Reaktionen und Spaltungen

Nach Monaten Debatte ... Stellungnahme gegen Mißverständnisse und Unterstellungen!

Atomforum 2002

Im Frühsommer 2002 kam es zu einer bitteren Eskalation zwischen verschiedenen Gruppen in der Vorbereitung der Aktionen gegen das Atomforum in Stuttgart. Strukturlinke bis krass autoritäre Gruppen (Ökologische Linke) verbündeten sich mit NGOs (Attac u.a.) gegen das Spektrum, das für offene Strukturen und kreativen Widerstand eintrat. Als Grund wurden die VS-Kontakte genannt, aber bereits ohne jegliche Begründung der Verdacht geäußert, daß es nach wie vor Kontakte gäbe.

ps: Auch das "Hoppetosse-Netzwerk" bereitet sich auf Aktionen anlässlich des Atomforums vor. Da es jedoch seitens eines der Initiatoren unklare/diffuse Kontakte zum Verfassungsschutz gab/gibt, hat das Bündnis gegen das Atomforum mehrheitlich beschlossen, in der Vorbereitung der Aktionstage nicht mit diesem Netzwerk zusammen zu arbeiten.  Infos hierzu findet ihr unter www.atommafia.de (Atomforum) und www.projektwerkstatt.de/hoppetosse (Atomforum und "VS-Kontakt").
(Auszug aus einem Rundbrief des Anti-Atomforum-Bündnisses, 8. Mai 2002)

Dahinter stecken Machtansprüche, die zum Teil mit Diskriminierungen verbunden waren. Da weder die Diskriminerungen (gegen sog. Minderjährige) noch die Dominanz diskutiert werden dürfen, sondern stattdessen die, die diskriminieren andere z.B. aus Veranstaltungen werfen können, weil andere sie decken, werden die vorliegenden Berichte hiermit öffentlich gemacht. Siehe hier ...

Am 13. Oktober eskalierte diese Ausgrenzung weiter - diesmal geschah es auf dem Deligiertentreffen zum Wendlandcastor in Lüneburg. Auf Antrag des Vertreters der autoritären Partei ÖkoLi wurde J.B. noch vor Beginn des Treffens rausgeschmissen. In der Auseinandersetzungen formulierten Anti-Atom-Checker (überwiegend Wichtig-Männer) Vorwürfe wie "Kollaborateur" oder ähnliches. Genauer ...

Stellungnahmen von Menschen aus dem Anti-Atomforums-Bündnis

Hallo XXX,

hier ein paar Gedanken von mir zum Thema. Kannst du benutzen oder wegschmeißen, wie du willst.
Auf die namentliche Nennung würde ich gar nicht eingehen, es sei denn, wir ziehen das ganze ins Lächerliche, indem wir uns öffentlich darum streiten, wer denn nun die Führungsperson ist. Evtl. könnten wir ja noch ein kurzes Auswertungsstatement des Bündnisses zum Atomforum veröffentlichen, woraus nochmal unser Standpunkt hervorgeht. Allerdings denke ich, es ist mittlerweile ziemlich spät und eine inhaltliche Diskussion mit J.B. und Umfeld macht m.E. eh keinen Sinn.
XXX

