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ZEGG mit zweigeschlechtlich-heteronormativer Ausrichtung

"Freie Liebe" ist für das umstrittene ZEGG - Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung - bei Berlin nach wie vor ein großes Thema. Schon das Programm macht deutlich, dass an manchen Normen jedenfalls nicht gerüttelt werden soll: Heterosexualität, Zweigeschlechtlichkeit samt damit assozierter Rollen werden als normal vorausgesetzt.

Die Heilung der Geschlechterliebe ist eine Arbeit, die wir an uns und unseren Liebespartnern vollziehen müssen, die aber auch weit über zwei Personen hinausgeht. Es ist eine umfassende Heilungsarbeit unter Frauen und Männern, im individuellen wie im kollektiven Sinn.

Quelle: Zegg Selbstdarstellung (2005), S.14

Dazu gehört, dass beide Geschlechter ihr historisches Erbe, ihre unbewussten Strukturen und Reaktionsmuster kennen lernen und bearbeiten.

Quelle: Zegg Selbstdarstellung (2005), S.14

Heterosexualität als Norm

In einer Beschreibung zu einem Seminar ( „Liebe – Partnerschaft – Alltäglichkeit? “) wird auch ganz offen von der Norm einer heterosexuellen Beziehung ausgegangen:

Wie können ein Mann und eine Frau, die eine auf Dauer angelegte Liebesbeziehung leben wollen, herzlich, offen und direkt miteinander reden.

Quelle: Zegg Selbstdarstellung (2005), S.30

Wir werden gemeinsam forschen und Ausdruck finden für die feinen und saftigen Seiten der Geschlechterliebe, für die weibliche und m männliche Seite der Dinge, für die Stimme des eigenen Herzens.

Quelle: Zegg Selbstdarstellung (2005) , S.30

Männer und Frauen sind unterschiedlich, das soll gestärkt werden!

Dann wieder interessiert uns gerade die Verschiedenheit der Männer und Frauen, und wir haben den Wunsch, sie sexuell zu entdecken und zu genießen und uns selbst in unseren verschiedenen Aspekten zu erleben. ...
Männer sollen sich unter Männern beheimaten können und Frauen unter Frauen.

Quelle: Vortrag "Freiheit ist da, wo du liebst" von Dolores Richter (ZEGG)

Nur die Geschlechterliebe (also zwischen Mann und Frau) ist das tollste ...

Die Geschlechterliebe ist die existentiellste von allen, weil sie entlang geht mit der sinnlichen, erotischen und sexuellen Liebe.

Quelle: Vortrag "Freiheit ist da, wo du liebst" von Dolores Richter (ZEGG)

"Väterlich" und "mütterlich" sind zwar sehr unterschiedliche Wesenszüge

Reife erreicht ein Mensch, wenn er ein mütterliches und ein väterliches Gewissen hat. Mütterlich: "Es gibt keine Missetat, die dich meiner Liebe, meiner guten Wünsche für dein Leben und dein Glück berauben könnte." Väterlich: "Wenn Du Unrecht tust, mußt die Folgen tragen; vor allem aber mußt du dein Verhalten ändern." (Hellinger)

Quelle: Vortrag "Freiheit ist da, wo du liebst" von Dolores Richter (ZEGG)

Aus der Ankündigung für ein Seminar zu „Männerzeit “ („Die Archetypen des Männlichen “):

Wir sind gerne Mann unter Männern. Wir lieben die Frauen und achten das Leben. Wer bin ich als Mann? Wie nehme ich mir die Kraft, die ich in mir spüre? Welcher Vision folge ich in meinem Leben, im Beruf, in der Liebe?

Quelle: Zegg Selbstdarstellung (2005) , S.35

Natürlich gibt es als Gegenpart auch eine „Frauenzeit“ ...

Jede Frau ist eine Tochter und hat eine Mutter.

Wie wir dieses Verhältnis lebe, hat Wirkung auf unser Frausein und unser Verhältnis zu M ännern. Unser Anliegen in unserer Arbeit ist es, den Unfrieden und die Trennung zur Mutter genauso zu erkennen wie die Verbindung zu ihr, Bilanz zu ziehen über unser weibliches Erbe in Licht und Schatten und daraus die Kraft zu sch öpfen, als Frauen Verantwortung f ür uns selbst und unser Wirken in der Welt zu übernehmen.

Quelle: Zegg Selbstdarstellung (2005), S.35

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