K.O.B.R.A. Antirepressionsplattform
Kontaktstelle ++ Aktivitäten ++ Veröffentlichungen ++ Links ++ Gruppen in anderen Städten
Kontaktstelle zu Repressionsschutz
Die Koordination ist keine feste Gruppe, sondern eine offene Kontaktstelle. JedeR kann mitwirken - aber eben nicht in einer regelmäßigen Gruppen (die es ja nicht gibt), sondern an bestehenden Projekten (siehe Aufzählung) oder mit neuen Ideen. Ziel ist, Informationen über Repressionsmethoden und emanzipatorische Alternativen zu veröffentlichen und Menschen zu helfen, sich gegen die Übergriffe von Polizei und Justiz zu wehren. Dabei unterscheiden wir uns von den meisten anderen Gruppen und Verbänden im Repressionsschutz, denn uns geht es darum, dass die Betroffenen selbstbestimmt agieren können. Wir wollen nicht platt befehlen: Maul halten! Sondern Euch die Informationen geben, damit Ihr selbst offensiv der Repression begegnen könnt - und dabei trotzdem keine Fehler macht (z.B. der Polizei was ausplaudert u.ä.). Dafür bieten wir als Tipp-Sammlung die Internetseiten zu Rechtshilfen (guckt möglichst erstmal da nach), etliche Broschüren (Versandseite hier...), direkte Beratung, aber auch Veranstaltungen und Trainings an. Wer Kontakt aufnehmen will, kann uns anrufen, mailen ...
Kontaktadresse:
K.O.B.R.A.
Koordination und Beratung für Repressionsschutz und Antirepression
c/o Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen, Tel. 06401/903283
kobra@projektwerkstatt.de, www.projektwerkstatt.de/kobra
- Infos zu K.O.B.R.A. als PDF: Projekte und Informationen (2-seitig, z.B. auf A4 beidseitig kopierbar)
Infoveranstaltungen
Wer Lust hat, in der eigenen Stadt/Gruppe die Idee von Direct-Action und kreativer Antirepression bekannter zu machen, kann ReferentInnen anfragen. Kurztext zu Direct-Action-Veranstaltungen hier ... ++ Die spannende Ton-Bilder-Schau "Fiese Tricks von Polizei und Justiz"
Aktionsmaterialien
- Download von Etikettenvorlagen, Überkleber für Plakate usw.
- Direct-Action-Ausstellung
- Ausstellung zu Polizeimethoden im Raum Gießen: 2004er Fälle ++ 2005er Fälle: vergrößerte Aus der Dokumentation
- Dokumentation von Polizei- und Repressionsstrategien im Raum Gießen
Aktiv gegen die Gesinnungsjustiz
Das folgende ist eine Übersicht über Projekte und Aktionen gegen politische Justiz und das Prinzip der Bestrafung im Allgemeinen. Wer Interesse hat, an dem einen oder anderen Fall mitzuhelfen, zu unterstützen, zu formulieren, Eingaben zu machen usw., sollte sich melden. Gesucht sind:
- Alle Menschen, die sich interessieren
- Im besonderen aber auch Rechtskundige wie JurastudentInnen, RechtsanwältInnen usw. - bisher gibt es da kaum Unterstützung
- Menschen, die auch selbst solche schlechten Erfahrungen mit den Machtsphären der Justiz hatten und eigene Fälle einbringen können
Verfassungsklagen
- Gegen Verurteilung wegen Kreidemalerei "Fuck-the-police" (Beleidigung)
Stand: Verurteilung vor Amts- und Landgericht, Revision vor OLG verloren, Verfassungsbeschwerde eingereicht
Information: www.fuckthepolice-forever.de - Gegen Verurteilung im „großen “ Verfahren (mehrere Anklagepunkte, Verurteilung zu Haftstrafe), obwohl die Polizei rechtswidrig eine Demonstration angegriffen hatte
Stand: Revision verloren ("offensichtlich unbegründet" - sie wollten sich mit den Gründen nicht auseinandersetzen), Beschwerde wegen fehlendem rechtlichen Gehör zurückgewiesen (ein Verurteilter), Haftantritt zum 18.5. festgesetzt, aber Verfassungsklage eingereicht - führte zu Haftaufschub (anderer Angeklagter) ++ spektakuläre Verhaftungen und Polizei-/Justizwillkür rund um den Haftantritt ++ Verfassungsbeschwerde zum Versammlungsrecht eingereicht ++ Mehr Information
Spezialseite zu Angriffen auf Demonstrationen und Rechtsbeugung gegen das Versammlungsrecht - Gegen die Nichtzulassung einer Fortsetzungsfeststellungsklage gegen einen Polizeiübergriff vor dem Verwaltungsgericht Gießen. Stand: Polizeiattacke am 10.7.2004, Klage eingereicht vor dem Verwaltungsgericht, abgewiesen u.a. mit der Begründung fehlenden Rechtsschutzinteresse, da der Betroffene die Polizei kritisiert hätte. Verfassungsklage eingereicht, noch keine Entscheidung zugegangen.
