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Imred
Initiative
für eine Meier-Tax
zur
Reduzierung der Datenmenge
als
Hilfe für sozial benachteiligte Kinder
Vernetzt
in Attac-Köln (Attac-AK Imred)
c/o
Marcus Meier Seidenstraße 1 51063 Köln
Fon
& Fax: 0221 / 62 00459
E-Mail:
imred@proletheus.de
Pressemitteilung
Nr. 1 vom 08.01.2002
Eine
andere virtuelle Welt ist möglich!
Köln:
Weltweit erste Attac-Imred-Gruppe gegründet
Sehr
geehrte Damen und Herren,
von
Köln aus die virtuelle Welt verändern - ist das möglich?
Imred meint:
Ja,
allerdings.
Daher
wurde heute die erste Imred-Ortsgruppe als Arbeitskreis von Attac gegründet
- natürlich hier bei uns in Köln.
Das
Kürzel Imred steht für „Initiative für eine Meier-Tax zur
Reduzierung der Datenmenge als Hilfe für sozial benachteiligte Kinder“.
Wir verstehen uns als „pressure group“ der Zivilgesellschaft für die
Vemeidung überflüssigen Datenumsatzes.
Wir
orientieren uns dabei insbesondere am Prinzip der Nachhaltigkeit.
„Unser
Ziel ist es, Umfang und Anzahl verschickter E-Mails drastisch zu reduzieren,
insbesondere jedoch die Verbreitung wirrer Verschwörungstheorien via
Internet zu unterbinden“, sagt Marcus Meier, der das Steuer-Konzept in
seinem transparenten Parterre-Start-Up in Köln-Mülheim entwickelt
hat.
Imred
will als NGO zunächst auf EU-Ebene die Einführung der Meier-Steuer
durchsetzen, die von Experten auch Datenumsatzsteuer genannt wird:
„Zukunftsfähige
Politik kann im postfordistischen Zeitalter vor nationalen Grenzen nicht
mehr haltmachen. Immer mehr wirre Mails werden von ostdeutschen Steueroasen
aus nach Köln gesandt. Gemeinsam werden wir an der Schwelle zum neuen
Jahrtausend unser sozial-ökologisches Reformprojekt auf eine neue
Regulationsebene hieven.“
Das
Konzept ist denkbar einfach: Wer überlange E-Mails mit fetten Dateianhängen
verschickt oder wirre Verschwörungstheorien verbreitet, wird mit einer
saftigen Strafsteuer belegt.
„Derart
unsoziales und energieverschwendendes Handeln muss unterbunden werden“,
so der 32-jährige Kölner Journalist Meier.
Die
Erhebung der Steuer soll über die Telefonrechnung erfolgen, würde
also keine weiteren Kosten verursachen. Damit unterscheidet sich das Imred-Konzept
grundsätzlich von den gescheiterten etatistischen und staatskapitalistischen
Versuchen der Vergangenheit in Ost und West. „Imred ist eine kreative Antwort
auf die Fragen der neuen Weltordnung“, so Meier.
Mit
dem eingenommenen Geld sollen Internet-Cafes für benachteiligte Kinder
und Jugendliche in sozialen Brennpunkten auf der Kölner „Schäl
Sick“ finanziert werden.
Sie
können Imred mit ihrem Engagement oder einer Spende unterstützen:
Konto-Nr.
514 00 42, BLZ 310 502 00 bei der Bank für Sozialwirtschaft
Hinweis:
Marcus
Meier steht Ihnen für Rückfragen gerne unter der unten genannten
Telefonnummer als Ihr persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung.
V.i.S.d.P.:
Marcus Meier
++++++++++++++++++++++
Marcus
Meier
Fon:
0173 / 292 4200
Fon
/ Fax: 0221 / 62 00 459
Homepage:
http://www.marcusmeier.de
E-Mail:
mail@marcusmeier.de
"Entgegnung" von Imred auf Kritik
Die
Meier-Tax schafft Computerzugang für Schüler und Menschen, die
sich keinen Rechner leisten können und denen Internet-Cafes zu teuer
sind.
