2009: Besetzen, befreien, Gegensaaten
Rückblick auf 2008 ++ Besetzungen: Üplingen ++ Groß Lüsewitz ++ Dreileben (KWS) ++ Braunschweig (Klage) ++ Links
Vorgeplänkel
- Einwendungen gegen Cholera-Kartoffel in Groß Lüsewitz und Üplingen
- Aktionen gegen Wiederholung des Gengerstefeldes der Uni Gießen - neu bei Groß Lüsewitz
- Intensive Recherchen zum Filz zwischen Konzernen, Behörden, Forschung und Lobbyverbänden in der Gentechnik ++ Broschüre dazu
- Streit um Akteneinsicht: BVL verweigert diese und bricht damit Gesetze
- Gentechnikforscher Andreas Schier, einer der Verlierer des Jahres 2008, jammert schon mal im Voraus - Spiegel online am 2.3.2009
- Spiegel 10/2009 (S. 64 f.) am 2.3.2009 über die Konfliktsituation (wie üblich für das Magazin mit etlichen Detailfehlern, aber immerhin): Deutsch ++ englisch
Wieder ein Aktionsfrühjahr??? Auf ganzer Seite ++ FeldbesetzerInnen-Seite ++ www.gentech-weg.de.vu ++ Weiterer Text
- Termine und Aktionen der nächsten Zeit
- Die Übersicht über alle Berichte, Ankündigungen und mehr immer unter www.gentech-weg.de.vu
- Gentechniklobby jammert über zu erwartende Aktionen (DDP am 15.4.2009)
13. März: Biotechfarm in Üplingen Auf ganzer Seite ++ FeldbesetzerInnen-Seite ++ www.biogeldfarm.de.vu
Gentechnik-Schaugarten besetzt ... und geräumt!
Welch ein dramatischer Tag: Der Gentechnik-Schaugarten der BioTech Farm GmbH in Üplingen bei Magdeburg wurde am 13.3.2009 früh morgens von Anti-Gentechnik-Aktivistinnen besetzt. Zwei Betonfässer wurden auf dem Feld installiert an die sich die Aktivistinnen anketten werden, sobald die Biotechfarm das BesetzerInnencamp räumen lässt.
- Auf Gendreck-Weg: Die zwei Presseinfos der BesetzerInnen ++ Auf Social Times: Erste und zweite Presseinfo der BesetzerInnen
- Rückblick im Ticker auf genfeldbesetzung.blogsport.de
- Erster Indymedia-Bericht mit Interview ++ Zweiter Bericht ++ Text auf Gentechnikfreie-Regionen
- Bericht Volksstimme mit schönem Foto ++ Junge Welt am 14.3.2008 ++ MZ am 14.3.2009
- Film auf MDR (Sachsen-Anhalt heute am 13.3.2009, 19 Uhr), in "Liste" den Gentechnikbeitrag anwählen
- Bericht auf der Gentechnikpropagandaseite TransGen am 13.3.2009
Das waren Flyer (links) und Plakat (rechts) zur Aktion: Öffnen durch Klick ++ Turmbild als PDF
Am 17.4.2009 demonstrierten Lobbyverbände für die Forschungsfreiheit in Üplingen. Das auf den Versuchsflächen gar nicht geforscht werden kann, weil Versuchslabore fehlten, verschwiegen sie lieber ... die Volksstimme (Tageszeitung der Region) kündigte die Demo groß an un berichtete aber am Folgetag mit einem großen Text und gab den BefürworterInnen der Gentechnik breiten Raum.
Aus einer Pressemitteilung und Berichtsseite des Lobbyverbandes InnoPlanta zur Demo am 17.4.2009:
„Für den Wissenschaftsstandort Deutschland wünschen wir uns, dass die Politik auch diese Stimmen hört. In Zeiten des Klimawandels und knapper Agrarmärkte brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, die die Erforschung neuer Technologien zur Lösung der künftigen Probleme in der Landwirtschaft ermöglichen“, sagt K. Mönch,
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. ...
Im Schaugarten Üplingen werden bereits im zweiten Jahr neueste Innovationen aus dem Bereich der Pflanzenzüchtung gezeigt. Neben konventionellen Energiepflanzen werden auch gentechnisch veränderte Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben angebaut und mit begleitender Sicherheitsforschung untersucht. „Wir arbeiten an der Entwicklung und Validierung neuer Methoden zur Bewertung des Verhaltens gentechnisch veränderter Pflanzen in der Umwelt. Wir glauben an den Rechtsstaat. Unser Recht auf Forschungsfreiheit werden wir durch kriminelle Aktivisten nicht einschränken lassen“ so Kerstin Schmidt, Geschäftsführerin der Betreiberfirma des Schaugartens Üplingen.

Unglaublich platt: Null Argumente, aber viel Parolen - LobbyistInnen, gekaufte Bauern und ein paar mehr bei der Demo am 17.4.2009 in Üplingen. Das Foto erschien neben dem einseitigen Artikel in der Volksstimme am Tag darauf.
- Neuer Besetzungsversuch vom 17. bis 19. April. Pressemeldung dazu ... ++ Besetzerseite ++ Indymedia 15.3.2009 (Fotos!)
