Was
ist die Offene Presseplattform?
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Die Offene Pressplattform ist der Versuch, maximale Gleichberechtigung,
Offenheit und Unabhängigkeit aller Beteiligten herzustellen. Nicht
CheckerInnen oder Pressegruppen - die Aktionsgruppen und AktivistInnen
selbst sollen die Möglichkeit haben, ihre Aktionen selbstständig zu
vermitteln, selbst an die Medien heranzutreten. Kern dessen ist der
gleichberechtigte Zugriff auf Informationen, Kontakte usw.
Die dafür geschaffene Presseplattform sollte idealerweise (bisheriger
Stand ... Erweiterungen sinnvoll!) umfassen:
- Handy-Nummern, die als Kontakttelefone von Aktionsgruppen
und MedienvertreterInnen angerufen werden können – die eigenen, um Infos
über ihre Aktionen bzw. inhaltliche Statements zu verbreiten, die
anderen, um Infos abzufordern
- Listen von Menschen, die für Interviews u.ä. bereitständen,
wenn sie denn in dem Moment erreichbar sind, wo jemand gesucht wird
- Listen von PresseansprechpartnerInnen zum Weitergeben an
die, die aktive Pressearbeit machen wollen.
Die Presseplattform betreibt keine eigene Pressearbeit und vertritt
erst recht nicht irgendwelche anderen Menschen oder Gruppen gegenüber
der Presse. Niemand redet im Namen der Presseplattform. Niemand ist die
Presseplattform, es gibt sie nicht als eigenständig nach außen tretende
Gruppe. Sie ist vielmehr ein Infokarrussel, das helfen kann, die
Positionen und Berichte der Gruppen, die aktiv sind, so nach außen zu
bringen, daß sie möglichst gut verbreitet werden.
Wichtig ist noch:
- Die Presseplattform ist offen. Die bekanntgegebenen
Handynummern können nicht nur für Anfragen von JournalistInnen und für
Berichte, Fragen u.ä. von Aktionsgruppen genutzt werden, sondern auch
von Menschen, die Lust haben, selbst mitzumachen. Meldet Euch also –
Presseplattform organisieren und selbst Aktionen mitmachen schließt sich
dabei nicht aus.
- „Wir“ kommen aus der Diskussion „Organisierung von
unten“, d.h. wir sind gegen Hierarchien, für Selbstorganisation und die
dafür notwendige Transparenz. Hierarchie entsteht auch durch
unterschiedliche Möglichkeiten. Die Handynummern geben Menschen die
Möglichkeit, schneller in Kontakt mit MedienvertreterInnen zu kommen.
Dem wollen entgegensteuern, in dem zum einen „wir“ nur die Kontakte
vermitteln, also nicht als Presseplattform selbst Statements abgeben.
Gleichfalls sollen aber die Handynummern nicht an die BesitzerInnen der
Handys gebunden sein. D.h. wer das Handy während der Aktionen bei sich
hat, wird in der offenen Gruppe, die die Presseplattform organisiert,
ständig neu festgelegt. Auch von daher verträgt sich das Mitwirken hier
und zu einer anderen Zeit eigene Aktionen in München machen.
- Niemand ist dazu gezwungen, die Presseplattform zu
nutzen. Damit das nicht nur ein hohles Wort ist, veröffentlichen „wir“
alle Daten, die für unsere Arbeit nützlich sind. Im Internet finden sich
die Fax-Nummern der JournalistInnen und Medien, die „wir“ auch im
Verteiler haben. Wer also sich völlig selbstorganisieren will – super
... dafür nutzt ruhig unserer Daten!
Als Aufruf sei angefügt: Frechheit, Kreativität und Selbstorganisation
sind die „Waffe“ gegen Herrschaft, nicht Uniformität und militärische
Logik. Darum denk Euch eigene Aktionen aus, nutzt die Hilfsmittel wie
Stadtpläne, Rechtshilfeinfos, Direct-Action-Fibeln, Presseplattform –
und Euch als Quelle der guten Ideen. Kreative Aktion, dahinterstehende
Positionen und Visionen (Inhalte!) sowie (ganz wichtig!) deren
Vermittlung nach außen (die Menschen um Euch herum, die an den Fenster
gucken, die Presse oder wer auch immer) ist zusammen die Chance, ein
Stück zu Rütteln am unmöglich Erscheinenden ...
| Presse"plattform" konkret in München 03 |
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Folgende Handys befinden sich während der Proteste ständig unter den AktivistInnen - über sie kann ab Mittwoch Abend Kontakt zu Aktionsgruppen hergestellt werden zwecks Interviews, Begleitung von Aktionen usw. Wer mit in die Liste interessierter JournalistInnen aufgenommen werden will, kann sich auch melden.
Ein Auftakt zu den Aktionen wird der Gerichtsprozess gegen einen Aktivisten der Proteste letzten Jahres sein: Donnerstag, 6. Februar, 14 Uhr, Amtsgericht München, Nymphenburger Straße
16, Raum A232/II.
0162-6185355
0171-8348430
0160-99211326
0160-91612516
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