Tatsächlich
richtete sich der Spaltungskampf allerdings gegen offene und kreative Widerstandsstrategien
insgesamt. Auf einem Treffen des Bündnisses sowie inzwischen mehrfach,
wenn sie unerwünschte Veranstaltungen störte, konnte ...* ungehindert
jüngere Aktive wegen ihres Alters diskriminiert: "Du als 15-jähriger
kannst das noch nicht beurteilen" - mensch stelle sich vor, solch ein Satz
würde mal lauten "Du als Frau kannst das gar nicht einschätzen".
Dann würde die Erniedrigung offensichtlich und der Ausschluß wäre
sehr gerechtfertigt. So aber waren die diskriminierende Angriffe o.k., der
Clan aus altgedienten Linken und NGOlerInnen hielt zusammen und bezeichnete
das gesamte Hoppetosse-Netzwerk in übelster Diskriminierung als "Jörgs
Jünger". Die Aktionstermine und Treffpunkte im kreativen Widerstand wurden
nicht bekanntgegeben - DemorednerInnen waren altbekannte Führungsleute,
die ungeliebten AkteurInnen wurden bei ihren Gerichtsterminen alleingelassen
usw. ... das ist Organisation von oben!
*Hinweis
dazu: Zunächst über mehrere Ecken erhielten wir Kritik an dieser
Namensnennung sowie an der Beschreibung interner Strukturen. Mal abgesehen
davon, daß diese Kritik aus den Antiatomforumskreisen rund um die benannte
Person kommt und damit aus einen Spektrum, das mit öffentlicher namentlicher
Denunziation und diffamierender Aussagen über Strukturen ganzer Netzwerke
ständig hausiert, ist auch dieser Wunsch zu kritisieren. Die Namensnennung
erfolgte hier aus drei Gründen, die zumindest einige von uns aus grundlage
für eine Öffentlichmachung für erforderlich, aber auch für
ausreichend halten: 1. Klares und fortgesetztes diskriminierendes Verhaltens.
2. Abwehr der Kritik und Ablehnung jeder Debatte über das eigene diskrieminierende
Verhalten. 3. Verhinderung einer Auseinandersetzung durch die eigene Dominanz.
Wer Veröffentlichungen unter diesen Bedingungen grundsätzlich ablehnt,
macht künftig auch Öffentlichmachung sexistischer und rassistischer
TäterInnen unmöglich (oder sind das die Hauptwidersprüche
und es gilt nicht, wenn "Menschen 2. Klasse" wie Jugendliche angegriffen
werden?). Den nötigen Schutz vor VS als Argument der Nichtöffentlichmachung
von diskriminierenden Verhaltensweisen einzuführen, zeigt zudem, wie
tief die VS-Paranoia auch emanzipatorische Ansprüche zerlegt. Bei einem
Treffen in der Nähe von Stuttgart wurde eine Person, die für die
Veröffentlichung des Vornamens hier verantwortlich gemacht wurde, deswegen
aus dem Treffen entfernt. Eine Auseinandersetzung mit der Diskriminierung
wurde weiter abgelehnt, zudem fielen Argumente, die wir nicht teilen (z.B.
daß nur Diskriminierungen von der "anderen Seite" veröffentlicht
werden sollten usw.). Eine nichtangegriffene Person, die aber früher
schon Objekt der Diskriminierungen der hier veröffentlichten Person
wurde, verließ das Treffen, ohne das eine Reaktion erfolgte. Das ist
klassischer TäterInnenschutz!
Da ... ihr Verhalten inzwischen mehrfach wiederholt hat, entsteht die Situation,
daß die Täterin zur Zeit mit dominanten Auftritten und mit Hilfe
ebenso dominant agierender anderer Personen gegen die Kritik an ihrem Verhalten
aggressiv vorgehen und von den hierarchischen Strukturen gedeckt werden.
Dennoch ist der Name hier gestrichen auf Bitte von Menschen, die sich vorgenommen
haben, die Vorfälle in und um Stuttgart zu thematisieren. Wir hoffen,
daß ihnen das gelingt trotz der dominanten Sturkturen, die offenschtlich
sehr seilschaftig zusammenhalten.
