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Einfach mal genau(er) hingucken ...

Fast alle politischen Aktionen haben Gegner_innen: Firmen, Politiker_innen, ein hasserfüllte Mob oder andere. Viele Aktionen wenden sich gegen deren Projekte, andere Aktivitäten sollen Neues schaffen ... und treffen auf die Gegenwehr der Statthalter des Bestehenden. Um sich in der öffentlichen Meinung oder im politischen Entscheidungskampf durchsetzen bzw., mindestens genauso wichtig, viele Menschen von den eigenen Ideen und Positionen überzeugen zu können, bedarf es neben kreativer Aktionsideen und guter Strategien möglichst einleuchtender Argumente. Zwei Wege sind typisch, aber - aus verschiedenen Gründen - problematisch:

Es gibt eine dritte Möglichkeit für schlagkräftige Argumente: Die Text der Gegenseite. Regelmäßig werden auch von denen, die z.B. umweltzerstörende, menschenverachtende oder sonst anti-emanzipatorische Politiken oder Projekte durchziehen, auf Tagungen, in eigenen (oft dann nicht veröffentlichten) Studien, in Protokollen oder an anderen Stellen Schwächen benannt. Wenn es aber gelingt, ein Projekt oder eine politische Position mit Texten derer, die für sie eintreten, zu diskreditieren, ist das daraus gewonnene Argument kaum zu widerlegen - weil es ja von denen selbst kommt, die es gerne widerlegen würden.

Beispiele aus verschiedenen Kampagnen und Aktionen:

Argumente sind aber nur ein Ziel. Wer mehr über die Gegenseite weiß, kann diese besser einschätzen, kann auf Verflechtungen z.B. von Konzernen, Behörden usw. hinweisen. Außerdem braucht ein zielgerichteter Widerstand gegen Bauprojekte oder andere Vorhaben Details über den Stand der Planung, Lagepläne usw.

Hier folgen nun Ideen, wie mensch an all das herankommt, also Karten, Pläne, Texte, O-Töne und Informationen aller Art.

Akteneinsicht

Kaum zu glauben, aber wahr: In Deutschland (und anderen - zumindest EU - Ländern auch) gibt es ein ziemlich umfangreiches Akteneinsichtsrecht in alle möglichen Unterlagen - zumindest soweit sie beim Staat, bei staatlichen oder von ihm beauftragten Institutionen. Das gilt für die Bundes- und für die Landesebene, für Bezirke, Kreise, Städte und Gemeinden. Um es salopp zu sagen: Ihr könnt dort einfach reinmarschieren und in den Akten blättern. Mehr gibt es auf den Extraseiten zu den verschiedenen Akteneinsichtsmöglichkeiten:

Bibliotheken

Im Zeitalter von Wikipedia und anderen digitalen Informationsquellen gerät beschriebenes Papier immer mehr in Vergessenheit. Doch schon aus Gründen verschiedener Blickwinkel auf ein Thema oder Projekt wäre das Forschen auch in Büchern und Skripten spannend. Denn kaum etwas weist so stark einheitliche Blickwinkel auf wie das Internet, denn doch lassen sich abweichende Meinungen beliebig entfernen und ein Text in Echtzeit an den mainstream oder bestimmte Interessen anpassen. Die Fülle der Seiten im Web erlaubt dann zwar, sich selbst ein Bild zu machen, welches auf verschiedenen Quellen fußt. Doch meistens dürfte es sinnvoll sein, auch im klassischen Blätterwald nachzuschauen. Denn Bücher, Zeitschriftentexte und vor allen all die "graue Literatur", d.h. die nicht über offizielle Kanäle verbreiteten Schriften z.B. politischer Gruppen, von Künstler_innen oder aus unbekannten Quellen, bieten unersetzliche Zusatzinformationen. Insofern ist eher bedenklich, dass sowohl im offiziellen Betrieb von Aus- und Fortbildung als auch durch Gruppen mit eigenen Interessen kaum noch auf solches Material zurückgegriffen wird.

Es gibt verschiedene Bibliotheken - und alle können, je nach Thema, ihren Wert haben.

Undercover

Wer nicht erkennbar ist, einen offiziellen Auftrag simuliert oder scheinbar zur Seite des Gegenübers gehört, dringt oft in Gespräche, Treffen, Räume oder an Informationsquellen vor, die ohne Tarnung verschlossen sind. Möglich werden dann nicht nur Mithören und Zugucken, sondern auch Mitschnitte, Fotos oder Filme.

