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Mythen über Deutschland
GmbH, besetztes Land, Lichtgestalt der Welt ... oder was?

BRD existiert nicht ++ GmbH ++ Besetzt und ohne Friedensvertrag ++ Juristerei ++ Geschichte ++ Rettung ++ Links

Es mag an der bizarren Vergangenheit liegen, aber dennoch läuft es einem oft schaudernd den Rücken herunter, dass gerade über Deutschland derart viele Theorien gebildet werden, deren Ziel es ist, dieses Land als Opfer oder wahlweise großen Wohltäter darzustellen. Braucht diese Nation, die in ihrem identitären Taumel und willigen VollstreckerInnentum so widerlich und schrecklich, aber auch absurd gehandelt hat, eine besondere Zuwendung verklärender Geschichts(um)interpretation, um einen gewissen Nationalstolz erhalten oder neu aufbauen zu können?

Aus Akif Pirincci (2014), „Deutschland von Sinnen“, Edition Sonderwege
Deutschland, o du goldenes Elysium! Du kraftvoller Stier! Du bist die Macht, die ganz Europa trägt! Du bist das schönste aller schönen Länder! Du bist das warme Licht des Südens und das kühle Meer des Nordens, darüber die sternenklare Nacht! Niemals möge der Adler seine wachsamen Augen von dir abwenden, und immerdar mögen seine scharfen Fänge und sein starker Schnabel dich beschützen! Du bist das Paradies, und ganz gleich, wieviele Hurensöhne dich noch verraten werden, am Ende wirst Du sie alle überleben.
Wären wir bei einem Blogeintrag im Internet, würde der Leser jetzt auf den für Begriffsstutzige ausgedachten Zusatz »Ironie off« warten. Von wegen, ich meine es wirklich ernst! Dort, wo ich herkomme, heißt die Heimat nicht Vaterland, sondern Mutterland. Und so nenne ich auch dich, meine Hübsche, »Mutter«, auch wenn ich nur dein Adoptivsohn bin. Aber du hast es mich nicht spüren lassen. Keine Sekunde lang.
Wie augenschmeichelnd du daherkommst. Grün bist du, oben vom Flugzeugfenster aus betrachtet, grün, nichts als grün, mit Einsprengseln von pittoresken Dörfern, kleinen Ortschaften und wenigen Großstädten, und selbst die schwelgen in Grün. Ein einziger Naturpark. Deine Wälder, deine riesenhaften und geheimnisvollen Wälder, in denen die deutsche Seele fest verankert sein soll, in denen Arminius' Herz blutete und sich einst Hänsel und Gretel verirrten. Deine Seen, deine Flüsse, dein Wasser wußtest du, daß das erste Mineralwasser aus einer deiner Quellen in die Welt kam? Viele Namen stehen für dich; der schönste ist Grimm. Durch ihn nistest du dich ein in die Seelen der Kinder, wo immer diese auch leben. Beim Erfinden warst du schon immer spitze. Du hast den Computer vor dem Computer erfunden und die Rakete vor der Rakete. Ohne deinen Erfindungsgeist existierte nicht die moderne Welt, wie wir sie kennen. »Wir sind alles, ihr seid nichts! «Ironie on. Aber nur ein bißchen. Denn mia san mia! … (S. 11)
Ich werde jetzt erklären, wie es dazu kam, daß aus den tapferen Deutschen, brüderlich mit Herz und Hand, das größte Hosenscheißervolk der Welt wurde. … (S. 83)

Hunderte, wenn nicht Tausende von Varianten bestehen darüber, was denn Deutschland eigentlich ist, wie seine Geschichte verlief und wie die Beziehungen zu anderen Staaten aussehen. Warum solche Mythenbildungen gerade Deutschland treffen und sich selbst Nicht-Deutsche in aller Welt damit beschäftigen, mag viele Gründe haben, die vom Versuch einer Rechtfertigung für eine Nation mit äußerst brutaler Vergangenheit über den Willen zur Restauration früherer Zeiten bis zur besonderen Geeignetheit Deutschlands für viele Mythen angesichts des Fehlens einer längeren Geschichte reichen. Meistens dienen sie der Entschuldigung deutschen Wirkens. Einige wichtige Mythen und "Verschwörungstheorien" über Deutschland sollen benannt und hinterfragt werden.

Die BRD existiert nicht

Viele "VerschwörungstheoretikerInnen" behaupten, die BRD würde gar nicht existieren, weil die Verfassung nie vom Volk angenommen wurde. Formal sei wegen diesem Mangel immer noch das Deutsche Reich existent. Teile der Menschen, die so argumentieren, haben sich als "Reichsdeutsche" oder in ähnlichen Konstellationen, mitunter sogar mit Exilregierung, eigenen Verwaltungsstrukturen wie dem "Deutschen Amt", Ausweisen und KFZ-Kennzeichen, eigenen Verträgen oder gesetzesähnlichen Schriften eingerichtet.

Was ist davon zu halten? Ist die BRD in Realität das, was Bielefeld immer als Witz nachgesagt wird (nämlich nicht existent)?

Im Original: Aus "Die Souveränität Deutschland" ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Buch von Karl Albrecht Schachtschneider, erschienen in DEM Verlag vereinfachter Welterklärungen (Kopp)
Verfassung und Verfassungsgesetz sind zu unterscheiden.
Die Verfassung ist mit dem Menschen geboren. Sie steht nicht zur Disposition der Politik. ...
Das Verfassungsgesetz materialisiert die Verfassung gemäß der Lage des jeweiligen Staates. Die Verfassung darf der Verfassungsgesetzgeber nicht schädigen. Ein solches Verfassungsgesetz ist das Grundgesetz. Seine Geltung als Verfassungsgesetz hängt nicht von dem Zustandekommen 1949 ab, sondern von der Anerkennung durch das Volk und die langjährige Praxis. Art. 79 Abs. 3 GG, die Unabänderlichkeitsklausel, schützt die Verfassung vor dem verfassungsändernden Gesetzgeber ... (S. 32)
Die weitere Entwicklung Deutschlands hat, so wie es die Siegermächte vorgeschrieben haben, wie es aber auch dem Willen des deutschen Volkes entsprach, zu einem neuen Verfassungsgesetz Deutschlands, dem Grundgesetz, geführt. Dieses war auch für die verfasst, denen mitzuwirken versagt war, die Deutschen in der sowjetisch besetzten Zone/DDR. Vor allem diesem Gebiet wurde durch Art. 23 GG a. F. der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland ermöglicht. Dieser ist mit Wirkung vom 3. Oktober 1990 erfolgt, sodass das Grundgesetz als das neue Verfassungsgesetz Deutschlands dort auch gilt. ...
Der Einfluss der Siegermächte des Westens auf das Grundgesetz bedeutet nicht, dass das Grundgesetz nicht das Verfassungsgesetz der Deutschen ist. Zum einen ist es als solches jahrzehntelang mit fast uneingeschränkter Zustimmung in den alten Ländern Deutschlands gelebt worden und wird jetzt auch schon 22 Jahre in den neuen Ländern ohne relevanten Widerspruch gelebt, zum anderen sagt die Präambel, freilich gegen die Fakten, dass »sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben« hat. Nicht das Deutsche Volk hat seine verfassungsgebende Gewalt, das Fundament seiner Souveränität, ausgeübt, sondern die Vertreter des Volkes, die für diese Aufgabe nicht gewählt waren. Das ist ein Mangel, der aber wegen der jahrzehntelangen Anerkennung des Grundgesetzes als Verfassungsgesetz Deutschlands das Grundgesetz nicht illegalisiert oder diesem auch nur die Legitimität nimmt. Diese Anerkennung kommt vor allem in den Wahlen mit hoher Wahlbeteiligung und in der allseits respektierten Verfassungsrechtsprechung, die das Grundgesetz weitgehend zur Geltung und Wirkung bringt, zum Ausdruck. Wesentlich ist, dass das Grundgesetz der Verfassung, die mit den Deutschen geboren ist, nämlich der Menschheit des Menschen jedes Deutschen, der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit genügt und einen Staat, der demokratisch, rechtsstaatlich und sozial sein soll, verfasst. Der Verfall des Grundgesetzes durch den parteienstaatlichen Europäismus beeinträchtigt nicht die Geltung des Grundgesetzes. Vielmehr ist es die Aufgabe unserer Zeit, das Grundgesetz der Deutschen gegen die politische Klasse und deren Integrationismus zu verteidigen, d. h. wieder zur Wirkung zu bringen.
Durch das World Wide Web (WWW) geistern Äußerungen, dass die SHAEF-Gesetze nach wie vor gelten und die Verhältnisse des Deutschen Reiches bestimmen würden, weil die Bundesrepublik Deutschland nicht oder nicht mehr bestehe. Sie sei entweder gar nicht entstanden oder durch die Aufhebung des früheren Beitrittsartikels 23 des Grundgesetzes untergegangen; denn wegen dieser Aufhebung habe das Grundgesetz seinen Geltungsbereich verloren. Diese Auffassung ist unhaltbar. Ich spreche sie an, weil sie viele Menschen besorgt. Der Geltungsbereich des Grundgesetzes ist völlig klar und im Übrigen im Grundgesetz und in vielen Gesetzestexten und auch in Vertragstexten angesprochen. Deutschland und das Staatsgebiet Deutschlands gemäß dem Zwei plus Vier Vertrag (dazu 11) sind von allen Staaten anerkannt. Die Präambel des Grundgesetzes nennt mit den Ländern Deutschlands auch das Staatsgebiet, wie es dort heißt, Deutschlands und den Geltungsbereich des Grundgesetzes. Jedenfalls ist es, weltweit anerkannt, das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland. Art. 144 Abs. 2 GG, der auf Art. 23 GG a. F. Bezug nimmt, ist obsolet, zum einen, weil Art. 23 GG durch den europäischen Integrationsartikel ersetzt worden ist, zum anderen, weil es kein Gebiet der Bundesrepublik Deutschland mehr gibt, in dem die Anwendung des Grundgesetzes trotz dessen Geltung, wie es diese Vorschrift voraussetzt, Beschränkungen unterliegt. ... (S. 190f)

Unabhängig davon stellt sich die Frage, was eigentlich besser wird dadurch, dass eine Verfassung vom "Volk" beschlossen wird. Sind Kriege, Knäste oder Lohndrückerei besser, wenn sie legitimiert sind? Wird Unterdrückung erträglicher, wenn sie eine Verfassung im Rücken hat? Eine Rundmail am 7.2.2012 in Kreisen der WeltvereinfacherInnen suggeriert das: "Ich halte dies für ein primär wichtiges Ziel, weil alles andere (inkl. "unserer" CT-Problematik) von einem selbstbestimmten Staat und seiner Souveränität anderen Mächten gegenüber abhängt. Da bin ich mir so sicher, weil das Symptom, dass niemand auf meine Protestbriefe wahrheitsgemäß antwortet, ein Untertanensymptom ist, weil niemand antworten DARF!"