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Subjektive Berichte
vom Workshop "Utopien und Gesellschaftskritik" am 6.7. in Tübingen
OK. Ich
kam in Tuebingen in den Veranstaltungsraum - und kurz danach ... mit zwei
weiteren erwachsenen Menschen aus dem Antiatomforum rein. Es dauerte aus
verschiedenen Gruenden eine Weile, bis es losging, aber dann wurde durchgesetzt,
dass erstmal ueber die VS-Sache geredet wird. Nach kurzer Zeit war dann ein
Streitgespraech zwischen zweien der drei und einem aus Tuebingen imgange.
Und es war unglaublich. ... hat MEHRFACH und trotz der Kritik im Vorfeld
Leute wegen ihrer Unerfahrenheit oder Alter angemacht. Ich kam aus dem Staunen
gar nicht mehr raus (ich sass ja da in der Phase ja nur daneben). Der Sprachgebrauch
von ... war derart unter aller Sau („es gibt feste Spielregeln in der Linken
und wer sich nicht dran haelt, gehoert nicht dazu“ usw.), ... mir fehlen
echt die Worte. Ich habe so eine ultrakrasse Dominanz glaube ich noch NIE
erlebt in der politischen Bewegung.
Dann kamen so verschiedene
Bemerkungen („es gibt Ungereimtheiten in Deinen Berichten“ usw.) von den
anderen ... brrrr. Irgendwann gingen die ersten. Ich hatte mal versucht
was zu sagen, kam nie dran, meldete mich, dann deutlicher - und als es
immer noch nicht klappte, ging ich raus mit der Bemerkung, dass ich mich
hier nicht als mensch wahrgenommen fuehle. Daraufhin zerbrach das ganze
in zwei Gespraechsrunden drinnen und draussen. Draussen mit einem der dreien
ging es deutlich netter und besser, drinnen mit ... muss es wohl uebel
geblieben sein.
Dann (es waren 3,5 Stunden
inzwischen vergangen!!!) gab es die bitte, endlich mal mit dem eigentlichen
zu beginnen. Die drei berieten sich untereinander, danach war der dritte,
der draussen mit uns redete, wieder auf Linie gebracht und hielt Reden
wie vorher. Nacheinander gingen die drei raus, hielten jeweils eine aggressive
Abschiedsrede. Danach hatte der Rest noch eine nette Diskussionsphase zu
Anti-Wahl (gab einige sehr coole Ideen, z.B. Schafherde auf die Strasse
malen in der Nacht vor dem Wahllokal - Mitschrift geht an Espi fuer wahlquark),
bis das RAK-Konzept um 20 Uhr losging. Die ganzen Zitate von ... lassen
sich gar nicht dokumentieren. Auch auf Kritik an ihrer Dominanz und ihrer
Sprache kam es nur noch dicker: „Das interessiert mich alles gar nicht“ usw. Es war offensichtlich, dass sie null ihre eigenen krassen Verhaltensweisen
hinterfragt.
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Gemeinsamer Bericht
von Anwesenden auf der Veranstaltung gegen Repression und Knast am 7.7.
in Stuttgart
Klappe, die zweite.
Sonntag abend im BAZ 110 in Stuttgart. Angesetzt eine Veranstaltung gegen
Repression und Knäste mit Bericht aus der U-Haft Stammheim Abgesprochen
im Plenum des BAZ (was wir leider nicht so genau wußten, also das
autonome Rollkommanda aufkreuzte). Schlecht besucht, wir saßen zu
dritt. Im BAZ sonst kam jemand, anfangs noch eine Gruppe, die dann ging,
dann nur noch eine Person in den Räumen hinter der Theke und eine
Person im Infoladen. Beide interessierten sich für uns lange Zeit
nicht und verließen die Räume. Draußen standen von Beginn
an zwei schwarz gekleidete Menschen – in Stil einer
linken Geheimpolizei, die jetzt wichtig-wichtig beobachten muß, was
andere tun.