AgroBioTechnikum (ab 3.4.2009) Auf ganzer Seite ++ Aktionen gehen weiter! ++ Seite zum AgroBioTechnikum
Von Besetzung bis Räumung: Obiger Bericht auf Indymedia ++ Pressemitteilung der BesetzerInnen am 3.4.2009- Presseveröffentlichungen zur Besetzung: Erste DDP-Meldung früh am Morgen ++ Hamburger Abendblatt ++ Ostseezeitung ++ Cybergolf ++ Welt online
- Presseveröffentlichungen nach der Besetzung: MV-Ticker ++ DDP ++ Norddeutsche Nachrichten
- Text in Gießener Zeitung am 3.4.2009
- Stellungnahmen und Erklärungen: Grüne begrüßen Besetzung ++ FDP distanziert sich und spricht von Kriminellen ++ Landwirtschaftsminister fordert endlich bundesweite Klärung ++ Peinlich einseitiger Bericht auf TransGen mit Falschmeldung, dass Feld schon geräumt sei (veröffentlicht um 14 Uhr des 3.4. - Hintergründe zu TransGen hier)
- Presseinformation am 4.4.2009: "Kriminell ist nicht der Widerstand, sondern die Gentechnik"
- Informationsseite zu Versuchen am AgroBioTechnikum und zu den Seilschaften drumherum
Ab 6. April: Mehr Aktion am AgroBiotechnikum Auf ganzer Seite ++ Aktionsseite der BesetzerInnen
- Presse zu Aktionen in den Tagen danach: MVregio am 6.4.2009 ++ ProPlanta ++ Ostseezeitung ++ dpa/NNN am 8.4.2009
- Weiterer Indymedia-Text mit Hintergründen und Rechtsbrüchen bei den Genversuchen
FDP hetzt gegen AktivistInnen (8.4.2009)
Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich nicht durch teilweise kriminell handelnde Aktivisten und die von ihnen organisierten Demonstrationen, ob in München, Üplingen oder Groß Lüsewitz, beeinflussen zu lassen. Kriminelle Handlungen haben keinerlei Rückhalt bei den Menschen im Land.
Presseinfo zum Stand der Dinge an Ostern 2009
Aus der Mahnwache am Genversuchsfeld bei Groß Lüsewitz (12.4.2009)
FeldbesetzerInnen fordern:
Der Agro-Gentechnik den Todesstoß versetzen!
Erstes Genversuchsfeld nahe Rostock ausgesät – Proteste halten an!
Polizei und WachschützerInnen patrouillieren entlang des
kilometerlangen Zaunes. Irgendwo auf der weiten Flur ist eine kleine
Fläche mit Vogelschutznetz und Kaninchendraht gesichert: Genetisch
veränderter Weizen soll hier stehen – das erste Feld der neuen
Saison. Am 3. April hatten GentechnikgegnerInnen dieses Feld nahe
dem Dorf Sagerheide noch besetzt gehalten. Dann kam die Polizei und
räumte die Fläche frei für die VersuchsbetreiberInnen aus dem
nahegelegenen Dorf Groß Lüsewitz. Dort steht das Agrobiotechnikum,
ein mit vielen Millionen Steuergeldern hochgezogenes Gründerzentrum
für Gentechnik in der Landwirtschaft. Doch die AktivistInnen setzten
nach und errichteten eine Mahnwache direkt am Zaun, der diesen
wichtigsten Genversuchsstandort in Deutschland umgibt. Seitdem sind
die Felder zum Austragungsort des Streites um die grüne Gentechnik
geworden.
Weitere Aussaaten stehen unmittelbar bevor!
