen zur emanzipatorischen Ökologie werden am 14. Juli in Köln und am 18. Juli in Bonn bei den Diskussionen mit auf dem Podium sitzen. Zudem gibt es dort Infostände.
- Bücher- und Infotisch "Umweltschutz von unten" auch auf dem Ökomarkt am 15. Juli in Bonn - ein guter Anlaufpunkt für alle, die noch mitmischen wollen.
Neu: Aufruf zur Verhinderung der Klimakonferenz des Bundes-Ökologie-Treffens und Alternativentwurf zu Kyoto!Die Programmübersicht von Risingtide (12.7.):
Die Welt von morgen: stürmische ZeitenAufruf aus dem Direct-Action-Netzwerk:
Aktionsplan für den Weltklimagipfel cop 6.5 in Bonn15. Juli, Sonntag Ankunft der Fahrradtouren und Public Event
13.00 -19.00 Münsterplatz
- Ökomarkt
- Kritische Initiativen
- Ankunft von Fahrradkarawanen (Utrecht, Hannover, Bochum, Köln, Schweiz)
- Redebeiträge
- Klima-Infostände
- Ska- und Reggae-Konzert
- Schlafbörse und Fahrradwerkstatt
16. Juli, Montag "Colourful Street Day" (Fahrraddemonstration)
Treffpunkt: 12 Uhr Münsterplatz
- Kundgebung
- farbenfrohe, laute Fahrraddemo
- Abschlusskundgebung und Verpflegung auf dem Münsterplatzab 18.00 Rheinaue / Freilichtbühne
- Open-Air-Festival mit vier Bands (Rock, Pop, Ska, Punk)
- Open-Space-Workshopsab 21.30 Rheinaue / Freilichtbühne
- Open-Air-Theater mit ANTAGON (pyrotechnisches Aktionstheater aus Frankfurt)
- EINTRITT FREI!17. und 18. Juli, Dienstag Mittwoch Open-Space-Gipfel
Beginn: 10 Uhr, Gipfelcamp
- Open-Space-Gipfel (selbstorganisierter Gegengipfel) im Gipfel-Camp, u.a. mit zweitägigen direktem Aktionstraining
- Teach-Ins in der Fußgängerzone-
- Direkte Aktionen19. Juli, Donnerstag - Zentraler Aktionstag
Treffpunkt: 12 Uhr Münsterplatz
- Auftaktkundgebung
- Hauptdemonstration zum Konferenzzentrum "Maritim" als "Reclaim The Streets party" Thema: BEACH PARTY
- Gratiszug nach Genua (Projektwerkstatt)
-
ab 18.00 Klangstation (Bad Godesberg)
- Risingtide-Festival mit Mocambo All Stars, Emil Bulls, Embryo, DJ
- Eintritt: 15 DM20. Juli, Freitag - Direct Action Time
- Direkter Aktionstag
- U.a. Aktion des Büros für ungewöhnliche Maßnahmen aus Berlinab 18.00 Klangstation (Bad Godesberg)
- Risingtide-Festival mit Four-Wheel-Drive, Mad Eye Moody, Honeymunch, DJ
- Eintritt: 15 DM21. Juli, Samstag Rettungsboot
Treffpunkt: 9.30 Münsterplatz
- Bau des "Rettungsbootes" (30x6m) mit anschließendem Stapellauf und Jungfernfahrt zum Konferenzzentrumab 21.00 Party in der Pädagogischen Fakultät / Bonn, Römerstraße
22. - 27. Juli Direct Action Time
· Straßentheater
· Banner-Drop
· Free-Speach
· Green-WashDAN goes Klimagipfel
Vom findet der Klimagipfel in Bonn statt. Das DAN gehört ja eigentlich zu den Gruppen/Netzwerken, die jetzt geradzu praedisziniert sind, hiergegen zu agieren, also rufen wir dazu auf, das Pfingstreffen als Ort zu nutzen, sich auf die Aktionen gegen den Klimagipfel vorzubereiten. Auf dem Pfingstreffen, wird es neben den Leuten die schon Erfahrung mit Direkter Aktion haben und euch diese vermitteln können, auch die Struktur geben um Aktionen vorzubereiten und Gruppen zum aktionieren zu finden. Wir werden Computer, Werkstätten, Vielleicht ne Druckmöglichkeit, und anderes haben, was ihr nutzen könnt.
Wir hoffen, das auch viele Basisgruppen, schon vorbereitet kommen, so das auf dem Treffen ein Aktionskonzept entwickelt werden kann.
Also lasst uns den Herrschenden ihr (Tagungs)Klima versauern.
(Text aus Direct-Action-Netzwerk)
Zusatz am 21.7.: Peinlich - vier Leute aus Deutschland waren bei den meisten Aktionsbesprechungen alles, den Rest machten vor allem die HolländerInnen sowie Einzelne aus vielen anderen Ländern (weitere Leute, vor allem aus dem Großraum Bonn, waren zudem noch in den Orga-Bereichen tätig). Das Ganze ist schlicht ein Desaster und zeigt, daß es mit einem Direct-Action-Netzwerk gerade nicht vorwärtskommt. Ein neuer Anlauf ist nötig ...