Die Veranstaltung lief eine
knappe Stunde ungestört, dann betraten die inzwischen fünf Personen
nach längerer Besprechung vor dem BAZ den Raum und setzten sich zunächst
an die Theke. Mit dabei jetzt auch wieder ..., die klar dominante
Person in der Runde. Zudem war noch eine Person aus dem persönlichen Umfeld von ... anwesend und eine
weitere Person, die vorher schon im Infoladen war und sich erst jetzt,
nach der „Besprechung“ draußen, an unserer Anwesenheit zu stören
schien.* Zunächst geschah weiter nichts. Nach einer Viertelstunde
stellten sich die fünf Personen dann aber im Halbkreis vor uns auf
und die fünfte Person sagte, daß sie jetzt gehen und abschließen
wollten – wir daher gehen müßten. Da die Lage durchschaubar
die Gefahr bot, schnell zu eskalieren und die Gestik der fünf auch
eindeutig dieses zeigen sollte, reagierten wir mit einem kurzen „Schade,
aber das Wetter ist ja gut, dann reden wir weiter draußen“, fügten
dann aber die Frage an: „Aber die Veranstaltung ist doch abgesprochen“.
Der Mensch verneinte dies und meinte, daß das Plenum nicht gefragt
wurde und wenn, dann diese Veranstaltung wegen der Anwesenheit von Jörg
Bergstedt auch nicht durchgegangen wäre. Das ist eine bemerkenswerte
Lüge. Wie wir später erfuhren, wurde während des letzten
Plenums über die Veranstaltung geredet und auch über die Anwesenheit
von J.B. Die stieß zwar nicht auf Begeisterung, aber die Veranstaltung
wurde trotzdem „genehmigt“ (über die Absurdität von zentralen
Plenumsentscheidungen für Veranstaltungen von politischen Gruppen
im allgemeinen wäre auch noch eine Debatte sinnvoll – aber hier entschied
das Plenum in jedem Fall für die Veranstaltung). Insofern plusterten
sich die fünf selbsternannt zum Entscheidungskollektiv des BAZ auf
– und gegen Beschlüsse. Das ist Sache des BAZ, damit umzugehen – Vasallentreue
gegenüber dieser Mackerei oder klare Kritik an solchen Verhaltensweisen
zu üben. Aufgrund dessen, daß es offenbar organisierte Attacken
sind, wird wohl auch in Stuttgart (und darüber hinaus? ... siehe Androhung
für Wendlandcamp) nötig sein, das Ganze zu klären.
Zum Ablauf:
Aufgrund der Aussage, daß
das Plenum wohl abgelehnt hatte und der Nachfrage, warum, entstand eine
längere Debatte. Die Forderung, daß wir jetzt gehen sollten,
wurde während ihr nicht mehr wiederholt. Hauptredni war ..., die
Argumente ähnelten so stark den Tübinger Abläufen, daß
sie hier nicht erneut genannt werden müssen: „Konsens“, „Spielregeln“,
„wer sich an die nicht hält, gehört nicht dazu“, „Wortklauberei“
(als Abwehr auf den Hinweis, daß Kontakt und Zusammenarbeit war Verschiedenes
wären) usw. Besonderheiten:
-
Bei Infragestellung des „Konsens“
war einmal die Antwort: „Vielleicht bei Euch in Hessen nicht, aber bei
uns in Baden-Württemberg schon“ (bemerkenswertes Ihr – Wir,
klingt haarscharf nach „bei uns in Doitschland ...“).
-
Auf die Frage (ganz am Ende
gestellt) angesichts ihrer Aussagen und ihres Verhaltens, ob sie Emanzipation
überhaupt wichtig fände, sagte ... klar aus, daß sie
Emanzipation nicht interessiere. Null Reaktion von den anderen.
-
Ein Mann drohte für das Wendlandcamp
noch stärkeren Streß an (Genaueres sagte er nicht).
-
Im Rahmen der Diskussion, ob
es einen Konsens gäbe, kam auch wieder die Frage auf, warum mit dem
VS ein Kontakt total schlimm sei und eine Kooperation mit den Bullen (z.B.
Demoabwicklung) „etwas völlig Anderes“ sei rannte die fünfte
Person dienstbeflissen Richtung Infoladen (der im BAZ ist) und riß
ein Plakat ab auf dem stand, „Keine Zusammenarbeit mit dem VS und den Bullen“.