In den kommenden drei Wochen werden die meisten weiteren Felder mit
gentechnisch veränderten Pflanzen angelegt werden. Selbst wenn der
im letzten Jahr noch kommerziell genutzt MON810-Mais durch die
Landwirtschaftsministerin verboten werden sollte, bleibt für die
GentechnikkritikerInnen viel zu tun: KWS, Bayer, BASF, etliche
Kleinstfirmen und Uni-Institute wollen riskante Experimente mit
Kartoffeln, Gerste, Weizen und Petunien durchführen. Auf diesem
Höhepunkt der Auseinandersetzung rufen die AktivistInnen zu einem
Aktionswochenende (17. bis 19. April) auf – gleichzeitig an vielen
Feldern und vor Firmen! Die Kritik richtet sich gegen die
Gentechnik, aber auch gegen andere Formen der Industrialisierung von
Landwirtschaft. Geplant sind Maistausch und Gegensaaten in Bayern,
Besetzungen in Üplingen (Genfeld) und Alt Tellin (Ferkelmastanlage)
sowie Fahrraddemonstration und Firmenbesuch bei der KWS in Einbeck. "Es wird Zeit, dass sich die bestehende gentechnikkritische Mehrheit
auch dort zeigt, wo die Entscheidung fällt: An und auf den Feldern,
vor und in Behörden und Firmen", hoffen die AktivistInnen, die auch über Ostern ihre Mahnwache und Aktionen an den Genfeldern nahe Groß
Lüsewitz fortsetzen. Allein auf ein Verbot der Gentechnik durch die
Bundesregierung wollen sie sich nicht verlassen. Selbst wenn es
käme, würden Behörden, Konzernen und Lobbyverbänden weiter an ihrem
Ziel festhalten, die Gentechnik überall zu verbreiten. Zwischen
ihnen bestehen enge Seilschaften, so dass Genehmigungen und Gelder
im Interesse der Gentechnikfirmen vergeben würden. Außerdem liefen
gerade die riskanten Freisetzungsversuche in Üplingen, Groß Lüsewitz
und die Versuche auf Konzernflächen auch dann weiter, wenn der
Genmais verboten würde. Mit Millionengeldern wird dort die Forschung
an Nahrungs- und Energiepflanzen vorangetrieben. "Es ist völlig
absurd", schimpfen die GentechnikgegnerInnen. "Die Ministerin überlegt, Gentechnik zu verbieten und startet gleichzeitig im
eigenen Ministerium die Förderung der biotechnologischen Entwicklung
von Energiepflanzen!" Die grüne Gentechnik werde nur dann dauerhaft
verschwinden, wenn sie nicht mehr durchsetzbar ist gegen die
Menschen. Die müssen wieder lernen, sich zu wehren. Das Wochenende
vom 17.-19. April könnte dazu ein guter Anfang oder weiterer
Höhepunkt sein. Die verschiedenen Aktionen sind auf der Seite
www.gentech-weg.de.vu zusammengestellt.
Nach der Mahnwache ...
Mysteriöses tat sich Mitte Mai. Die BILD-Zeitung meldete sich bei Personen aus dem Umfeld der Besetzung. Sie hatte erfahren, dass die Versuchsfelder zerstört wurden. Recherchen ergaben nichts - nirgendwo tauchte die Meldung auf und auch die VersuchsbetreiberInnen machten nichts öffentlich. Eine Ente? Als in den Wochen danach weitere Berichte über Feldzerstörungen auftauchten (an anderen Orten), und auch dort nie irgendwelche Informationen (außer z.B. BekennerInnenschreiben) nach außen drangen, machte alles den Eindruck einer einheitlichen Strategie: Totschweigen. Gentechnik im Dunkeln weiterführen. In der Tat - so war es auch am AgroBioTechnikum. Das Geschehen vor Ort auf dem Feld war eindeutig:
- Neue Felder wurden angelegt (waren die überhaupt genehmigt?) - offenbar als Ersatz für die Zerstörungen. Der Zeitpunkt war absurd ... es war die Ende Mai! Gerste kommt sonst Ende Februar/Anfang März in die Erde ...
- Ende Mai standen auf den Versuchsflächen mindestens zwei mit Vogelnetzen gesicherte Flächen und ein reichlich zerzaustes Weizenfeld (25-30cm hohe Pflanzen). Angemeldet waren aber nur insgesamt zwei Flächen.
- Rundum-Kameras wurden installiert.
Schließlich verriet eine Zeile im Standortregister: Ja, hier hatte eine Feldbefreiung stattgefunden. Sie wurde komplett verschwiegen. Die Versuche wurden neu gestartet oder werden fortan ganz simuliert (was angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit ohnehin ungefähr dasselbe ist). Mit Wissenschaft hat das erneut nichts zu tun, wohl aber mit viel Geld!

- Illegales zweites Gengerstefeld angelegt!!! Strafanzeige gegen Kogel, Langen, Broer und Schmidt!
- Seite zu Versuchen am AgroBioTechnikum, dem Filz und dem Streit um den Gengerstenversuch
- Extra-Seite zum Ablauf des Gerstenversuchs 2009: Vorphase, Antrag und Genehmigung, Klagen, Aussaat und Feldbefreiungen, illegales Zweitfeld und Strafanzeige, Vertuschung und das Wirken der Gentechnik-Seilschaften ...
Illegale Felder, Strafverfahren und neue mysteriöse Informationen
Die Versuchsfelder des AgroBioTechnikums kamen nicht mehr zur Ruhe. Neben dem beschädigten Gengerstefeld wurde ein zweites angelegt - ohne jede Genehmigung. Das ist nicht nur illegal, sondern eine Straftat - bis zu 3 Jahre drohen denen, die das tun. Doch die Überwachungsbehörden blieben untätig. Erst Strafanzeigen brachte die Sache ins Rollen. 3,5 bis 4 Wochen standen zwei Gerstenfelder in der Landschaft - nur eines war genehmigt. Erst nach der Strafanzeige wurde ein Feld vernichtet. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Am 1. Juli luden KritikerInnen zu einer Inspektion und informierten über weitere Verstöße gegen Sicherheitsauflagen. Zufall oder nicht - in der Nacht danach wurden offenbar mehrere der Versuchsfelder beschädigt oder ganz zerstört. Die Medienberichte aber wurden durch eine ganz andere Nachricht geprägt: Ein Wachmann sei dabei niedergeschlagen und verletzt worden. Sofort hagelte es Distanzierungen - ob von der Linken (die bislang eher durch peinliches Schweigen zu den Skandalen in Mecklenburg-Vorpommern auffiel) oder aus CDU und SPD. Doch worauf deren Annahme eines verletzten Wachmannes eigentlich basierte, ist bislang völlig unklar. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass gezielte Falschmeldungen der Gentechniklobby die Skandale der eigenen sogenannten "Forschung" vertuschen soll.