Mehr Informationen unter www.projektwerkstatt.de/10_7_04 - Tipps zu Verfassungsbeschwerden
Neue Verfahren und Justizattacken abwehren
- Übersicht über politische Verfolgung und politisch geführte Prozesse
Dokumentation von Skandalen
- Jährliche Dokumentationen zu Justiz- und Polizeiskandalen. Extraseiten hier ...
- Falschaussageverfahren gegen Zeugen
Stand: Ermittlungsverfahren gegen CDU-Politiker Gail (trotz Nachweis seiner Schuld eingestellt) und PDS-Politiker Janitzki (ebenfalls laut Presse eingestellt). Gail wurde erneut zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt!
Weitere ZeugInnen (lügende Polizisten und PolitikerInnen) sind angezeigt, Verfahren alle eingestellt – ein Zeuge allerdings mit dieser Begründung im Verfahren (siehe 2.) von Aussagepflicht befreit (ermittelt wird trotzdem wohl nicht).
Information: www.luegen-gail.de.vu - Anzeigen gegen Polizisten, Staatsanwälte, Richter und Politiker
Stand: Anzeigen wurden aufgrund der Polizeidokumentation 2004 erhoben. Sie wurden alle ohne Ermittlungsverfahren eingestellt. Beschwerde wurde abgelehnt, Klageerwingung mit formalen Gründen abgelehnt. Daher juristisch durch Justiz erledigt.
Info: www.polizeidoku-giessen.de.vu - Aktion gegen Bevorzugung von Polizisten als Zeugen vor Gericht
In Verbindung mit einer Verfassungsbeschwerde ist aktuell ein Aufruf gegen die verfassungswidrige Bevorzugung von Polizeizeugen in Gerichtsverfahren verbreitet worden. Ziel ist, die ständige Bewertung von Aussagen Uniformierter trotz häufiger, eklatanter Widersprüche als besonders glaubwürdig. Anlass ist die Weigerung des Gießener Verwaltungsgerichtes auf Überprüfung einer Festnahme mit dem Hinweis, es bestehe keine Aussicht auf Erfolg, weil die Polizei in ihren Akten dem Kläger widersprochen und dieser somit keine Chance auf ein für ihn günstiges Urteil habe. Der Aufruf und die Hintergrundinformationen sind auf www.polizeizeugen.de.vu zu erhalten. - Die absurdesten Justiz- und Polizeiskandale bisher: Leerräumen der Projektwerkstatt ohne Durchsuchungsbefehl am 10.1.2003 und Angriff auf die daraus folgende Demonstration am 11.1.2003 durch die Polizei - auf Weisung des Innenministers Bouffier ++ Erfindung eines Farb- und Brandanschlags am 9.12.2003 ++ Derber Polizeiüberfall am 14.5.2006 mit anschließender falscher Verdächtigung, Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung
- Die Angriffe auf die Demonstrationsfreiheit
Vernetzung
Überregional läuft fast alles aneinander vorbei. Die typischen Grenzen zwischen Strömungen, Eitelkeiten und verschiedene Weltanschauungen (von "Rettet das Recht" über "Erobert die Macht" bis "Recht und Ordnungsgewalt abschaffen") führen selbst dort, wo eigentlich alle nach einer organisationsübergreifenden Solidarität rufen, zu etliche Abgrenzungen. Es gibt zur Zeit überhaupt keine Vernetzung verschiedener Gruppen, auch wenn einige der Organisationen sich (zwecks besserer Selbstdarstellung) als übergreifend bezeichnen (z.B. Rote Hilfe). Alle bekannten Rechtshilfe-Gruppen unterstützen nur ihre Klientel, d.h. die Angehörigen ihrer jeweiligen politischen Strömungen. Im K.O.B.R.A.-Umfeld gab es Versuche, mit verschiedenen Gruppen zu kooperieren. Dieses wurde abgelehnt oder scheiterte am Desinteresse. Unter anderem entstand im Sommer 2006 eine Vernetzungs-Mailingliste verschiedener Antirepressionsgruppen. Auf der geschah einfach nichts ... die verschiedenen Gruppen blieben lieber unter sich.
