Die Infoseiten zu politischen Prozessen
in und um Gießen
Laufende Verfahren und Rückblicke ++ Hintergründe ++ Aktionen ++ Spenden & Co. ++ Links
Laufende und gelaufene Prozesse und Anklagen
Sich selbst wehren und gegenseitig helfen: LaienverteidigerInnen-Netzwerk im Aufbau!
Termine für offensive Gerichtsprozesse ++ Ton-Bilder-Schau "Fiese Tricks von Polizei und Justiz" ++ Tipps für offensive Gerichtsprozesse
Diktatur im Gerichtssaal: LaienverteidigerInnen werden rausgeworfen!
Spektakuläre Prozesse in Dannenberg und Lüneburg. Gerichte und Staatsanwaltschaften wollen der immer besseren Selbstverteidigungsfähigkeit von AktivistInnen nicht mehr länger zugucken. Jetzt wurden kurz nacheinander in zwei Verfahren die bereits zugelassen und teilweise seit mehreren Verhandlungstagen anwesenden VerteidigerInnen wieder rausgeworfen. Rechtsgrundlage: Null!
- Chronologie der Rauswürfe und Ablehnungen in Dannenberg
Feldbefreier im Knast
Der zu sechs Monaten Haft verurteilte Jörg Bergstedt saß vom 23.9.2010 bis 22.3.2011 im Gießener Knast. Berichte und Hintergründe auf dem Blog dazu ...
Maulkorbprozess in Saarbrücken - gewonnen!
Zwei Top-FunktionärInnen im deutschen Gentechnikfilz wollen den Autor der Rechercheschrift "Organisierte Unverantwortlichkeit" (Download ++ Bestellseite) zum Schweigen bringen. Das Landgericht Saarbrücken hat durch Verfahrensmanipulationen ein Urteil ohne Gerichtsprozess hinbekommen. Die Kritik an den Gentechnik-Seilschaften ist verboten - genauso, wie die Gentechnikfunktionäre Uwe Schrader und Kerstin Schmidt über die Kanzlei des FDP-Mannes Rehberger beantragt hatten. In der zweiten Instanz nun folgte ein glatter Sieg ... die Seite zum Prozessverlauf!
Ein Prozesskrimi weniger: Gießener Justiz gibt klein bei - eingestellt!
Das zunächst mit großem Aufwand aufgezogene Verfahren um justizkritische Graffities an den Wänden von Amtsgericht und Staatsanwaltschaft wurde mit Brief vom 9.11.2009 sang- und klanglos eingestellt ... wer Spaß haben will, kann die Geschichte aber als Internetseite oder als Kapitel im Buch "Tatort Gutfleischstraße" nachlesen!
Neue Strafprozesse zum ewig jungen Thema: Polizei prügelt - Verfahren gegen Opfer
- Peinliche Panne der Frankfurter Justiz: Widerspruch gegen Strafbefehl nicht beachtet und so ein Urteil rechtskräftig gemacht. Doch Ärger machen hilft ... das ganze wurde per Schreiben vom 26.6.2009 zurückgenommen ++ Termin für Prozess nun : Montag, 18.1., 10 Uhr im Amtsgericht Frankfurt, Hammelsgasse 1 (Raum E 23, 2. Stock)
Im gleichen Zusammenhang: Verfahren gegen weitere Person ... in erster Instanz alle Rechte beschnitten (vom gleichen Richter wie am 18.1.) ++ Anzeige wegen Rechtsbeugung: Zurückgewiesen! - Auch der weitere Termin für das Verfahren wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt in Berlin führte zu nichts. Am 12.8. um 12.10 Uhr sollte er im Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Kirchstr. 6 (Raum 1104). Das wäre der zweite Versuch gewesen, Leute dafür zu verurteilen, dass sie sich von Polizisten haben attackieren lassen (das heißt dann immer: Widerstand gegen die Staatsgewalt). Doch widerliche Eingangsbeamte ließen den Angeklagten nicht durch. Er wurde in Abwesenheit verurteilt und sein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand abgelehnt. Die Urteilsfabrik macht es sich einfach ... die Berufungsinstanz fand alles in Ordnung (Bericht ++ Urteil) und die höchste Instanz (Kammergericht Berlin) lehnte die Befassung mit der Revisionsschrift sogar ab mit der Behauptung, der einreichende Rechtsanwalt sei nicht der Autor des Textes. Da Revisionsentscheidung generell nicht mehr angreifbar ist, geht das auch mit einer derart absurden Nummer ...
Allerdings lässt der Angeklagte das Vorgehen vor dem Verwaltungsgericht prüfen: Klage und Zusatzklage ++ Stellungnahme Amtsgericht - Absurder Prozess in Lüneburg: Polizei fährt mit zivilem Auto Aktivsten an und ermittelt erstmal gegen den wegen Sachbeschädigung! Als der das mit der Frage quittiert, ob der Beamte einen an der Waffel hätte, folgt ein Beleidigungsverfahren. Bericht erster Verhandlungstag am 21.10.2009 (Gerichtsprotokoll) ++ Bericht vom zweiten Tag (6.11.2009) (Gerichtsprotokoll ++ Urteil)
Wiki mit aktuellen Terminen für offensive Gerichtsprozesse!
Feldbefreiungsprozess Gießen: Revision gescheitert - jetzt folgen 6 Monate Knast!
15.7.-9.10.2009: Zweite Instanz im Prozess gegen FeldbefreierInnen in Gießen - wieder hohe Strafe!