Deutschland existiert zwar, aber nur als GmbH

Bei dieser Theorie wird mit Verweis auf einen Eintrag im Frankfurter Handelsregister behauptet, die BRD sei kein Staat, sondern eine GmbH. Die BewohnerInnen seien keine BürgerInnen, sondern das Personal der GmbH. Deshalb hieße der Personalausweis ja auch so.

Doch stimmt das? Ist Deutschland eine GmbH und "wir" nichts als sein Personal?

Im Original: Aus einer Mail: BRDs GmbH ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden

November 2013 erreichte der hier gemachte Hinweis, dass die BRD Gesellschafter der Finanzagentur GmbH ist und folglich durch die GmbH in seiner Existenz eher bewiesen als widerlegt wird, auch die VerschwörungstheoretikerInnen selbst. In Stimme&Gegenstimme Nr. 63/13 fand sich ein entsprechender Text. Das Absurde jedoch: Statt den Fehler einfach einzuräumen und den Unsinn fortan nicht weiterzuerzählen, passiert das Gegenteil. Dass die BRD nun doch formal existiert, wird als Argument dafür genommen, dass es noch hinterhältiger ist - nämlich die BRD hintenrum von der Bankiersfamilie Rothschild regiert wird (siehe Ausschnitt rechts).

Deutschland existiert schon, ist aber von fremden Mächten besetzt und ohne Friedensvertrag

Nah dran an obigen Wirrungen ist die Behauptung, es gäbe noch Besatzungsrecht und keinen Friedensvertrag. Folglich wären die BRD und ihre Institutionen ein Verwaltungskonstrukt der Alliierten und die deutschen PolitikerInnen nicht souverän. Gesteigert wird das durch aufhetzende Phrasen, dass Deutschland ausgenommen wird, sich die Siegermächte von Deutschland bezahlen und mästen lassen usw. Beowulf von Prince, der solche Thesen öffentlich vertritt, jammert mit anderen in der Schrift "Tue Deine Pflicht ...", dass "die Alliierten Deutschland nicht ständig wie eine Kuh melken" sollten. Sein Credo: "Die Vorenthaltung eines Friedensvertrages ist ein Betrug am Deutschen Volk".

Weitere Zitate dazu:
Dominik Storr (Bürgeranwalt, Sauberer-Himmel-Gründer) formulierte: (Quelle: Psiram)
Nach dem zweiten Weltkrieg hat die globale Elite Deutschland komplett nach ihren Vorstellungen geschaffen. Sie hat dort als Statthalter Parteien eingesetzt, die heute immer noch an der Macht sind. ...
Die deutsche Bevölkerung wurde durch all dies vollständig unterjocht und für Jahrzehnte mundtot gemacht. Bis heute, denn jedwede öffentliche Kritik an der globalen Elite wird sofort mit den Totschlagargumenten "Verschwörungstheorie” oder "Antisemitismus” niedergemacht.

Deutsches Reich - national und sozial ... entlarvende Vorschläge, was denn statt der BRD sein soll
Aus dem Text "Zur Frage der zukünftigen Regierungsform eines neuen DR" (DR = Deutsches Reich)
Dieses System der Zinsknechtschaft kann nur gebrochen werden, wenn dem Volk echte Alternativen in Form eines Systemwechsels angeboten werden würden, der den Zins als maßgebliche Wirtschaftsform verschwinden ließe.
Im neuen DR würde es im Rahmen einer vernünftigen Übereinkunft aller gesellschaftlichen Gruppen zu einer Lossagung von diesen Prinzipien der Völkerversklavung kommen können, wenn die Produktionsform national und sozial abgefedert werden würde. ...
Das neue DR,welches sich als fürsorglicher,aber auch fordernder Zusammenschluß aller deutschen Volksstämme verstehen müßte, könnte und würde für eine Umstellung der Wirtschaft den notwendigen Rahmen zur Verfügung stellen! ...
Es liegt an uns allen, ob wir uns als Volk emanzipieren oder weiterhin von fremden Mächten leiten lassen!

Holger Strohm über Deutschland (im Interview mit Michael Vogt, Dezember 2014)
Die Amerikaner dürfen laut Besatzungsrecht alles bestimmen. Sie bestimmen sowieso alles - von den Lehrplänen bis ... alles muss genehmigt werden. Und auch die Presse hat das zu schreiben, was die Amerikaner befehlen. Die Order kommt direkt aus dem Pentagon. Wir sind versklavt worden und wir das zu machen, was die Amerikaner wollen. So einfach ist das.

Holger Strohm auf der AZK 2013
Ihr seid bis zum Jahre 2099 amerikanische Militärdiktatur und bis dahin werdet Ihr amerikanisch sprechen und werdet eingemeindet. ... Frau Merkel muss wie alle anderen Bundeskanzler die sogenannte Kanzlerakte unterzeichnen. Darin muss sie sich absoluten Gehorsam gegenüber Amerika verpflichten. ... In Deutschland hat Amerika das Sagen. ... Von mir stammt das Konzepte für die grüne Partei.

Aus Daniel Prinz (2014), „Wenn das die Deutschen wüssten …“ (Amadeus-Verlag, S. 49f)
Einen Friedensvertrag mit dem Deutschen Reich gibt es bis heute nicht. ... Den Besatzern war klar, dass die Deutschen selbst diese Kontrolle gegen das eigene Volk mit der bekannten deutschen Gründlichkeit am besten durchsetzen könnten besser als es die CIA und andere Geheimdienste je vollbringen könnten. Der neuen Verwaltung BRD wurde ein Grundgesetz vorgelegt. Aber was ist denn ein "Grundgesetz"? Auch wenn wir das vorhin bereits hatten, aus Creifelds Rechtswörterbuch von 2002 erfahren wir: Jin Grundgesetz ist ein besatzungsrechtliches Mittel zur Schaffung von Ruhe und Ordnung in einem durch Kriegshandlung besetzten Gebiet. Gegeben von der Siegermacht (oder den Siegermächten), für das auf Zeit eingesetzte Verwaltungsorgan (BRD)." Das ist wohl ein großer Unterschied zu einer "Verfassung", die sich ein Volk in Freiheit selbst gibt, um seinen Beamten und hoheitlichen Würdenträgern genaue Anweisungen zu erteilen, wie sie die Belange des Staates und der Bürger zu schützen haben. Die Verwaltung der Siegermächte die BRD war nun also in der Situation, etwas aufzubauen, was kein Staat war, aber das gesellschaftliche Leben regeln sollte.

Aus Michael Morris, "Was sie nicht wissen sollen" (Amadeus-Verlag in Fichtenau, S. 118f.)
Ohne Unabhängigkeit und ohne Verfassung kann es in Deutschland im Grunde auch kein Bundesverfassungsgericht geben, und auch keinen Verfassungsschutz, auch wenn das immer wieder behauptet wird. ...
Vieles deutet recht eindeutig darauf hin, dass Deutschland seit Ende des Ersten Weltkriegs bewusst von Seiten der britischen und der US-amerikanischen Hochfinanz ausgeschlachtet und klein gehalten wird. Es ist ein Wunder, dass Deutschland trotz unvorstellbar hoher Reparationszahlungen und umfangreicher Plünderung des deutschen Tafelsilbers weiterhin die stärkste europäische Wirtschaftsmacht ist.

Stimmt das?

Im Original: Wie es in den Büchern steht ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
In einem Kopp-Verlagsbuch steht eigentlich alles: BRD, Friedensvertrag usw. - alles formal korrekt!
Aus Karl Albrecht Schachtschneider, "Die Souveränität Deutschland", Kopp-Verlag (dem wichtigsten Verlag dieser "Szene")
Der Besatzungsstatus Deutschlands, der Deutschland, gemäß der Note an den Parlamentarischen Rat vom 10. April 1949 am 12. Mai 1949 von den drei Militärgouverneuren und Oberbefehlshabern förmlich verkündet, die Souveränität trotz wichtiger und zunehmend erweiterter deutscher Befugnisse für die westlichen Besatzungszonen Deutschlands und die Bundesrepublik Deutschland zugunsten der drei westlichen Alliierten Frankreich, Großbritannien und den USA wie nach der Kapitulation weiter vorenthalten hatte, wurde in der Bundesrepublik 1955 durch den Deutschland Vertrag vom 26. Mai 1952 in der Fassung vom 23. Oktober 1954, in Kraft getreten am 5. Mal 1955, den Vertrag über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (die Vereinigten Staaten von Amerika, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie die Französische Republik) weitgehend, aber nicht gänzlich beendet. In Art. 1 Abs. 2 und Art. 2 heißt es: »Die Bundesrepublik wird demgemäß die volle Macht eines souveränen Staates über ihre inneren und äußeren Angelegenheiten haben.« ...
Im Überleitungsvertrag, dem Vertrag zur Regelung der aus Krieg und Besatzung entstandenen Fragen, einem Zusatzvertrag zum Deutschland Vertrag, war die »volle Macht eines souveränen Staates« nach dem Deutschland Vertrag weiter relativiert, nämlich u. a. durch Art. 1 Abs. 1 S. 3: »Vom Kontrollrat erlassene Rechtsvorschriften dürfen weder aufgehoben noch geändert werden«, aber nach Absatz 2 durch die Bundesrepublik nach Konsultationen mit den Drei Mächten »außer Wirksamkeit« gesetzt werden. Der Grund war, dass die Kontrollratsvorschriften auch von der Sowjetunion erlassen worden waren, die den Deutschland Vertrag nicht geschlossen hat. Alle anderen Vorschriften der Besatzungsmächte hatten, so Otto Kimminich, ihre Wirksamkeit verloren. ... (S. 191f.)
Der Zwei plus Vier Vertrag vom 12. September 1990, der »Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland«, hat die »Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganze s« der vier Siegermächte USA, Sowjetunion, Vereinigte Königreich und Frankreich beendet. Der Vertrag ist das eigentliche Ende der Besatzungszeit. Die entsprechenden, damit zusammenhängenden vierseitigen Vereinbarungen, Beschlüsse und Praktiken wurden beendet und alle entsprechenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst (Art. 7 Abs. 1). Das »vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten«, heißt es in Absatz 2 des Artikels 7, freilich nach Art. 1 in neuen territorialen Grenzen. ...
Die Präambel beschreibt einen Friedenszustand zwischen dem vereinten Deutschland und den Vertragspartnern, und es spricht viel dafür, ihn angesichts des faktischen Friedens als Ersatz eines Friedensvertrages oder als friedensvertragliche Regelung, aber kein[en] Friedensvertrag« einzustufen, jedenfalls zwischen den Vertragspartnern. Schließlich waren nicht alle Staaten, mit denen das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg im Krieg lag, an dem Vertragsschluss beteiligt. Genauso wenig wie seit dem Zweiten Weltkrieg (und vielfach schon davor) Kriege formell erklärt zu werden pflegen, um das Gewaltverbot nicht offen zu verletzen, sondern von bewaffneten Konflikten gesprochen wird, begnügt sich die Staatenpraxis mit der Faktizität friedlichen Miteinanders vormaliger Kriegsgegner und verzichtet auf formelle Friedensverträge, zumal deren Gestaltung, etwa die Reparationen, sehr schwierig ist. ... (194f.)
Das vereinte Deutschland ist somit rechtlich souverän, freilich in den Grenzen freiheitlicher Souveränität. ...
Die Verletzungen der Souveränität durch die europäische Integration, die die Souveränität Deutschlands nicht aufhebt, werden im Folgenden näher erörtert. (S. 198f.)