"Organisierung von unten"
Das "notorische Ein-Mann-Unternehmen Jörg Bergstedt" (Zitat aus der Graswurzelrevolution) tourt derzeit mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Thema "Organisierung von unten" durch die Republik.  J.B. verkauft hier etwas Uraltes als (s)eine neue Entdeckung. Organisierung von unten ist seit Jahren angewandter Alltag in anarchistischen Kreisen, war eine zeitlang auch mit dem inzwischen inflationär verkommenen Begriff "Basisdemokratie" in aller Munde. Allerdings scheint  J.B. Organisierung größtenteils mit "laisser-faire" zu verwechseln - vielleicht ist das das Neue an der Sache.
Nun war J.B. im Mai 8 Tage in Untersuchungshaft in der JVA Stammheim und macht jetzt auch hierzu eine Veranstaltung im Doppelpack. Ob aus acht Tager sehr viel mehr Erfahrung zu ziehen ist als der Schock des Einfahrens und des Eingesperrtseins sei dahingestellt. Aber auch das Thema Knast ist nichts Neues.
Seit Jahren waren und sind AktivistInnen immer wieder im Gefängnis, meist weil sie irgendwelche Geldstrafen nicht bezahlen wollten. Auch sie haben versucht, ihre Erfahrungen an andere weiterzugeben. Allerdings nicht so reißerisch aufbereitet wie in diesem Fall, sonder eher etwas verschämt, denn was sind schon vier, sechs, acht Wochen Knast im Verhältnis zu dem, was GenossInnen und FreundInnen überall auf der Welt in jahrelanger Inhaftierung unter ganz anderen Verhältnissen erfahren.
Es ist natürlich J.B.s Angelegenheit, wie und wo er seine Veranstaltungen durchzieht. Allerdings sollten die OrganisatorInnen, die ihn einladen, die potentiellen InteressentInnen ehrlicherweise auch über die umstrittenen Kontakte des Referenten zum Verfassungsschutz informieren. Über längere Zeit führte J.B. im letzten Jahr sogenannte "feindliche Gespärche" mit dem VS. Ein solcher Kontakt wird von sehr vielen AktivistInnen abgelehnt. Aus gutem Grund, denn die Vorstellung, dem Verfassungsschutz irgendwelche Informationen entlocken zu können, zeugt doch von immenser Selbstüberschätzung und solche Gespräche erreichen wohl eher das Gegenteil.
Von J.B. gibt es bis heute keine explizite Aussage dazu, ob er den Kontakt zum Verfassungsschutz endgültig abgebrochen hat und ob er dazu steht, von seiner Seite keinen Kontakt mit dem VS mehr aufzunehmen und jeden Versuch von Seiten des VS, mit ihm in Kontakt zutreten, sofort zu unterbinden und zu veröffentlichen. Dies muss von ihm ihm Vorfeld seiner Veranstaltungen aber verlangt werden, damit die BesucherInnen sicher sein können, nicht ungewollt als InformantInnen benutzt zu werden.

Hinweis zum letzten Absatz: Die sogenannte "keine explizite Aussage" findet und fand sich immer hier ...

Mails von der Hoppetosse-Mailingliste:

Hallo Leute!
Was soll ich mich noch groß inhaltlich zu dieser Debatte um Jörg B. äußern, wo doch das Büro für mentale Randale so treffende und unterstützenswerte Worte gefunden hat?
Was ich mich viel mehr frage ist, was sich die Menschen, die auf diese Art und Weise gegen Jörg hetzen, die dem Niveau der Dorfverleumdungen in Gemeinden unter 50 Einwohnern und einem Altersdurchschnitt, der uns zusammenaddiert in die Zeit der Stauffen zurückkatapultieren würde - was also sich diese tuschelnden Legionäre der linken stillen Post eigentlich denken?
Glauben sie ernsthaft, dass irgendjemand auf dieser Liste aufgrund ihrer Warnung sein Haupt in demütiger Einsicht beugt und sagt: "Ja, ich glaube Euch, ich schwöre ab dem Bergstedt und seiner Kirche - den Ö-Punkten. Ich schwöre, die heilige Kathedrale der Projektwerkstatt nie zu betreten und seine Werke in den Orkus zu schmeißen, anstatt sie zu lesen. Ich bereue meine Dummheit und ich werde nicht zu dem Treffen nach Saasen fahren. Ich werde nicht den Fehler machen, den Mann selber kennenzulernen und ich werde seinen Worten niemals lauschen, da ich weiß, dass er mich nur belügen wird, wie ihr es sagt. Amen."
Glauben sie das?
Glauben die Tuschler wirklich, dass Menschen, die sich für eine freie, selbstbestimmte Welt einsetzen, aufgrund halbgarer Sekundärtexte ihren eigenen Verstand abschalten und mithelfen, Jörg aus der Szene zu drängen, ohne sich ein eigenes Bild zu machen?
Glauben diese Wächter der "Szenereinheit" eigentlich ernsthaft, dass sie mit diesem Bild-Zeitungs-Titelseiten-Hetzslogan-Niveau irgendeinen Menschen mit eigenem Kopf hier so beeinflussen können?
Wenn sie das wirklich glauben, scheinen sie eine verdammt geringe Meinung von unseren Köpfen zu haben...
.. ach ja, jetzt werden sie wahrscheinlich sagen, ich sei ein verblendeter Bergstedt-Jünger und auf solche verirrte Schäfchen sei nicht zu hören...  naja, das macht mensch ja in Sekten auch so.
Wer einen eigenen Kopf hat, kann sich ja selber ein Bild machen.
Wer keinen hat, ist wohl kaum auf dieser Liste.