- Extra-Seite zum Prozess ++ Letzter Verhandlungstag und Urteil
Erste Instanz zur Feldbefreiung: 26.8.-4.2008 - ein skandalöser Prozess mit spektakulärem Urteil
Am 2. Juni 2006 stürmten vier Personen nach entsprechender Ankündigung, öffentlich und vor laufenden Kameras (siehe HR-Film) das mit Sofortvollzug durchgesetzte Versuchsfeld in Gießen. Ihr Kalkül: Ein Strafprozess würde viele Hintergründe des konkreten Versuchs und der Gentechnikmafia insgesamt aufdecken. Über zwei Jahre brauchte die Justiz, um es endlich zu wagen. Ab 26.8. dann gilt es: Versuchsleiter Prof. Kogel in den Zeugenstand. Dort muss er die Fragen der Feldbefreier beantworten - wahrheitsgemäß ...
- Infoseite zum Prozess mit vielen Infos und zur Feldbefreiung 2006 ++ Extra-Seite zum Urteil
- Eintrag der Bewertung durch den Rechtsanwalt in der Richterdatenbank
- Start war am 26. August (Dienstag) ab 8.30 Uhr im Amtsgericht Gießen (mit neuem Richter: Amtsgerichts-Vizepräsident Dr. Oehm): Strafprozess wegen der Gießener Feldbefreiung Pfingsten 2006. Bericht des ersten Tages ...
- Zweiter Prozesstag am 29.8.2008 mit absurden Abläufen: Richter Oehm verbat Angeklagten und Verteidiger alle Fragen zur Gentechnik. Offenbar sollen da die Genpfuscher geschützt werden. Bericht ...
- Dritter und letzter Prozesstag am Donnerstag, 4.9.2008, 8.30 Uhr: Rauswurf von Zuschauerinnen (wieder nur Frauen), weiterer Beschimpfungen des Publikums, Rauswurfs eines Angeklagten, weiter Verbot aller Fragen zum Thema, Hauptzeuge wieder nicht geladen - aber dann kurzer Prozess, Beweisaufnahme abgewürgt und einfach Urteil verkündet: 6 Monate ohne Bewährung! Bericht ...
- Skandalöses Urteil: Download als PDF ++ Auszüge und Gegenüberstellungen ++ Bericht auf Indymedia
Im selben Prozess geplant, aber schnell eingestellt: Bouffier = Rechtsbrecher - Tatsache oder Beleidigung?
Nicht ohne Brisanz ist ein zweiter Anklagepunkt des am 26.8. beginnenden Prozesses. Der passt zwar überhaupt nicht zum ersten, aber er hat es in sich. Anklagepunkt: Beleidigung des Innenministers von Hessen, Volker Bouffier. Einer der Angeklagten soll nämlich vor dessen Anwaltskanzlei mit Kreide "Innenminister und Rechtsbrecher" gemalt haben. Die Kanzlei hat Bouffier mit seinem damaligen Innenministerkollegen aus Thüringen innen, Dr. Karl-Heinz Gasser. Es ist folglich bereits fraglich, wer überhaupt gemeint war. Dann ist die Frage, ob es nicht stimmte. Das vor Gericht zu untersuchen, dürfte hochbrisant sein.
Spannend: Gerade erst stellte die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Innenminister Bouffier ein mit der Behauptung, der hätte mit einer spektakulären Polizeiaktion, bei der unter anderem genau die hier Angeklagten mit erfundenen Taten in den Knast gebracht werden sollen (und einer auch für fünf Tage wurde), nicht mitgewirkt. Doch wer hinguckt, bemerkt genau das Gegenteil. Bouffier ist Rechtsbrecher! Mit dem Anklagepunkt muss zumindest dieses Ereignis nun öffentlich aufgerollt werden.
- Extra-Seite zum Prozess und zu den "Kreideattentaten" auf die armen Minister und Mörderschützer
Jegliches Mittel recht gegen Justizkritiker: Meineidprozess in Marburg
Ein Justizkritiker ist zum wiederholten Male mit absurden Vorwürfen konfrontiert. Diesmal: Meineid.
- Infoseite zum Prozess
- Die Chronologie der Absurditäten
- Mehr Fälle aus dem Raum Marburg
- Der Bericht aus der zweiten Instanz: Peinliche Auftritte - und am Ende eine Einstellung als Notbremse
Ab 4. August 2008 - aber schon geplatzt: Zweite Instanz (Berufung) im Farb-Prozess
Ab 4. August, jeweils Montags ab 9 Uhr im Landgericht Gießen (Raum E 15, weitere Termine sollten sein: 11. und 18 August): Berufungsverfahren wegen der justizkritischen Farbattacke auf Amtsgerichts und Staatsanwaltschaft am 3.12.2003. Bericht von der ersten Instanz ist das Kapitel 15 im Buch "Tatort Gutfleischstraße" und in der Fiese-Tricks-Schau das vierte Fallbeispiel. Nun also die Chance, das live zu erleben. Mehr zum Prozess ... und der Ausschnitt aus der Ton-Bilder-Schau "Fiese Tricks" zur ersten Instanz ...
- Presseinformation zum Prozess (PDF)
- Prozess geplatzt - neues Gutachten soll erstellt und neu begonnen werden ... Bericht vom Prozesstag am 4.8.2008
Mini-Prozess in Nürnberg am 1.8.2008
Nur 40 Euro Bußgeld wegen Plakatierens sollen es sein, aber der Prozessverlauf zeigte mal wieder, wie Gerichte die Angeklagten beschneiden wollen - nur klappt das nicht immer. Bericht vom Prozessversuch am 1. August 2008, 9 Uhr am Amtsgericht Nürnberg/Fürth. Inzwischen ist auch der zweite Verhandlungstag durch und das Bußgeld erlassen. Die Beweissituation reichte dem Gericht, denn der vermeintliche Zettelaufklebende wurde von ziviler Polizei observiert.
Angesetzt und dann wieder abgesagt ... Angst???
