Krasses Dominanzverhalten bei "Linken" aus dem Raum Stuttgart

Nach Monaten Debatte ... Stellungnahme gegen Mißverständnisse und Unterstellungen!
Siehe auch: Ausgrenzung bei Castorprotest Lüneburg +++ Infoseiten zu VS-Kontakt +++ Auswertung Antiatomforum
Antirepressionsseiten +++ Organisierung von unten

Tatsächlich richtete sich der Spaltungskampf allerdings gegen offene und kreative Widerstandsstrategien insgesamt. Auf einem Treffen des Bündnisses sowie inzwischen mehrfach, wenn sie unerwünschte Veranstaltungen störte, konnte ...* ungehindert jüngere Aktive wegen ihres Alters diskriminiert: "Du als 15-jähriger kannst das noch nicht beurteilen" - mensch stelle sich vor, solch ein Satz würde mal lauten "Du als Frau kannst das gar nicht einschätzen". Dann würde die Erniedrigung offensichtlich und der Ausschluß wäre sehr gerechtfertigt. So aber waren die diskriminierende Angriffe o.k., der Clan aus altgedienten Linken und NGOlerInnen hielt zusammen und bezeichnete das gesamte Hoppetosse-Netzwerk in übelster Diskriminierung als "Jörgs Jünger". Die Aktionstermine und Treffpunkte im kreativen Widerstand wurden nicht bekanntgegeben - DemorednerInnen waren altbekannte Führungsleute, die ungeliebten AkteurInnen wurden bei ihren Gerichtsterminen alleingelassen usw. ... das ist Organisation von oben!

*Hinweis dazu: Zunächst über mehrere Ecken erhielten wir Kritik an dieser Namensnennung sowie an der Beschreibung interner Strukturen. Mal abgesehen davon, daß diese Kritik aus den Antiatomforumskreisen rund um die benannte Person kommt und damit aus einen Spektrum, das mit öffentlicher namentlicher Denunziation und diffamierender Aussagen über Strukturen ganzer Netzwerke ständig hausiert, ist auch dieser Wunsch zu kritisieren. Die Namensnennung erfolgte hier aus drei Gründen, die zumindest einige von uns aus grundlage für eine Öffentlichmachung für erforderlich, aber auch für ausreichend halten: 1. Klares und fortgesetztes diskriminierendes Verhaltens. 2. Abwehr der Kritik und Ablehnung jeder Debatte über das eigene diskrieminierende Verhalten. 3. Verhinderung einer Auseinandersetzung durch die eigene Dominanz. Wer Veröffentlichungen unter diesen Bedingungen grundsätzlich ablehnt, macht künftig auch Öffentlichmachung sexistischer und rassistischer TäterInnen unmöglich (oder sind das die Hauptwidersprüche und es gilt nicht, wenn "Menschen 2. Klasse" wie Jugendliche angegriffen werden?). Den nötigen Schutz vor VS als Argument der Nichtöffentlichmachung von diskriminierenden Verhaltensweisen einzuführen, zeigt zudem, wie tief die VS-Paranoia auch emanzipatorische Ansprüche zerlegt. Bei einem Treffen in der Nähe von Stuttgart wurde eine Person, die für die Veröffentlichung des Vornamens hier verantwortlich gemacht wurde, deswegen aus dem Treffen entfernt. Eine Auseinandersetzung mit der Diskriminierung wurde weiter abgelehnt, zudem fielen Argumente, die wir nicht teilen (z.B. daß nur Diskriminierungen von der "anderen Seite" veröffentlicht werden sollten usw.). Eine nichtangegriffene Person, die aber früher schon Objekt der Diskriminierungen der hier veröffentlichten Person wurde, verließ das Treffen, ohne das eine Reaktion erfolgte. Das ist klassischer TäterInnenschutz!
Da ... ihr Verhalten inzwischen mehrfach wiederholt hat, entsteht die Situation, daß die Täterin zur Zeit mit dominanten Auftritten und mit Hilfe ebenso dominant agierender anderer Personen gegen die Kritik an ihrem Verhalten aggressiv vorgehen und von den hierarchischen Strukturen gedeckt werden. Dennoch ist der Name hier gestrichen auf Bitte von Menschen, die sich vorgenommen haben, die Vorfälle in und um Stuttgart zu thematisieren. Wir hoffen, daß ihnen das gelingt trotz der dominanten Sturkturen, die offenschtlich sehr seilschaftig zusammenhalten.

