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Gefährliches Gießen: Die (Gefahrenabwehrver-)Ordnung ausbauen! |
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Demo für Knast und Strafe
Am 12.03.2004 trat die Initiative Sicheres Giessen mit einer Demonstration
für Knäste in erscheinung - Hintergrung war die Aktionswoche gegen Knast und
Repression, die zur gleichen Zeit statt fand. Wir dokumentieren hier den Flugblatt-Text
der ISG ... außerdem wurden während der Demo u.a. folgende Parolen
gerufen:
- Nicht den Normen zu entsprechen, ist ein schädliches Verbrechen!
- Jeder kann's gewesen sein - beim Strafen nicht zu sparsam sein!
- Überwacht uns Tag und Nacht, damit keiner Faxen macht!
- Freiheit ist uns einerlei - wir wollen die Gen-Datei!
- Für jeden Teppichklopfer Haft - Überwacht die Nachbarschaft!
- Was ich forder, Law and Order!
- Wer uns nicht passt, kommt in den Knast!
- Verhöre müssen wirksam sein - führt die Folter wieder ein!
- Kein Erbarmen mit den Armen
- Schily hat Recht, der Mensch ist schlecht!
- Leute lasst das Reden sein, sperrt die Teppichklopfer ein!
- Deutsche Knäste sind das Beste!
- Anarchisten sind verboten - lebenslang für die Chaoten!
- Einsperrren das bringt's nicht mehr - Todesstrafe muss jetzt her!
Gefängnisse
Grundpfeiler einer sicheren Gesellschaft
In Giessen werben linksextreme Gruppen schon zu lange für ein "Leben
ohne Justiz, Polizei, Knäste". Viele Jugendliche lassen sich von der
verfas-sungsfeindlichen Propaganda in die Irre führen. Als Initiative Sicheres
Gie-ssen (ISG) wollen wir mit diesem Flugblatt aufzeigen, warum das bestehen-de
Rechtssystem der Garant von Freiheit und Sicherheit bleiben muss.
- Ohne Gefängnisse und Polizei ist das Eigentum gefährdet. Ohne sie
wür-den sozialschwache Schichten schnell anfangen, sich Teile des Reichtums
anzueignen, für den sie täglich arbeiten, d.h. schwarz zu fahren oder
Läden zu plündern. Im schlimmsten Fall würde so die Armut verschwinden.
Das ist nicht hinnehmbar - sämtliche Konzerne würden in kürzester
Zeit das Land verlassen.
- Wenn alles allen gehören würde, gäbe es keinen Diebstahl mehr.
Ein Horrorszenario: Ganze Polizeistationen würden in die Arbeitslosigkeit
ge-schickt, tausende Beamte der Hoffnungslosigkeit übergeben. Vorbei wären
auch die schönen Zeiten, wo wir Bürger einem Straßenmusiker
ein paar Cent in den Hut warfen oder Kindern in der Dritten Welt neues Spielzeug
spendieren konnten. Sie hätten es nämlich nicht mehr nötig. Ein
solcher Zustand der sozialen Gleichheit und des allgemeinen Wohlstands ist uns
nicht zuzumuten.
- Über 70% Prozent aller Gefängnisinsassen sind Drogenbenutzer.
Wür-den Hanf, Heroin und ähnliches Substanzen frei gegeben, wären
sie viel bil-liger und einfacher zu erwerben. Die Beschaffungskriminalität
fiele auf ei-nen Schlag weg. Aber es kommt noch schlimmer: Hanf und Heroin könnten
so die Profite der Tabakindustrie und der Bierbrauereien und damit den Standort
Deutschland auf empfindliche Weise gefährden.
Ohne Gefängnisse, eine starke Justiz und gut ausgerüstete Polizisten
wäre kein Staat ernst zu nehmen. Die Menschen könnten machen, was
sie wollen - ein solches Leben nach Lust und Laune gilt es zu unterbinden. Außerdem
wären wir gezwungen, bei Problemen direkt mit unseren Nachbarn und Mitbürgern
zu kom-munizieren. Das ist nicht zumutbar - die Polizei als Ordnungsmacht lassen
wir uns nicht von politischen Wirrköpfen weg nehmen!
(Quelle: Flugblatt der Initiative Sicheres Gießen,
12.03.04)
- Bericht zur Aktion auf Indymedia
- Die Internetseite der "Initiatve
Sicheres Gießen"
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