Aus folgenden Gründen ist das Kyoto-Protokoll zu verhindern:
1. Kyoto erlaubt eine Steigerung der CO2-Emissionen
Laut IPCC, dem wissenschaftlichen UN-Gremium
"Intergovernmental Panel for Climate Change", ist eine sofortige Reduktion
des weltweiten CO2-Ausstoßes um 60% notwendig, um das globale Klima
zu stabilisieren. Nach dem aktuell verhandelten "Kyoto-Protokoll" würden
sich die Industrieländer aber nur zu einer Reduktion von 5,2% je nach
Land bis 2008 oder 2012 verpflichten, obwohl sie als Hauptverursacher der
Emissionen 80% laut IPCC einsparen müßten. Dank fragwürdiger
Methoden und etlichen Schlupflöchern in den Umsetzungsrichtlinien
läßt das Kyoto-Protokoll sogar eine deutlich Erhöhung der
CO2-Emissionen zu: Der Bau und Betrieb von Atomkraftwerken sowie Aufforstungen
sollen als CO2-reduzierende Maßnahmen anerkannt werden. Zudem dürften
Erlaubnisscheine für eine CO2-Produktion an den Börsen gehandelt
werden. Eine Wende zum Energiesparen und eine Förderung regenerativer
Energieträger würde damit nicht erfolgen.
2. Kyoto dehnt marktwirtschaftliche Verwertungslogiken
aus
Im Kyoto-Protokoll geht es um verschiedene treibhauswirksame
Gase, allen voran das CO2. Gemessen wird alles in CO2-Äquivalenten.
Damit werden die Voraussetzungen für eine Vermarktung der Luft geschaffen,
das bedeutet Profit statt den Klimaschutz zu fördern. Luft wird nicht
mehr länger allen gehören, sondern das Recht, sie zu belasten,
wird kauf- und verkaufbar - und damit z.B. akkumulierbar, d.h. das Recht
auf Luftbelastung wird Stück für Stück in die Hand weniger
übergehen,
eben der zahlungskräftigsten und durchsetzungsstärksten Konzerne.
Kyoto bedeutet daher eine Ausdehnung der Vermarktungslogik - und ist somit
eine klassische Form des Neoliberalismus.
3. Die Debatte um Kyoto verhindert eine wirkungsvolle
Klimaschutzdebatte
Die Klimadebatte der Vereinten Nationen verschlingt
gigantisches Potential - zeitlich, materiell sowie finanziell und zerstört
die Hoffnungen von vielen Menschen, denen der Klimaschutz wichtig ist.
Das geht soweit, dass inzwischen sogar die meisten Umweltverbände
(zumindest in Deutschland) auf Kyoto und immer mehr auch auf die verantwortlichen
PolitikerInnen in der Bundesregierung und EU setzen - eine absurde Situation
angesichts dessen, wer eigentlich weltweit die Scharfmacher in Sachen neoliberaler
Verschärfung, Erhöhung sozialer Ungerechtigkeiten usw. sind.
4. Kyoto schafft eine rechtliche Absicherung für
den Ausstoß von Treibhausgasen
Mit dem Kyoto-Protokoll wird eine Vermarktungslogik
von Luftverschmutzungsrechten eingeführt. Es ist zu erwarten, daß
auch für sog. Entwicklungsländer in weiteren Phasen des Kyoto-Prozesses
Obergrenzen definiert werden. Dann wird vollendet, was jetzt beginnt: Stück
für Stück werden sich die Reichen die Emissionsrechte sichern
- und damit nicht nur das Recht, Umwelt weiter zu zerstören, sondern
auch die Chance, sich weiter zu industrialisieren. Die globale Ungerechtigkeit
könnte steigen. Die Industrienationen legalisieren ihre Umweltzerstörung
mit Hilfe von neuen Gesetzen - Kyoto ist die rechtliche Absicherung des
Weiterbetriebs der Verschmutzungsanlagen. Eine Parallele zum "Atomkonsens"
ist unübersehbar.
Kyoto verhindern!
Daraus folgt: Kyoto verhindern. Endlich wieder
Umweltschutz einfordern und verwirklichen! Staaten und Konzerne sind Verursacher
von Umweltzerstörung und sozialen Ausbeutungsverhältnissen. Die
Vereinten Nationen sind bedauerlicherweise zur Zeit von neoliberalen Staaten
dominiert, die mit ökonomischen und militärischen Mitteln ihre
Interessen durchsetzen. Wir halten es für unwahrscheinlich, dass eine
Kooperation mit diesen Partnern zum Ziel führt.
Wir fordern als kurzfristige und langfristige
Ziele:
Wenn überhaupt in CO2-Äquivalenten
gedacht werden soll, dann muß das "Recht auf Verschmutzung" den Menschen
selbst übergeben werden, die diese verleihen oder in kooperative Strukturen
(z.B. Energiegewinnung, Produktion) einbringen, nicht aber verkaufen können.
Damit liegt die Gestaltungsmacht und die Entscheidungsfrage über den
Klimaschutz bei den Menschen. Sie sind diejenigen, die unmittelbar ein
Interesse an einer lebenswerten Umwelt haben - nicht die Regierungen und
Unternehmen, die nach dem Kyoto-Protokoll Inhaber der Verschmutzungsrechte
sein sollen.
Die Festlegung von CO2-Äquivalenten kann
nur für eine begrenzte Zeit als Notmaßnahme gelten, weil sie
immer mit Kontrolle und Festlegung von Bewertungsmaßstäben verbunden
sind, die über Machtstrukturen durchgesetzt werden müssen. Langfristig
fordern wir daher gesellschaftliche Strukturen ein, in denen die Menschen
gleichberechtigt und unmittelbar ihre Umwelt selbst gestalten können.
Wir rufen alle Menschen auf, die Weltklimakonferenz in Bonn zu verhindern und mit lokalen Aktionen die Proteste zu unterstützen.
Diese Resolution wurde vom 30. BundesÖkologieTreffen
in Augsburg verabschiedet.
Bitte diesen Aufruf ... verbreiten, unterzeichnen und was immer geht!
