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Argumente

Protestseite gegen Gießener Gentechnik
So sah die Seite 2007 aus, als zwei Felder geplant waren

Es sollte damals zwei Genfelder in Gießen geben - beide von der Uni Gießen. Die betrieb zudem in Groß Gerau noch weitere Genversuche. In Hessen war Gießen damit die Gentechnik-Hauptstadt, leider aber nicht die Widerstandshochburg. Außer bei militant-kreativer Gegenwehr ...

Aktuellere Seiten
Transgene Gerste am Alten Steinbacher Weg

FeldfreierInnen beantragen Verbot des Gengerstefeldes in Gießen
Fachliche Qualifikation des Versuchsleiters entspricht nicht dem Gesetz

Wird das umstrittene Feld der Universität Gießen mit transgener Gerste verboten? Einige der FeldbefreierInnen, aus deren Kreis 2006 Teile des Feldes angegriffen wurden, haben jetzt das Bundesministerium für Verbraucherschutz und Landwirtschaft angeschrieben und das Verbot des Versuches verlangt. Als Begründung führen sie Äußerungen und Verhaltensweisen des verantwortlichen Leiters der gentechnischen Anlage, Prof. Karl-Heinz Kogel, an. Dieser hätte zum einen gegenüber der örtlichen Presse am 27. März ausgesagt, die Ergebnisse des noch zwei Jahre laufenden Versuches ständen bereits fest. Zum anderen hätte er auf eine anonyme Mitteilung, der Versuchsstandort sei unbrauchbar gemacht worden, nicht reagiert, sondern einen Tag später die gentechnisch veränderte Gerstensaat ausgebracht. „Wer so handelt, interessiert sich gar nicht für die wissenschaftlichen Ziele des des Versuches, sondern betreibt billige Lobbyarbeit für die riskante Technik“, werfen die Absender des Antrags dem inzwischen zum Uni-Vizepräsidenten aufgestiegenen Kogel vor. Sie fordern aufgrund erwiesener fachlicher Inkompetenz und fehlendem Willen zu einer seriösen Versuchsdurchführung das sofortige Verbot der Anlagen. Zudem wollen sie geprüft haben, wieweit auch die von der Uni betriebenen gentechnischen Maisfelder von Kogel beeinflusst wurden und daher aus gleichen Gründen zu untersagen sind. Da Prof. Kogel bewusst gehandelt habe, seien auch strafrechtliche Konsequenzen naheliegend.

Weitere Informationen zum Gengerstefeld:

Bt-Maisfeld im Westen an der Weilburger Grenze
Mehr als eine Aktion

Diese Seite organisiert Protest gegen Genfelder in Gießen. Es wird aber sicher mehr geben an anderen Orten. Infoseite weiterer Feldbefreiungs-Aktionen: www.gendreck-weg.de. Seite mit allen Genfeldern zum Aussuchen ...

Rückschau

Nicht vergessen: 2006 ... das GenGerstefeld und dessen Ende durch entschlossenes Handeln!

Hoffentlich viele Aktionen ...

... zum Prozess

Es wird einen Prozess wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch geben. Spannend wird die Frage: War die Aktion gerechtfertigt, um Schaden von der Allgemeinheit abzuwenden? Zu den Rechtsinformationen über "rechtfertigenden Notstand" siehe mehr hier ...

... zum Genfeld in Gießen
... zum Maisfeld
... in der Stadt

Siehe den folgenden Terminkalender ++ zusammenfassender Bericht auf Indymedia

Terminkalender rund um Gießen (wenn nicht zu sehen, hier klicken ...)