Das stört andere nicht, genau das Gegenteil zu behaupten - quellenlos!
Aus Daniel Prinz (2014), „Wenn das die Deutschen wüssten …“ (Amadeus-Verlag, S. 49f)
Werden wir in der BRD als "Menschen" oder als "Sachen" angesehen?
Nochmals der kurze geschichtliche Rückblick: 1945 wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet. Einen Friedensvertrag mit dem Deutschen Reich gibt es bis heute nicht. Der Zweite Weltkrieg gegen die Deutschen läuft deshalb weiter. (UN Feindstaatenklausel) Auf der Potsdamer Konferenz wurde beschlossen, zur Unterstützung und wirtschaftlichen Kontrolle der Siegermächte, eine deutsche Verwaltung aufzubauen, die den Interessen der Besatzer entspricht. Im Westen wurde diese Verwaltung des vereinigten Wirtschaftsgebletes eine Nichtregierungsorganisation mit dem Namen "BRD". Von Anfang an war klar, dass die BRD niemals die Interessen der Bevölkerung zu vertreten, sondern ausschließlich die Gewinnmaximlerung der Siegermächte durchzusetzen hatte.
Den Besatzern war klar, dass die Deutschen selbst diese Kontrolle gegen das eigene Volk mit der bekannten deutschen Gründlichkeit am besten durchsetzen könnten besser als es die CIA und andere Geheimdienste je vollbringen könnten. Der neuen Verwaltung BRD wurde ein Grundgesetz vorgelegt. Aber was ist denn ein "Grundgesetz"? Auch wenn wir das vorhin bereits hatten, aus Creifelds Rechtswörterbuch von 2002 erfahren wir: "Ein Grundgesetz ist ein besatzungsrechtliches Mittel zur Schaffung von Ruhe und Ordnung in einem durch Kriegshandlung besetzten Gebiet. Gegeben von der Siegermacht (oder den Siegermächten), für das auf Zeit eingesetzte Verwaltungsorgan (BRD)." Das ist wohl ein großer Unterschied zu einer "Verfassung", die sich ein Volk in Freiheit selbst gibt, um seinen Beamten und hoheitlichen Würdenträgern genaue Anweisungen zu erteilen, wie sie die Belange des Staates und der Bürger zu schützen haben. Die Verwaltung der Siegermächte die BRD war nun also in der Situation, etwas aufzubauen, was kein Staat war, aber das gesellschaftliche Leben regeln sollte.
Was also tun, wenn es keine hoheitlichen Rechte gibt? Da hatten die Siegermächte damals bereits vorgesorgt. Im Vorfeld hatten sie eine große Statusminderung, die sogenannte capitis deminutio maxima (c. d. in. Bürgerlicher Tod) herbeigeführt. Diese Personenstandsänderung war zu Zeiten Bismarcks verboten, und im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wurde der bürgerliche Tod unter Strafe gestellt. Jetzt wurde ohne Wissen der Beteiligten zu der "natürlichen Person" eine „juristische Person" erschaffen, deren Name der neuen BRD gehören sollte. Diese Konstruktion war nötig geworden, da die BRD nie ein Staat werden sollte. Durch diese Neuerschaffung der Juristischen Person", die die BRD auch selbst ist, kann sie deshalb auch nur mit "juristischen Personen", die wir als Bevölkerung haben, umgehen. Bei Staaten braucht es dies nicht. Dort gibt es Bürger, eine Verfassung und dienende Hoheitsträger (Beamte), die Menschen über die "natürliche Person" schützen.
Was ist denn nun eine »juristische Person"? Übersetzt ist das eine "gedachte Sache". Bei der großen Statusminderung, der capitis deminutio maXima (c. d. in.) verliert der Staat seine Freiheit (wegen Handlungsunfähigkeit), und seine Bürger werden zu rechtlosen staatenlosen Sklaven (Kriegsbeute Mensch) gemäß Haager Landkriegsordnung (HLKO). Die vormals mit Rechten ausgestatteten Bürger, die eine "natürliche Person" besessen hatten, sind nun zu rechtlosen "Sachen" gemacht worden und gehen unwissentlich Rechtsgeschäfte durch Unterschrift mit einem ebenso rechtlosen "Staat" BRD ein. Das heißt eine "juristische Person", eine Sache, kann keine Rechte und Pflichten besitzen oder beanspruchen. Es fehlt der Juristischen Person" an den Eigenschaften, die eine "natürliche Person" besitzt, die da sind: Rechtsfähigkeit, Geschäftsfähigkeit, Handlungsfähigkeit mit dem Recht, einen Wohnsitz zu nehmen; Familienname; Ehefähigkeit; Testierfähigkeit; Postulationsfähigkeit. Eine "natürliche Person" mit Rechten und Pflichten begründet einen Staat.
Der "Mann", die "Frau", das "Kind" ist göttlicher Natur. Es bedarf keiner Rechte, da diese durch die Geburt von Gott automatisch empfangen werden. Etwas Selbstverständliches sollte nicht rechtlich geltend gemacht werden müssen. In den modernen Industriestaaten wird es jedoch als sinnvoll angesehen, die Haftung zu begrenzen, also dem "Mann" und der "Frau" eine Person zu geben, über die er oder sie verfügen oder die er bzw. sie dann im Umgang mit dem Staat selbst verantwortlich nutzen kann.
Nur durch die Unterschrift eines "Mannes", einer "Frau" erlangen Schreiben eine Rechtsfähigkeit und "juristische Personen" sowie auch "natürliche Personen" überhaupt erst eine rechtliche Bewandtnis... Wieso wohl "amtliche" Schreiben seit geraumer Zeit keine rechtsfähige Unterschrift mehr tragen? Möchte sich da wohl jemand seiner Haftung nach §§ 823 und 839 BGB entziehen?

Zudem: Ausgerechnet über die BRD zu behaupten, dass sie fremdregiert und wirtschaftlich ständig geplündert wird, ist historisch und auch aktuell nicht nur purer Nonsens, sondern eine enorme Dreistigkeit angesichts der Stellung Deutschlands in der Welt. Denn es gab auf Seiten der Siegermächte während des zweiten Weltkriegs nur kurzzeitig Überlegungen, aus dem permanent aggressiven Staat eine bäuerliche Ökonomie zu formen (Morgenthau-Plan). Dieser wurde schnell fallengelassen zugunsten einer Strategie gegen den neuen Feind UdSSR. In der hereinbrechenden Blockkonfrontation geschah dann nämlich das genaue Gegenteil. Während die DDR Reparationen leisten musste, wurde die BRD (wie andere westeuropäische Länder auch) mit Milliarden an Wirtschaftshilfe gerade durch die USA vollgestopft (Marshall-Plan). Diese Milliarden kamen der deutschen Wirtschaft zugute. Sie - und nicht die US-amerikanische - wurde zum Exportweltmeister. In Deutschland lief ein riesiges "Wirtschaftswunder" ab, das binnen kürzester Zeit einen ungeheuren (wenn auch nicht gleich verteilten) Reichtum schuf, während die von Deutschland zerstörten Länder rundherum deutlich langsamer wieder auf die Beine kamen - wenn überhaupt.

Wie aus den Texten zur Souveränität bereits zu entnehmen ist, hält auch die Behauptung vom fehlenden Friedensvertrag keiner Überprüfung Stand. Zwar lässt sich darüber streiten, ob der fehlende Name "Friedensvertrag" für den "Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland" eine Bedeutung hat. Ebenfalls ist klar, dass nicht alle Kriegsgegner (also: von Deutschland angegriffenen Länder) mit unterzeichnet haben. Aber das sagt ja über die Gültigkeit in Bezug auf die vier Besatzungsmächte nichts aus. Deren Wirken in Deutschland ist vorbei - mit Ausnahme dessen, dass Deutschland deren Handeln in Besatzungszeiten nicht rückwirken angreifen darf. Das war zu erwarten. "Vae victis" (Wehe den Besiegten) ist halt in einer Welt aggressiver Nationalchauvinismen normal.