Bitte sendet Eure Unterzeichnerlisten per e-mail an: bsoe@studis.de
(Wenn Ihr per email sendet, muessen Euch die Unterschriften der unterzeichnenden Personen / Oragnisationen schriftlich vorliegen.) und/oder per Post an: BSOe e.V., c/o AStA der Uni Münster, Schloßplatz 1, 48149 Münster
Unterzeichnet von ... ReferentInnen-Rat
der Humboldt-Universität Berlin
Redaktion "Umweltschutz von unten"
der Contraste
Institut für Ökologie,
Fachbereich Politik & Wirtschaft
(wird fortgesetzt)
1. Luft-Nutzungsrecht in die Hand der Menschen
2. Weg mit allen Schranken für den Nachbau umweltfreundlicher
Technik!
Schon seit einigen Jahren bestehen die technischen Möglichkeiten,
in der Energieerzeugung vollständig regenerative (und damit CO2-neutrale!)
Quellen zu nutzen sowie in vielen anderen Bereichen den Ausstoß von
Treibhausgasen wesentlich zu minimieren. Dazu ist der schrankenlose Transfer
der Technik nötig:
3. "Abwicklung" des Nordens statt Entwicklung des Südens
Treibhausgase werden vor allem in Industrienationen sowie durch Konzerne
der Industrieländer ausgestossen. Daher ist eine Abwicklung dieses
industriellen Sektors und der wirtschaftlichen Dominanz nötig.
Es gibt kein Recht auf Profit! Es gibt kein Recht, das Leben anderer
zwecks Anhäufung von Reichtum und Macht einzuschränken! Niemand
außer den Menschen selbst hat ein unmittelbares und immerwährendes
Interesse an einer Umwelt, in der ein gutes Leben möglich ist. Daher
darf niemand anders als die Menschen das Recht auf die Nutzung der Umwelt
haben!
Quellen:
- Ö-Punkte, Heft 2/2001 (Sommer): Profit statt Klimaschutz? (mit
etlichen Texten zum Thema)
- Bergstedt, Jörg (1999): Agenda, Expo, Sponsoring - Strategien
radikaler, emanzipatorischer Umweltschutzarbeit, IKO-Verlag Frankfurt
Internetseiten:
- Aktionen zur Klimakonferenz: www.risingtide.de
- Politische Texte und Aktionsideen gegen das Kyoto-Protokoll: www.projektwerkstatt.de,
dort unter Aktuelles
- Umweltschutz von unten: http://go.to/umwelt
Daher ist es nötig, daß alle Aktionen und Positionen deutlich machen, daß die Klimakonferenz und das Kyoto-Protokoll nicht zu schlapp, sondern ein Schritt in die falsche Richtung sind. Das Kyoto-Protokoll stärkt Herrschaft und Verwertung, steigert die bestehenden Ungerechtigkeiten weltweit, schwächt die Selbstbestimmungsrechte der Menschen und führt zu stärkerer Ausbeutung. Zudem ebnet sie den Weg zur Zerstörung natürlicher Wälder, zum Bau neuer Atomkraftwerke und zur Ausdehnung von Industrieansiedlungen in ärmeren Ländern - und das alles im Namen des Klimaschutzes!
Verschiedene Gruppen planen Aktionen zum Klimagipfel.
Einige wollen deutlich machen, daß das Kyoto-Protokoll ein richtiger
Schritt ist, aber weitere folgen müssen. Der BUND beispielsweise ruft
dazu auf, die Bundesregierung zu unterstützen gegen die bösen
USA und will am 21. Juli ein großes Boot bauen, daß symbolisch
das Kyoto-Protokoll ablösen soll. Diese Aktion halten wir für
falsch! Das Kyotoprotokoll ist ein Schritt zu mehr Verwertungslogik und
Herrschaft - und damit in die falsche Richtung.
Wir fordern: Mehr Selbstbestimmungsrechte - und als ersten
Schritt die radikale Demokratisierung des Flächen- und Rohstoffverbrauchs
als zentrales Mittel eines emanzipatorischen Umweltschutzes.
An konkreten Aktionen entwickeln sich gegen die Klimakonferenz:
Vom 16. - 27. Juli 2001 finden in Bonn die nächsten UN-Klimaverhandlungen
statt.
Wissenschaftler schätzen, dass die weltweiten CO2-Emissionen sofort
um mindestens 60% reduziert werden müssen, um drohenden Gefahren zu
begegnen. Die offiziellen Maßnahmen und Verhandlungen sind bisher
völlig inakzeptabel. Das Kyoto-Protokoll, das 1997 beschlossen wurde,
sieht lediglich eine CO2-Reduzierung um 5,2% (!) vor und lässt zahlreiche
Schlupflöcher für die Klimaverschmutzer offen.
Ein luxemburger Aktivist des internationalen Netzwerks RisingTide wird
auf einer Veranstaltungstour über das Thema und geplante Aktionen
zur Konferenz berichten.
Weitere Infos: www.risingtide.de
Mo, 25.6. Heilbronn
Cafe Oase, Happelstr. 23
Zeit: 20.00 UhrDi, 26.6. Heidelberg
Ort: Neue Uni
Zeit: 20.00 UhrMi, 27.6. Backnang
Ort: Felsenkeller im Bürgerhaus, Bahnhofstr. 7
Zeit: 20.00 UhrDo, 28.6. Tübingen
Ort: Seminarraum 1, Geographisches Institut, Hölderlinstr.