Ab 7. April 2008 geplant: Prozess gegen Gen-FeldbefreierInnen in Gießen
- Start wäre gewesen am 7. April donnerstags ab 9 Uhr im Amtsgericht Gießen (wie immer: Richter Wendel): Strafprozess wegen der Gießener Feldbefreiung Pfingsten 2006
- Die weiteren Termine waren festgelegt für: 14.4.2008, 9.00 Uhr und 28.4.2008,9.00 Uhr ++ Infoseite zum Prozess und zur Feldbefreiung 2006
Doch einen Tag nach einen offensiven Pressemitteilungen sagte das Gericht den Termin wieder ab und stellte das Verfahren gegen zwei der FeldbefreierInnen sogar ein. Inzwischen ist auch das Verfahren gegen einen Journalisten, der schon einen Strafbefehl erhalten hatte, sang- und klanglos eingestellt - ohne Auflagen. Angst für einen anstrengenden Prozess? Oder vor Enthüllungen über die Genversuche?
Nun sind nur noch zwei Angeklagte übrig - und die harren erwartungsfroh der Dinge ...
14.2.2008 in Kirchhain: Auch Söhne von Polizisten sind gleicher als andere
Eine absurde Posse gerichteter Justiz: Ein Polizistensohn attackiert einen Antifaschisten - durchaus erkennbar mit rechtem Hintergrund. Bei seiner Straftat wird er fotografiert. Doch alle ErmittlerInnen vertuschen die Affäre. Auf dem Foto sei keine Person zu erkennen. Daraufhin stellt der Fotograf das Bild ins Internet. Plötzlich ist jemand zu erkennen - und es wird ein Verfahren gegen den Fotografen wegen Persönlichkeitsschutz-Verletzung eingeleitet. Mehr ...
29.11.2007: Wiederholungsverhandlung zum "großen Prozess"
Gesamtstrafe: 100 Tagessätze zu je 1 Euro Höhe
Es war nicht mehr viel übrig vom ehemals groß angelegten Versuch von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten, ihre Kritiker endlich mal hinter Gitter zu bringen. Alle brachen dazu das Grundgesetz - und das fiel ihnen auf die Füße. Das Bundesverfassungsgericht hob die Urteile auf und ordnete eine Neuverhandlung an (1 BvR 1090/06). Inzwischen haben die RobenträgerInnen klein beigegeben - der umstrittene Anklagepunkt ist vom Tisch. Übrig blieb ein lächerliches Restprogramm, für das nun ein neues Urteil gefunden werden muss.
- Termin: Do, 29.11.2007, 9 Uhr im Landgericht Gießen, Raum E 15
- Internetseite dazu ++ Gießener Anzeiger am 30.11.2007 ++ Indymedia
- Vorher: Terminplakat zum Aufhängen (PDF) ++ Presseinfo vorher (PDF)
Polizei muss vor Gericht Fehlverhalten einräumen
In einem kleineren Fall steckte die Polizei weitere Schlappen ein - obwohl das Verwaltungsgericht selbst durchaus weiterhin eine repressionsfreundliche Linie fuhr. Aber was in Gießen so abgeht, ist eben nicht einmal mehr schlecht begründet, sondern meist gar nicht mehr. Diesmal ging es um Verhaftungen auf einer Straße am Gengerstefeld (1.4.2007). Die Polizei hatte dummerweise auch gleich einen Journalisten mit eingesammelt.
Verzweifelung macht sich breit???
Rechts: Kommentar von Stadtredaktionschef Guido Tamme (Gießener Allgemeine, 15.9.2007) ++ Ganzer Kommentar als PDF hier ...
Oberlandesgericht geißelt Gießener Polizei und Justiz
Beeindruckender Beschluss des Oberlandesgerichts: Alle Beschlüsse werden klar als rechtswidrig bezeichnet und das Handeln der RichterInnen und der Polizei mit Nazi-Methoden in Verbindung gebracht. Am Ende folgt ein Wink mit dem Zaunpfahl, die Verantwortlichen auch strafrechtlich zu attackieren. Im Herbst 2007 geschieht das auch tatsächlcih (jedenfalls auf dem Papier): Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden soll ermitteln - die Gießener könnte befangen sein.
- Extra-Seite zu den Beschwerden und dem Beschluss
- Übersichtsseite zum 14.5.2006 und den Folgen
- Der Wortlaut des Beschlusses als PDF ...
- Bericht auf Indymedia
Journalist vor Gericht - weil er Gentech-Feld fotografierte
Das ist in Gießen gefährlich: Ein Journalist fotografierte (ganz normal von der Straße aus) das hochumstrittene Genversuchsfeld am Alten Steinbacher Weg. Da kommt die Polizei vorbei und verhaftet ihn (plus zwei BegleiterInnen). Er hält den Uniformierten eine gültigen Presseausweis hin. Doch das nützt nichts ... eher macht es das schlimmer: Weil er nicht seinen Personalausweis gezeigt hatte, wird er nun vor Gericht gestellt.
P.S. Seinen BegleiterInnen ging es nicht besser - sie wurden ebenfalls verhaftet und angezeigt, weil sie ihren Ausweis nicht gezeigt hätten. Bei einer ist es glatt gelogen, der andere konnte ihn nicht zeigen ... er hatte ihn in einer Tasche am Fahrrad, was auch gleich beschlagnahmt wurde ...
Wegen der Beschwerden der Verhafteten kommt es zu Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Gießen. Das erste läuft am 11. September, 11 Uhr.
- Bericht vom Vorfall am 1. April 2007 und Ladung zum Verwaltungsgericht für den 11. September
- Prozess gegen den Journalisten - verschoben auf 15. Mai 2008 im Amtsgericht Gießen, 11 Uhr, Raum 100 A
Mit ewig gleicher Leier zum Prozess in Berlin: Polizei erfindet Vorwürfe - Strafbefehl!
Vier Menschen wandern über ein Gelände, das durch gut erkennbare Wege und ohne Tor, Zaun u.ä. erreichbar ist. Plötzlich kommt Polizei aufs Gelände. Wie sich später herausstellt, hatten woanders auf der Fläche Menschen randaliert. Die waren aber längst weg. Die Polizei lässt aber ihre üblichen Methoden von Einschüchterung, Machtspielchen usw. nun an den vieren aus. Die aber sind nicht pflegeleicht - durch ständiges Nachfragen und Interpretation der Polizeihandlungen nerven sie die BeamtInnen, weil Uniformträger es meist gewohnt sind, dass mensch sich unterwirft oder Ärger kriegt. So kam es: Die Polizei dachte sich reichlich Storys aus - bis hin zu versuchter Körperverletzung.