Im Original: 2plus4-Vertrag ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus Wikipedia zum 2plus4-Vertrag
Der Zwei-plus-Vier-Vertrag (vollständiger amtlicher Titel: Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland) ist ein Staatsvertrag zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland sowie Frankreich, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und der Sowjetunion. Er machte den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei, wurde am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet und trat am 15. März 1991, dem Tag der Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde, mit einer offiziellen Zeremonie in Kraft. ...
„Die Französische Republik, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und die Vereinigten Staaten von Amerika beenden hiermit ihre Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes. Als Ergebnis werden die entsprechenden, damit zusammenhängenden vierseitigen Vereinbarungen, Beschlüsse und Praktiken beendet und alle entsprechenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst.“ – Artikel 7 Abs. 1 Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland
Unter dem Titel „Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“ verzichteten die Vier Mächte, die Hauptalliierten im Zweiten Weltkrieg, auf ihr Vorbehaltsrecht in Bezug auf Deutschland. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag wurde erst 1991 durch alle Vertragsstaaten – zuletzt am 4. März 1991 durch den Obersten Sowjet der UdSSR – ratifiziert, wobei die Annahme des Vertrags bis zum Schluss hochumstritten und keineswegs gesichert war. Aufgrund dessen gaben die Vertreter Frankreichs, der Sowjetunion, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten am 1. Oktober 1990 (BGBl. II, S. 1331 f.) in New York eine Erklärung ab, nach der ihre „Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes mit Wirkung vom Zeitpunkt der Vereinigung Deutschlands bis zum Inkrafttreten des Vertrags über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland ausgesetzt“ seien. ...
Der Vertrag – er wird auch als Souveränitätsvertrag bezeichnet – regelt in zehn Artikeln einvernehmlich die außenpolitischen Aspekte wie auch sicherheitspolitischen Bedingungen der deutschen Vereinigung und wird hinsichtlich seiner Wirkung als Friedensvertrag zwischen Deutschland und den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges behandelt, auch wenn – weil „praktisch gegenstandslos“ – er „ausdrücklich diese Bezeichnung nicht erhielt“ (s.u.) und selbst in den Potsdamer Beschlüssen stattdessen eine „friedensvertragliche Regelung“ vorgesehen war. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag bildet damit „praktisch das außenpolitische Grundgesetz des vereinten Deutschland“. Durch die Übertragung noch bestandener alliierter Rechte wurden unter anderem die bis dahin gültigen Potsdamer Beschlüsse abgelöst. Das Ergebnis war die Wiederherstellung der deutschen Einheit und die Wiedererlangung der endgültigen „vollen Souveränität Deutschlands über seine inneren und äußeren Angelegenheiten“.
„[…] in dem Bewusstsein, daß ihre Völker seit 1945 miteinander in Frieden leben, […] eingedenk der Prinzipien der in Helsinki unterzeichneten Schlußakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, in Anerkennung, daß diese Prinzipien feste Grundlagen für den Aufbau einer gerechten und dauerhaften Friedensordnung in Europa geschaffen haben, […] in Anerkennung dessen, daß dadurch und mit der Vereinigung Deutschlands als einem demokratischen und friedlichen Staat die Rechte und Verantwortlichkeiten der Vier Mächte in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes ihre Bedeutung verlieren, […]“ – Präambel des Vertrages über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland ...
Die Annahme des Zwei-plus-Vier-Vertrages war Voraussetzung der Vier Mächte zu deren Zustimmung zur deutschen vollständigen Souveränität, da ein Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg nicht abgeschlossen wurde und auch seither „weder geplant ist noch Sinn machte“. Denn ein Friedensvertrag ist völkerrechtlich nicht die einzige Möglichkeit der Kriegsbeendigung. Diese kann auch durch einseitige Erklärungen, gestufte Teilregelungen oder schlicht durch faktische Wiederaufnahme der friedlichen Beziehungen erfolgen. Das bestehende Einverständnis findet sich im übertragenen Sinne in der Sprachregelung anstatt eines Friedensvertrages wieder; diese wurde auch getroffen, um „u. a. eventuell noch nicht erledigte[n] Reparationsforderungen einzelner Drittstaaten“ nicht nachkommen zu müssen.

Lexikoneintrag zu den 2plus4-Verträgen
Mit 2+4 Vertrag wird der am 12.9.1990 zwischen der DDR und der Bundesrepublik sowie Frankreich, USA, dem Vereinigten Königreich und der UdSSR geschlossene Staatsvertrag bezeichnet, der abschließend die Vereinigung mit der DDR und die Beziehungen zu den Besatzungsmächten regelt. Die offizielle Bezeichnung lautet "Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland".
Durch den 2+4 Vertrag erhielt Deutschland die volle Souveränität zurück und verzichtete dafür endgültig auf die Gebiete jenseits der Oder-Neiße-Linie, auf ABC-Waffen und die Führung eines Angriffskriegs. Durch diesen Vertrag wurden der Deutschlandvertrag und der Überleitungsvertrag größtenteils (siehe dazu unter Überleitungsvertrag) außer Kraft gesetzt.
Der 2+4-Vertrag schließt den 2. Weltkrieg endgültig ab und kann damit inhaltlich einem Friedensvertrag gleichgestellt werden.

Ein interessanter Gedankengang fand sich in einem Mailwechsel zwischen Personen, die verschiedenen Weltvereinfachungen anhingen und sich daher gegenseitig kritisierten. "Wenn man den Richter schon als Vertreter einer Firma - ohne staatliche Befugnisse, unter Hinweis auf § 15 GVG - anspricht, akzeptiert man eine Verschwörung gegen jede eigenstaatliche Grundordnung und unterwirft sich dem Recht von Besatzern." Das ist so schlicht wie wahr: Wer erstens behauptet, die BRD sei besetztes Land und zweitens die Angestellten dieser BRD selbst zu Verwaltungsangestellten der Besatzungsmacht erklärt, bastelt mit daran, dass das Kritisierte bestehen bleibt oder erst wirksam wird.

Von fehlenden Unterschriften bis zur Missachtung der tollen Gesetze

Damit nicht genug: Die "VerschwörungstheoretikerInnen" kommen bei ihrer fortwährenden Suche nach Beweisen für ihre Theorie, mit Deutschland sei etwas nicht in Ordnung, auf beeindruckend skurrile Gedanken. So wird behauptet, dass im Kaiserreich geschaffene Gesetze ein "wahres Meisterwerk" seien, aber leider die heutigen "Richter und Staatsanwälte mit Hilfe auch der Rechtsanwälte unsere erstklassigen Gesetze umgehen und aushebeln" (Zitate aus Beowulf von Prince u.a.: "Tue Deine Pflicht ..." ) . Hier wird das Recht als Quelle des Guten und seine Nichtanwendung als Ursache für das Böse betrachtet. Dabei geht es nicht nur um Einzelvorgänge, sondern auch um eine vermeintlich systematische Missachtung der geltenden Gesetze. Als Indiz für diese und einige andere Annahmen (z.B. dass die RichterInnen formal gar nicht im Amt sind, weil die BRD oder wesentliche Gesetze nicht mehr existieren) wird angeführt, dass Urteile und gerichtliche Beschlüsse nicht von den RichterInnen unterschrieben werden. Sie seien folglich auch nicht wirksam.
Die Frage, ob eine solche juristische Argumentation der Unwirksamkeit nicht unterschriebener Schriftstücke (wie Urteile) stichhaltig ist, ist erneut irrelevant. Der Grund ist der gleiche wie schon unter Punkt 1.: Ein Staat braucht keine Legitimation - seine Handlungen und Handelnden daher auch nicht. Es kommt allein darauf an, ob er die Mittel hat, das durch ihn geschaffene Recht und dessen Anwendung durchzusetzen. Ob ein Urteil unterschrieben ist oder nicht, ist für die Frage, ob eine darin verhängte Freiheitsstrafe vollzogen wird, völlig ohne Bedeutung. Denn Menschen einsperren kann, wer das Gewaltmonopol hat und einsetzt: Die Knarre, Handschellen, Überwachungskameras, Computer voller Daten und vergitterte Räume spielen die Hauptrolle, nicht die Unterschrift. Zudem lohnt ein Blick in die einschlägigen Gesetze. Dort ist ausgeführt, dass Ausfertigungen (Abschriften, Kopien u.ä.) von Ladungen, Urteilen usw. tatsächlich nicht von den RichterInnen abgezeichnet werden, sondern nur das Original, welches im Gericht verbleibt. Da Betroffene Akteneinsichtsrecht haben, lässt sich einfach nachgucken, ob ein Urteil unterschrieben ist - und von wem. Ausgerechnet an diesem Nebenschauplatz das Gerichtswesen in Frage zu stellen, stellt eine bemerkenswerte Ignoranz gegenüber der brutalen Wirkung von Strafe und Inszenierungen staatlicher Machtfülle dar. Sie existiert - ob mit oder ohne Unterschrift.

Stimmt aber wenigstens die Legende vom guten Recht und seiner schlechten Anwendung?

Auf einer Youtube-Seite (MenschenrechteTV) steht der interessante Satz "Wenn die Justiz keine Recht(s)form hat, ist sie nur eine Idee". Will dder Schreiberling damit ausdrücken, dass etwas nicht existiert, was keine Rechtsform hat? Dann gäbe es ziemlich viel nicht ... Deutlicher als mit diesem Satz kann das Missverständnis kaum begriffen werden: Legitimität und Existenz schöpft der Staat samt seiner Institutionen aus nichts anderem als seiner Stärke, seiner Macht, seiner Gewalt - oder platt gesagt: Seiner Waffen. Richtig wäre: "Wenn die Justiz keine Polizei und keine Gefängnisse hätte, wäre sie nur eine Idee".

Im Original: Nicht vorhandenes Gesetz ist doof ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Offensichtlich wird der Widerspruch in einer Mail aus Weltvereinfachungskreisen vom 28.12.2014. Dort wird nun plötzlich das Gesetz, nachdem keine Originalunterschriften auf den Beschlüssen usw. sein brauchen, als doof bezeichnet - woanders gibt es keine Gesetzesgrundlage. Ja was denn nun?
Dass könnte theoretisch jeder machen: Heimlich die Regeln so abändern, dass der Gegner absichtlich getäuscht wird und dann sich auf die neue Regel berufen. Man stelle sich vor, dass der ganz normale sich Bürger seine eigenen Gesetze schreibt und sie dann nach Fristablauf dem gegnerischen Richter vorlegt.
Immer dann, wenn das eigene neue Gesetz leider schon zu bekannt geworden ist, ändert der Bürger es erneut und legt dann seine neue Fassung vor, jedes mal dann, wenn eine neue List notwendig ist.
Besser noch: ab 2017 ist das Urteil nur noch in Gedanken festzuhalten. Es bedarf keiner Richterunterschrift mehr. Rechtsmittelfrist beginnt mit der Verkündung per Telefonanruf, oder einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter.
Zum 10.10.2013 gab es eine so genannte Gesetzesänderung entgegen des 126 BGB, dass die Gerichte den Bürgern im Zivilprozess gar keine Unterschrift schuldig sind. Man spricht von dem elektronischen Rechtsverkehr,der eine Unterschrift als unzumutbar erscheinen lässt. Sonderbarer Weise ist das Gerichtssigel nicht elektronisch und muss von Hand hinzugefügt werden. Hiernach wäre aber die Unterschrift kein Hindernis mehr.
Die Lüge ist also offenkundig.
Scheinamtliche Zivilprozessordnung
Buch 1 - Allgemeine Vorschriften (§§ 1 - 252)
Abschnitt 3 - Verfahren (§§ 128 - 252)
Titel 2 - Verfahren bei Zustellungen (§§ 166 - 195)
Untertitel 1 - Zustellungen von Amts wegen (§§ 166 - 190)
Heimlich abgeändert: ZPO § 169
Bescheinigung des Zeitpunktes der Zustellung; Beglaubigung
(1) Die Geschäftsstelle bescheinigt auf Antrag den Zeitpunkt der Zustellung.
(2) Die Beglaubigung der zuzustellenden Schriftstücke wird von der Geschäftsstelle vorgenommen. Dies gilt auch, soweit von einem Anwalt eingereichte Schriftstücke nicht bereits von diesem beglaubigt wurden.
(3) Eine in Papierform zuzustellende Abschrift kann auch durch maschinelle Bearbeitung beglaubigt werden. (Unsinn)
Anstelle der handschriftlichen Unterzeichnung ist die Abschrift mit dem Gerichtssiegel zu versehen. Dasselbe gilt, wenn eine Abschrift per Telekopie zugestellt wird.
(4) Ein Schriftstück kann in beglaubigter elektronischer Abschrift zugestellt werden. Die Abschrift ist mit einer qualifizierten elektronischen Signatur des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle zu versehen.
(5) Ein nach § 130b errichtetes gerichtliches elektronisches Dokument kann in Urschrift zugestellt werden; einer Beglaubigung bedarf es nicht.
Fassung aufgrund des Gesetzes zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten vom 10.10.2013 (BGBl. I S. 3786) m.W.v. 01.07.2014.