Zeit: 19.00 UhrFr, 29.6. Freiburg
Ort: Unibibliothek Übungsraum 9+10
Zeit: 18.00 UhrSa, 30.6. Stuttgart
Ort: Umweltzentrum, Rotebühlstr. 86/1
Zeit: 20.00 UhrDo, 5.7. Ludwigsburg
Ort: Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1
Zeit: 20.00 Uhr
Kontakt: hanno@gmx.de
Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll strebt eine durchschnittliche Reduktion sechs wichtiger
Treibhausgase um 5,2% im Zeitraum von 2008-2012 im Vergleich zu 1990 an.
Dabei geben selbst UN-WissenschaflerInnen zu, daß eine CO2-Reduktion
von mindestens 60% nötig ist, um nur damit anzufangen, die vom Menschen
verursachten Klimaveränderungen wieder rückgängig zu machen.
Darüber hinaus werden bei den offiziellen Verhandlungen einige problematische
Dinge besprochen:
Atomenergie
AKWs gelten bei den UN-Verhandlungen als emmissionsfreie Technologie.
Der Bau (im eigenen Land oder als grenzüberschreitende Direktinvestition)
von AKWs kann also auch als Klimaschutzmaßnahme angerechnet werden.
"Flexmex"
Das Kyoto-Protokoll enthält einige sog. Flexible Mechanismen ("Flexmex"):
so können die Länder, die sich zur CO2-Reduktion verpflichtet
haben (v.a. Länder der OECD und einige osteuropäische Länder),
auch Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern oder sog. Transformationsländern
(d.h. Länder, die sich im Übergang zur Marktwirtschaft
befinden) durchführen und sich selbst anrechnen. Und wenn ein Land
die ihm zugestandene Menge an Emmissionen unterschreitet, kann es Lizenzen
für die verbliebenen Emmissions-rechte verkaufen. Dies würde
z.B. Rußland und die Ukraine betreffen, die sich zu einer Stabilisierung
ihrer Emmissionen von 1990 verpflichtet haben, z.Z. aber aufgrund ihres
wirtschaftlichen Zusammenbruchs 20-30% unter dieser Marke liegen.
Senken
Wälder und landwirtschaftliche Flächen sollen als CO2-Reduktionsmaßnahmen,
sog. Senken, angerechnet werden.
Wir rufen zur Beteiligung an folgenden Aktionen auf:
I. Internationaler Aktionstag gegen Klimaveränderung am 21.
März 2001
(in Solidarität mit dem internationalen Aktionstag gegen Rassismus).
Das internationale Netzwerk "Rising Tide" ruft dazu auf, an diesem Tag
dezentral in den Städten eigenständige Aktionen durchzuführen.
Mögliche Aktionsformen sind: Fahrraddemo bzw. critical mass, Streiks,
Flyer verteilen, Straßentheater, Demonstrationen, Bäume auf
Tankstellen pflanzen, Klimafilm im Kino zeigen, Blockaden usw. An diesem
Tag soll vor allem auf die Ungerechtigkeit hingewiesen werden, die bei
der Klimaveränderung im Spiel ist: Während Entwicklungsländer
die ersten sein werden, die unter den Klimaveränderungen zu leiden
haben, und sich wegen fehlender (finanzieller) Möglichkeiten nicht
genug schützen können, sind (und waren schon immer) die Industrieländer
die Hauptverursacher des Problems.
II. Klimakonferenz in Bonn vom 16. - 27. Juli 2001
Gruppen aus verschiedenen Ländern bereiten schon Aktionen vor.
Es gibt dazu internationale und bun-desweite Vorbereitungstreffen (Infos
unter climate_bonn@yahoo.com). Organisiert Gruppenfahrten nach Bonn!
BUNDjugend Tübingen
Kontakt:
BUNDjugend Tübingen
Wilhelmstr. 30/1
72074 Tübingen
Mail: klimakampagne@antisocial.comMailingliste: eintragen durch eine Mail an jukss-bw-subscribe@egroups.com - Der ausführliche Aufruftext kann im WWW nachgelesen werden unter www.netzwerk-regenbogen.de/dat.html -
BUNDjugend Tübingen
Wilhelmstr. 30/1
72074 Tübingen
klimakampagne@antisocial.com
An alle JugendumweltaktivenKlimakampagne
Aufruf zu Klimaaktionen
Tübingen, den 18.02.2001
Hallo Ihr,
Die letzte Klimakonferenz oder auch "6th Conference of the Parties" (COP6) in Den Haag ist gescheitert. Die beteiligten Staaten konnten sich noch nicht einmal auf eine CO2-Reduktion von 5,2 % gemäß des 1997 unterzeichneten Kyoto-Protokolls einigen. Dabei geben selbst UN-Wissenschaftler zu, daß eine CO2-Reduktion von mindestens 60% nötig ist, um nur damit anzufangen, die von den Menschen verursachten Klimaveränderungen wieder rückgängig zu machen. Doch vieles, was in Den Haag diskutiert wurde, kann sowieso nicht in unserem Interesse sein:
"Kolonialismus wurde durch die Erfindung immer neuer Ware fortgesetzt... Zucker... Tee... Kaffee... CO2-Emissionen?"
- Atomenergie gilt als Ausweg aus der Klimakatastrophe und soll daher gefördert werden.
- Wälder und landwirtschaftliche Flächen, die bekanntlich CO2 aufnehmen, sollen als CO2-Reduktionsmaßnahmen (sogenannte Senken) angerechnet werden.
