*Der Begriff stammt von Daniel Goldhagen, der damit die psychologische Verfassung der zur willigen Vollstreckung bereiten Deutschen charakterisieren wollte. Er soll hier diese Einstellung von Menschen zu Obrigkeit und Kollektivität dokumentieren, keinesfalls eine Ähnlichkeit zwischen der heutigen Situation und Nazideutschland im allgemeinen behaupten.
4.11.2004 um 9:00 im Amtsgericht
Kirchhain, Zimmer 116 (Sitzungssaal 2), Niederrheinische Straße
32, 35274 Kirchhain: Hauptverhandlung gegen einen Kritiker der hessischen
Justiz und Ordnungskräfte wegen falscher Verdächtigung (§
164 StGB) gegenüber drei Polizeibeamten in einer Beschwerde
an den Innenminister (zu kreativen Gerichtsaktionen siehe hier
...)
5.-7.11. in Berlin: Bundesweites
Treffen der Umsonstläden in der Offenen Uni, Philippstr. nahe
Oranienburger Tor (in einem Humboldt-Uni-Gebäude)
6.11. 10-19 Uhr in Gotha (Gesamtschule
"Herzog Ernst", Reinhardsbrunner Str.: Antirassistischer
Ratschlag, u.a. mit Direct-Action-Workshop um 13 Uhr. Mehr
zum Ratschlag ...
7.11. in Erfurt: Treffen, Gespräche
usw. zum Ideensammeln für ein Sozialforum von unten 2005. Kontakt
für Verabredungen über 06401/903283. Mehr zur Idee
des SF von unten hier ...
9.11. ab 19.30 Uhr in der "Offenen
Uni" (Philippstr. 13): Label-Politik - just do it? Diskussion
über den Unsinn von Label- und Kampagnenpolitik. Die Gesellschaft ist von Labels, Codes und kollektiven Identitäten
durchzogen und auch in politischen Bewegungen sind StellvertreterInnen,
Fahnen und Logos diverser Organisationen prägend. Sie haben sich
bewährt als Mittel, um Leute zu Events zu mobilisieren oder für
platte Forderungen zu gewinnen. Radikale Gruppen sind in puncto Marketing
kaum von den "Vorbildern" wie attac zu unterschieden. Dabei
sind Label mehr als taktisches Mittel - es wirkt auf die Köpfe:
Plötzlich wird das Setzen des Label wichtiger als politische
Inhalte. Labels erhöhen zudem die Möglichkeit der Vereinnahmung...
denn wer öffentlich definiert, für was der Markenname steht,
spricht im Namen aller. Der Druck zur einheitlichen Außendarstellung
stärkt hierarchische Binnenstrukturen und den Hang zur Abgrenzung
gegen andere. Daher macht es Sinn, einen kritischen Blick auf den
Politikansätze zu werfen, die Codes und Labels in den Vordergrund
stellen. Sind kollektive Identitäten mit emanzipatorischen Ansprüchen
vereinbar? Braucht Bewegung "von unten" Label? Input, Diskussion,
Gemetzel ;-)
Anschließend fährt der
Castor durchs Land ... oder auch nicht. Mehr
hier ...
Mo 15.11.04; 20.00 Uhr: Alte Uni-Bibliothek,
Bismarckstr. 37 (Bitte Hintereingang Keplerstr. benutzen !): Immer
mehr Menschen sind enttäuscht von den politischen Parteien. Organisationen
wie z.B. attac, versuchen das für sich zu nutzen, aber bieten
sie wirkliche Alternativen zu dem bestehenden Herrschaftssystem? Oder
zeigen sich hier nur des Königs neue Kleider? Eine Diskussionsveranstaltung
mit Jörg Bergstedt von der Projektwerkstatt Saasen (Autor des
Buches Mythos attac), Mitgliedern von attac-Gießen
und Dir? Die Veranstaltung soll allen eine gleichberechtigte Beteiligung
ermöglichen, daher ist nach einem kurzen Info-Input die Diskussion
für jede(n) offen!
VeranstalterIn: FAU/IAA-Lahn - Auf Wunsch Infos zum Einlesen: Kritisch
www.attac-online.de.vu.
Das Original www.attac.de.
19.-21.11. in Stuttgart: durchblick
- alternative Medienkonferenz. Internetseite der Konferenz
... und Download
des Programms als .PDF
Dabei am Samstag, 20.11., ab 14 Uhr: Workshop
mit Malte Kreutzfeldt (Pressesprecher Attac) und Jörg Bergstedt
über Attac als Medienphänomen (im Rahmen der Alternativen
Medienkonferenz).
27.11. in Düsseldorf: Jahrestagung
der Coordination gegen Bayer-Gefahren, u.a. mit Referat zu Ökoneoliberalismus
um 10.30 Uhr im Umweltzentrum, Merowinger Str. 88 (Ref. Jörg
Bergstedt)