Deutschland finanziert die Welt / viele andere Länder

Gleich in mehreren Kontexten tauchen Behauptungen auf, Deutschland sei (zumindest seit 1945 oder schon immer) die Melkkuh der Welt. Für die neuere Zeit sind damit Reparationszahlungen nach dem zweiten Weltkrieg oder aktuelle Zahlungen an die EU bzw. EU-Länder gemeint. Das klingt böse, fördert Neid und Nationalismus und lenkt von innen- und sozial politischen Fragestellungen im Inland wunderbar ab. Aber was ist überhaupt dran? Nichts. Das Gegenteil ist eher richtig:

Aus "Außenhandel bricht Rekorde", in: Junge Welt, 10.2.2015 (S. 5)
EU und Euro sind gut für Deutschland. 2014 führte dies zu neuen Spitzenwerten beim Export, den Einfuhren und dem Handelsbilanzüberschuss

Aus "Deutschlands Exporte erreichen neues Rekordhoch", in: Focus, 9.2.2016
Der Exporthandel durfte sich vergangenes Jahr über gute Geschäfte freuen: Die Unternehmen führten 2015 Waren im Wert von 1,196 Billionen Euro aus, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag aufgrund vorläufiger Berechnungen mitteilte.
Die Exporte stiegen damit um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Importe und der Außenhandelsüberschuss erreichten demnach neue Rekordwerte.
Die Einfuhren nach Deutschland stiegen demnach um 4,2 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss mit plus 247,8 Milliarden Euro - und damit mit dem höchsten Überschuss bislang.

Manipulierte Geschichte - das Deutschland der Weltvereinfacher

Geschichtsschreibung ist Herrschaft. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber wenig präsent. Wer definieren kann, was die Menschen als Vergangenheit an- und hinnehmen, kann darüber bestimmte Gegenwartspolitiken durchsetzen. Geschichte ist Diskurs. Es ist daher aus herrschaftskritischer Sicht sinnvoll und notwendig, jede, aber vor allem die dominante Geschichtsschreibung ständig zu hinterfragen. Wenig Sinn macht es jedoch, die eine interessensgeleitete, d.h. durch Interpretation, Erfindung und Weglassen gesteuerte Geschichtswahrnehmung durch eine andere zu ersetzen, die selbst auch wiederum engstirnig eine vorgegebene Wahrheit oder Ideologie pseudo-argumentativ untermauern soll. Das aber ist in "Verschwörungstheorien" weit verbreitet.

Rechts: Aus "Stimme&Gegenstimme" 39/2014

Dabei soll hier nicht für die Anerkennung von Wahrheiten gestritten werden. Wahrheit ist eine problematische Idee und nicht zufällig meist mit autoritären Praktiken der Diskurssteuerung verbunden. Auch für die deutsche Geschichte gilt, dass Skeptizismus nichts als feststehend und unverrückbar anerkennen darf. Nichts ist nur deshalb, weil es schon immer so war oder gedacht war - und erst recht nicht, weil es ein Gebot gibt, so zu denken. Doch aus solch skeptischem Blick folgt nicht die gegenteilige Wahrheit, sondern der analytische Blick auf das vorhandene Wissen. Die hinter Theorien, Informationen und Geschichtsschreibung stehenden Interessen werden kritisch beäugt, bei Bedarf argumentativ zerpflückt. Endgültige Klarheiten haben keinen Selbstwert - aber aus der ständigen Offenheit gegenüber neuen Erkenntnissen abzuleiten, dass alles nur erfunden ist, was nicht in den eigenen (ideologischen) Kram passt, wäre die gleiche Leichtgläubigkeit - nur umgekehrt. Zumal viele derer, die vereinfacht die Welt erklären, gar keine so abweichenden Auffassungen von Staat und Gesellschaft haben. "Ordnung und Wirtschaftswachstum" wünschen sich z.B. die Deutsches-Reich-AnhängerInnen um Beowulf von Prince im bereits genannten Buch.

Im Original: Wirrungen über Deutschland ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus Beowulf von Prince u.a.: "Tue Deine Pflicht ..."
Nur ein einwandfreies Recht(s)system (Recht(s)staat) garantiert Wohlstand und Arbeit für alle ... (S. 7)
Unsere Vorfahren haben 1877 mit der Schaffung des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Zivilprozess- und Strafprozessordnung ein wahres Meisterwerk hinterlassen. All diese Gesetze dientem im Grunde nur einem Zweck, nämlich Angeklagte nicht wie bisher in Geheimprozessen abzuurteilen, sondern sie vor Willkürurteilen zu schützen. ... Dieses Buch soll nun beschreiben, wie es möglich ist, dass Richter und Staatsanwälte mit Hilfe auch der Rechtsanwälte unsere erstklassigen Gesetze umgehen und aushebeln. ... Oder sind Sie dafür, dass in unserem Land wieder Ordnung und Wirtschaftswachstum einkehrt? (S. 14)

Die Richter in der BRD sprechen das Urteil "Im Namen des Volkes". Wieso steht hier nicht "Im Namen des Deutschen Volkes"??? Zur Zeit Hitlers gab es noch Urteile im Namen des Deutschen Volkes (...). Damals existierte auch noch eine Verfassung. (S. 115)

Die Regierung der BRD handelt nur in dem von den Siegermächten erlaubten Rahmen. ... (S. 53)
Deutschland hat keinen Friedensvertrag. Der Zusammenschluss BRD und DDR war nur der Zusammenschluss zweiter Besatzungskonstrukte zu einem Besatzungskonstrukt.
Schließlich haben die Besatzungsmächte die oberste Gewalt in ihren Händen. (S. 136)

Die Allierten haben bis heute sämtliche Rechte an Patenten aus der BRD. ...
Es kann nicht sein, dass wir ausgeplündert werden. ... Deshalb sollten die Alliierten Deutschland nicht ständig wie eine Kuh melken. (S. 138)

Die Vorenthaltung eines Friedensvertrages ist ein Betrug am Deutschen Volk. (S. 138)

Aus dem Katalog des KOPP-Verlages:
Deutschlandmythen helfen Regierenden

Die ganzen Mythen über Deutschland lassen sich nicht nur im Detail widerlegen. Sie verstellen vor allem den Blick auf die Mechanismen, die in modernen Herrschaftssystemen vorherrschen - angefangen vom Staat über die globalen Netze konkurrierender Nationen, einer kapitalistischen Wirtschaft bis ins von patriarchalen, rassistischen und sonstig diskriminierenden Logiken durchzogenen Alltagsleben. Sie verursachen die Probleme, die von den "VerschwörungstheoretikerInnen" - oftmals gut begründet - angeprangert, für die aber dann manipulativ vereinfachte Erklärungen hergeleitet werden. Vereinfachungen bieten den Reiz, schneller gedanklich erfassbar zu sein und sich zudem durch den nachfolgenden selektiven Blick auf Abläufe und Ursachen selbst zu bestätigen. Sie sind damit aber tatsächlich selbst zum Teil des Problems geworden. Denn sie lenken ab von einer scharfen, herrschaftskritischen Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse, vom notwendigen Ringen um Verbesserungen und neue gesellschaftliche Modelle sowie vom Kampf gegen die Verteidigung des Bestehenden. "Verschwörungstheorien" helfen den Institutionen, Organisationen und Mechanismen, die die Welt aktuell dominieren - weil sie verwirren, Ohnmacht schüren und höchstens mal zufällig Teile der VerursacherInnen oder ein strukturelles Detail des Problems treffen. "Blindes Huhn find' auch mal ein Korn", wird dann zur Theorie umgedeutet - wie ein schlechtes Horoskop. Eine weitergehende Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse wird so nicht nur verschwiegen, sondern durch den vereinfachten Blick selbst vertuscht. Das ist im Sinne derer, die eigentlich kritisiert werden sollten, weil sie von den Verhältnissen profitieren bzw. diese zur Zeit privilegiert steuern können.

Für Deutschtümelei kommt es noch dicker: Deutschland (nicht die BRD) ist vor allem eine Erfindung

Was Deutschland alles nicht ist, wer es angeblich beherrscht, wem es zu dienen hat - überall darauf hagelt es schnell Antworten. Doch was Deutschland denn ist und welche Geschichte es hat, das scheint schwieriger. So schwierig, dass sich viele Behauptungen über das vermeintlich existierende Germanentum (als völkische Einheit auf einem abgrenzbaren Territorium) auf blumige Legenden aus der deutschen Romantik stützen. Ein absurdes Beispiel ist die Figur des römischen Offiziers Arminius, der - nach der Legende - um eine Frau namens Thusnelda konkurrierte und sich in der Mackermännerschlacht dann der Unterstützung einiger ursprünglicher Einwohner des Besetzungsgebiete bediente, wo heute Deutschland lag. Er gewann offenbar die in größere Schlachten mündenden Streitereien, konnte sich dessen wegen weiterer Intrigen, denen er dann zum Opfer fiel, nicht lange freuen. Die Schlacht wurde aber zur nationalen Befreiungstat umgedeutet, Arminius Hunderte Jahre später als Germanenführer inthronisiert und namentlich eingedeutscht (jetzt: Hermann). Höhepunkt der Geschichtserfindung eines Germanentums war dann das riesige Hermannsdenkmal, welches - wenn schon falsch, dann richtig - in der Nähe von Detmold errichtet wurde. Leider weit neben dem Ort der Schlacht um Thusnelda ...

Entsprechend hilflos sind Versuche, Deutschland als etwas kulturell Gewachsenes, eine Ethnie, eine abgrenzbare Bevölkerung oder gar etwas Natürliches zu definieren. Von einheitliche Sprache ist da die Rede (soso ... dann ist die Schweiz aber kein Volk, denn die hat vier Amtssprachen - außerdem ist sehr fragwürdig, ob in Aurich, Görlitz und Cham wirklich die gleichen Sprachen gesprochen werden, in Salzburg und Basel aber eine andere).