- Der Handel mit Emissionen soll erlaubt werden (USA ist für eine 100%ige Erlaubnis, EU für eine 50%ige). Demnach könnten die Entwicklungsländer ihre unverbrauchten Quoten von Emissionen an Industrienationen verkaufen. Neue emissionsarme Technologie müßte dagegen aus den Industrienationen importiert werden. Von diesem Handel profitieren vor allem die Industrieländer. Und wenn z.B. mit Geldern der USA eine Solarstrom-Anlage in Südamerika gebaut wird, soll die entsprechende CO2-Reduktion der USA angerechnet werden. Für die USA ist das natürlich kostengünstiger, als dieselbe Anlage im eigenen Land zu bauen. Das internationale Klimaschutz-Netzwerk "Rising Tide" spricht von "CO2-Kolonialismus".
Anstatt ständig die Bedeutung der Entwicklungsländer bei der CO2-Reduktion zu betonen, die sie "aufgrund ihrer Bevölkerungsgröße und der zu erwartenden Ausweitung ihrer Wirt-schaftstätigkeit" hätten, sollte folgender Aspekt berücksichtigt werden:
Die Entwicklungsländer werden die ersten sein, die unter den weltweiten Klimaveränderun-gen zu leiden haben (vgl. Ausdehnung der Wüsten, Überschwemmungen...). Die in Armut lebende Mehrheit der Menschheit wird v.a. deshalb von den Klimaveränderungen mehr be-troffen sein als die reiche Minderheit, weil sie nicht über die Ressourcen und Möglichkeiten verfügt, sich zu schützen, d.h. umzuziehen, sich eine andere Arbeitsstelle zu suchen etc. Doch diejenigen, die besonders betroffen sind, nämlich Inselstaaten, lokale Gemeinschaften, indige-ne Gruppen, Kinder, Umwelt- und Wirtschaftsflüchtlinge, haben bei den UN-Klimaverhandlungen nichts zu sagen. Stattdessen sind transnationale Konzerne wie z.B. Exxon, Texaco und DuPont dort überrepräsentiert. Die Verursacher des Problems sind dagegen die Industriestaaten.
80% aller CO2-Emissionen stammen aus den Industrieländern. Historisch gesehen waren der Ressourcenverbrauch und die Emissionen dort immer am höchsten. Das Netzwerk "Rising Tide" spricht von einer "ökologischen Schuld" der Industrieländer. Einsparungsmaßnahmen müßten also vor allem dort vorgenommen werden!
Die offiziellen UN-Klimaverhandlungen gehen an dem eigentlichen Problem vorbei. Wir können weder den an den Klimaverhandlungen beteiligten Regierungen noch der UN Vertrau-en entgegenbringen. Wir glauben nicht, daß sie nur Sachzwängen folgen, sondern daß sie sehr wohl anders könnten, wenn sie wollten. Die Klimaverhandlungen laufen unseren Vorstellungen derart zuwider, daß es uns nicht reicht, kritisch mitzureden, sondern daß wir Widerstand leisten wollen.
Wir rufen zur Beteiligung an folgenden Aktionen auf:
- Internationaler Aktionstag gegen Klimaveränderung am 21. März 2001 (in Solidarität mit dem internationalen Aktionstag gegen Rassismus)
Das internationale Netzwerk "Rising Tide" ruft dazu auf, an diesem Tag dezentral in den Städten eigenständige Aktionen durchzuführen. Mögliche Aktionsformen sind: Fahrraddemo bzw. critical mass, Streiks, Flyer verteilen, Straßentheater, Demonstrationen, Bäume auf Tankstellen pflanzen, Klimafilm im Kino zeigen, Blockaden usw. An diesem Tag soll vor allem der Zusammenhang zwischen Klimaveränderungen und sozialer Ungleichheit themati-siert werden.- Klimakonferenz voraussichtlich in Bonn (entweder vom 18. - 29. Juni oder vom 25. Juni - 6. Juli)
Noch vor der Folgekonferenz COP7 in Marocco sollen die UN-Klimaverhandlungen in Deutschland fortgesetzt werden. Mehrere Gruppen bereiten dazu schon Aktionen vor. Was genau, steht noch nicht fest. In Den Haag bauten z.B. 6000 Menschen aus über 40 verschiede-nen Ländern einen Klimaschutz-Deich aus 50.000 Sandsäcken rund um das Kongresszentrum. Organisiert Gruppenfahrten nach Bonn und nehmt an den Aktionen teil! Ihr könnt auch vorher schon zu bundesweiten Vorbereitungstreffen fahren: fragt nach näheren Infos unter climate_bonn@yahoo.com.Bildet Banden!
Sofern Ihr noch keine feste Gruppe habt, mit der Ihr aktiv werden könnt: das ist die Gelegen-heit, eine Gruppe zu gründen bzw. zu anderen, schon bestehenden Gruppen Kontakt aufzu-nehmen! Wolltet Ihr Euch nicht schon immer mit Gleichgesinnten treffen, um zu diskutieren und zu philosophieren, Spaß zu haben und gemeinsam Aktionen zu planen?
Vernetzung
In Euren Städten oder Regionen gibt es sicher noch andere Gruppen, die sich mit dem Thema Klimaschutz beschäftigen. Für gemeinsame Aktionsplanung und zum Erfahrungsaustausch kann es sinnvoll sein, sich zu vernetzen.
Wir können Euch folgende Hilfestellungen anbieten:An diese Adresse könnt Ihr mailen, wenn Ihr Fragen habt, wenn Ihr Kontakt zu Personen oder Gruppen haben wollt, die in Eurer Region ebenfalls aktiv sind, wenn Ihr eineN ReferentIn braucht, auf die Mailingliste wollt oder wenn Ihr die obengenannten Reader zugeschickt be-kommen wollt.
- Klima-Reader: von uns zusammengestellte und übersetzte Informationen zum Thema Klima
- Praxis-Reader: von uns zusammengestellte Informationen zu Gruppengründung, Tips für Aktionen...