Eine kleine Beziehung mit J.B.
Nachdem im Netz eine Diskussion über J.B. losgetreten wurde, sehen wir uns veranlasst, unser Statement abzugeben. Seit geraumer Zeit und zu verschiedenen Anlässen (Expo, ILT, DAN,) trafen wir auf J.B.. Dabei sahen wir uns gezwungen, uns mit seinem Verhalten auseinander zu setzen.  Die folgende Stellungnahme sollte eigentlich erst nach der Sommerpause veröffentlicht werden.
Der erste Anlass für eine längere Diskussion über Jörgs verhalten ist ein Vergewaltigungsvorwurf aus Gießen (www.projektwerkstatt.de/debatte).  Da Jörg zunächst für den Infoladen Gießen später für die Projektwerkstatt Saasen am  Infoladenvernetzungstreffen teilnahm, mussten wir uns zu diesem Vorwurf positionieren. Es stellte sich heraus, daß es keine Vergewaltigung gegeben hatte (die betroffenen Personen selbst nahmen diesen Vorwurf zurück), sondern es um sein sexistisches Verhalten ging. Das Ganze hatte aus der Ferne eher etwas von einer undurchschaubaren persönlichen Schlammschlacht. Für uns gab es dabei zuwenig konkretes, das es gerechtfertigt hätte ihn vom IL-Treffen auszuschließen.
Wenig später kam es zu einem neuen Eklat. J.B. selbst stellt auf seiner Homepage "eine kleine Beziehung zum Verfassungsschutz" dar. Er erläutert, daß er sich mit dem VS mehrmals getroffen und telefoniert hat. Wir gehen davon aus, daß er mit seinem Outing jemand anderem zuvorkommen mußte. ( www.projektwerkstatt.de/debatte) Wir halten es für absolut falsch, mit dem VS zusammen zu arbeiten und schlichtweg bescheuert, zu denken mensch könnte vom VS Infos bekommen.  Es sollte in der Linken selbstverständlich sein, daß es keine Zusammenarbeit mit Staat, Polizei und VS gibt. (s. Rote Hilfe Zeitung, und verschiedene andere). Nach dem Bekannt werden von Jörgs Beziehung zum VS beschlossen wir sofort, nicht mehr mit ihm zusammen zu arbeiten.  Wir sprachen uns gegen eine weitere Teilnahme seinerseits am ILT aus.  Im Frühsommer 2001 wurden wir gebeten bei der Ausrichtung des DAN / Bielefeld zu helfen und unsere Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.  Da seine Teilnahme absehbar war, versuchten wir im Vorfeld die Leute im DAN mit einer Mail vor J.B. und seiner "kleinen Beziehung zum Verfassungsschutz" zu warnen. Darauf gab es kaum Reaktionen.  Da wir als Infoladen nicht der Ausrichter des DAN waren, konnten wir nicht über das DAN hinweg entscheiden und J.B. ausladen.  Während des DANs - an dem er stellenweise teilnahm - gab es heftige Diskussionen und Streitereien um ihn. Trotzdem konnte sich das DAN nicht zu einem unserer Meinung nach notwendigen Ausschluß durchringen.  Während einer Diskussion behauptete er, seine Treffen mit dem VS seien mit der Roten Hilfe Gießen abgesprochen. Dies erwies sich nach unserer Recherche in Gießen als glatte Lüge. (dazu ...)
Gegen Ende des DAN äußerte er, daß er sich auch weiterhin mit dem VS treffen werde!
Auch andere Aktionen fördern nicht gerade das Vertrauen in ihn. Zum Beispiel wurde ihm mehrmals sein Laptop geklaut (www.projektwerkstatt.de/debatte + Mail, die bei uns abgefragt werden kann). Er hielt sich wiederholt nicht an Absprachen, die in Plena getroffen wurde und gefährdete dadurch mehrere politische Aktionen.