- Im Nordmagazin (NDR-Fernsehen) wird am 2. Juli 2009 eine Kurzmitteilung verlesen, nachdem nach Aussagen der Polizei ein Wachmann leicht verletzt wurde und die fünf Täter anschließend ein Genfeld mit einer unbekannten Flüssigkeit überschüttet hätten (eine bereits in sich recht krude Story)
- Erste Meldungen über zerstörte Flächen und am Kopf verletzten Wachmann in Printmedien bzw. deren Internetseiten stellen das Geschehen bereits abweichend vom NDR dar - nämlich dass der Wachmann am 2.7.2009: Ostseezeitung ++ ddp ++ ddp nochmal und nochmal (Zitat: "schlugen sie ihn mit Fäusten und verletzten ihn leicht")
- Extra-Seite zum Gengerstefeld und den Reaktionen auf die Zerstörung in der Nacht 1. auf 2. Juli 2009
Strafverfahren gegen BesetzerInnen!!!
Staatsanwaltschaft und Amtsgericht Rostock schützen nicht nur die GentechnikerInnen, sondern machen erstmalig in der Geschichte der Gentechnikproteste eine Anklage wegen Feldbesetzung. Nicht nur das: Am 27.1.2010 flatterten Strafbefehle bei etlichen mehr oder weniger beteiligten AktivistInnen an der Feldbesetzung im Frühjahr 2009 in Sagerheide (östlich Rostock am AgroBioTechnikum, www.aggrobiotechnikum.de.vu) ins Haus. Fast 20 Jahre versuchen Staatsanwaltschaften schon, Feldbesetzungen anzuklagen - finden aber keinen passenden Paragraphen. Die schon bekannt gentechnikfreundlichen Justizbehörden in Rostock machten das nun gegenteilig: Sie erließen gleich eine Art Urteil ohne jegliche Anhörung, ohne Gerichtsverfahren usw. Das dürfen RichterInnen nur, wenn sie nach Aktenlage "keine Bedenken" gegen die Verurteilung haben. Nun - die AktivistInnen werden wohl Widerspruch einlegen und dann kommt es doch zum Gerichtstermin ... irgendwann im Laufe des Jahres wird dann zu sehen sein, wieso die Rostocker Justiz "keine Bedenken" hatte und wie gut dann die Seilschaften von Uni Rostock, Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und Rostocker Justiz zusammenhalten.
Dreileben: Versuchsfeld der KWS (ab 15.4.2009) Auf ganzer Seite ++ Aktionsseite der BesetzerInnen
Berichte von der Besetzung
- TAZ-Artikel über Widerstand allgemein und die Besetzung in Dreileben (16.4.2009) ++ ebenso in: Junge Welt, 16.4.2009 (S. 1)
- Volksstimme am 16.4.2009 ++ Sachsen-Anhalt heute (MDR-Fernsehen) am 15.4.2009, 19 Uhr
- Berichte auf Basis eines DDP-Textes: PR-inside ++ Ad-hoc-News
Nach der Besetzung, zu weiteren Aktionen ...
- Bericht in der HNA vom 16.4.2009 mit Ankündigung von Aktionen am Wochenende danach
- Ticker zu Kritik und Widerstand gegen die Gentechnik (18.4.2009)
Räumung hat nichts gebracht: Feldbefreiung beim KWS-Genversuch Auf ganzer Seite
- Naumburger Tageblatt zur Feldbefreiung am 3.6.2009
- KWS legt Feld neu an: Pressemitteilung ++ Änderungsmitteilung im Standortregister
Braunschweig: Veranstaltungsreihe, Besetzung und Mahnwache (ab 11.4.2009)
- Extra-Seite zu Veranstaltungen, Fahrraddemo und mehr ...
Am 24.4.2009 dann hieß es:
"Versuchsfeld in Braunschweig besetzt!!!
Kommt heraus und unterstützt den Versuch, die Gentechnik auf dem Acker westlich von Braunschweig zu verhindern. Einfach zu finden: Per Fahrrad Richtung "PTB/Kanzlerfeld" oder per Bus "M 11" Richtung Lamme. Direkte Anfahrt zum Haupteingang des Geländes - besetzte Fläche von dort ca. 500m nach rechts. Ob der Zugang offen ist oder von Sicherheitskräften versperrt wird, ist zur Zeit nicht abschätzbar. Ebenso ist unklar, ob es zu einer direkten Räumung (also im Laufe des Freitags) kommt. Also umso wichtig: Auf zum Protest vor oder auf dem Genversuchsfeld."
24. April: Maisfelder der RWTH in Braunschweig besetzt Auf ganzer Seite ++ Aktionsseite
Lageplan des besetzten Feldes an der Bundesallee
Zugang wäre (wenn nicht versperrt) über dieses Tor gegenüber dem Fuß- und Radweg nördlich des Stadtteils Kanzlerfeld möglich. Das Foto stammt aus dem Jahr 2008, im Hintergrund ist das Versuchsfeld mit Mai zu erkennen. Das sollte 2009 verhindert werden!