Konsequenter auf eine Kooperation freier und gleicher Einzelner war die Ende 2010 aus einer Serie von VerteidigerInnen-Rauswürfen entstandene Idee eines LaienverteidigerInnen-Netzwerkes.
Öffentliche Aktivitäten
Raum für Kritik schaffen: PolizeikritikerInnen wollen am Tag der offenen Tür informieren!
Polizei- und JustizkritikerInnen haben für Sonntag, den 2.9., eine Kundgebung vor den Toren des Polizeipräsidiums Mittelhessen in der Gießener Ferniestraße angemeldet. Dort findet am gleichen Tag von 11 bis 18 Uhr der Tag der offenen Tür der Polizei Gießen statt. Der Anmelder der Kundgebung, Jörg Bergstedt, zu den Zielen: „Wir wollen über konkrete Fälle von Rechtsbrüchen bis hin zu schweren Verbrechen der Polizei in und um Gießen informieren, die bis heute vertuscht und von der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht angeklagt worden sind“. Konkret sind Informationsstände und Informationspapiere vorbereitet. Außerdem wollen die AkteurInnen als Gesprächspartner sowohl für Gäste wie auch für PolizistInnen selbst zur Verfügung stellen. „Nachdem selbst das Oberlandesgericht Aktionen der Polizei gegen ihre KritikerInnen mit Methoden der Nazizeit in Zusammenhang brachte, kann ein Tag der offenen Tür nicht einfach eine Stimmung von Friede, Freude und Eierkuchen verbreiten. Große Teile der Gießener Polizei sind, zusammen mit RichterInnen an Amts- und Landgericht, in schwere Verbrechen verstrickt“. Da nicht zu erwarten sei, dass die Polizei selbst über ihre Straftaten informiere, müsse das von unabhängiger Seite geschehen. Dabei solle niemandem die Sonntagslaune genommen werden. „Wer aber das Polizeifest besucht, muss dabei nicht den Kopf ausschalten“, fügt Jörg Bergstedt an und hofft auf viele interessante Gespräche vor den Toren der Polizei. Seine Kritik an Polizei- und Justiz hat er zusammen mit anderen KritikerInnen auch auf der Internetseite www.polizeidoku-giessen.de.vu zusammengefügt.
Veröffentlichungen
Im Internet
Über www.projektwerkstatt.de/antirepression stehen viele informative Seiten zur Verfügung, auf denen etliche Fallbeispiele von Repression, Tipps bei Festnahmen, in Gerichtsverfahren, für Verfassungsbeschwerden usw. sowie viele Aktionstipps zu finden sind. Teil dieser Seiten sind auch die Berichte zu den gelaufenen Prozessen vor Gießener Gerichten. Dokumentation, Tipps, Links und vieles mehr findet sich im Internet:
- Rechtstipps gegen Repression
- Aktionstipps gegen Repression
- Tipps zur Organisierung von Demos
- Kritische Themenseiten: Knast ++ Strafe
- Dokumentationen zu Polizei- und Justizstrategien in und um Gießen
2004: Über 20 Fälle von Erfindungen irgendwelcher Straftaten, zusätzlich viele Erfindungen von Tatbeteiligungen, etliche rechtswidrige Angriffe auf Demonstrationen, ebenso illegale Platzverweise, Hausverbote, Festnahmen, DNA-Tests und Hausdurchsuchungen, Einschüchterung und Gewalt, Hetze und Schüren sozialrassistischer Gewalt sind in einer 50-seitigen „Dokumentation von Fälschungen, Erfindungen und Hetze durch Presse, Politik, Polizei und Justiz in und um Gießen“ zusammengetragen und 2004 erstmals veröffentlicht worden. Ein Jahr später erschien die Folge-Dokumentation mit weiteren Fällen. Alle sind auch im Internet zu finden einschließlich des Downloads der kompletten Dokumentationen.