Fazit:
Wir halten J.B.s Verhalten für Arrogant und Falsch. Gerade weil er in vielen überregionalen Strukturen mitmischt ist er für den VS interessant und für uns gefährlich!!!
Infoladen Anschlag Bielefeld
im September 2001
IL Anschlag Heeper Straße 132, 33602 Bielefeld, Anschlag@knup.de

P.s. Jörg, es ist ein Kinderspiel herauszufinden in welche newsgroups Du postest. Das steht in deinen Mails oben im Header drin. Schöne Grüsse an Lilian Logos

Hinweise: Zur "glatten Lüge" siehe unten - nach Angaben der Roten Hilfe Gießen hat der IL Anschlag zwar bei ihr nachgefragt, aber genau die Antwort bekommen, dass die Rote Hilfe von den Kontakten wußte. Die AutorInnen des obigen Textes lügen also. Ansonsten sind die abschließenden Sätze zu Behauptungen auf dem DAN ebenfalls erfunden und die Idee, dass das Klauen von Laptops durch den VS den Beklauten verdächtig macht, wohl nur in der Logik von haßerfüllten AusgrenzerInnen nachvollziehbar ...

Und tatsächlich - Ihr habt mich nicht enttäuscht und habt den AntreiberInnen der Anti-Bergstedt-(oder soll ich besser sagen Pro-Verdummungs?)-Kampagne mehrheitlich die einzig richtige Antwort - Euren eigenen Kopf - entgegengehalten!
Yippieh!!!!!
mit freudigen Grüßen Oliver

Streitdebatte

Ein Text der Gruppe "profan" wurde unter http://projekte.free.de/schwarze-katze//texte/repr07.html veröffentlicht und der Link auf der Hoppetosse-Mailingliste rumgeschickt.

Darauf hin ging über die Mailingliste und zur Kenntnisnahme an die Gruppe "profan" folgender Kritiktext:
... möchte ich ein paar Kritikpunkte an dem Text benennen:

  • Der Text behauptet zwar, eine Stellungnahme zur Idee "kreativer Antirepression" zu sein, aber er ist es nicht. Ganz im Gegenteil (und in guter Tradition zu Diffamierungstexten der letzten Monate aus allen möglichen Richtungen) macht er zunächst selbst Behauptungen darüber, was "kreative Antirepression" ist und kritisiert dann das. Das, was dort behauptet wird, hat allerdings genau NICHTS mit dem zu tun.
  • So wird als bedeutendster Grund benannt, dass "eine Zusammenarbeit mit dem VS" sinnvoll sein, um "Informationen zu bekommen".  Selbstverständlich wird (in guter Tradition zu den ekligen Anpissen der vergangenen Monate aus allen möglichen Richtungen) keine Quelle genannt. Das hat einen einfachen Grund: Es gibt keine. Weder wird irgendwo in der Debatte um "kreative Antirepression" die "Zusammenarbeit mit dem VS" befürwortet - nicht einmal Gespräche werden befürwortet! Und ebenfalls wird nirgends behauptet, dass das Ziel kreativer Antirepression das Gewinnen von Informationen sei.  Hier sitzt das Pamphlet dem eigenen Diskurs über "kreative Antirepression" auf. Viele elitäre Zirkel innerhalb der linken haben ständig diesen Unsinn behauptet, um KritikerInnen zu diffamieren. Inzwischen glauben sie ihre eigenen Lügen selbst.
  • Mit keinem einzigen Wort geht die "Stellungnahme" auf tatsächliche Texte und auch nicht auf bereits gelaufene Aktionen ein. Dabei gibt es inzwischen einige, z.B. die Internetseiten www.projektwerkstatt.de/antipression oder verschiedene Aktionen in Gerichten oder gegenüber Polizeigewalt im Raum Mittelhessen.

Insofern ist das Papier keine "Stellungnahme" zu einer Debatte, weil die Debatte gar nicht behandelt wird. Das Papier dient erneut der Verbreitung von Unsinn über die Menschen, die "kreative Antirepression" für sinnvoll halten. Dazu gehört, dass Quellen nicht genannt werden, sondern einfach Lügen verbreitet werden.  Hinzu kommt noch, dass der Sprachstil des Papiers (in guter Tradition zu jahrzehntelangen Gepflogenheiten in linken Eliten) in einem befehlstonartigen bis pathetischen Tonfall geschrieben ist.  Das reicht von Verhaltensanweisungen bis zu Aussagen, dass Schweigen wahre Stärke zeige (was ist denn das für ein Kriterium!). Ausserdem macht es auch viele weitere Behauptungen, ohne irgendwann mal Begründungen anzufügen (z.B. warum es nach dem Reden über das Wetter oder den hungernden Hund zuhause schwierig sein soll, zu schweigen usw.).
Summa summarum: Ein erneuter, schlecht versteckter Beitrag zur Schlammschlacht und zu Diffamierung von Begriffen, Ideen und Menschen. Auf die erste argumentative Kritik am Konzept der kreativen Antirepression darf weiterhin gewartet werden ...