Und
das geht so: Ab - sagen wir - 30 KB gibts die Steuer im
Zehntel-Cent-Bereich,
die progressiv ansteigt, je größer die Mail wird. Der Grundbetrag
wird mit der Anzahl der Empfänger multipliziert; der Gesamtbetrag
vom Provider erhoben mit der üblichen Rechnung, die in der Regel via
Telefonrechnung eingezogen wird.
Juristisch
dürfte das kein Problem sein: die Meier-Tax ist eine, wenn auch progressive,
Verbrauchssteuer. Und die Mehrwert- oder Tabaksteuer werden auch an der
Supermarktkasse entrichtet. Der Aufwand für die Provider dürfte
auch nicht zu hoch sein. Sagen zumindest unsere Ansprechpartner in der
Branche.
Problematisch
ist natürlich, dass eine Mail an 10 Mailinglisten so viel kosten würde
wie an 10 Privatempfänger. Dafür würden Spammails aber eine
bestimmten größe zumindest ein Stück weit teurer als einfache
Mails. Was ja mehr als gerechtfertigt ist.
Flankierend
müsste natürlich verboten werden, dass via YAHOO, HOTMAIL, GM
etc. Mails verschickt werden, die eine bestimmte Größe (30KB?)
übersteigen. Denn sonst wäre es unmöglich, die Steuer
zu kassieren, da diese Anbieter ja kein Geld für ihren Service nehmen.
Das dürfte aber mehrheitsfähig sein: Wer will schon faktisch
annonyme Riesenmails geschickt bekommen?
Zum
Steueraufkommen: Nehmen wir an, in Köln gäbe es 100.000 Mailschreiber,
die im Monat durchschnittlich 5 Cent zahlen müssen. Macht pro Jahr
rund 60.000 Euro. Davon liessen sich p.a. 40 Computerarbeitsplätze
einrichten, in Schulen und Stadtteilbibliotheken. Das ist natürlich
eine Rechnung ins Blaue.
Denn
erstens haben wir - noch! - keine gesicherten Zahlen. Und zweitens: Je
höher die Lenkungsfunktion, desto geringer die Einnahmen, das gilt
natürlich auch für die Meier-Tax. Ein Problem, das sie mit Tobin-
und Energiesteuer teilt.
Es
wäre prima, wenn Du Dich entschließen würdest, Dich der
Kampagne für eine Meier-Tax anzuschließen.
Viele
Grüße
Jendrik
(stellvertretender
Sprecher des Gründungsplenums Attac-AK Imred Köln)
PS:
Meier würde gerne selber antworten, ist aber verhindert, weil den
ganzen Tag über Medienleute ihm die Tür eingerannt haben - jetzt
ist er schnell zum Supermarkt rüber, Zahnpasta kaufen.
Unbedingt
lesen ... auch "Attac" hat reagiert - Kritik
an der Meier-Tax aus der "Zentrale"
Den
Sprung in die taz schaffte es als Gurke des Tages:
gurke
des tages
Als
Fake entpuppten sich leider sowohl der Vorschlag eines Mitglieds des globalisierungskritischen
Bündnisses Attac, wirre Weltverschwörungtheorien, die per E-Mail
verbreitet würden, mit einer Weltverschwörungssteuer zu belegen,
als auch die Gegendarstellung von Attac, mit dem Vorschlag nichts zu tun
zu haben. Beide Mitteilungen erreichten uns per Fax. Auf Nachfrage der
Wahrheit erklärte der Verantwortliche Marcus Meier, es handle sich
dabei um einen Gag, der nichts tauge.
taz
Nr. 6649 vom 14.01.2002, Seite 20, 17 Zeilen (TAZ-Bericht)
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