Dies war sehr peinlich, da es einerseits sehr bekannt ist, daß solche
Gruppe oft mit Bullen redet (Deeskalationsgespräche, Demoanmeldung),
andererseits mit der gemeinsamen Nennung von Bullen und VS genau der Argumentation
der Gruppe widersprach (Keine Kooperation mit Bullen und VS war die von
uns vertretene Position – auch das Plakat hätten sie deshalb als außerhalb
des „Konsens“ und damit nicht mehr „links“ gleich mit rausschmeißen
müssen). Dieses Plakat zeigte diese fünfte Person um den vom
Mob konstruierten Konsens zu bekräftigen.
-
Heidis Diskriminierung Minderjähriger
wurde von uns mit Diskriminierung von Frauen verglichen. Weder dieser Behauptung
noch der, daß ... Minderjährige diskriminiert, wurde widersprochen.
-
Von ... wurde zum Vortag in
Tübingen erstens behauptet, daß dort überwiegend ihrer
Meinung zugestimmt wurde und zweitens, daß es ein „handverlesener
Kreis“ bei einem Bergstedt-Workshop gewesen sei. Zudem stellte ... die
Situation insgesamt so dar, daß der Streit zwischen Bergstedt und
allen anderen Linken laufen würde (das widerspricht sogar noch ihrer
sonstigen Art, ständig Leute als „Jörgs Jünger“ zu diffamieren).
-
Während unserer Wortbeiträge
wurde ständig gelacht, die Gruppe uns gegenüber verhielt sich
dabei immer wie ein bündisches Kollektiv, also sich anguckend, lachend,
abfällige Gesten machen über uns usw.
-
Die Anwesenden, die sich offenbar
auch hier als Chefetage des BAZ aufplusterten, untersagten das Auslegen
der Antiwahlzeitung und der Einladungsflugies zum 5. Organisierungs-von-unten-Treffen
im BAZ.
Insgesamt ist nicht nur
die Aggressivität und die Art von Dominanz und Diskriminierung schockierend,
sondern noch zwei weitere Aspekte: Einmal die Bünde, die sich da auftun,
die Dominanz über andere, das verschworene Zusammenhalten gegen konstruierte
„Vol(lin)ksfeinde“ (wer sich nicht an die Spielregeln hält, fliegt
raus – wer sich nicht an die deutsche Kultur anpaßt, fliegt ...).
Zum anderen die überraschend krasse Plattheit, daß gar nicht
versucht wird, die eigenen Aktionen zu vermitteln. Daß Menschen mit
abweichenden Positionen sofort angegriffen werden, in Ecken gedrängt
werden usw. Die Debatte am Sonntag im BAZ war auch dadurch gekennzeichnet,
daß mit der poserig-physischen Kampfkraft, die gezeigt wurde, eine
inhaltliche Leere verbunden war, die sich kaum in Worte fassen läßt.
Ergänzungen
ich habe teilweise an dem bericht ... mitgewirkt
möchte aber noch hinzufügen, dass ich verdammt angst hatte, da
ich weder die situation einschätzen konnnte, noch die stufe der eskalation.
Auf
dem Wendlandcamp 2002 kam es zu weiteren Versuchen von ... und Umfeld, öffentliche
Angriffe zu organisieren. Wieder wurde eine andere Person, die selbst gar
nichts wußte vorgeschickt - offenbar ein üblicher Stil. In der
Streitdebatte in einem AK behauptete ... erneut, daß "Untersuchungen ergeben hätten", daß
es kein Gespräch mit der Bunten/Ruten Hilfe Marburg gegeben hätte.
Diesen Unsinn hatte schon der Infoladen Bielefeld in den Auseinandersetzungen
behauptet und mußte es dann zurückziehen. Heidi ist es nicht zu
peinlich, die alte Klamotte nochmal einzusetzen. Die anwesenden CheckerInnen
aus der Anti-Atom-Bewegung halten zusammen, eine Debatte ist kaum möglich
- über die Diskriminierungen "Minderjährigen" und die Ausladung
des ganzen Hoppetosse-Netzwerkes wollen sie gar nicht reden ...
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