Subjektive Berichte vom Workshop "Utopien und Gesellschaftskritik" am 6.7. in Tübingen

OK. Ich kam in Tuebingen in den Veranstaltungsraum - und kurz danach ... mit zwei weiteren erwachsenen Menschen aus dem Antiatomforum rein. Es dauerte aus verschiedenen Gruenden eine Weile, bis es losging, aber dann wurde durchgesetzt, dass erstmal ueber die VS-Sache geredet wird. Nach kurzer Zeit war dann ein Streitgespraech zwischen zweien der drei und einem aus Tuebingen imgange. Und es war unglaublich. ... hat MEHRFACH und trotz der Kritik im Vorfeld Leute wegen ihrer Unerfahrenheit oder Alter angemacht. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus (ich sass ja da in der Phase ja nur daneben). Der Sprachgebrauch von ... war derart unter aller Sau („es gibt feste Spielregeln in der Linken und wer sich nicht dran haelt, gehoert nicht dazu“ usw.), ... mir fehlen echt die Worte. Ich habe so eine ultrakrasse Dominanz glaube ich noch NIE erlebt in der politischen Bewegung.
Dann kamen so verschiedene Bemerkungen („es gibt Ungereimtheiten in Deinen Berichten“ usw.) von den anderen ... brrrr. Irgendwann gingen die ersten. Ich hatte mal versucht was zu sagen, kam nie dran, meldete mich, dann deutlicher - und als es immer noch nicht klappte, ging ich raus mit der Bemerkung, dass ich mich hier nicht als mensch wahrgenommen fuehle. Daraufhin zerbrach das ganze in zwei Gespraechsrunden drinnen und draussen. Draussen mit einem der dreien ging es deutlich netter und besser, drinnen mit ... muss es wohl uebel geblieben sein.
Dann (es waren 3,5 Stunden inzwischen vergangen!!!) gab es die bitte, endlich mal mit dem eigentlichen zu beginnen. Die drei berieten sich untereinander, danach war der dritte, der draussen mit uns redete, wieder auf Linie gebracht und hielt Reden wie vorher. Nacheinander gingen die drei raus, hielten jeweils eine aggressive Abschiedsrede. Danach hatte der Rest noch eine nette Diskussionsphase zu Anti-Wahl (gab einige sehr coole Ideen, z.B. Schafherde auf die Strasse malen in der Nacht vor dem Wahllokal - Mitschrift geht an Espi fuer wahlquark), bis das RAK-Konzept um 20 Uhr losging. Die ganzen Zitate von ... lassen sich gar nicht dokumentieren. Auch auf Kritik an ihrer Dominanz und ihrer Sprache kam es nur noch dicker: „Das interessiert mich alles gar nicht“ usw. Es war offensichtlich, dass sie null ihre eigenen krassen Verhaltensweisen hinterfragt.

Gemeinsamer Bericht von Anwesenden auf der Veranstaltung gegen Repression und Knast am 7.7. in Stuttgart