- Die Seite zu diesem Prozess
Verfassungsgericht hebt Verurteilung von Projektwerkstättler auf!
In skandalösen Urteilen schickten Amts-, Land- und Oberlandesgericht einen Projektwerkstättler in Haft. Das Demorecht wurde dabei ebenso mit Füßen getreten wie jede Logik von Gerichten (Seiten zu erster und zweiter Instanz sowie Revision vor dem OLG). Jetzt hat das Verfassungsgericht aber das Urteil aufgehoben, nachdem es schon vorher die Haft aussetzte.
- Extra-Seite zur Verfassungsklage mit Auszügen aus dem Urteil ++ Urteil auf der Seite des Bundesverfassungsgerichts: 1 BvR 1090/06 ++ ganzes Urteil als PDF ++ Wiederholungsverhandlung angesetzt
- Stress für Bouffier? Die Grüne Landtagsfraktion hat den Innenminister Bouffier gefragt, was er da am 11.1.2003 gemacht hätte. Der hat natürlich gesagt, er hätte nichts gemacht. Und so, wie sich der Grüne MdL Frömmrich dann ausdrückte, reicht das den angepassten Ex-Regierenden mit Alternativhintergrund schon wieder (eine Krähe hackt der anderen ...). Die Hessenschau strahlte am 19.6.2007 einen Beitrag zu dem Ganzen aus.
- Weitere Verfassungsbeschwerde gegen Verurteilung von "Fuck the police" als Beleidigung läuft noch ... mehr hier!
Anklage wegen Feldbefreiung 2006
Pfingsten 2006 stürmten vier Personen auf das risikobeladene Gentec-Gerstenfeld in Gießen. Obwohl das streng bewacht war, gelang die teilweise Zerstörung - mit Hilfe der reichlich blöden Polizei, die auf den 10 Quadratmeter teurer Versuchsfläche eine spektakuläre Räumung durchzog. Das Getrampel der Polizei vernichtete 55.000 Euro, auch nicht schlecht. Nun soll es den vier FeldbefreierInnen an den Kragen gehen. Die aber planen etwas ganz anderes: Den Nachweis, dass die Gentechnik nicht dem geltenden Recht entspricht, der Versuchsleiter zudem unseriös ist, gar kein wissenschaftlicher Versuch stattfand und folglich die Zerstörung der riskanten Gentec-Fläche völlig legal war. Politisch sinnvoll war sie ohnehin.
- Die Anklageschrift und weitere Informationen zu den bevorstehenden Prozessen (auch gegen einen Journalisten, denn unabhängige Pressearbeit ist in Gießen auch verboten)
- Informationsseiten zur Gentechnik in Gießen ++ Feldbefreiung 2006 ++ Staatsmacht schützt Gentec-Feld ++ Infoseite zum Gerstenfeld und zum Maisfeld ++ Die Frage der Koexistenz von Gentec- und Gentec-freier Landwirtschaft
23. Mai 2007: Prozess in Halle - komplett eingestellt!
Eine Lapalie wurde zum Politikum: Weil die Polizei es nicht ertragen kann, wenn Menschen im Hauptbahnhof den Tag genießen, kam es zu einer Auseinandersetzung. Als einige PolizistInnen durchdrehten und zu prügeln anfingen, war klar: Es wird eine Anzeige wegen Widerstand geben - gegen das Opfer. So ist es immer. Doch der Mini-Prozess hatte es sofort in sich. Richter Maynicke kam auf den Angeklagten gar nicht klar, weil der Akteneinsicht forderte. Fünf Tage sofortige Ordnungshaft im Knast Halle, das war des Robenträgers Antwort. Reine Willkür und dann die Beschwerde verschleppt. Dann wurde der Richter ausgetauscht, aber besser wäre es nicht geworden. Jedoch: Kurz vor dem neuen Termin stellte das Gericht das komplette Verfahren auf Staatskosten ein!
- Infoseite zum Prozess in Halle
Kleinvieh macht keinen Mist mehr
Das Verwaltungsgericht Gießen hat die Polizei zu einer Erklärung gezwungen und zudem selbst noch festgestellt: Der Übereifer Gießener Uniformierter ist rechtswidrig - z.B. das mehrfache Wegnehmen von Kreide bei potentiellen KritikerInnen der Law-and-Order-Politik.
- Text "Polizeihandeln am 11. September 2006 war rechtswidrig " in: grünes blatt 3/2007 (Bestellseite)
Amtsgericht hat keine Lust mehr ... Einstellung
Die Überwachung von Projektwerkstättis während des Prozessverlaufs vom 4.9. bis 20.11.2006 führte zu einigen absurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen - bei Rot über die Straße gehen usw. Gelangweilte PolizistInnen füllten Formulare aus. Die Betroffenen legten Widerspruch ein (wenn sie es nicht verpennten ...) - und so wäre immer ein Verfahren vor dem Amtsgericht entstanden mit neuem Sicherheitswahn & Co. Doch nun hat das Amtsgericht wohl durchschaut, dass es vor allem selbst binnen kürzester Zeit eine Prozessflut heraufbeschwören würde und stellte alles ein:
Immerhin: Eine Person war sogar schon zum Gerichtstermin geladen worden ...
Der Prozess vom 4.9. bis 20.11.2006: Justiz gegen Justizkritiker - verurteilt!