Hintergründe: Genfeldbesetzung Braunschweig Auf ganzer Seite ++ Aktionsseite ++ Interviews als PDF
- Braunschweiger Zeitung zur Fahrraddemo am 25.4.2009
Räumung am Montag, den 27.4.2009 Auf ganzer Seite ++ Aktionsseite ++ Räumungsverfügung der Stadt BS

Blick vom Zaun auf Räumung (Quelle: BIBS-Forum ... dort noch Debatten und mehr Infos)
- DPA-Fotoseite bei NWZ-Online
- Bericht zur Räumung auf www.biosicherheit.de und bei ProPlanta
- Presseerklärung des Von-Thünen-Instituts zur Räumung
Mahnwache vor den Versuchsfeldern
- Internetseite der GentechnikkritikerInnen mit Terminen der Veranstaltungsreihe ++ Mahnwache bis 23.5., dann bis 1.6. verlängert!
- Bericht vom Alltag auf der Mahnwache in der Braunschweiger Zeitung am 2.5.2009
- Weitere Aktionen am und auf dem Gelände: Bericht in Braunschweiger Zeitung am 16.5.2009
- Indymediatext zur Mahnwache in der letzten Maiwoche 2009
Sonstige Infos zu Gentechnikkritik und Aktionen in Braunschweig
- Extra-Seite zu den Genversuchsfeldern in Braunschweig ++ Doppelseite in der BIBS-Zeitung August 2009 (S. 6/7)
- Bericht zur Absage eines weiteren Versuchs mit Ankündigung von Aktionen in der Braunschweiger Zeitung (18.4.2009)
- 1. Juni: Gründung der gentechnikfreien Region Braunschweig
Nachspielzeit: Klage eines Betroffenen gegen die Räumungsverfügungen der Stadt (5 A 76/09)
- Presseinfo dazu am 10.5.2009 ++ bild.de
- Stellungnahme der Stadt Braunschweig zur Klage (mit seltsamen Behauptungen, z.B. dass da ohnehin keine Maisaussaat mehr geplant war usw.)
Auszüge aus der Akte beim Verwaltungsgericht:

Oben: Schreiben der Versammlungsbehörde, in dem bereits Zweifel an der Rechtmäßigkeit der (zu dem Zeitpunkt noch geplanten) Versammlungsauflösung benannt werden. Unten: Schreiben der Rechtsanwälte an die Stadt Braunschweig am 27.4.2009.
Nachfolgend dann noch ein Vermerk aus der Stadt, in dem diese selbst feststellt, keinerlei Erkundigungen zur Lage vor Ort eingeholt zu haben.
- Stellungnahme des Kläger am 7.7.2009 zum Schreiben der Stadt Braunschweig
- Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 7.9.2009: vTI wird als Verfahrensbeteiligter beigeladen ... und soll Fragen beantworten ++ Stellungnahme des VTI am 28.10.2009 ++ Entgegnung des Besetzers vom 16.11.2009 ++ Erneute Stellungnahme vTI (12.1.2010)
- Gericht lädt zum Prozesstermin (10. März 2010 um 10 Uhr im Saal 1), setzt Frist für Stellungnahmen und gewährt Prozesskostenhilfe
- Stellungnahme des Klägers (Feldbesetzers), letzte Stellungnahme der Stadt Braunschweig (1.2.2010) und nochmal das vTI (8.2.2010) vor dem Prozess
Dann plötzlich die Wende: Das Gericht schlägt selbst einen Vergleich vor. Danach war die Räumung rechtswidrig, bei zukünftigen Versammlungen muss jeweils abgewogen werden, ob eine solche durchgeführt werden kann. Die Kosten - auch das ein Zeichen dafür, dass die Stadt "Verlierer" des Verfahrens ist - werden so aufgeteilt, dass die Stadt 80 Prozent der Kosten zu tragen hat. Die Stadt stimmte zu - und dann der Kläger auch. Doch all das war nur ein mieser Trick. Stadt und Gericht haben offenbar gekundelt - jedenfalls war wenige Stunden später der Vergleich bereits das Papier nicht mehr wert, auf dem er geschrieben wurde. Denn die Stadt verbot ohne jegliche Abwägung eine Demo auf dem Gelände. Das Gericht bestätigte die Sichtweise ...
- Brief mit Vergleichsvorschlag des Gerichts am 4.3.2010 ++ Braunschweiger Zeitung wertet Vergleich als Niederlage der Stadt (8.3.)
- Stadt stimmt am 8.3.2010 zu, der Kläger auch
- Gericht sagt den Gerichtstermin am 8.3.2010 ab ++ Stadt feiert Vergleich als ihren Sieg in Presseinfo am 8.3.2010: "Das Eingreifen der Stadt sei richtig gewesen"
- Parallel: Die Stadt verbietet eine Demonstration am 10.3.2010 auf dem Gelände. Eine Abwägung der Interesse findet sich im Verbot nicht. Dabei hatte die Stadt den Vergleich unterzeichnet, nachdem sie das fortan tun würde!