Unter falscher Flagge per Telefon

mit/ohne Mitschneiden

Kurzauftritte (Feuerwehr, ÄrztIn, KontrolleurIn usw.)
Treffen

Wo sich die

Längere Recherchen

Günter Wallraff hat gezeigt, dass sich Innereien auch sehr machtorientierter Akteure in der Gesellschaft demaskierten lassen, in dem mensch in die Struktur eintaucht und im Inneren durch (scheinbares) Mitmachen Informationen sammelt. Dafür braucht mensch einen längeren Atem - aber verschiedene Varianten sind möglich:

Gruppen/Lobbyverbände gründen

Wer länger in einer Sache aktiv ist, kann auch eine Lobbygruppe oder ähnliches auf der anderen Seite gründen - also scheinbar das unterstützen, wogegen mensch tatsächlich kämpft (oder umgekehrt: Eine Initiative, die scheinbar bekämpft, was mensch will). Auf diese Art kann nicht nur zusätzliche Aufmerksamkeit für die eigenen Positionen oder Ideen erreicht werden, in dem die scheinbare Gegengruppe auf Konflitkurs geht - halt mit schlechten Argumenten. Sondern es kann auch auf der Gegenseite mitgespielt werden, um so über dortige Strategien auf dem Laufenden zu sein. Etliche der bereits benannten Recherchemethoden sind dann auch einfacher, wenn z.B. der Zugang zu Treffen durch eine Einladung erleichtert wird. Möglich sind auch Internetpräsenzen und -foren, vielfach lässt sich ein Zugang zu den nicht-öffentlichen Foren und Austauschlisten der Gegenseite erschleichen - ob es nun Nazi- oder Unternehmens-Foren sind.

Recherchen im Internet

Das Internet ist inzwischen die größte zugängliche Ansammlung von Informationen. Diese sind zwar in der Regel interessengeleitet, aber die große Masse erlaubt es, auf sehr unterschiedliche Informationen und Meinungen zum gleichen Thema zu stoßen. Um nicht endlos suchen zu müssen oder die gewünschten Informationen nicht zu finden, lohnt es sich, die Suchmöglichkeiten im Internet und den zielgerichteten Umgang mit ihnen zu lernen.

Suchbegriffe (z.B. per Google): Hilfe/Anleitung

Ein, zwei Suchbegriffe einzugeben und dann durch endlos lange Listen zu scrollen, um am Ende etwas ganz Anderes zu finden und anzugucken - das dürfte ein weit verbreitetes Verhalten im Internet sein. Dankbar nehmen viele die Suchvorschläge von Google & Co. entgegen, die aus dem gespeicherten Nutzer_innenverhalten und eigenen Werbeinteressen errechnen, was die Benutzer_in gerade will. Schon vor dem Hintergrund von Datenschutz und Selbstbestimmung überzeugt solche fremdgeleitete Webaktivität wenig. Für gezielte Suche nach nicht so offen angebotenen Informationen taugt es eher gar nicht. Dafür ist nötig, mit den Sucheingaben genauer auf das gewünschte zu zielen. So lassen sich durch verschiedene Zeichen vor den Suchbegriffen die Ergebnisse sehr gezielt steuern, in dem z.B. bestimmte Begriffe auf jeden Fall enthalten sein müssen (z.B. mit "+" direkt vor dem Wort) oder nicht vorkommen dürfen (-). In Anführungsstriche gesetzte Texte müssen genau so gefunden werden - nützlich bei der Suche nach der Quellen von Zitaten. Auch lassen sich Zeiträume und Dateitypen eingrenzen. Es lohnt sich, die spezifischen Möglichkeiten kennenzulernen und anzuwenden, weil die Ergebnisse dadurch erheblich genauer werden (kurze Anleitung). Fast alle Suchseiten verfügen über Hilfe-Texte oder Anleitungen. Eine andere Variatne ist die Nutzung der "Erweiterten Suche", die von vielen Suchmaschinen angeboten wird. Das ist zwar mühseliger als die Eingabe der steuernden Zusatzzeichen, aber im Ergebnis ähnlich.

Rückschau

Einige besondere Internetseiten (z.B. die WaybackMaschine) bieten Rückschauen, mit Hilfe derer das Aussehen und der Inhalt von Internetseiten in der Vergangenheit abgerufen werden kann - jeweils zu bestimmten Zeitpunkten. Das ist keine Sicherheit, etwas zu finden, was inzwischen verschwunden ist, aber eine Chance, die zunächst geprüft werden sollte, wenn etwas Gesuchtes im aktuellen Internet nicht mehr zu finden ist.

Besondere Seiten mit Recherchehilfen

Neben den bekannten Suchmaschinen und oben beschriebenene speziellen Hilfen gibt es eine Vielzahl weiterer Seiten, über die besondere Inhalte und Informationen zu bekommen sind. Die folgende Liste ist unvollständig, zudem wechseln Seiten ihre Inhalte oder Webadresse immer mal wieder. Manche verschwinden sogar. Daher mag der eine oder andere folgende Link ins Leere gehen, plötzlich das Angebot kostenpflichtig sein u.ä. Weitere Informationen und Links gibt es auf einer Extraseite zu Recherchetipps.

Verzeichnisse

Zudem hält das Internet viele fachspezifische Seiten mit Informationen aller Art. Diese hier alle aufzulisten, würde den Rahmen sprengen. Am Beispiel der Themen Landwirtschaft/Gentechnik sei ein Eindruck dieser Fülle vermittelt:

Direkte Kontakte

 

Bewertungsgespräche
Unterwegs als Journalist_in, Filmemacher_in
Studien- oder Schularbeit vortäuschen (oder tatsächlich machen)
Verbündete: Gemobbte, WachschützerInnen, Studierende, einfache Angestellte

Anfragen

Presserecht

 

Anfragen in Landtagen und Bundestag

 

Kommunalparlamente

Materialien und Links