- Das ist geworden, was es versprach: ein ordentlicher politischer Schlagabtausch ... vor dem Amtsgericht wird eine Anklage der Staatsanwalt wegen einer Attacke auf genau diese verhandelt . Will heißen: Richter und Staatsanwälte waren nicht nur Ankläger oder Richtende, sondern gleichzeitig auch die Angegriffenen - das schuf eine absurde Situation. Noch besser: Erneut richtete Richter Wendel den Projektwerkstättler. Der war auch schon am Start, als der Prozess anstand, gegen den sich die Attacke richtete. Er war also als Person "Opfer" und Richter bei der zu verhandelnten sog. Straftat - und ließ seine Kollegen diesbezügliche Befangenheitsanträge ablehnen.
- Skandale am laufenden Band: Der Prozess verlief für die Anklageseite schlecht. Verurteilen wollten sie aber weiter (das war von Beginn an klar sichtbar). Stück für Stück nahmen Angeklagter und Verteidiger die Gutachten und ZeugInnen auseinander. Peinlich: Von Seiten der Polizei wurden schon mehrere Falschaussagen gemacht, u.a. um ein Beweismittel zu retten. Allerdings sind alle Lügen bereits aufgeflogen. Staatsanwalt Vaupel schützte die Lügner gleich mit der Bewertung "fahrlässige Falschaussagen".
- Eingangsseite und Extra-Seiten zum 1. Prozesstag (4.9.2006) mit Foto-Bericht auf Indymedia ++ 2. Prozesstag (11.9.2006) ++ 3. Prozesstag ++ Befangenheitsanträge ++ Beweisverwertungsverbot ++ 4. Prozesstag war ein Schiebetag, es geschah nix ++ 5. Prozesstag mit spektakulären Staatsschutzauftritten und -lügen ++ 6. Prozesstag mit Plädoyers und der erwarteten Verurteilung
Das Bonbon: Ein Kapitel aus dem Buch "Tatort Gutfleischstraße. Die fiesen Tricks von Polizei und Justiz" zu genau diesem Prozess mit vielen Einzelheiten, teilweise wörtlichen Mitschriften der absurden Dialoge im Gerichtssaal und vielen Auszügen aus Akten, Vermerken, Gerichtsprotokoll und Urteil ... Download als PDF! ++ Ton-Bilder-Schau "Fiese Tricks von Polizei und Justiz" ++ Bestellseite für das Buch
Durchgeknallte Polizei und Justiz: Der 14.5.2006
Ein besonderer Höhepunkt entstand an diesem Tag. Mehrere Personen wurden nachts überfallen in einer fernsehreifen Inszenierung. Die Polizei dachte sich Straftaten komplett aus, verschwieg ihre eigene Observation der Personen (um behaupten zu können, diese seien woanders gewesen), machten eine Hausdurchsuchung in der Projektwerkstatt ohne Durchsuchungsbefehl und sperrten einen Menschen länger ein (Unterbindungsgewahrsam für fünf Tage). Danach wurde Akteneinsicht verweigert und Recht gebogen, dass es nur so kracht.
- Sonderseiten zum 14.5.2006
- Die illegale Hausdurchsuchung und Vertuschungstricks im Anschluss (einschließlich Widersprüchen)
- DNA-Entnahmen angeordnet - aber warum eigentlich?
- Das Mobile Einsatzkommando der Politik observiert Projektwerkstatt
- Indymedia-Seite zu Rechtsbeugung, Verschleppung usw. im Fall "14.5.2006" ++ Presseinformation vom 2.7.2006 zu Strafanzeigen gegen RichterInnen, Polizei & Co. wegen Rechtsbeugung, Freiheitsberaubung, übler Nachrede und falscher Verdächtigung sowie zu Beschwerden gegen Haft, Hausdurchsuchung und DNA-Entnahme
- Über ein Jahr später sagt das Oberlandesgericht: Alles rechtswidrig, es erinnere an Nazi-Methoden (steht so wörtlich drin) und es sollte eine weitere juristische Aufarbeitung der Umstände erfolgen. Beschwerden und Beschluss des OLG vom 18.6.2007
Und noch eine Zugabe: Das Kapitel aus dem Buch "Tatort Gutfleischstraße. Die fiesen Tricks von Polizei und Justiz" zu diesem Polizeiüberfall mit genauen Berichten und vielen Auszügen aus Akten, Vermerken, Gerichtsbeschlüssen einschließlich dem Vermerk des Richters Gotthardt "Nicht sagen!" ... Download als PDF! ++ Ton-Bilder-Schau "Fiese Tricks von Polizei und Justiz" ++ Bestellseite für das Buch
Revision verworfen - Verfassungsklage - Hafttermin stand fest: 18.05.06 ... und wird gekippt
- Bundesverfassungsgericht setzt am 6. November 2006 Haftvollstreckung gegen Jörg für weitere 6 Monate aus
- Update zum Polizei-Ausraster am 14. Mai 2006 (16. Mai 2006) (Extra-Seite ...)
- Absurde Polizeimanöver am 14. Mai 2006: Jörg per Unterbindungsgewahrsam vorzeitig in JVA befördert. Presseinfo dazu als .pdf
- Der Haftantrittstermin für den zu 8 Monaten Verurteilten steht: 18.05.06. Ort: JVA Giessen, Gutfleischstr. 2 A, 35390 Gießen
- Seite zur Ladung, Presse-Info zum Vorgang und Soli-Seite für den Haftzeitraum
- Verfassungsklage gegen Verurteilung zu 8 Monaten nach Angriff auf Demonstrationsredner
- Revision im "Großen Prozess" mit Verurteilung zu 8 Monaten vom OLG Frankfurt verworfen (März 2006)
Weitere Verfahren
- Wo nun die ersten Urteile gefällt sind, bricht sich der Verfolgungswahn erst richtig seinen Weg ... überall wird wegen Beleidigung, Widerstand usw. ermittelt, beschlagnahmt usw. Mehr ...
- Und immer neuer Verfolgungswahn in der Beleidigungshauptstadt Gießen: Diesmal "ACAB" ...