- ReferentInnen-Vermittlung: wenn Ihr eine Infoveranstaltung zum Thema Klimaschutz durchführen wollt, können wir Euch dafür Kontakte zu ReferentInnen vermitteln.
- Die Mailingliste Jukss-BW: diese Mailingliste wurde auf Initiative eines Ländertreffens auf dem Jugendumweltkongreß (Jukß) eingerichtet. Über diese Liste werden auch die Klimaak-tionen in Baden-Württemberg (+ nähere Umgebung) diskutiert. Auf dieser Liste könnt Ihr Euch selbst eintragen (mail an jukss-bw-subscribe@eGroups.com) oder Euch eintragen lassen.
- klimakampagne@antisocial.com
Wer sich nicht in irgendeiner Form zurückmeldet, bekommt in Zukunft keine Post mehr von uns. Karteileichen brauchen wir nicht!
Das ganze geht natürlich auch per Rückmeldeschnibbel (s.u.) an die folgende Adresse: BUNDjugend Tübingen, Wilhelmstr. 30/1, 72074 Tübingen.
Jasmin Dean
für die BUNDjugend Tübingen-----
Der klassische Rückmeldeschnibbel!
... Ich möchte weiterhin Post von Euch bekommen ... Ich will den Klima-Reader zugeschickt bekommen ... Ich will den Praxis-Reader zugeschickt bekommen ... Ich brauche eineN ReferentIn für eine Klimaveranstaltung, am allerbesten an folgendem Termin: am ..... '01 um ...... Uhr ... Ich möchte Kontakt zu anderen Aktiven aus meiner Region ... Ich bin damit einverstanden, daß meine Adresse/Tel./email an andere Aktive weitergegeben wird ... Ich möchte auf der Mailingliste Jukss-BW eingetragen werden
Vor- und Nachname: ..................
Straße und Hausnummer: ...............
PLZ und Ort: ...............
Telefon: ................
emehl: .................
BUNDjugend Tübingen, Wilhelmstr. 30/1, 72074 TübingenKlimakampagne
2. Rundbrief
Tübingen, den 04. Juli 2001Hallo liebe Klimaaktive,
das ist der vorläufig letzte Rundbrief der Klimakampagne in Baden-Württemberg. Wir wollen nicht ausschliessen, dass uns irgendwann wieder etwas auf den Nägeln brennt und wir Euch wieder gerne informieren würden. Bitte sagt bescheid, wenn Ihr nie wieder Infos von uns haben wollt. Natürlich freuen wir uns auch über positive Rückmeldungen, konstruktive Kritik... so, und jetzt geht's los:
1. Rückblick auf die Veranstaltungsreihe
Vom 25. - 30.6. fanden an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg Info-Abende zur bevorstehenden Klimakonferenz in Bonn statt. Die letzte Veranstaltung ist am morgigen Donnerstag, 5.7. um 20.00 Uhr im DemoZ, Wilhelmstr. 45, Ludwigsburg. Jan von der luxemburgischen Jugendumweltorganisation LIFE berichtete über die Hintergründe der Proteste und die geplanten Aktionen in Bonn. Das Interesse war unterschiedlich gross. Von 2 (Stuttgart) bis zu 15 (Tübingen) interessierten Personen gabs alles...2. Termine vor der Klimakonferenz
Mittwoch, 11. Juli: Weltweiter Aktionstag gegen Exxon Mobil (Esso)
Macht Aktionen bei Eurer lokalen Esso-Tankstelle, Raffinerie, oder Exxon Mobil (Esso)-Vertretung! Warum: Esso ist Bush' größter Unterstützer und der schlimmste "Greenhouse Gangster". Esso hat einen verheerenden Ruf in Sachen Menschenrechte und Umweltschutz und propagiert weltweiten Freihandel.
Mehr Infos:
http://www.globalwarming.isbad.net
http://www.pressurepoint.org
Mailinglist: http://groups.yahoo.com/group/stopglobalwarmingnow
http://www.stopglobalwarming.de.vu
Mittwoch, 11. Juli: Verschobener Castor-Transport in die WAA La Hague Der Transport wird von Stade und Brunsbüttel aus durch Deutschland rollen und bei Lauter-bourg die Grenze zu Frankreich passieren.3. Terminplanung während der Klimakonferenz
Sonntag, 15. Juli:
Ankunft der Fahrradkarawanen in Bonn, Ökomarkt in der Innenstadt
Montag, 16. Juli:
Fahrraddemo, Start: Münsterplatz abends Theatergruppe auf Rheinauen-Bühne (nach Einbruch der Dunkelheit)
Donnerstag, 19. Juli:
Reclaim-the-Streets, Auftaktkundgebung und angemeldete Demoroute
ab 18 Uhr: Risingtide-Festival in Bad Godesberg
auch abends: Gratiszug nach Genua zum G 8-Gipfel
Samstag, 21. Juli:
BUND-Aktion: Rettungsboot für den Klimavertrag
Infrastruktur allgemein:
Mündliche Zusage für Turnhallen wurde zurückgezogen, d.h. zur Zeit kein Massenquartier. Um flexibel zu sein, sollten Zelte mitgebracht werden. Eventuell einige kleinere Gebäude zum Übernachten.
Infozentrum, Medienzentrum usw.:
In einem Gebäude sollen Indymedia, die Videogruppe Engage und ein Medienzentrum ge-schaffen werden.4. Fahrt nach Bonn
Fahrt zu den Risingtide-Aktionen:
Es soll eine Fahrradkarawane aus der Schweiz nach Bonn geben. Start ist am 9. Juli, die Route und Zeitplanung ist uns leider noch nicht bekannt.