Sicherheitsforschung an Gen-Gerste: Das Ergebnis steht schon fest

Von Falk Beyer

Vor wenigen Tagen wurde auf dem Gelände der Gießener Universität zum zweiten Mal genetisch veränderte Gerste ausgesät. Laut Versuchsleiter Prof. Karl-Heinz Kogel ist ein wesentliches Ziel des gentechnischen Freilandversuchs die Untersuchung der Auswirkungen der Manipulation auf Bodenorganismen. Die jetzige Aussaat wurde vorgenommen, obwohl Kogel ein anonymes Bekennerschreiben vorlag, aus dem die Verseuchung des Standorts hervorging.
Vier Genveränderungen umfasst der in der BRD einmalige Versuch: eine erhöhte Widerstandskraft gegen Pilzbefall, Einsatzmöglichkeit als Futtergetreide, ein Resistenzgen gegen das BAYER-Pestizid Basta und ein Markergen für die gentechnischen Arbeiten. Als Vorhaben der „Sicherheitsforschung“ wird dieser Freisetzungsversuch von der Bundesregierung gefördert. Gleichzeitig ist dieses wissenschaftliche Projekt Wegbereiter für die großflächige Freisetzung genmanipulierter Gerstepflanzen. Kogel erklärte dazu in einem Interview mit der Lokalzeitung Gießener Anzeiger kurz vor der Aussaat, dass „die gute landwirtschaftliche Praxis“ eine dreijährige Versuchsdauer erfordere. Das eigentliche Ergebnis - „dass es keine negativen Nebeneffekte für die Umwelt gibt“ - stehe bereits fest.
Jochen Kirdorf, Gentech-Kritiker aus der Nähe von Gießen, sieht sich durch solche Aussagen in seinen Befürchtungen bestätigt: „Kogel enthüllt den Gen-Gerste-Versuch nun selbst als Feigenblatt. Eine Forschung, bei der die Ergebnisse schon am Anfang des Tests feststehen, ist unseriös. In Wirklichkeit geht es um die Marktzulassung der Gentech-Pflanzen“. Laut Kirdorf dürfte Kogel der Hinweis, der Boden sei durch Unbekannte verseucht worden, nicht kalt gelassen haben, wenn es tatsächlich um mögliche Auswirkungen auf die Umwelt gegangen wäre. Dann nämlich wäre der Versuchsaufbau wissenschaftlich betrachtet zerstört. Stattdessen habe er ohne weitere Untersuchungen verbreitet, dass es sich um einen Bluff von Versuchsgegnern handele und sofort ausgesät.
Vor diesem Hintergrund erregt die mehrfache Abwehr unabhängiger Medienvertreter ebenfalls Misstrauen. Beim Versuch, das Gen-Gerste-Feld zu fotografieren schritt am vergangenen Sonntag sofort die Polizei ein und verhaftete den Journalisten und die Vertreter einer lokalen Initiative, die ihm das Feld zeigen wollten. Bereits im Jahr zuvor war ein Journalist beim Filmen einer „Feldbefreiungsaktion“ des Feldes verwiesen worden. Selbst der Hessische Rundfunk wurde nach der Berichterstattung über die Kritik an dem Versuch von Politikern dafür angegriffen.

Infoseiten zum Thema "Gentechnik"

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Presse zum Genfeld in Gießen

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Widerstand international

Während in Deutschland sind selbst große Teile genkritischer Organisationen aufgrund traditionell staats- und elitenaher Orientierung über direkte Aktionen gegen Genversuche aufregen, ist es in manch anderen Ländern eher angesagt, zu Tausenden Feldbefreiungen vorzunehmen.

Beispiel: Frankreich

In Frankreich sind in den letzten Jahren mehrere Genfelder in öffentlichen Aktionen zerstört worden. Dabei waren Hunderte, z.T. Tausende Menschen beteiligt. Ein deutlicher Unterschied zur zaghaften Szene in Deutschland, wo eher symbolische Aktionen mit dogmatischem Gewaltfreiheitsgerede (statt kreativen Aktionsformen) an der Tagesordnung sind - begleitet von Distanzierungen aus NGOs wie BUND, Greenpeace und anderen sowie seitens Grünen, SPD & Co. Mehr Infos zu Frankreich auf dieser Seite ...

Aktionstipps und -ideen