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Hinweis: Dieser Text ist eine vorläufige
Fassung für einen nach den verschiedenen Aktivitäten in Berlin
geplanten Text ... was am Stil zu erkennen ist. Zur Zeit enthält er
aber erst die konkreten Berichte der Aktionen und Debatten am ersten Wochenende.
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Berlin: 10 Tage voller Umweltaktionen gegen Markt und Profit |
Erste Station: Messe "Grünes Geld"Hohe Renditen und große Chancen zum Geldverdienen - das sind die Kernaussagen für ethische Geldanlagen. So auch auf der Messe "Grünes Geld", die vom 25.-27.1. in Berlin im Rahmen der Grünen Woche lief. Beim Auftakt des gleichnamigen Kongresse jedoch erhielt das Bild einen neuen Farbton: UmweltschützerInnen hielten ein Transparent mit der Aufschrift "Für Umweltschutz ohne Markt, Staat + Profit" hoch, verteilten eine "Ökozeitung gegen Markt und Kapital" und ließen sich auf verschiedene Diskussionen mit den Anwesenden ein. In einem kurzen Redebeitrag bezeichneten sie den Staat und die Verwertungslogik des Marktes als Hauptursachen für Umweltzerstörung und Unterdrückung von Menschen. Wer Geld als Mittel zur Durchsetzung ökologischer Ziele einsetzt, schafft zudem ein Gefälle zwischen den Metropolen (wo das Geld eingesammelt wird) und der Peripherie (wo die Projekte verwirklicht werden). Solche Prinzipien können nicht die neue Plattform für ökologische Ziele sein, sondern müßten angegriffen und überwunden werden zugunsten eines Umweltschutz von unten.Die Reaktion der anwesenden ZuhörerInnen auf dem Kongreß "Grünes Geld" war sehr gespalten: Einige lehnten die Aktionsform ab, andere auch die Inhalte, nach der kurzen Rede gab es aber auch vereinzelten Applaus. Die Bewertungen blieben auch in den Folgetagen unterschiedlich, doch ein Ziel erreicht die Aktion auf jeden Fall: Das Thema war drin. Ist die Orientierung an Markt und Profit mit den ethischen Zielen verbindbar? Müssen nicht zusätzliche Kriterien z.B. zur Mitbestimmung der Bevölkerung dort, wo Projekte aufgebaut werden? Einige VertreterInnen von Firmen äußerten Kritik an der Aktion, zeigten aber im Laufe der Gespräche immer mehr Akzeptanz für die inhaltlichen Positionen. Andere zeigte gleich offen ihre Sympathie und nur in einem Fall (GLS-Bank) war das schon vorher vereinbarte Gespräch sehr kurz: Aufgrund der Aktion lehnte der Öffentlichkeitsreferent, überzeugter Anthroposoph jegliche Zusammenarbeit ab. |
Seitensprung: Agenda-Debatte in BerlinAm Abend des 25.1. sollte eine kritische Reflexion der bisherigen Agenda-Arbeit in Berlin laufen. Alle AktivistInnen, die am Tage noch auf der "Grünes Geld"-Messe waren, mischten sich in die Debatte ein. Enttäuschend: Von kritischer Reflexion war nichts zu spüren. Im Hauptvortrag verglich Hauptreferent Elmar Altvater zwar sehr zielsicher die Nachhaltigkeit mit einem Wieselwort, angelehnt an die Art des Wiesels, ein Ei so auszusaugen, daß es nicht zu sehen ist ("außen hui, innen leer"), bei seinen Vorschlägen für Konsequenzen bot er aber das gewohnt schwache Bild, warb für die Organisation ATTAC, die eine Besteuerung von Aktienspekulationen als wichtigstes Ziel hat (was das wohl ändern soll?), oder ähnliche Reförmchen. Noch schlimmer formulierte Zweitredner Stefan Richter, der in gestelzten, inhaltsleeren Redebeiträgen weiterhin auf die Agenda setzte. Auch weitere Redner benannten keinerlei Perspektiven. Nur eines: In Mode kam der Begriff "Revolution" - fast alles, was zur