Einige von uns wollen am 15. oder 16. Juli nach Bonn fahren. Zur Bildung von Fahr- und Wochenendticket-Gemeinschaften meldet Euch bei uns, ebenso wenn Ihr genaueres über die Fahrradkarawane wissen wollt: BUNDjugend Tübingen, Adresse s.o. und Jasmin (Tel. 07071/552517).
Fahrt nur zur Rettungsboot-Aktion am 21. Juli:
Die BUNDjugend Baden-Württemberg organisiert einen Bus von Stuttgart aus, der am spä-ten Freitag-Nachmittag/-Abend abfährt, am Sonntag gegen 12.00 Uhr wieder zurückfährt und ca. 30 DM kostet. Übernachtung ist kostenlos und Verpflegung (Rampenplan) kostet 20 DM.
Bitte meldet euch ganz schnell verbindlich an: bei rettungsboot@buju-bw.de oder Tim (Tel. 07464/3917).5. Material
Plakate: Bestellungen an Risingtide, c/o Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, 53115 Bonn, Tel. (risingtide): 0228-9637773, Fax: 9637774.
Massenzeitung: Bestellungen auch an Risingtide oder bei kleineren Mengen (bis 50 St.) gg. Porto an uns, die BUNDjugend Tübingen, Adresse s.o.
Vielleicht sehen wir uns in Bonn!
Grüsse, Jasmin für die BUNDjugend Tübingen
Zusätze mit konkreten Ideen:
- Am 18.-20. Mai nach Bonn fahren zum Direct-Action-Planungstreffen,
dort genaue Ideen entwickeln, die dann in Bielefeld an ähnlichen Gebäuden,
in ähnlichen Straßensituation usw. trainiert werden.
- Konkrete Workshops für das Direct-Action-Gathering vorbereiten
(Materialien usw.)
- Auf dem Direct-Action-Gathering diese Aktionen trainieren und konkret
für Bonn planen ... oder sogar: schon loslegen (z.B. gefakte Behördenbriefe
layouten, die z.B. auch schon vor der Klimakonferenz in Bonn verteilt werden
usw.)
Die Chance: Training mit konkreter Umsetzung verbinden!!! Das könnte eine gute Chance sein!
TOP1
Begrüßung, Aktuelles & Termine
Till berichtet von geplanten Aktivitäten von Friends of the Earth/BUND.
Es ist geplant eine zentrale Aktion (vermutlich Samstag, 21. Juli) zu machen.
Zwei Alternativen: Entweder eine Mauer um das Kongressgebäude oder
eine Arche Noah aus Holz in Zusammenarbeit mit allen Gruppen. Ein Vorbereitungstreffen
findet dazu am 5. April in Bonn statt, zu dem Till eingeladen wurde. Rising
Tide beschließt, stärker als in Den Haag mit FOE/BUND zusammenzuarbeiten
bzw. Aktionen abzusprechen.
Bericht vom 1. Bundesweiten Vorbereitungstreffen zu Genua: Der Weltklimagipfel findet parallel zum G8 Gipfel (20. - 22. 07.) statt. Es gibt bereits von vielen Organisationen (u.a. Euromarsch, Attac, Linksruck, WEED) Planungen für die Mobilisierung nach Genua. Dennoch wurde auf dem Treffen klargemacht, dass auch Proteste beim Weltklimagipfel unterstützt werden sollen. Dafür wurde der Vorschlag entwickelt, einen zentralen Aktionstag in der ersten Woche in Bonn zu organisieren und danach Züge mit Hilfe der Gewerkschaften nach Genua bereitzustellen. Rising Tide beschließt einen zentralen Aktionstag am Donnerstag, 19. Juli in Bonn. Danach geht der "Widerstandsexpress" weiter nach Genua. Es wird außerdem geplant, dass alle, die bei Aktionen in Bonn beteiligt waren, auch die Forderungen zum Klimaschutz nach Genua weitertragen. Es finden aber nach wie vor über die gesamten zwei Wochen Aktionen, Veranstaltungen und Kulturprogramm in Bonn statt.
Bundesjugendkongress der Grünen Jugend: Roman berichtet, dass eine von ihm eingebrachte Resolution zur Unterstützung der Positionen von Rising Tide angenommen wurde (http://www.gruene-jugend.de/loadhtm.php3?datei=doks/kyoto.htm)
Kurze Debatte über die Aktuelle Position der USA: Bush lehnt das Kyoto-Protokoll entschieden ab und will die USA aus allen internationalen Verhandlungen zum Klimaschutz abziehen. Diese Position führte zu heftigen Reaktionen, v. a. bei EU-Staaten. Andere Blockierer wie Australien, Japan wollen dagegen weiter an den Verhandlungen teilnehmen. Die aktuelle Entwicklung ist äußerst dramatisch, es gibt aber auch Chancen. Zwar würde mit den USA der Hauptverschmutzer (25%) aus den Verhandlungen aussteigen, aber das Kyoto-Protokoll könnte durch Einwirkung der EU verstärkt werden.
Termine:
5.April: BUND-Treffen zum Weltklimgipfel in Bonn
20. - 22. April: Internationales Vorbereitungstreffen im AZADE, Bonn
22. April Suppkultur (Vegane Suppe und Diskussion) im Oscar-Romero-Haus
24. April: Podiumsdiskussion mit Jörg Bergstedt in Bonn
06 - 13 Mai Internationales Treffen von ASEED zum Einfluss der Konzerne
auf Einrichtungen wie die EU in Estland
11. - 13. Mai: Vernetzungstreffen für lokale Widerstandskollektive
in Dresden
01. - 04. Juni: Antikapitalistische Tagung in Berlin
TOP2:
Berichte aus den Arbeitsgruppen
Medien:
Homepage ist fertig und online (www.risingtide.de). Cornelius hat eine
Struktur eingerichtet, die ständig mit Termine und Informationen aktualisiert
wird (Anregungen oder Lob an webmaster@risingtide.de
Alle arbeitenden Gruppen haben bereits eigene e-mail Adressen und sind
für konkrete Frage über diese erreichbar (Infos auf der Homepage)
Erste Flugblatt wurde bereits bei den Castor-Protesten verteilt, wird
aber noch überarbeitet. Für Flugblätter und Plakate werden
noch LayouterInnen gesucht!