2005 und 2006 erschienen wieder solche Dokumentationen - mit neuen Fällen!
Alle Dokumentationen und auch aktuellere Fälle werden ständig dokumentiert auf www.polizeidoku-giessen.de.vu. - Dokumentation der Bevorzugung von PolizeizeugInnen vor Gericht und in Ermittlungsverfahren: www.polizeizeugen.de.vu
Kommuniques
Vertiefte Positionen zu einzelnen Fragestellungen sind in den bisherigen Kommuniques enthalten.
Kommunique Nr. 1
Sechsseitiges Positionspapier aus dem K.O.B.R.A.-Zusammenhang. Copyleft: Die Texte dürfen weiterverwendet werden. Das gesamte Flugi darf kopiert und verteilt werden. Das ist sogar erwünscht!
- Themen: Gerichtete Justiz ++ Vertuschung und Kriminalisierung durch Ermittlungsbehörden ++ (März 2006)
- Download als PDF (4-seitig, z.B. auf A3 beidseitig kopieren und falten)
- Kommunique Nr. 1 auf Indymedia
Pressearbeit
Zu aktuellen Anlässen werden Presseinfos verschickt, die zu Aktivitäten im K.O.B.R.A.-Umfeld passen. Bisherige Presseinfos:
Politische Erklärungen
Aktive Personen im Zusammenhang K.O.B.R.A. können zu aktuellen Vorgängen politische Erklärungen abgeben, wenn auch nicht im Namen aller Aktiven, sondern nur von sich selbst. Die erste Erklärung richtete sich gegen die öffentliche Aussage des hessischen Justizministers Banzer, Strafe sei "Ausdruck des Unwert-Urteils einer Gesellschaft". Die Frankfurter Rundschau druckte die Kritik am 21.3.2006 (S. 23) ab - siehe Auszug rechts und Infoseite hier ...- Presseinformation zum Konzept "Sicheres Gießen" der Polizei und Stadt Gießen (21.1.2007, PDF-Download)
- Presseinformation zur Frage der Unschuldsvermutung (21.4.2007, PDF-Download) ++ zu finden auch bei der HU Marburg
- Presseinformation ein Jahr nach dem 14.5.2006 (Infoseite ++ Presseinfo als PDF)
- Presseanschreiben zu Ermittlungen gegen Polizei und Justiz am 16.9.2007 (PDF)
- Presseinformation zur Forderung härterer Strafe im CDU-Wahlkampf (Jan.2008, PDF) ++ im Blog
Broschüren
AktivistInnen aus dem K.O.B.R.A.-Umfeld schrieben und layouteten an mehreren Broschüren voller Tipps zum Schutz vor Repression und für Aktionen gegen Polizei, Justiz, Knäste usw. mit. Die Broschüren haben 16 oder 20 Seiten im A5-Format und sind vor allem für die Praxis geschrieben - mit Ausnahme des Heftchen "Weggesperrt", in dem Gedichte und Texte aus dem Knast und über den Knast gesammelt sind. Die Titel:

Beiträge in Büchern
Text „Alternativen zur Strafe“ im neuen Buch „Autonomie und Kooperation“
Das vor kurzem in der Projektwerkstatt erschienene Buch zu Utopien herrschaftsfreier Gesellschaft enthält ein umfangreiches Kapitel über der grundsätzliche Fragwürdigkeit von Strafe und Alternativen dazu. Mehr Informationen unter www.projektwerkstatt.de/materialien/band3.html.