- Ganz absurd: Wenn die Polizei kritische Menschen attackiert, haben die keinen Rechtsschutz mehr - das Gießener Verwaltungsgericht verweigert zweimal die Überprüfung gewalttätiger Polizeieinsätze. Und StA Vaupel stellt sofort ein, weil die prügelnden Polizisten behaupten, sie hätten gar nicht geprügelt: Die Fälle vom 10.7.2004 in Lich, 2.3.2005 und 11.4.2005 in Gießen (bei letzterer hat das Amtsgericht inzwischen bekanntgegeben, dass das Opfer "heftige Gegenwehr" geleistet hat - ohne Verfahren, ohne Anhörung des Betroffenen und im Gegensatz zum vorliegenden Polizeivideo scheint das inzwischen für die Richterin Kaufmann festzustehen!)
- Liste aller Ermittlungsverfahren gegen einen Projektwerkstättler (offizielle Auskunft u.a. des Landeskriminalamtes Hessen mit Kommentaren)
Zwischenstände
Übersichten mit Zwischenständen zu den laufenden Prozessen, u.a. auch wegen dem justizkritischem Anschlag auf Amtsgericht und Staatsanwaltschaft
- Presseinfo mit Übersicht vom 23.9.2005: PDF und Indymedia
- Stand: 11.7.2005
In anderen Städten
- Seit 7.8.2006 in Potsdam: Prozess gegen Antifas, die Nazis angegriffen haben sollen (Anklage lautete zunächst auf versuchtem Mord!)
- Mi, 28. September 2005 sollte ab 9.30 Uhr im Amtsgericht in Halle, Thüringer Str. 16, Saal 1.019 gegen einen Projektwerkstättler wegen (na was wohl) Widerstand und Beleidigung von armen Polizeikräften (schluchz) verhandelt werden. Doch dazu kam es nicht, Richter Hans Maynicke verhängte gleich zu Beginn 5 Tage Ordnungshaft gegen den Angeklagten, das Amtsgericht verschleppte in Ronald-Schill-Manier die Eilbeschwerde dagegen. Mehr ...
- Fr, 14. Oktober 2005, 10 Uhr, Landgericht Marburg (Raum 104): Verfahren gegen Ulrich Brosa. Der hatte eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Polizisten eingereicht - das geht natürlich nicht, also ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung. Es ist schon die zweite Instanz, Bericht von der ersten hier ...
- Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung (§ 129). Mehr ...
Der grosse Prozess gegen Projektwerkstättler
- Das Finale: Verfassungsklage gewonnen ++ Urteil aufgehoben ++ Wiederholung der Berufung am 29.11.2007
- Die Revision wurde mit OLG-Beschluss vom 16. März 06 verworfen - mehr dazu ... ++ Verfassungsklage eingereicht ++ Haftantritt und Eskalation im Mai 2006
- Revision eingelegt am 26.8. - es geht in die letzte Instanz. Mehr ...
- Das Urteil ist gekommen. Genauere Infos auf der Extra-Seite zum Urteil ...
- Das Ganze als vollständiger Scan aller 31 Seiten und Begleitbriefe (lauter GIFs, niedrig aufgelöst wegen Dateigröße, im ZIP) zum Download ...
- Interessantes Detail: Staatsanwalt Vaupel und Richterin Brühl in einem Verfahren gegen Nazis ... dort arbeiten beide Hand in Hand, um mit Konstruktionen wie "Verbotsirrtum" die Nazis nicht zu bestrafen - eine Variante, die sie trotz Antrag darauf im Plädoyer der Angeklagten bei den Projektwerkstättlern nicht einmal in ihre Überlegungen einbezogen haben. Nichts dass Strafe für Nazis das Richtige ist (Strafe ist immer und überall Scheiße!), aber das zweierlei Maß beim Double Brühl/Vaupel ist schon eindeutig ... mehr auf Indymedia dazu.
- Berufungsverhandlung gegen Projektwerkstättler: 8 Monate ohne Bewährung! Einzelne Prozesstage, Anträge und Berichte
- Rückblick auf Aktionen, Veranstaltungen, Pressearbeit sowie alle Links rundherum
- Der erste Berufungsversuch
- Die erste Instanz: 9 Monate ohne Bewährung! Urteil, Verlauf, Berichte und mehr ...
- Zweiseitiger A4-Text zur Übernahme in Zeitungen, als Flugblatt usw. (PDF-Download)
- Wer woanders noch etwas Öffentlichkeitsarbeit machen will zum Prozeß, findet hier eine kleine Ausstellungen: PDF-Downloaden, ausdrucken, aneinanderkleben und dann überall aufhängen. Danke!!!
- Radiobeitrag zum Prozeß (Radio Unerhört) ++ Interview im Dissidentenfunk zum Prozess und mehr: Teil 1, Teil 2
- Text aus dem Grundrechtereport 2005
- Um sich keine falschen Hoffnungen zu machen: Revisionsentscheidungen des OLG als Beispiele
"Fuck the police" - ungewöhnliches Urteil in einem ungewöhnlichen Prozess in der Beleidigungshauptstadt
- Urteil wegen Kreidespruch "Fuck the police": In Gießen eine Beleidigung ...
- Verfassungsbeschwerde gegen Verurteilung von "Fuck the police" als Beleidigung läuft noch ... mehr hier!