Klappe, die zweite. Sonntag abend im BAZ 110 in Stuttgart. Angesetzt eine Veranstaltung gegen Repression und Knäste mit Bericht aus der U-Haft Stammheim Abgesprochen im Plenum des BAZ (was wir leider nicht so genau wußten, also das autonome Rollkommanda aufkreuzte). Schlecht besucht, wir saßen zu dritt. Im BAZ sonst kam jemand, anfangs noch eine Gruppe, die dann ging, dann nur noch eine Person in den Räumen hinter der Theke und eine Person im Infoladen. Beide interessierten sich für uns lange Zeit nicht und verließen die Räume. Draußen standen von Beginn an zwei schwarz gekleidete Menschen – in Stil einer linken Geheimpolizei, die jetzt wichtig-wichtig beobachten muß, was andere tun.
Die Veranstaltung lief eine knappe Stunde ungestört, dann betraten die inzwischen fünf Personen nach längerer Besprechung vor dem BAZ den Raum und setzten sich zunächst an die Theke. Mit dabei jetzt auch wieder ..., die klar dominante Person in der Runde. Zudem war noch eine Person aus dem persönlichen Umfeld von ... anwesend und eine weitere Person, die vorher schon im Infoladen war und sich erst jetzt, nach der „Besprechung“ draußen, an unserer Anwesenheit zu stören schien.* Zunächst geschah weiter nichts. Nach einer Viertelstunde stellten sich die fünf Personen dann aber im Halbkreis vor uns auf und die fünfte Person sagte, daß sie jetzt gehen und abschließen wollten – wir daher gehen müßten. Da die Lage durchschaubar die Gefahr bot, schnell zu eskalieren und die Gestik der fünf auch eindeutig dieses zeigen sollte, reagierten wir mit einem kurzen „Schade, aber das Wetter ist ja gut, dann reden wir weiter draußen“, fügten dann aber die Frage an: „Aber die Veranstaltung ist doch abgesprochen“. Der Mensch verneinte dies und meinte, daß das Plenum nicht gefragt wurde und wenn, dann diese Veranstaltung wegen der Anwesenheit von Jörg Bergstedt auch nicht durchgegangen wäre. Das ist eine bemerkenswerte Lüge. Wie wir später erfuhren, wurde während des letzten Plenums über die Veranstaltung geredet und auch über die Anwesenheit von J.B. Die stieß zwar nicht auf Begeisterung, aber die Veranstaltung wurde trotzdem „genehmigt“ (über die Absurdität von zentralen Plenumsentscheidungen für Veranstaltungen von politischen Gruppen im allgemeinen wäre auch noch eine Debatte sinnvoll – aber hier entschied das Plenum in jedem Fall für die Veranstaltung). Insofern plusterten sich die fünf selbsternannt zum Entscheidungskollektiv des BAZ auf – und gegen Beschlüsse. Das ist Sache des BAZ, damit umzugehen – Vasallentreue gegenüber dieser Mackerei oder klare Kritik an solchen Verhaltensweisen zu üben. Aufgrund dessen, daß es offenbar organisierte Attacken sind, wird wohl auch in Stuttgart (und darüber hinaus? ... siehe Androhung für Wendlandcamp) nötig sein, das Ganze zu klären.

Zum Ablauf:
Aufgrund der Aussage, daß das Plenum wohl abgelehnt hatte und der Nachfrage, warum, entstand eine längere Debatte. Die Forderung, daß wir jetzt gehen sollten, wurde während ihr nicht mehr wiederholt. Hauptredni war ..., die Argumente ähnelten so stark den Tübinger Abläufen, daß sie hier nicht erneut genannt werden müssen: „Konsens“, „Spielregeln“, „wer sich an die nicht hält, gehört nicht dazu“, „Wortklauberei“ (als Abwehr auf den Hinweis, daß Kontakt und Zusammenarbeit war Verschiedenes wären) usw. Besonderheiten:

  • Bei Infragestellung des „Konsens“ war einmal die Antwort: „Vielleicht bei Euch in Hessen nicht, aber bei uns in Baden-Württemberg schon“ (bemerkenswertes Ihr – Wir,  klingt haarscharf nach „bei uns in Doitschland ...“).
  • Auf die Frage (ganz am Ende gestellt) angesichts ihrer Aussagen und ihres Verhaltens, ob sie Emanzipation überhaupt wichtig fände, sagte ... klar aus, daß sie Emanzipation nicht interessiere. Null Reaktion von den anderen.
  • Ein Mann drohte für das Wendlandcamp noch stärkeren Streß an (Genaueres sagte er nicht).
  • Im Rahmen der Diskussion, ob es einen Konsens gäbe, kam auch wieder die Frage auf, warum mit dem VS ein Kontakt total schlimm sei und eine Kooperation mit den Bullen (z.B. Demoabwicklung) „etwas völlig Anderes“ sei rannte die fünfte Person dienstbeflissen Richtung Infoladen (der im BAZ ist) und riß ein Plakat ab auf dem stand, „Keine Zusammenarbeit mit dem VS und den Bullen“. Dies war sehr peinlich, da es einerseits sehr bekannt ist, daß solche Gruppe oft mit Bullen redet (Deeskalationsgespräche, Demoanmeldung), andererseits mit der gemeinsamen Nennung von Bullen und VS genau der Argumentation der Gruppe widersprach (Keine Kooperation mit Bullen und VS war die von uns vertretene Position – auch das Plakat hätten sie deshalb als außerhalb des „Konsens“ und damit nicht mehr „links“ gleich mit rausschmeißen müssen). Dieses Plakat zeigte diese fünfte Person um den vom Mob konstruierten Konsens zu bekräftigen.
  • Heidis Diskriminierung Minderjähriger wurde von uns mit Diskriminierung von Frauen verglichen. Weder dieser Behauptung noch der, daß ... Minderjährige diskriminiert, wurde widersprochen.
  • Von ... wurde zum Vortag in Tübingen erstens behauptet, daß dort überwiegend ihrer Meinung zugestimmt wurde und zweitens, daß es ein „handverlesener Kreis“ bei einem Bergstedt-Workshop gewesen sei. Zudem stellte ... die Situation insgesamt so dar, daß der Streit zwischen Bergstedt und allen anderen Linken laufen würde (das widerspricht sogar noch ihrer sonstigen Art, ständig Leute als „Jörgs Jünger“ zu diffamieren).
  • Während unserer Wortbeiträge wurde ständig gelacht, die Gruppe uns gegenüber verhielt sich dabei immer wie ein bündisches Kollektiv, also sich anguckend, lachend, abfällige Gesten machen über uns usw.
  • Die Anwesenden, die sich offenbar auch hier als Chefetage des BAZ aufplusterten, untersagten das Auslegen der Antiwahlzeitung und der Einladungsflugies zum 5. Organisierungs-von-unten-Treffen im BAZ.