Archiv und Bibliothek
In den großen (und empfehlenswerten!) Bibliotheken und Archiven der Projektwerkstatt gibt es auch eine Ecke mit Büchern über BürgerInnenrechte, Gesetze, Schutz vor der Polizei und vielem mehr, dazu gesammelte Tipps zu Gerichtsverfahren, Verfassungsbeschwerden und mehr. Rundherum kann mensch sich die Ausstellung zu kreativer Antirepression anschauen.
Links
- Aktuelle Infos zu den laufenden Prozessen, u.a. auch wegen dem justizkritischem Anschlag auf Amtsgericht und Staatsanwaltschaft
- Gescheiterte Revision und Verfassungsklagen im großen Prozess
- Stand: 11.7.2005
- Presseinfo mit Übersicht vom 23.9.2005: PDF und Indymedia
- Dokumentation zu Polizei- und Justizstrategien in Gießen
- Zweiseitiger A4-Text zur Übernahme in Zeitungen, als Flugblatt usw. (PDF-Download)
- Staatsanwälte schützen Polizei und Politiker bei Straftaten
- Links zu Gerichten
- Direct-Action-Seite mit vielen Aktionsideen
- Infoseiten zu kreativer Antirepression mit vielen Aktionsideen
- Tipps für Gerichtsverfahren (für Angeklagte und ZuschauerInnen)
- Emails und Daten verschlüsseln
Und das muss auch noch sein: Plötzlich entrüstet sich gerade das Landgericht Gießen über Rechtsbrüche von Repressionsbehörden. Was war passiert? Die Knastleitung in Butzbach hatte ein Urteil des Landgerichts Gießen missachtet. Und das geht natürlich nicht ... Rechtsbrüche: Ja! Repressionskeule überall: Auch ja! Rechtsbeugung: Ja, klar! Aber das Landgericht Gießen nicht beachten: Nein! Mehr in der FR, 9.2.22006 (S. 30) ...
Gruppen in anderen Städten
Erfurt
"Bürger beobachten die Polizei" (Text aus dem Februar 2008)
1999 erschießen Thüringer Polizisten in einem Heldrunger Hotelzimmer einen
Rentner. 2002 verprügeln Polizisten des Thüringer BFE auf einer Demonstration
in Hamburg ihre Kollegen. Im selben Jahr wird in Nordhausen ein 30jähriger
erschossen - er hatte auf dem Heimweg von einer Feier einen vermutlich
defekten Zigarettenautmaten lautstark bearbeitet.
Die beiden Todesschüsse sind bis heute nicht zufriedenstellend geklärt, der
Prügel-Skandal um die Hamburger Polizisten weitete sich noch aus, weil die
Erfurter Polizeiführung bis hoch zum Innenminister alles tat, um die
Ermittlungen zu dem Fall zu sabotieren.
Aber diese Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs: Demonstrationen und
DemonstrantInnen die nicht den engen Grenzen des politischen Mainstream in
Thüringen entsprechen, sind immer wieder mit Polizeigewalt und Beamtenwillkür
konfrontiert - seien es Prügel für friedliche DemonstrantInnen bei einer
Antifa-Demo in Saalfeld, die Weigerung der Geraer Polizei, ein
Fronttransparent bei einer Demo zu erlauben oder Platzverweise für eine Woche
und das gesammte Stadtgebiet wie unlängst in Jena geschehen.
Offensichtlich versagt die demokratische Kontrolle der Exekutive da. wo sie
besonders nötig wäre. Kein Wunder, ist doch eine bürgerrechtlich engagierte
Zivilgesellschaft in Thüringen denkbar schlecht aufgestellt.
Wir wollen einen Beitrag leisten, das zu ändern. Auf einem Seminar zu Polizei
und Repression im Herbst 2007 ist der Gedanke entstanden, eine "Bürger
beobachten die Polizei"-Gruppe zu gründen, die ein kritisches Auge auf
polizeiliches Handeln hat und kontinuierlich die Öffentlichkeit über
Rechtsbrüche und zweifelhafte Entscheidungen der Exekutive informiert.
www.polizeizeugen.de.vu:
Die Internetseite zur Ungleichbehandlung von Polizei und Nicht-Polizei vor Gericht