Im Original: Aus "Die Souveränität Deutschland" ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Buch von Karl Albrecht Schachtschneider, erschienen in DEM Verlag vereinfachter Welterklärungen (Kopp)
Wenn die freiheitliche Bürgerlichkeit im Staat gelebt werden können soll, müssen die Menschen, die zusammenleben, die Bürgerschaft, ein wirkliches Volk sein, eine Nation, das durch seine Sprache, Geschichte, Schicksal oder in anderer substanziellen Weise, vor allem durch den Willen zur Nation seinen Zusammenhalt und damit Solidarität gewährleistet (Rprp, S. 1177 ff). Die nationale Homogenität gibt der demokratischen Willensbildung die erforderliche Chance. Dieses Prinzip hat mit dem Begriff Deutsches Volk, der in der Präambel des Grundgesetzes steht und in Art. 20 GG, der außer Art. 1 GG die fundamentalen Strukturprinzipien Deutschlands formuliert, zum Ausdruck kommt, unabänderlichen Verfassungsrang. Diese Prinzipien würden auch gelten, wenn sie nicht im Grundgesetz stünden; denn die Deutschen sind ein Volk, das, wenn auch nicht ganz, auf einem Gebiet zusammenlebt und eine Verfassung hat, die mit den Deutschen geboren ist. Darum kann niemand in der Welt den Deutschen die Hoheit oder eben die Souveränität über ihr Leben geben oder nehmen. ... (S. 36)
Die territoriale Rechtsgemeinschaft muss prinzipiell alle Menschen erfassen, die ein Gebiet bewohnen, um mit dem Recht den Frieden zu gewährleisten. Neben dem Volk kann eine Bevölkerung von Menschen ohne Staatsangehörigkeit dauerhaft nicht geduldet werden. Um der allgemeinen Freiheit, die sich demokratisch in der Republik verwirklicht, eine Chance zu geben, muss das Volk hinreichend homogen sein (Rprp, s. 1177 ff). ...
Heterogenen Bevölkerungsgruppen mangelt es an der notwendigen inneren Solidarität. Eine heterogene Bevölkerung wird keine Bürgerschaft im freiheitlichen Sinne, sondern zu Untertanen einer elitären Obrigkeit. Eine Ethnie hat die notwenige Homogenität, aber die meisten Völker sind nicht auf Ethnien beschränkt. Aber die sprachliche Homogenität ist unverzichtbar, wenn alle Menschen eines Staates in Freiheit leben können sollen, sowohl privat und beruflich als auch und vor allem staatlich als Bürger, die an der politischen Willensbildung teilhaben. ...
Das Grundgesetz verfasst das Deutsche Volk zu einem Staat, nicht irgendeine Bevölkerung. Das folgt aus der Präambel und aus dem Widerstandsrecht des Art. 20 Abs. 4 GG. Die »Deutschen« im Sinne der Präambel und des Art. 20 Abs. 4 GG sind die deutsche Ethnie. Zwar ist die Staatsangehörigkeit durch das Staatsangehörigkeitsrecht formalisiert, aber sie darf nicht beliebig zugesprochen werden, sodass das Deutsche des Deutschen Volkes verlorengeht. Naturalisation ist ihrem Prinzip nach eine Ausnahme aus familiären Gründen. Das Deutsche ist durch die Herkunft und eine christlich fundierte, aufkläre-rische kulturelle Einheit bestimmt. Deutschland ist aus der Spracheinheit der Menschen in der Mitte Europas entstanden (Rprp, S. 1194). Das Grundgesetz verfasst Deutschland nicht als Einwanderungsland. Das Prinzip des Deutschen steht nicht zur Disposition des Gesetzgebers, auch nicht des verfassungsändernden Gesetzgebers (Art. 79 Abs. 3 GG). ...
Die Gebietshoheit ist nichts anderes als die Staatsgewalt des Volkes (PdR, S. 58 ff.). (S. 38f)
Weltkriege und die Frage der Kriegsschuld

Die Kriegsschuld wird ständig neu diskutiert. So zum Beispiel in der Themenausgabe "Ausgabe 74/13 Kriegsschuld" von Stimme&Gegenstimme. Ein Auszug davon ist rechts zu finden. Daniel Prinz geht einen Schritt weiter: Schon immer sollte Deutschland zerstört werden - von den anderen Mächten, von der Kirche und von seinem Lieblingsfeindbild, den Jesuiten.

Aus Daniel Prinz (2014), „Wenn das die Deutschen wüssten …“ (Amadeus-Verlag, S. 194)
An dieser Stelle möchte ich Sie noch einmal an den Kulturkampf zwischen Otto von Bismarck und der römisch katholischen Kirche erinnern, wobei Bismarck gegen den wachsenden Einfluss der Kirche und den der Jesuiten vorging. Was die Kirche Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts auf politischem Wege nicht durchsetzen konnte, wurde dann eben durch die beiden darauffolgenden Weltkriege mit Gewalt und Vernichtung durchgesetzt. Spätestens jetzt sollte Ihnen ein großes Licht aufgegangen und nachvollziehbar sein, warum die letzten einhundertfünfzig Jahre so vehement Krieg gegen die Deutschen geführt wurde. Es ging darum, das deutsche Volk zu versklaven und auszubeuten! Und auf dem Weg zur Weltherrschaft, der Neuen Weltordnung, darf dann niemand im Wege sein.

Holocaustleugnung

Wer immer behauptet, es hätte keine Vernichtung von Juden (und anderen gegeben), also den Holocaust leugnet, oder Hitler samt Umfeld den Angriffskrieg in alle Richtungen abspricht, muss auch behaupten, dass Hitler ein Angeber und Versager war - und sein Umfeld ebenfalls aus Versagern oder Lügnern bestand. Es gibt unzählige Originalzitate der NS-Führer, in dem sie ihre Vernichtungspläne offen ankündigen. Warum sollte es Vernichtungskrieg und Holocaust nicht gegeben haben, wenn Tausende Dokumente und Zeug_innen ihn bestätigen und die Tätern auch nachweislich genau das machen wollen?


Im Original: Zitate von NS-Führer über Juden/Kriegsziele ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Adolf Hitler über die Juden, in: Mein Kampf (S. 724 f.)
Sorgen aber muß sie dafür, daß wenigstens in unserem Lande der tödlichste Gegner erkannt und der Kampf gegen ihn als leuchtendes Zeichen einer lichteren Zeit auch den anderen Völkern den Weg weisen möge zum Heil einer ringenden arischen Menschheit.

Über Kriegsziele, in: Mein Kampf (S. 741 f.)
So wie unsere Vorfahren den Boden, auf dem wir heute leben, nicht vom Himmel geschenkt erhielten, sondern durch Lebenseinsatz erkämpfen mußten, so wird auch uns in Zukunft den Boden und damit das Le-ben für unser Volk keine göttliche Gnade zuweisen, son-dern nur die Gewalt eines siegreichen Schwertes.
So sehr wir heute auch alle die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit Frankreich erkennen, so wirkungslos bliebe sie in der großen Linie, wenn sich in ihr unser außenpolitisches Ziel erschöpfen würde. Sie kann und wird nur Sinn erhalten, wenn sie die Rückendeckung bietet für eine Vergrößerung des Lebensraumes unseres Volkes in Europa. Denn nicht in einer kolonialen Erwerbung haben wir die Lösung dieser Frage zu erblicken, sondern ausschließlich im Gewinn eines Siedlungsgebietes, das die Grundfläche des Mutterlandes selbst erhöht und dadurch nicht nur die neuen Siedler in innigster Gemeinschaft mit dem Stammland erhält, sondern der gesamten Raummenge jene Vorteile sichert, die in ihrer vereinten Größe liegen.
Die völkische Bewegung hat nicht der Anwalt anderer Völker, sondern der Vorkämpfer des eigenen Volkes zu sein. Andernfalls ist sie überflüssig und hat vor allem gar kein Recht, über die Vergangenheit zu maulen. Denn dann handelt sie wie diese. So wie die alte deutsche Politik zu Unrecht von dynastischen Gesichtspunkten bestimmt wurde, so wenig darf die künftige von völkischen Allerweltsgefühlsduseleien geleitet werden. Insbesondere aber sind wir nicht der Schutzpolizist der bekannten „armen, kleinen Völker“, sondern Soldaten unseres eigenen.
Wir Nationalsozialisten haben jedoch noch weiter zu gehen: Das Recht auf Grund und Boden kann zur Pflicht werden, wenn ohne Bodenerweiterung ein großes Volk dem Untergang geweiht erscheint. Noch ganz besonders dann, wenn es sich dabei nicht um ein x-beliebiges Neger völkchen handelt, sondern um die germanische Mutter all des Lebens, das der heutigen Welt ihr kulturelles Bild gegeben hat. Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein. Zur Weltmacht aber braucht es jene Größe, die ihm in der heu tigen Zeit die notwendige Bedeutung und seinen Bürgern das Leben gibt.
Damit ziehen wir Nationalsozialisten bewußt einen Strich unter die außenpolitische Richtung unserer Vorkriegszeit. Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete. Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach dem Süden und Westen Europas und weisen den Blick nach dem Land im Osten. Wir schließen endlich ab die Kolonial- und Handelspolitik der Vorkriegszeit und gehen über zur Boden-politik der Zukunft.
Wenn wir aber heute in Europa von neuem Grund und Boden reden, können wir in erster Linie nur an Rußland und die ihm untertanen Randstaaten denken.

Auf Wikipedia zu Heinrich Himmler)
Hitler bewertete am 2. April 1945 den Holocaust als seine bleibende Leistung, für die er sich von der Nachwelt gewürdigt sah: "So gesehen wird man dem Nationalsozialismus ewig dankbar sein, daß ich die Juden aus Deutschland und Mitteleuropa ausgerottet habe."