Antwort der Gruppe profan auf die Kritik
Getroffene hunde bellen!
Wir wollen uns nicht auf dieses niveau begeben. Seine texte solte j.b.  selbst am besten kennen. Wir sehen keine notwendigkeit, ihm diese zu belegen.
fuer fragen sind wir jederzeit offen, wenn wer was genauer wissen will. antirepressionsgruppe_profan@yahoo.de

Absurde Vorwürfe in der schweizerischen sozialistischen Zeitung "Vorwärts" (im Nov. 2004!) ... die Redaktion entschuldigte sich dafür!

Hinweis: Es ist unklar, welche Recherchen die Leute vom Bielefelder Infoladen gemacht haben. Jedoch ist ihre Aussage falsch. Es gibt einige Augen-/OhrenzeugInnen der Gespräche mit Rote/Bunte Hilfe in Gießen und Marburg bzw. einer der Kontakte wurde sogar von einer anderen Person gemacht. Diese ZeugInnen haben diese Version auf der Hoppetosse-Mailingliste auch öffentlich dargestellt.

From: "Projektwerkstatt" <belfried@t-online.de>
To: <hoppetosse@listi.jpberlin.de>
Sent: Sunday, September 02, 2001 5:27 PM
Subject: Re: [hoppetosse] ES NERVT!!! - WG: ANSCHLAG: Kleine beziehung mit J.B.

Hallo,
soweit ich mich an das Papier von Jörg erinnern kann, in dem er von seinem Kontakt mit dem VS berichtet, steht dort nichts, daß sein Vorgehen mit der "Roten Hilfe" Giessen abgesprochen gewesen wäre. Es steht dort drin das die "Rote Hilfe" Kenntnis von seinem Kontakt hatte.
Wenn mensch die Formulierung die "Rote Hilfe" nicht auf die Goldwaage legt und damit meint der Vorstand oder alle Mitglieder in Giessen, entspricht dies den Fakten , denn ich selbst habe ein Mitglied (kein pasives) davon in Kenntnis gesetzt.
Gruß Stefan

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Gesendet über die Mailingliste von Hoppetosse - Netzwerk für kreativen Widerstand.
Austragen durch eine Mail an majordomo@listi.jpberlin.de mit dem Inhalt unsubscribe hoppetosse [mailadresse], wobei für [mailadresse] die eMail-Adresse angegeben werden muß, mit der man in der Liste eingetragen ist.
 *** www.projektwerkstatt.de/hoppetosse ***

Leider verbreitet offenbar auch der Bundesvorstand der Roten Hilfe, von dem aus andere politische Gruppen unter Druck gesetzt werden, den Kontakt zu Jörg Bergstedt abzubrechen (!!!), die falsche Version, daß es die Kontakte vor Ort nicht gegeben hat.

Die Erklärung vom Infoladen Bielefeld enthält eine Vielzahl weiterer Falschaussagen und Andeutungen, z.B. daß die Veröffentlichung im Internet ein anderes drohendes "Outen" verhindern solle. Ein Beleg wird nicht angegeben.

  • Der Infoladen Bielefeld bzw. Personen aus dem Umfeld arbeiten nach eigener Aussage mit der Polizei zusammen (zum Beispiel, um nicht bezahlende Gäste aus Konzerten zu werfen). Solche Kooperationen lehnen wir dagegen ab. Ein Kontakt mit Sicherheits- und Repressionsdiensten ist oft unvermeidlich. Aber er hat dann feindlich gestaltet zu werden! Der Infoladen Bielefeld agiert hier widersprüchlich - die Positionen, die gegenüber anderen ausgrenzend benutzt werden, scheinen für sich selbst nicht zu gelten.
  • Eine Warnung von Leuten vor dem Direct-Action-Gathering gab es NICHT. Verschickt wurde nur ein anonymer Text mit vager Andeutung, daß Leute mal drüber nachdenken sollten. Keine klare Aussage.
  • Auf dem DA-Gathering gab es keine Ankündigung weiterer Treffen mit dem Verfassungsschutz.

