Schade:
Zwischen einigen Leuten aus verschiedenen Städten gab es die Überlegung, kontinuierlicher am Thema Antisexismus und vor allem einer "Praxis der Dekonstruktion" zu arbeiten. Im Rahmen des des KABRACK!archivs sollte eine entsprechende Bibliothek entstehen und ein Schwerpunkt der "Ö-Punkte" das Thema behandeln. Doch daraus wird erstmals nix ... denn am Ende fehlte die Umsetzung.
Verschärft:
Aus dem Sexismusvorwurf gegen eine Person ist nun eine breitere Attacke gegen Projekte und die Projektwerkstatt geworden. Als erstes sind die Ö-Punkte aus der anti atom aktuell rausgeflogen - ohne Debatte dort in der Redaktion einfach als Zugriff über die Versandstelle.
Zudem spitzt sich in Mittelhessen die Diskussion zu. Einige Marburger Gruppen haben Jörg Hausverbot u.ä. erteilt, ohne ihn zu den Vorwürfen anzuhören. Bemerkenswert ist daran, daß gerade die Marburger linken Gruppen sehr krass von einigen alten Männern dominiert werden - was kein Vorwurf des Sexismusses sein soll, wohl aber einer der Nichtauseinandersetzung und der Hinnahme patriarchaler Normalzustände. Verbunden werden die Vorwürfe inzwischen mit weiteren Kritiken an der Projektwerkstatt - allerdings bislang nicht in einer offenen Debatte.
Zensiert
Das Papier von AC/PC und H.A.R.A.K.I.R.I. GmbH ist inzwischen mehrfach angegriffen, aber noch nicht veröffentlicht worden. Näheres ...
Ausgegrenzt
In Marburg hat das Cafe am Grün eine Informationsveranstaltung zum 1. Mai und den zu erwartenden sozialrassistischen und eventuellen faschistischen Angriffen auf die Projektwerkstatt (siehe Bericht vom letzten Jahr) untersagt. Eine Debatte darüber auch ohne ProjektwerkstättlerInnen wurde ebenso abgelehnt. Wer von irgendwo irgendwie als Sexist angegriffen wird, ist ab diesem Zeitpunkt offenbar vogelfrei. Im Havanna in Marburg gilt ebenfalls ein Hausverbot. Auch hier gibt es keine offene Debatte, sondern einfach nur Ausübung von Hausrecht.
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Das Papier von AC/PC & H.A.R.A.K.I.R.I. GmbH ist bislang weder in der ersten noch in der zweiten Fassung in irgendeiner Zeitung abgedruckt worden, obwohl es z.B. auch den Zeitungen zugeschickt wurde, die umfangreiche Diskussionsbeiträge zum Thema abdrucken.
Auch innerhalb von Bewegungszusammenhängen ist das Papier bisher vor allem zur Denunziation genutzt worden. Eine Kritik des Papier liegt bis jetzt nicht vor, jedoch viele Stellungnahmen, daß das Papier sexistisch und/oder patriarchal, vom Stil her unerträglich oder verletztend sei ... aber immer ohne Belege, Zitate - und auch ohne das Papier zu veröffentlichen.
Und noch eine besonders beeindruckende Zuschrift aus Berlin:
Das AC/PC-Papier ist nichts anderes als ein Diskussionsbeitrag. Es kann, darf und soll kritisiert werden. Die einzige bisher erfolgte gründliche Kritik (mündlich) führte sofort zur zweiten Auflage des Papieres. Nichts soll starr sein. Die Entwicklung von Positionen ist ein dialektischer Prozeß - und keiner von Machtgerangel und Diffamierung, wie offenbar in breiten Teil politischer Bewegung Alltagsstil ist. |