Joseph Goebbels notierte am 13. Dezember in sein Tagebuch über eine Rede Hitlers (zitiert nach Peter Longerich (2001), "Der ungeschriebene Befehl", Piper, München ( S. 138 f.)
„Bezüglich der Judenfrage ist der Führer entschlossen, reinen Tisch zu machen. Er hat den Juden prophezeit, daß, wenn sie noch einmal einen Weltkrieg herbeiführen würden, sie dabei ihre Vernichtung erleben würden. Das ist keine Phrase gewesen. Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muß die notwendige Folge sein. […] Wenn das deutsche Volk jetzt wieder im Ostfeldzug an die 160 000 Tote geopfert hat, so werden die Urheber dieses blutigen Konflikts dafür mit ihrem Leben bezahlen müssen.“
Ebenfalls im Tagebuch notierte Goebbels als eigene Auffassung: "... diese jüdische Pestilenz muss ausgerottet werden. Nichts davon sollte übrig bleiben." (zitiert nach Martin H. Siebert, "Bitte schreib das auf, Opi", S. 108)

Gesammelte Zitate von Hitler auf der Wikipedia-Seite "Endlösung der Judenfrage" (Quellen dort)
Adolf Hitler hatte bereits 1919 in einem als Gutachten zur Judenfrage bestellten Brief an einen Parteifreund die „Entfernung des Juden überhaupt“ zu einem Ziel des Nationalsozialismus erklärt.[18] Dass „Entfernen“ für ihn das Ausrotten der Juden bedeutete, zeigte Hitler bereits in einer Rede vom 6. April 1920: „Wir wollen keine Gefühlsantisemiten sein, die Pogromstimmung erzeugen wollen, sondern es beseelt uns die unerbittliche Entschlossenheit, das Übel an der Wurzel zu packen und mit Stumpf und Stiel auszurotten. Um unser Ziel zu erreichen, muss uns jedes Mittel recht sein, selbst wenn wir uns mit dem Teufel verbinden müßten.“
Am 3. Juli 1920 schrieb Hitler in einem Brief an Konstantin Hierl: „Sowenig ich einer Tuberkelbazille einen Vorwurf machen kann einer Tätigkeit wegen, die für den Menschen Zerstörung bedeutet, für sie aber Leben heißt, so sehr bin ich aber auch gezwungen und berechtigt, um meiner persönlichen Existenz willen den Kampf gegen die Tuberkulose zu führen durch Vernichtung ihrer Erreger. Der Jude aber wird und wurde durch Jahrtausende hindurch in seinem Wirken zur Rassetuberkulose der Völker. Ihn bekämpfen heißt ihn entfernen.“1922 zeichnete der Journalist Josef Hell ein Gespräch mit Hitler auf, in dem dieser sich wie folgt geäußert haben soll: „Wenn ich einmal wirklich an der Macht bin, dann wird die Vernichtung der Juden meine erste und wichtigste Aufgabe sein. Sobald ich die Macht dazu habe, werde ich zum Beispiel in München auf dem Marienplatz Galgen neben Galgen aufstellen lassen und zwar so viele, als es der Verkehr zuläßt. Dann werden die Juden gehängt, einer wie der andere, und sie bleiben solange hängen, bis sie stinken. So lange bleiben sie hängen, wie es nach den Gesetzen der Hygiene überhaupt möglich ist. Sobald man sie abgeknüpft hat, kommen die nächsten daran und das geschieht so lange, bis der letzte Jude in München ausgetilgt ist. Genauso wird in den anderen Städten verfahren, bis Deutschland vom letzten Juden gereinigt ist.“
1924 in „Mein Kampf“ entfaltete Hitler die rassistische Begründung dafür und griff dabei auch einen Gedanken Dührings auf: „Ohne klare Erkenntnis des Rasseproblems, und damit der Judenfrage, wird ein Wiederaufstieg der deutschen Nation nicht mehr gelingen.“
Diese Ideen wurden in der NSDAP Gemeingut. Am 3. April 1925 sagte Julius Streicher nach Neugründung der zuvor verbotenen Partei anstelle des Hauptredners Hitler, der damals in Bayern Redeverbot hatte: „Seit Jahrtausenden vernichtet der Jude die Völker. Macht heute den Anfang, daß wir den Juden vernichten können!“

Hermann Göring laut Wikipedia (Quellen dort genannt)
Zur Reichtsprogromnacht
„Mir wäre lieber gewesen, ihr hättet 200 Juden erschlagen und hättet nicht solche Werte vernichtet.“

Zu Vernichtungskrieg und Endlösungsplanung
In seiner Funktion als Beauftragter für den Vierjahresplan organisierte er die wirtschaftliche Ausbeutung der besetzten Gebiete. Dass dem von ihm mitverantworteten Hungerplan Millionen von Menschen zum Opfer fallen würden, bezeichnete er als notwendig und erwünscht. So sagte er am 25. November dem italienischen Außenminister Graf Ciano:
"In diesem Jahr werden 20 bis 30 Millionen Menschen in Russland verhungern. Vielleicht ist es gut so, da bestimmte Völker dezimiert werden müssen.“[16]
Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher bestätigte er, sich in einer Anordnung gegenüber den Reichskommissaren für die besetzten Gebiete im August 1942 unter anderem wie folgt geäußert zu haben:
„Früher schien mir die Sache doch verhältnismäßig einfacher zu sein. Da nannte man das plündern. Das stand dem Betreffenden zu, das wegzunehmen, was man eroberte. Nun, die Formen sind humaner geworden. Ich gedenke trotzdem zu plündern, und zwar ausgiebig.“[17]
Seine Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung des Holocaust ist durch einen Befehl vom 31. Juli 1941 belegt, dessen Echtheit er auch in den Nürnberger Prozessen bestätigte.[18] In diesem beauftragt er Reinhard Heydrich, alle notwendigen Vorbereitungen zur „Endlösung der Judenfrage“ zu treffen und einen „Gesamtentwurf“ hierfür zu erarbeiten. ...

Am 31. Juli 1941 schrieb Göring, den Hitler 1938 mit der „Gesamtlösung der Judenfrage“ beauftragt hatte, an Heydrich:
„In Ergänzung der Ihnen bereits mit Erlaß vom 24. Januar 1939 übertragenen Aufgabe, die Judenfrage in Form der Auswanderung oder Evakuierung einer den Zeitverhältnissen entsprechend möglichst günstigen Lösung zuzuführen, beauftrage ich Sie hiermit, alle erforderlichen Vorbereitungen in organisatorischer, sachlicher und materieller Hinsicht zu treffen für eine Gesamtlösung der Judenfrage im deutschen Einflußgebiet in Europa. […] Ich beauftrage Sie weiter, mir in Bälde einen Gesamtentwurf über die organisatorischen, sachlichen und materiellen Vorausmaßnahmen zur Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen.“
(der Brief im Original)

Reinhard Heydrich dazu, wie die "Endlösung" aussehen solle (aus Robert Gerwarth (2011), "Reinhard Heydrich: Biographie", Siedler, München, S. 262)
Unter entsprechender Leitung sollen nun im Zuge der Endlösung die Juden in geeigneter Weise im Osten zum Arbeitseinsatz kommen. In großen Arbeitskolonnen, unter Trennung der Geschlechter, werden die arbeitsfähigen Juden straßenbauend in diese Gebiete geführt, wobei zweifellos ein Großteil durch natürliche Verminderung ausfallen wird. Der allfällig endlich verbleibende Restbestand wird, da es sich bei diesem unzweifelhaft um den widerstandsfähigsten Teil handelt, entsprechend behandelt werden müssen, da dieser, eine natürliche Auslese darstellend, bei Freilassung als Keimzelle eines neuen jüdischen Aufbaues anzusprechen ist.

Aussage des Lagerkommandanten Rudolf Höß im KZ Auschwitz unter Eid im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946
Ich befehligte Auschwitz bis zum 1. Dezember 1943 und schätze, daß mindestens 2.500.000 Opfer dort durch Vergasung und Verbrennen hingerichtet und ausgerottet wurden; mindestens eine weitere halbe Million starben durch Hunger und Krankheit, was eine Gesamtzahl von ungefähr 3.000.000 Toten ausmacht. Diese Zahl stellt ungefähr 70 oder 80 Prozent der Personen dar, die als Gefangene nach Auschwitz geschickt wurden; die übrigen wurden ausgesucht und für Sklavenarbeit in den Industrien des Konzentrationslagers verwendet.

Übrigens: Hitler war ein absoluter Volks-Sozialdarwinist. Er wollte andere Völker ausrotten, weil er die für minderwertig hielt. Als sein Reich den Weltkrieg verlor, änderte er seine Meinung und wollte nun das unterlegene Volk vernichten - also die Deutschen. Dazu reichten seine Möglichkeiten aber nicht mehr ...
Adolf Hitlers sog. "Nerobefehl" am 18.3.1945 laut Aufzeichnungen von Albert Speer (zitiert auf Wikipedia)
Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. […] Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil sei es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen und dem stärkeren Ostvolk gehöre dann ausschließlich die Zukunft. Was nach dem Kampf übrigbliebe, seien ohnehin nur die Minderwertigen; denn die Guten seien gefallen.

Denk ich an Deutschland voll umnachtet ... konkrete Pläne für die nationalen Rettung

Nicht immer bleibt es beim Nöhlen über das arme Deutschland. Es gibt mehrere Vorschläge, wie Deutschland neu geschaffen oder das alte Reich wiederbegründet werden soll. Die Meinungsführer (fast immer Männer) schwingen sich dabei selbst zu Königen, Souveränen oder Reichskanzlern auf und sammeln einen Hofstaat um sich - die reichsdeutsche Variante klassischer "Sekten"strukturen. Die eigenen Verlautbarungen sind dabei zum Teil so absurd, dass es schwerfällt, sich überhaupt vorzustellen, dass darauf Menschen hereinfallen.

Im Original: Träume von Königreichen, neuem Geld ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden

Screenshots vom Königreich Deutschland:


Aus der Seite "Der König im Königreich Deutschland"
Der König ist der Hauptverantwortliche im Königreich Deutschland. Er ist an die Verfassung gebunden und in der Lage, jede Rechtsverletzung eines Organs des Königreiches zu beenden, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und den rechtmäßigen Zustand wiederherzustellen.
Er schützt das Reich vor Korruption, Machtmißbrauch und erhält das Prinzip, daß Gemeinwohl vor dem reinen Eigennutz steht. Der König ist als der oberste Amtsträger der Handlungsbevollmächtigte des Deutschen Staatsvolkes, der Bürger und der Deme im völkerrechtlichen Rechtsverkehr des Königreiches Deutschland. Er hat ein Veto- und Kassationsrecht für völkerrechtliche Verträge.
Seine Aufgabe ist es auch, den Staatsrat zu leiten, die Minister und die von den Bürgern gewählten obersten Amtsträger einzusetzen und zu entlassen.
Der König wacht auch über die ständige Fortentwicklung der Gesetzgebung, die Vereinfachung des Rechts, für eine ganzheitliche Bildung aller Staatsangehörigen und er sorgt für die beständige Vermehrung des Wohlstandes aller Menschen und die Weiterentwicklung aller Institutionen.