Damit sind fast alle Aussagen des Infoladen Bielefelds falsch. Zum Teil ist dem Infoladen die Wahrheit bekannt, folglich ist die Falschaussage eine Lüge zum Zwecke der Diffamierung und Ausgrenzung. Eine Reaktion des Infoladens z.B. auf die Zeugenaussagen erfolgte nicht, stattdessen werden die widerlegten Aussagen weiter verbreitet. In der gesamten Breite der beteiligten Gruppen und Personen an den Abläufen rund um die VS-Kontakte hat der Infoladen Bielefeld und auch der Rote Hilfe Bundesvorstand bis heute keinerlei Menschen ankontaktet. Was bitte ist das für eine Klärung des Sachverhalts? Wollen da einige Leute die tatsächlichen Abläufe gar nicht wissen, um guten Gewissens weiter Dreck schmeißen zu können? Und wenn ja: WARUM?

Rote Hilfe - Führungskader

Mehrfach sind Führungskader der Roten Hilfe in der Auseinandersetzung in Erscheinung getreten. Meistens agierten sie nicht persönlich und direkt, sondern intervenierten über Dominanzvorgänge wie Ausgrenzungen u.ä. Bemerkenswert ist, dass der Bundesverband der Roten Hilfe jegliche Information über gegen ProjektwerkstättlerInnen gerichtete Repression in der Vereinszeitung "Rote Hilfe" zensiert. Die Prozesse gegen AkteurInnen aus dem Umfeld der Projektwerkstatt gehören seit einigen Jahren zu den umfangreichsten Repressionsschlägen der staatlichen Behörden. Die Weigerung der Roten Hilfe zeigt, dass Solidarität hier am Rand der eigenen Klientel aufhört und staatliche Repression gegen Andersdenkende akzeptiert wird. Angesichts dieser Auseinandersetzungen und krassen Verhalten der Rote-Hilfe-SpitzenfunktionärInnen ist wenig verwunderlich, dass mit immer neuen absurden Vorwürfen die Ausgrenzung vorangetrieben wird - auch um nicht über eigene Machtspielchen diskutieren zu müssen.

Diese Kritik richtet sich gegen Teile der Roten Hilfe. Die bestehenden Kooperationen z.B. mit BasisakteurInnen des Verbandes bleiben davon unberührt.

Gleicher als andere: In den VS-Debatten zählt vor allem Sympathie

Auch wenn anderes in den Vordergrund geschoben wird: Es geht um Sympathien, Bündnisse und Machtkämpfe. Spitzelvorwürfe & Co. werden sehr unterschiedlich gehandhabt je nach taktischen Interessen. Dabei geht es meist um Hegemonialkämpfe in Bewegungen. Ganz ähnlich wie bei Sexismusvorwürfen ist das gleiche Verhalten bei Leuten aus konkurrierenden Strömungen völlig anders bewertet wie bei Leuten aus den eigenen Zusammenhängen.

  • Als die Frau mit der Legende "Kirsti Weiß" in Hannover aufflog, hatte sie jahrelang Hannoversche Linke und den Expo-Widerstand bespitzelt. Das war ein richtiger dicker Fisch des VS. Dennoch gab es aus den betroffenen politischen Gruppen auch nach der Enttarnung noch Sympathiebekundungen, während Personen, die möglicherweise Opfer der VS-Schnüfflerin waren, nicht einmal über Rechercheergebnisse informiert wurden, wenn sie bekämpften Strömungen angehörten.
  • In der "vers beaux temps" Sommer 2008 findet sich ein Nachruf auf Gerd Albartus. Dieser wurde von den "Internationalen Revolutionären Zellen" liquidiert, weil er angeblich ein Spitzel war. Über diese Art menschlicher Umgangsweise bedarf es keiner Debatte, auch wenn sich Linke selbstkritisch mal hinterfragen sollten, wieviele autoritäre Positionen auch sonst an der Tagesordnung sind. Dennoch überrascht die uneingeschränkte Sympathie für den vermeintlichen Spitzel. So aus der Ferne einfach mal gesagt, der sei in Ordnung gewesen, zeigt, dass kein Spitzel ist, wer auf der eigenen Seite steht. Und der Vorwurf des Spitzels immer auch eine Waffe gegen konkurrierende politische Strömungen sein kann. Was es nicht leichter macht, Spitzelvorwürfe ernst zu nehmen.

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