Beendet ... Prozesse und Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre
- Absurder Heiligabend: Offenbar werden nachts Gerichtsgebäude attackiert mit Farbe, Stinkeflüssigkeit usw. Die Polizei löst sofort eine Fahndung auf den 20km zwischen Gießen und Saasen aus. Anhaltspunkte dafür, warum sie gerade da sucht, bestehen nicht. Wie der Zufall es will, treffen Polizeiwagen auf Feldwegen Lindenstruths (ein Dorf vor Saasen) auf zwei Projektwerkstättler. Die haben vor allem Hänger und Fahrradtaschen voll Essen dabei. Und dem Essen ist anzusehen, dass es aus Containern stammt (bei der Uhrzeit - nach Mitternacht - auch anders kaum erklärbar). Die Polizei durchwühlt alles, nimmt beide fest und schafft sie ins Polizeipräsidium. Für viele Spezialkräfte vom Staatsschutz, Spurensicherung usw. ist Heiligabend vorbei. Notfallanruf auf dem Handy und sie müssen zum Dienst antreten. Eine spannende Nacht entsteht und endet mit der Freilassung, aber zudem noch einer Hausdurchsuchung. Da wollen die nach einem Bekenni-Schreiben suchen. Sagen sie jedenfalls. Sie nehmen aber ganz andere Sachen mit. Im Juni 2006 endet der ganze Kram - die Staatsanwaltschaft stellt alles kleinlaut ein und bietet sogar Schadenersatz an.
Extraseite zur Attacke auf die Gerichte und dem wahnhaften Polizeitreiben gegen Projektwerkstättler im Anschluss - Pfändungsattacke auf Redaktionscomputer der Projektwerkstatt
- Falschaussage-Verfahren gegen politisch unerwünschte Person
- Rechtswidrige Festnahmen, Hausdurchsuchung und Zerschlagungsversuch der Projektwerkstatt am 10.1.2003
Rechtsschritte gegen die Recht-Extremisten
Alle Anzeigen gegen gewalttätige Polizisten, prügelnde oder lügende Politiker (Falschaussage-Gail, Bombendrohungerfinder Haumann) sowie falsche Verdächtigung und üble Nachrede durch erfundene Straftaten seitens Polizei oder Medien sind von Staatsanwaltschaften und Gerichten abgeblockt worden. In zwei ausgewählten Fällen wurde dagegen Verfassungsbeschwerde eingereicht:
- Im Fall der Gewaltttaten von Polizisten gegen den Angeklagten im "großen Prozess", wo Polizisten selbst ihre Taten filmten, aber Gerichte und Staatsanwaltschaft sich weigern, dieses Beweismittel überhaupt zu beachten. Mehr zum Fall vom 11.4.2005 ...
- Weigerung der Verwaltungsgerichte, eine Polizeimaßnahme überhaupt gerichtlich zu überprüfen. Die Gerichte verneinte das Rechtsschutzinteresse eines bekannten Polizeikritikers mit der Behauptung, dieser würde Festnahmen wollen! Mehr zum Fall vom 10.7.2004 ...
Hintergründe
Repression und Antirepression in und um Gießen
- Hintergrund 1: Kriminalisierungsstrategien der Polizei und Justiz in Gießen
- Hintergrund 2: Was sie am meisten nervt ... kreative Antirepression
- Übersicht: Durchgeknallte Justiz in Gießen
- Informationen zur Law-and-Order-Politik in Gießen und dem Widerstand dagegen
- Ausgedachte Straftaten - eine Spezialkost in den Auseinandersetzungen
- Scharfmacher: Innenminister Bouffier ++ Bürgermeister Haumann ++ Staatsanwalt Vaupel
- Geschichte (Kontinuität nach 1945): Nazijuristen an Gerichten in Frankfurt, Gießen, Marburg und Wetzlar sowie an Bundesjustizeinrichtungen
Tipps zu Rechtsschutz und Antirepression
- Tipps für Angeklagte und ZuschauerInnen in Gerichtsverfahren
- Aktionsideen und Beispiele für kreative Antirepression
- Rechtstipps gegen Recht-Extremisten
- Akteneinsicht
- Verfassungsbeschwerde
Im Original: Zitate zu Strafe und Gericht ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Bertolt Brecht
Nicht nur die deutsche Justiz ist unbestechlich! Auf der ganzen Welt kann man mit der größten Geldsumme keinen Richter mehr dazu verführen, Recht zu sprechen.
Dr. Egon Schneider, ehem. Richter am OLG, in Zeitschrift für anwaltliche Praxis' 6/1999 vom 24.3.1999 (S. 266)
Es gibt in der deutschen Justiz zu viele machtbesessene, besserwissende und leider auch unfähige Richter, denen beizukommen offenbar ausgeschlossen ist.
Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Willi Geiger. Karlsruhe. In einem Beitrag in der Deutschen Richterzeitung', 9/1982 (S. 325)
In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu führen, ebenso gut würfeln.
Prof. Diether Huhn in: Richter in Deutschland', 1982, zitiert nach: Diether Huhn in memoriam' von Prof. Dr. Eckhart Gustavus, Berlin, NJW 2000, Heft 1 (S. 51)
Ich bin selbst ein deutscher Richter, seit fast 20 Jahren. Ich würde mich nicht noch einmal entscheiden, ein deutscher Richter zu werden. Die deutschen Richter machen mir Angst."
Oskar Wilde, Der Sozialismus und die Seele des Menschen (S. 30)
Mit der autoritären Gewalt wird die Justiz verschwinden. Das wird ein großer Gewinn sein - ein Gewinn von wahrhaft unberechenbarem Wert. Wenn man die Geschichte erforscht, nicht in den gereinigten Ausgaben, die für Volksschüler und Gymnasiasten veranstaltet sind, sondern i nden echten Quellen aus der jeweiligen Zeit, dann wird man völlig von Ekel erfüllt, nicht wegen der Taten der Verbrecher, sondern wegen der Strafen, die die Guten auferlegt haben; und eine gemienschaft wird unendlich mehr durch das gewohnheitsmäßige Verhängen von Strafen verroht als durch das gelegentliche Vorkommen von Verbrechen. Daraus ergibt sich von selbst, daß je mehr Strafen verhängt werden, umso mehr Verbrechen hervorgerufen werden.
