| Aktionstag gegen den Unsinn von Wahlen und für die sofortige Selbstverwaltung aller Wohnviertel | @ |
Gegen die Lüge der allgemeinen Wahlen: Demokratie ist die Herrschaftsform der Reichen und Eliten! Parlamente, Regierungen und BürgermeisterInnen nur noch für die, die sie auch wählen! Für Freiheit und Selbstbestimmung! Selbstverwaltung der Wohnviertel sofort!
Aktionstag und Demonstration am Samstag, den 20. September
03 in Gießen
12 Uhr Treffpunkt an den "Drei Schwätzer" | Demo ab 13 Uhr:
Drei Schwätzer - Marktplatz - Nordstadt
Am 7. September lief in Gießen der erste Durchgang
der Bürgermeister-Wahl über die Bühne. Die Wahlberichterstattung
stellte wie üblich die Prozentzahlen der KandidatInnen in den Vordergrund.
Erwartungsgemäß lagen die Vertreter der großen Parteien vorne
- und damit auch beide Männer. Politik ist damit die Verwirklichung des
Erwarteten, des Normalen. Die Diskussionen im Vorfeld haben keinen Einfluß
auf das Abstimmungsergebnis, sie sind der Nebel, der für die Wählenden
den Schein erzeugen soll, dass eine Wahl zwischen Alternativen besteht. Wahlen
sind die Akzeptanzbeschaffung für ein Herrschaftssystem, in dem tatsächlich
die meisten Menschen nichts zu sagen haben. Dafür müssen die Wahlen
nach allen Regeln der Kunst zelebriert werden - Brot und Spiele für die,
die nicht merken sollen, dass sie nichts zu sagen haben.
Noch am Wahlabend saß der Schock über die Wahlbeteiligung tief. Immerhin
hatten PolitikerInnen und Medien mal etwas anderes wahrgenommen als nur die
Ergebnisse der Sieger. Doch ihre Interpretation dient wiederum nur der Akzeptanzbeschaffung.
Die Sorge um die "wahlmüden" Menschen dient der Vorbereitung
noch umfangreicherer PR-Shows und Demokratiewerbung. Dabei ist das Gegenteil
sinnvoller: Das Wahlergebnis vom 7. September zeigt (wie andere Wahlen auch)
ein noch viel grausameres Bild der Realität politischer Beteiligung.
Die Reichen und Privilegierten wähhlen ihre Regierung! Der Rest muß sich fügen!
Aus all dem folgern wir:
· Wahlen und Abstimmungen sind Angelegenheit von Minderheiten. Dennoch
werden alle Menschen dem Ergebnis und der Politik der Regierenden unterworfen.
· Wahlen und Abstimmungen sind vor allem Sache der Reichen und Privilegierten.
Was sie entscheiden, müssen aber alle akzeptieren und sich unterwerfen.
· Zudem sind Wahlen keine tatsächliche Mitbestimmung, denn über
Stadtplanung, Alltagsgestaltung, Personalfragen, Verordnungen, Finanzhaushalt,
Wohnumfeld, Bildung und Arbeit wird nicht abgestimmt.
Und daher fordern wir:
· Die Politik der Stadtregierung soll zukünftig nur noch für
die gelten, die sie auch wählen.
· Auflösung aller Behörden, deren Funktion die Kontrolle und
Normierung von Leben ist: Ausländerbehörde, Arbeitsamt, Sozialbehörde,
Standesamt, Ordnungsamt, Polizei usw.
· Selbstverwaltungsrecht und Zugang zu allen Ressourcen für alle
Wohnviertel! Menschen brauchen keine Kontrolle!
Lust und Laune statt Law and Order! Selbstbestimmung
statt demokratischer Herrschaft!
www.abwehr-der-ordnung.de.vu
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