- 9.3.2010: Demoanmelderin reicht Klage und Eilantrag beim Verwaltungsgericht ein
- Noch am gleichen Tag lehnt das Gericht die Klage ab (gleich mit Presseinfo). Auch hier: Eine Abwägung der Interesse findet nicht statt. Noch absurder: Das Gericht nimmt als Argument, dass auch die Besetzung 2009 schon illegal gewesen sei - dabei hatte das Gericht mit seinem Vergleich gerade die Klärung dieser Frage selbst verhindert. ++ ddp am 9.3.2010 ++ Und wieder: Stadt feiert am 9.3.2010 alles als Erfolg ab ++ Spätere Beschluss des Gerichts zum Vergleich (11.3.2010)
Kungeln in Gerichten und Stadtverwaltung ermutigen - wie sollte es anders sein - die Gentechnikseilschaften. Der selbsternannte Sicherheitsforscher am vTI, Christoph Tebbe (inzwischen selbst Teil der Seilschaften, denn er sitzt in der Zulassungskommission der EU für gv-Pflanzen), nutzte die Gelegenheit gleich, um für mehr Genfelder in Braunschweig zu werben. Aus einem Interview in der Braunschweiger Zeitung, 9.3.2010: " ... natürlich wollen wir uns auch erneut beim Bundesforschungsministerium um weitere Forschungsaufträge bewerben. Vorausgesetzt, es geht dabei um Maispflanzen. Das VTI ist auf die Untersuchung von Mais spezialisiert. Da Mais eine außerordentlich hohe Bedeutung für die Landwirtschaft hat, gehe ich persönlich davon aus, dass auch in Zukunft am VTI an Genmais geforscht wird."
Das Drama des 10.3.2010
- Ein Anwalt (beim OVG herrscht Anwaltszwang) legt Beschwerde ein
- Kurz vor der Demo kommt der Beschluss ... wieder abgewiesen. Stadt und Justiz halten sich nicht an den Vergleich - und decken sich gegenseitig. Und da der Staat seine Genfelder schützt (hier: Institutionen aus dem Ministerium von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner), wird eine Hundertschaft Polizei geordert, um die Gentechnik-Seilschaten und ihre riskanten Experimente vor den Menschen zu schützen. Das sieht dann so aus:



Fotos vom 10.3.2010: Barrikadierter Eingang, Polizeiblockade zum Demostart und die VTI-Verwaltungsherren in Polizeisektor.
Darunter: Pferde und entlang der Straße immer wieder Mannschaftswagen als Schutz (größer durch Draufklicken).
Nachspielzeit 2: Strafverfahren gegen BesetzerInnen
Ermittlungsverfahren gegen BesetzerInnen eingeleitet mit juristischem Rundumschlag: Nötigung (!), Hausfriedensbruch, Widerstand (kommt ja immer, wenn Polizei und Justiz einfach mal durchprobieren), Sachbeschädigung, Verstoß gegen Versammlungsrecht, Verstoß gegen das Niedersächsische Waldgesetz. Aus der Vorladung:
- Die ganze Liste der Strafanzeigen wegen der Braunschweiger Feldbesetzung ... viel hilft viel!
Ein weiteres Verfahren gegen "Captain Kirk", der sich in der Braunschweiger Zeitung selbst des bösen Aktes der Kreidemalerei bezichtigte, leiteten Staatsanwaltschaft und Gericht (per Strafbefehl) auch gleich ein Verfahren ein. Sie meinten, einen der Ex-Besetzer in dem Namen entlarven zu können. Ein Verhandlungstermin fand auch statt - dann stellte das Gericht das Verfahren doch lieber ein ...
Nachspielzeit 3: Verfügungen gegen BesetzerInnen
Außerdem gibt das vTI gibt ordentlich Geld aus, um die Ex-BesetzerInnen mit Unterlassungserklärungen zu überziehen. Die sollen nie wieder das Gelände betreten (obwohl dort wichtige Bundesbehörden, unter anderem das Bundesamt für Verbraucherschutz, sitzen), für alle möglichen Schäden aufkommen und auch noch die Anwaltsgebühren für diese Tirade von Texten zahlen. Machen die aber nicht, sondern wehren sich. Darauf wird ein Gerichtsverfahren eröffnet und für den 28.1.2010 zum ersten Verhandlungstermin nach Braunschweig geladen - hier der Flyer zum Prozess und zu Veranstaltungen rundherum.