Für das Independent Media Center wurde bereits Kontakt nach Amsterdam,
Australien und Berlin aufgenommen zu indymedia (www.de.indymedia.org wird noch
Kontakt hergestellt.
Infrastruktur:
Die Arbeitsgruppe hat sich seit dem letzten Treffen zweimal getroffen
und Hat einen Spendenaufruf entwickelt, das internationale Treffen vorbereitet
und einen Veranstaltungsort für das Internet-Café während
der Konferenz organisiert. Das Büro verfügt auch über einen
PC, der in den nächsten Tagen internetfähig ist.
Kultur:
Ein erster Finanzplan wurde entwickelt, z. Zt. werden Plakate und Flyer
erstellt. Es gibt erste Bands, die sich am Kulturprogramm beteiligen wollen.
Auch der BUND wird ein Konzert organisieren.
Medical:
Es gibt Kontakte zu anderen alternativen SanitäterInnen. Es ist
geplant, eine Sanitätsstation einzurichten und eine Anlaufstelle
während der Aktionen aufzubauen. Der Ermittlungsausschuss für
evtl Repressionen wird ebenfalls organisiert.
Outreach:
Es gibt Kontakte zu ASEED sowie zu den Widerstandsnetzwerken. Z. Zt.
wird ein ReferentInnen-Team aufgebaut, dass für lokale Veranstaltungen
zur Verfügung steht. Linksruck will in verschiedenen Städten
Infoveranstaltungen oder Podiumsdiskussionen organisieren (Ab Mai)
Die Grüne Jugend Bayern macht Aktionen und werbung in München,
in Baden-Württemberg gibt es eine Klimakampagne von BUND, Linksruck
und anderen, die Busse organisieren wollen.
Landunter:
In der Bonner Umweltgruppe "Landunter" gab es eine Diskussionsveranstaltung
zum Klima. Es stehen bereits die nächsten Veranstaltungen zu Rising
Tide (bereits gelaufen - d. Autor) und zu den bisherigen Konferenzen an.
TOP3:
Fundraising
Kristian gibt eine Einführung in die grundsätzlichen Bedingungen
für die Förderung von Projekten und Materialien. Als mögliche
Finanzquellen wurden die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung
und die Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie deren regionale Vertretungen genannt.
Allgemein wird aber eingeschätzt, dass es sehr schwer wird, an die
Gelder heranzukommen. Aber ein Versuch sei besser als gar nichts. Der Grüne
Zweig Bonn ist für Projekte mit Bonn-Bezug ein guter Ansprechpartner,
des weiteren Stiftungen aus dem Umweltbereich (z.B. Bundesstiftung Umwelt).
Alle Anträge müssen, auch aufgrund der Kurzfristigkeit, gut begründet
sein. Auch müssen alle Quittungen, Belege gesammelt werden. Auch kleine
Anträge in klarer eindeutiger Sprache sind zu empfehlen.
Bei der Diskussion wird deutlich, dass es ein extra Team zu Fundraising
geben müsste, aber auch dass sich das keiner zutraut. Klaus will in
den nächsten Tagen Infomaterial über die e-mail-Verteiler schicken.
Das Spendenkonto wird voraussichtlich vom Oscar-Romero-Haus e.V. bereitgestellt.
TOP4:
Arbeitsgruppen
Von den anwesenden Gruppen nutzen die Mediengruppe und die Outreach-Gruppe
die Zeit für weitere Planung ihrer Arbeit.
TOP5:
Internationales Treffen
Das internationale Treffen muss noch vorbereitet werden. Die Einladung
ist bereits draußen. Ein Vorbereitungstreffen findet am Mittwoch,
18. April um 19:00 Uhr im Büro statt.
TOP6:
Resolution und Name
Die Resolution, die am Freitag rumgemailt wurde, wird noch um die Ergänzungen
von Gerold und Gerald erweitert und überarbeitet. Die diskutierte
Fassung wird verabschiedet und wird in den nächsten Tagen an Gruppen
und Personen mit der Bitte um Unterstützung gemailt.
Es wird außerdem noch eine deutsche Ergänzung des Namens
Rising Tide gefunden. Die Gruppe heißt ab sofort: Rising Tide - Gerechtigkeit
im Klimaschutz. Der Name wird in der nächsten Woche in ein neues Logo
eingebaut
Ende gegen 19:00 Uhr
Protokoll: Philipp
Important mail adresses:
action@risingtide.de Action
direct-action@risingtide.de Direct Action
funding@risingtide.de Funding
infrastructure@risingtide.de Infrastructure
culture@risingtide.de culture
media@risingtide.de media
outreach@risingtide.de outreach
legal@risingtide.de legal help
science@risingtide.de science
important personal adresses runkpock1000@yahoo.com.sg (Osman, Funding, Culture) till@risingtide.de (Till, Infrastructure) roman@risingtide.de (Roman, media) cornelius@risingtide.de (Cornelius, Webmaster) info@climnet.org (Bianca, Outreach) demosanis@gmx.net (Klaus, medical service)
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