Insgesamt ist nicht nur die Aggressivität und die Art von Dominanz und Diskriminierung schockierend, sondern noch zwei weitere Aspekte: Einmal die Bünde, die sich da auftun, die Dominanz über andere, das verschworene Zusammenhalten gegen konstruierte „Vol(lin)ksfeinde“ (wer sich nicht an die Spielregeln hält, fliegt raus – wer sich nicht an die deutsche Kultur anpaßt, fliegt ...). Zum anderen die überraschend krasse Plattheit, daß gar nicht versucht wird, die eigenen Aktionen zu vermitteln. Daß Menschen mit abweichenden Positionen sofort angegriffen werden, in Ecken gedrängt werden usw. Die Debatte am Sonntag im BAZ war auch dadurch gekennzeichnet, daß mit der poserig-physischen Kampfkraft, die gezeigt wurde, eine inhaltliche Leere verbunden war, die sich kaum in Worte fassen läßt.

Ergänzungen

ich habe teilweise an dem bericht ... mitgewirkt möchte aber noch hinzufügen, dass ich verdammt angst hatte, da ich weder die situation einschätzen konnnte, noch die stufe der eskalation.

Auf dem Wendlandcamp 2002 kam es zu weiteren Versuchen von ... und Umfeld, öffentliche Angriffe zu organisieren. Wieder wurde eine andere Person, die selbst gar nichts wußte vorgeschickt - offenbar ein üblicher Stil. In der Streitdebatte in einem AK behauptete ... erneut, daß "Untersuchungen ergeben hätten", daß es kein Gespräch mit der Bunten/Ruten Hilfe Marburg gegeben hätte. Diesen Unsinn hatte schon der Infoladen Bielefeld in den Auseinandersetzungen behauptet und mußte es dann zurückziehen. Heidi ist es nicht zu peinlich, die alte Klamotte nochmal einzusetzen. Die anwesenden CheckerInnen aus der Anti-Atom-Bewegung halten zusammen, eine Debatte ist kaum möglich - über die Diskriminierungen "Minderjährigen" und die Ausladung des ganzen Hoppetosse-Netzwerkes wollen sie gar nicht reden ...

Am 8. Juli fand in Stuttgart ein weiterer Prozeß gegen einen Anti-Atomaktivisten statt. Drei Veranstaltungen zur Vorinformationen und Mobilisierung wurden verhindert oder (siehe Bericht oben) beendet durch dominante Personen aus linken Zusammenhängen. Das Ergebnis war eindeutig: Kein Mensch aus Stuttgart und Umgebung saß im Publikum des Prozesses oder unterstützte den Angeklagten. Die Kampagne gegen die Anti-Atomaktivisten grenzt somit an Kooperation mit den Bullen ...
Im Vorfeld waren schon durch Interventionen aus dem benannten Personenkreis um ... Veranstaltungen in Marbach und Ludwigsburg unmöglich gemacht worden.

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