- Klage des VTI (Fotos in der Anlage)
- Erwiderung eines Beklagten und seines Anwaltes
- Ladung zum 28.1.2010 durch das Landgericht
- Zusatzschriftsätze eines Beklagten und seines Anwaltes zu formalen Zuständigskeitsfragen
- Stellungnahme des VTI am 8.1.2010 zur Erwiderung des Beklagten
- Entgegnung zur VTI-Stellungnahme am 22.1.2010 ++ Vorberichte: taz vom 26.1.2010 und Braunschweiger Zeitung, 27.1.2010
Das Verfahren begann mit hohen Sicherheitsvorkehrungen und dadurch drei (!) Stunden Verspätung. Dann trug der Vorsitzende Richter lange den Sachstand vor - für das vTI klang das nicht gut. Viele Pannen und Fehler in der Klageerhebung wurden offensichtlich. Gerettet wurde das vTI aber durch einen der Anwälte der Beklagten, der - ohne Rücksprache mit seinen MandantInnen - einen Vorschlag machte zur gütlichen Einigung, der für das bedrängte vTI noch ziemlich günstig war. Entsprechende Freude auf der Klägerseite war unübersehbar - und Verärgerung auf der Beklagtenseite. Doch in einer Pause wurden die Vorschläge so überarbeitet, dass mensch damit leben kann. Der Anwalt, der den unabgestimmten Vorschlag eingebracht hatte, verkündete, dass der neue Vorschlag "null Prozent" Chance habe. Die AktivistInnen und der andere Anwalt brachten das trotzdem ein - und die null Prozent reichten. Der abgeschlossene Vergleich sieht nun so aus:
1. Die Beklagten verpflichten sich, es zu unterlassen, das Grundstück der Klägerin (dann folgen Grundbuchdaten) rechtswidrig zu betreten oder dort rechtswidrig zu verteilen.
2. Dabei sind sich die Parteien darüber einig, dass das Versammlungsrecht der Beklagten durch diese Vereinbarung nicht berührt wird.
3. Die Kosten werden gegeneinander aufgehoben.
- Berichte dazu in der Braunschweiger Zeitung: Kurztexte am 28.1. morgens und nachmittags ++ Bericht am 29.1.2010
- Indymediabericht mit weiteren Links ++ Blog ++ Hinweis auf dem Infodienst Gentechnik
Bericht dazu in der taz nord am 29.1.2010:
Mit einem Vergleich ist gestern vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess
um die Besetzung eines Genmais-Ackers zu Ende gegangen. Im April 2009 hatten
sich acht Aktivisten auf dem Gelände des Von-Thünen-Instituts der
Bundesagraranstalt an einen Betonblock gekettet. Verhindern wollten sie die
Aussaat einer gentechnisch veränderten Maissorte zu Forschungszwecken. Die
Aktivisten sicherten zu, das Gelände künftig "nicht rechtswidrig zu
betreten". Die weiteren Punkte - darunter Hausfriedensbruch und
Schadenersatz
- wurden fallengelassen. Die Gruppe will am 10. März angemeldet vor dem
Institut demonstrieren.
Gegensaaten
Bericht auf NDR 1 am 4.5.2009 zur Aussaat von Amflora-Kartoffeln
Derweil haben Gegner der Gentechnik am Montag gegen das Projekt protestiert. Der Agrarreferent der Umweltorganisation BUND, Burkhard Roloff, sagte, Aktivisten und Mitglieder einer Bürgerinitiative hätten den Acker mit zehn Kilogramm Biokartoffeln symbolisch "verunreinigt". Die Kartoffeln der Sorte "Linda" seien geworfen oder mit Gummigeschossen auf den Acker befördert worden. Die Polizei beendete die Aktion und erteilte Platzverweise wegen Hausfriedensbruchs. ++ Weiterer Bericht auf Nordkurier und Indymedia
Kartoffelzwille Richtung Genversuchsfeld Auf ganzer Seite
Zusammenfassung: Aktionen hier, Jammern und Hetzen dort
Widerstandfrühling 2009 auf den Genfeldern Auf ganzer Seite ++ Aktionsseite
Perverse Vergleiche der FAZ am 19.4.2009 : Gentechnik verhindern ist wie der Nationalsozialismus?
Viele Länder erlebten Vandalismus, aber Deutschland sei das einzige demokratische Land, in dem Hochschulen vor den Öko-Strolchen kapitulierten, schreibt Henry Miller, amerikanischer Wissenschaftler der Denkfabrik Hoover. Er warnt, nun würden gewalttätige, technologiefeindliche Aktivisten Blut lecken und Forschungsrichtungen als "entartete Forschung" flächendeckend mobben. Miller zieht Parallelen zur "Entarteten Kunst" des Nationalsozialismus, der damals avantgardistische Künstler vertrieb. Der Vergleich ist nicht abwegig. Die Bereitschaft, so hohe ideelle Güter wie die Forschungsfreiheit dem Mob zu opfern, schockiert dann doch. Forscher berichten, dass sie inzwischen nur noch unter außergewöhnlichen Schwierigkeiten Versuchsfelder finden.
Weitere Übersichten und Zusammenfassungen zu den Aktionen
Aus einer Informationssammlung des US-Landwirtschaftsministeriums
++ Link: http://bit.ly/1yfNcM
Biotech Field Destructions Continue | Biotechnology | Berlin | Germany |
6/22/2009
Anti-biotech groups have continued their destruction in 2009. By the end
of May 2009, the German Plant Breeders Association (BDP) already
reported six cases of research plot destructions and occupations in
Germany this year. Since there is no commercial cultivation of biotech
crops allowed in Germany, activists are concentrating their destructive
work on research fields and research installations.