Zeit läuft, war "revolutionär". Das und überhaupt die fehlenden Perspektiven kritisierten die Umweltschutz-von-unten-Akteure. Sie entwickelten eigene Vorschläge für Projekte, die von unten organisiert werden: "Die Innenhöfe den Menschen, die dort wohnen. Die Schulhöfe den SchülerInnen. Die Straßen und Grünanlagen den Menschen in den Kiezen. Die Energieanlagen denen, die die Energie auch brauchen". Niemand ging mehr auf diese Vorschläge ein. Von Altvater bis zu den offensiven Agenda-21-Fans wurden sie übergangen oder gar abgelehnt. Das Treffen ging ohne Ergebnis zuende. Niemand störte sich daran. Eine Runde von Grünen, die VeranstalterInnen waren, stand am Ausgang zusammen und freute sich über den harmonischen Abend und ärgerte sich über die "Plattitüden" der Umweltschutz-von-unten-AktivistInnen, die "intellektuell doch gar nicht auf unserem Niveau sind". Politik von oben halt! |
Vorträge und WorkshopsIm Laufe der folgenden Woche kam es in Berlin zu mehreren Informationsveranstaltungen, z.B. zu den Perspektiven herrschafts- und vermarktungsfreier Gesellschaft ("Freie Menschen in Freien Vereinbarungen") und zu "Ökostrom von unten". Ein Höhepunkt wurde der Workshop zu Energie-ErzeugerInnen-VerbraucherInnen-Gemeinschaften vom 2.-4.2. im Haus am Wannsee. Ca. 20 Interessierte aus Hausprojekten, BHKW-BetreiberInnen, Anlagenplaner und Berater mit verschiedenen Schwerpunkten entwickelten die Vision einer Strom- und Wärme-EVG, in der alle gemeinsam die Energieanlagen besitzen und betreiben. Kreative Ideen zur eigenen Organisationsform und zum Umgang mit den widrigen Rahmenbedingungen innerhalb einer Marktwirtschaft, der sich die ErzeugerInnen-VerbraucherInnen-Gemeinschaft entziehen will, wurden diskuiert. |
Aktionen auf der Umweltkonferenz 2001Am 4.2. trafen sich in Berlin SpitzenfunktionärInnen der drei Gruppen, die auch bei anderen Anlässen (Bündnis für Arbeit, Gesundheitspolitik usw.) per Selbstdefinition die Gesellschaft repräsentieren und deshalb Entscheidungen treffen können: Konzerne, Regierungen und als Akzeptanzbeschaffer die großen Verbände, neudeutsch als NGOs bezeichnet. Es ging um Instrumente, die der Umwelt einen Wert geben sollen - und zwar einen in Geld ausdrückbaren. Dagegen und gegen die Zusammensetzung der Tagung wandten sich Aktionen vom Anti-Atom-Plenum (vor der Tür) und von Basisgruppen-AktivistInnen aus verschiedenen Gruppen im Saal. Zu Beginn der Rede von Umweltminister Trittin wurde ein großes Transparent "Regierungen und Konzerne sind Täter, nicht Schützer" entrollt. Zudem sollte eine Resolution verlesen werden. Das aber wurde von Sicherheitskräften per Hinausdrängen aus dem Saal und Androhung stärkerer Gewaltanwendung verhindert. Der Redner erhielt sofort Hausverbot und wurde von der Security aus dem Veranstaltungsort entfernt. Während der anschließenden Veranstaltung konnten die verbliebenen Aktivisten jedoch einzelne Diskussionsbeiträge einbringen und erhielten teilweise Applaus für ihre Kritik der marktwirtschaftlichen und obrigkeitsstaatlichen Orientierung des Umweltschutzes. Die Resolution und die "Ökozeitung gegen Markt und Kapitel" (http://www.projektwerkstatt.de/download) konnte verteilt werden. |
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Die Erklärung (wird verteilt oder sogar vorgetragen sowie an Presse):
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Zu Hoppetosse +++ projektwerkstatt.de +++ Direct Action
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