Aus dem Vorwort von Hans-Jürgen Börner, Leiter der Abt. „Aktuelles und Dokumentation“ des NDR-Fernsehens, in: Jörg Kunkel/Thomas Schuhbauer, 2004: Justizirrtum! Campus in Frankfurt
Außerdem stellt sich jeder von uns nach der Lektüre die Frage ob ‚Justitita’ nicht des Öfteren unter der Augenbinde hervorlugt und die Waage der Gerechtigkeit gar nicht gerade halten will und folglich auch nicht balancierend halten kann. Die verbundenen Augen, welche die Unparteilichkeit symbolisieren sollen, die womöglich lichtdurchlässig sind, machen deutlich, dass die Göttin des Rechts und ihre irdischen Sachwalter beeinflussbar und eben nicht unparteiisch sind. ... Skandalös ist deshalb, dass es bis heute keine amtliche Sammlung von Fehlurteilen gibt, folglich auch keine Analyse.
- Wenn dienen die Strafgesetze? Eine statistische Auswertung des Strafgesetzbuches ...
- Aktuelle Umfrage zu Verteidigungsmöglichkeiten in Prozessen ... auszufüllen von Betroffenen - wäre nett, wenn viele das machen!
Aktionen
Aktionen gegen Justiz und Repression in Gießen
- Farbe für triste Gerichtsfassaden: 3./4.12.03 in Gießen ++ 2.7.03 in Gießen ++ und noch eine Attacke: 24./25.12.2005 in Gießen (Presseinfo zu letzterer, PDF)
- Kameragottesdienst (Gießen, Dez. 2002)
- Liedersammlung, u.a. für Gerichte, Polizei, Kameras ...
- Aktionen in Gießen 2002
- Freikauf und Versteigerung eines Häftlings in Gießen (auf Indy auch)
Dokumentation von Polizei- und Justizverhalten
- Anzeigen gegen Politiker, PolizistInnen usw. wegen Falschaussagen, Freiheitsberaubung ...
- Dokumentation von Polizei- und Justizstrategien ++ Ausstellung dazu (.pdf)
- Dazu ein Infoabend und Soliparty in Berlin am 26.7.2005 (siehe Bild rechts)
- Veröffentlichungen (Bestellseite ...):
- Dokumentation zu Polizeistrategien (Downloads über diese Seite ...)
- Broschüre zu Gerichtsverfahren (PDF-Download)
- Broschüre zu kreativer Antirepression (PDF-Download)
- DVD mit Filmbeiträgen zum politischen Prozess und zur Projektwerkstatt (Bestellseite ...)
- Weitere Fälle? Wir freuen uns, wenn wir weitere Informationen zu den genannten oder weiteren Fällen erhalten. Kontaktformular hier ... oder über 06401/903283.
- www.polizeizeugen.de.vu: Die Internetseite zur Ungleichbehandlung von Polizei und Nicht-Polizei vor Gericht
- Gießener Gerichte
Unterstützung
- Spendenkonto für die Prozesse: "Spenden&Aktionen", Nr. 92881806, Volksbank Mittelhessen, BZL 513 900 00
Und woanders?
- Prozess in Sachen § 129a gegen politische Aktivisten
- Prozess gegen Antifa in Dresden
- Thomas Meyer-Falk im Knast
- Abgefahren: Prügelnder Richter und skandalöses Urteil, weil jemand eine Dienstaufsichtsbeschwerde gemacht hat ...
- Viele Fälle unter www.justizirrtum.de
Links zu verschiedenen Seiten zum Thema:
- Protokollauszug zu Antirepression der Organisierung-von-unten-Debatte
- Antirepressions-Seiten mit vielen Tipps für kreative Aktionen bei Personalienkontrollen, Festnahmen, im Gericht usw.
- Gescheiterter Versuch der Bullen, die Projektwerkstatt zu zerschlagen
- Bericht von einem kreativ-widerständigen Prozeß in Marburg
- Sicherheitsstaat Deutschland - gute Überblicksseite +++ Noch mehr Polizeivollmachten in Hessen
- Prozesse gegen AntifaschistInnen in Marburg
- Wenn Eliteangehörige angeklagt werden, wird die Staatsanwaltschaft zu ihren Helfern: Strafvereitelung im Amt in Gießen ... wegen Filz, Vetternwirtschaft und Zusammenhalt in der Justiz nicht verfolgbar +++ Daschner-Prozeß: Staatsanwaltschaft will keine Bestrafung
- Altfälle: Ausgedachte Flucht und Widerstand führt zu Verurteilung und Knast (1995) plus prügelnder Bulle ++ Illegale Hausdurchsuchung in der Projektwerkstatt 1999 ++ Illegale technische Zerschlagung der Projektwerkstatt am 10.1.2003
- Rechtsstaatlicher Katechismus ... Liederbuch zum Prozeß
- Zur Seite der Projektwerkstatt in Saasen, u.a. einer Übersicht über die jahrelange Repression gegen sie
- Nicht die einzigen Fälle ... politische Justiz in Erfurt ... viele Fälle unter www.justizirrtum.de +++ §-129a-Verfahren in Magdeburg
- Download von Materialen, Broschüren und Aktionsmaterialien zum Thema "Repression"
- Bestellseite für Materialien zu Direct Action, Repression und mehr ...
- Kontinuität nach 1945: Nazijuristen an Gerichten in Frankfurt, Gießen, Marburg und Wetzlar sowie an Bundesjustizeinrichtungen
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- Aktionen gegen die Agro-Gentechnik und Infos zu den Machenschaften bei Konzernen, Behörden usw. ... Agro-Gentech-Newsletter
- Fiese Tricks von Polizei und Justiz, Rechtstipps und kreative Antirepression ... Rechtextremismus-Newsletter
- Rund um die Projektwerkstatt Saasen: Termine, Mithilfe, Sachspenden ... Projektwerkstatts-Newsletter
www.polizeizeugen.de.vu:
Die Internetseite zur Ungleichbehandlung von Polizei und Nicht-Polizei vor Gericht. Das Flugblatt zur Aktion (A4 beidseitig zum Kopieren und verteilen)