Biotech Field Destructions Continue_Berlin_Germany_6-3-2009.pdf
Feldbefreiungen
Gentech-Bäume in Pillnitz gefällt: 700.000 Euro Schaden! Auf ganzer Seite
Zum Mitlachen: Ohne Gentechnik leben wir wie Affen auf den Bäumen! (Quelle: Kanal8)
Umweltminister Frank Kupfer dazu: „Hoffentlich sind die selbsternannten Retter von Mensch und Umwelt zu Fuß nach Pillnitz gelaufen, waren mit einem Fell bekleidet und haben die 270 Bäume mit dem Faustkeil abgehakt. Das ist nämlich die Konsequenz aus Fortschrittsfeindlichkeit. Hätte die Menschheit niemals Neues gewagt, dann würden wir heute noch wie Affen auf dem Bäumen herumturnen."
Und auf agrarheute: "Sind also als nächstes die Apotheken und Krankenhäuser dran?" fragte er provokativ.
- Die ganze Stellungnahme des Umweltministers ++ Und Distanzierungen aus FDP, Grünen und CDU
- Berichte: ddp ++ MDR ++ www.biosicherheit.de ++ JKI-Stellungnahme ++ Hasstext in der BILD-Zeitung ++ transkript ++ auf www.biotechnologie.de
Vorauseilend gehorsam zum "nützlichen Idioten" werden: Peinliche Distanzierungen
Aus der Stellungnahme des Öko-Landbauverbandes Gäa am 3.6.2009
Der bundesweit anerkannte Anbauverband für die ökologische Land- und
Lebensmittelwirtschaft Gäa e.V. – Vereinigung ökologischer Landbau mit Sitz in Dresden
distanziert sich von dem Anschlag gegen das Julius Kühn Institut in Dresden Pillnitz am
vergangenen Wochenende, wo über 250 zum größten Teil genmanipulierte Apfelbäume
durch Unbekannte zerstört wurden. „Wir fühlen uns doppelt betroffen“, sagt Gäa Vorsitzende Kornelie Blumenschein. „Die
Zerstörung fremden Eigentums darf generell nicht toleriert werden, ganz gleich welche
Motive dahinter stehen.“ Die Zerstörer der Genapfelfläche in Dresden Pillnitz erschweren mit
ihrer Aktion die weitere Gesprächsbereitschaft der Sächsischen Politiker mit allen, die sich
fachlich kompetent und engagiert für eine gentechnikfreie Lebensmittelwirtschaft in Sachsen
einsetzen.
- Immerhin: Inhaltlichen hatten sie (mit anderen) etwas Brauchbares veröffentlicht als Kritik am Apfelbaum-Versuch
- Pillnitzer Erklärung gegen Gentechnik im Obstbau (als PDF)
Zu seltsamen Beobachtungen rund um Feldbefreiungen 2009
Die Attacke auf die Apfelbäume in Dresden-Pillnitz war die erste, die größer bekannt wurde. Warum? Offenbar auch nicht durch die Betreiber, sondern durch Polizei. Das JKI (Bundesbehörde, die hier selbst gentechnische Experimente macht) in seiner Stellungnahme: "Die Kriminalpolizei hat Täterspuren gesichert und hat den Vorfall öffentlich gemacht im Rahmen ihres täglichen Polizeiberichts."
Mehr Feldbefreiungen 2009
Halmverkürzungsmaßnahme auf bayerischem Maisfeld Auf ganzer Seite
- Presseartikel zum Maisfeld in Kitzingen ... sollte auch verschwiegen werden ++ ProPlanta am 1.7.2009
Feldbefreiungen am AgroBioTechnikum - kaum noch Versuche übrig! Auf ganzer Seite
- Extra-Seite zum dramatischen Ringen um Gengerstefeld und Versuchsfelder beim AgroBioTechnikum
Mehr Aktionen
Aktionstage gegen Gentechnikseilschaften der Börde Auf ganzer Seite ++ Aktionsseite
Blockade des Bildungsministeriums Auf ganzer Seite ++ Weiterer Bericht ++ Seite zur Aktion
- Für die Aktionstage gestarteter Blog zu Gentechnik-Seiltschaften mit Berichten und Fotos der Aktionswoche
- Bericht mit Foto am 22.9.2009
Materialien
Holt Euch die Bilder des Frühjahrs 2008 nach Hause ... mit dem Fotokalender "Genfelder befreien!" (Kalenderüberkleber für 2010, auch in Farbe) oder einer Veranstaltung: Fragt an und jemand kommt zu Euch mit Berichten und Filmausschnitten - Ihr organisiert Raum und Werbung! Werbeblatt (PDF) ++ CD mit Filmen
Links
- Aktionen in 2008
- Feldbefreiungen und direkte Aktionen überall ++ Aktions-Wiki mit Übersicht über gelaufende Aktionen in diesem Jahr
- Feldbefreiung bei Wikipedia
- Überregionale Aktion einmal pro Jahr: Gendreck weg!
- Ausstellung zu allen Aktionen im Frühjahr 2008 (PDF) ++ exhibition translated in english (PDF, not all pages) ++ 3-seitiger Auswertungstext der Frühjahraktionen (PDF)