Aus einer Erklärung des "Souveräns" im Königreich und weiteren Texte auf der Seite "Rechtliche Fragen und Antworten"
"Ich, Peter Fitzek, als Schöpfer von NeuDeutschland, bin eine natürliche Person mit Völkerrechtsubjektidentität und schon seit Jahren kein Personal der Bundesrepublik Deutschland mehr. Ich erhalte seit vielen Jahren keine Bezüge irgendwelcher Art von der Bundesrepublik, melde nichts an, erkläre mich nicht, habe kein Konto, keine Krankenversicherung, keine Pflegeversicherung usw. Ich bin eine freie berechtigte natürliche Person und keine Kriegsbeute Mensch der alliierten Siegermächte und deren Hintermänner. Dieser Status als Berechtigter und Inhaber tatsächliche Rechtsfähigkeit wurde seit Jahren schon mehrfach ausgedrückt und gipfelte in einer Anzeige zur Erklärung meines Personenstandes. Das macht es nicht einfacher hier zu leben, aber es ist eine Grundlage wirklicher Handlungsfähigkeit, auch wenn die meisten Menschen dies noch nicht verstehen. Sie können sich unter dem Menüpunkt zum Personenstand bei den Zusatzinformationen oder mit dem von uns aus dem Englischen übersetzten Kurzfilm "meet your strawman" näher darüber informieren." ...
Die ganze Schöpfung funktioniert hierarchisch. Alles andere ist Schwärmerei von Unwissenden oder Angst vor Missbrauch von Macht von Ängstlichen. Hierarchie muss nicht mit Unterdrückung funktionieren. Sie kann auch lediglich eine Organisationsstruktur sein. ...
NeuDeutschland steht somit nicht unter alliierter Verwaltung und Verfügung. Damit kann sich das Deutsche Volk mit Hilfe von NeuDeutschland seine Freiheit durch gelebte Selbstverantwortung wieder erarbeiten.
Weitere Bindeglieder zur bundesrepublikanischen Rechtsordnung, um den Handlungsspielraum von NeuDeutschland zu erweitern und eine Zusammenarbeit zu erleichtern, werden folgen, wenn das Deutsche Volk vermehrt auf die richtige Weise tätig ist.
Natürlich kann das Finanz"amt" oder die Bundesrepublik nicht "genehmigen", daß NeuDeutschland nun ein eigener Staat ist und eigene staatliche Strukturen schafft, denn niemand kann mehr Rechte verleihen als er selbst besitzt. Der Bund ist ja nur ein Verwaltungsgebilde des Subunternehmens Bundesrepublik Deutschland der Federal Corporation United States, die wiederum nur eine Zweigstelle eines mächtigen Imperiums ist, daß sich in den Händen eines mächtigen Familienclans befindet. ...
Ich bin durch die Untätigkeit der "Polizei" gezwungen eine eigene ausführende "Gewalt" (Polizei) zu schaffen, die das Gesetz beachtet und genau das tut was die bundesrepublikanische "Polizei" bislang unterläßt zu tun. Wie sollte die öffentliche Sicherheit sonst erhalten werden? Mit der bestehenden "Exekutive" ist dies offenkundig nicht möglich, sonst hätte diese doch schon längst die System-Notbremse gezogen wie es ihr Auftrag ist. ...
Es braucht gut ausgebildete Beamte, die gute Kenntnisse im Bereich Recht, Ethik und Kampfkunst haben. Zudem brauchen Sie eine Ausbildung, um individuell erzeugte als auch gesellschaftlich durch Systeme erzeugte Gefahren und ihre Ursachen zu erkennen. Dann erst werden sie sich nicht mehr benutzen lassen. Die Gefahrenabwehr kann erst dann von einer Polizei wirklich geleistet werden. Die NeuDeutsche "Polizei" wird dies leisten.
Ich selbst kann in NeuDeutschland in all diesen Bereichen als Ausbilder tätig sein. Wollen auch Sie sich einbringen, dann sind Sie herzlich willkommen, auch und vor allem wenn sie bundesrepublikanischer "Polizist" sind. Gerade Sie sollten eine verbesserte Ausbildung erhalten. Ich stelle mich dazu gern in jedem Bereich kostenfrei für die "Polizei"dienststellen zur Verfügung. ... es braucht eine Ordnung und besser diese als keine. ...
Ein Staat ist das Werkzeug des Volkes und die direkt gewählten Beamten und Hoheitsträger sind am Wohlergehen aller Menschen interessiert. ... Hätten wir einen echten Staat mit echten Beamten die in echten Ämtern nach echten Gesetzen echten Bürgern dienen würden, dann gäbe es 4-Stunden-"Arbeits"tage und Beschäftigung für alle, es gäbe echte Lern-Mitgestaltungs- und Wachstumsmöglichkeiten für alle Menschen, es gäbe Freiheit von Steuern, Abgaben, jeglicher Verschuldung und Konkurrenzkampf, es gäbe Sicherheit und Wohlstand für alle, es gäbe nur gesunde und kreative Menschen, eine natürliche und gesunde Umwelt, freie Energie für alle, langlebige Produkte, gesunde Lebensmittel und viele weitere wünschenswerte Dinge.


Peter Fitzek, selbsternannter König im Königreich Deutschland, im Interview mit Jürgen Elsässer, in: Compact 10/2015
Frage: Ihr habt Euch auch eine eigene Verfassung gegeben. Welche Unterschiede gibt es zum Grundgesetz der BRD?
Ein wichtiger Unterschied ist, dass Menschen bei uns nur dann in höhere Entscheidungsebenen hineinwachsen, wenn sie über Kompetenz verfügen, das heißt, wir haben eine Kompetenzregierung, keine Marionettenregierung. Es gibt bei uns immer nur direkte Wahlen, es gibt keine Parteien.

Eine besondere Bedeutung hat der "Aufbruch Gold-Rot-Schwarz", auch "Das Deutschlandprojekt" genannt. Denn hier handeln wesentliche Teile der Führer und Propheten vereinfachter Welterklärungen gemeinsam. Konferenzen werden abgehalten und Regionalgruppen gegründet. Dabei werden ordentlich Einnahmen durch TeilnehmerInnenbeiträge akquiriert und die Menschen zu reinen AbnickerInnen vorformulierter Ideen missbraucht. Sehr deutlich wurde das bei der Auftaktkonferenz in Alsfeld, wo ein schon lange vorher vom rechtslastigen Vordenker Michael Vogt in einer Burschenschaftszeitung als deutschnationales Programm veröffentlichter Text als vermeintlich basisdemokratisch legitimiertes Manifest des Aufbruchs verabschiedet wurde - nur mit kleinen Veränderungen. Noch schlimmer: Eigentlich sollten alle TeilnehmerInnen vorher unterschreiben, die Meinung der beiden Führer Vogt und Jo Conrad als eigene Meinung zu akzeptieren, falls keine Einigung entstehen würde. Das war dann aber doch zuviel - aus taktischen Gründen wurde das Ding zurückgezogen.

Im Original: Infos zum Aufbruch Gold-Rot-Schwarz ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus der kritischen Seite zum Aufbruch auf Psiram
Auf der Internetseite des Projekts ist ein Text vom Michael Vogt mit dem Titel "Aufbruch 2012 – Der Weg in die Freiheit aus dem Zustand tiefster Erniedrigung: Manifest zur tatsächlichen Neuordnung Deutschlands" (kurz "Manifest") zu finden. Wie in einem Beitrag von März 2013 des Blogs "Behördle" hervorgeht (Autorin "Irexis"), ist dieser Text zu großen Teilen identisch mit einem Text, den der Burschenschaftler (Danubia) Vogt 2012 in den "Burschenschaftlichen Blättern" (Heft 2/2012) als "Manifest zur revolutionären Neuordnung" veröffentlicht hatte. In dem Manifest hatte er die Abschaffung des Parteienstaats, die Herstellung wirklicher Volksherrschaft und den Austritt aus NATO und Euro-Zone gefordert. ... Das originale "Vogt-Manifest" ist nur in Teilen im Internet zu finden. Erkennbar ist, dass das Wort "Burschenschaftler" des ursprünglichen Vogt-Manifests durch Worte ersetzt wurde, die zum Projekt Aufbruch Gold Rot Schwarz passen sollen. Etwa ab dem ersten Drittel des Textes hat jedoch der Autor vergessen, die Burschenschaft-Bezüge zu ersetzen, offenbar ist ihm etwas dazwischengekommen. So finden sich in den hinteren zwei Drittel des GRS-Manifests für den Leser völlig unverständliche, plötzliche Erwähnungen des Wortes "Burschenschaft" oder "burschenschaftlich". Keinem der Kongressteilnehmer oder der sieben Vereinsmitglieder scheint dies aufgefallen zu sein, was den Verdacht nährt, dass vornehmlich Beobachter des Projekts sich inhaltlich mit dem Text befasst haben. ...
Tagungs-Interessierte sollten eine Erklärung mit folgendem Wortlaut unterschreiben: "Erklärung. Ich bin bereit, aufgrund der bereits vorliegenden Texte an Feinheiten zu arbeiten und dem gesetzten Ziel, sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner für eine gemeinsame Proklamation zu einigen, nicht im Weg stehen werde. Mir ist klar, daß nie etwas erreicht werden kann, wenn jeder eigene Vorstellungen durchziehen will. Deswegen akzeptiere ich das Ziel, daß am Nachmittag des 9. November das gemeinsam Erarbeitete, das nahe an den bereits vorliegenden Texten sein wird, verkündet wird. Sollte es unüberbrückbare Gegensätze zu meinen Vorstellungen geben, verspreche ich, das gemeinsame Ziel nicht zu stören. Die Moderatoren Jo Conrad und Michael Vogt dürfen das gemeinsam Erarbeitete vortragen, auch wenn Diskussionen noch nicht abgeschlossen sind, damit das Ziel dieser Zusammenkunft erreicht werden kann. Ich habe die Erklärung gelesen und akzeptiere sie"
Diese im Widerspruch zur proklamierten Basisdemokratie stehende erwartete Selbstzensur sorgte im Vorfeld für Empörung und wurde später ohne Begründung wieder zurückgezogen. Jo Conrad schrieb später in seinem "Freigeistforum": "Wir haben beschlossen, daß wir für das Organisieren der Veranstaltungen eine führende Rolle übernehmen, die nicht transparent sein muß."


Teilmitschnitt aus einer Veranstaltung am 17.11.2013 in München

Links und Materialien

Büchlein "Den Kopf entlasten?"

Ein kleines Büchlein über "Verschwörungstheorien" und vereinfachte Welterklärungen: Woher kommen sie? Was bewirken sie? Und was ist von ihnen zu halten? 72 S., quadratisch.

Weitere Materialien zu politischer Analyse

Kritische Analysen aus dem SeitenHieb-Verlag - bestellbar über den Buchhandel oder auf www.aktionsversand.de.vu:

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