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Subversion im Wahlkampf

NATO - Hurra! Die D.U.M.M. - Partei ist da!

Am 5.02.02 gab‘s auf dem Krefelder Neumarkt was zu sehen und zu hören. Ein Mega-Event!
Die „D.eutsch-Nationalistische U.nternehmerfreundliche M.ilitaristische M.achtgeile Partei“ startete als erste Partei in Krefeld ihren Bundestagswahlkampf 2002. Krefeld erlebte einen spektakulären Wahlauftakt. Mit ihrem Spitzenkandidaten Edmund Schröder (Spitzname: Der weiße Riese) startete die Partei „junger, aufstrebender Erfolgspolitiker“ inhaltlich heftig- deftig in das Mega-Wahljahr 2002.“Ein Herz für Nato“ leuchtete in großen weißen Buchstaben auf Nato-blauen Hintergrund. Diese autoritäre Message und andere wurden den KrefelderInnen entgegengeschmettert:
„Bringt die Friedensfanatiker zum Schweigen! „Diejenigen unter Euch, welche das Spektakel miterlebten, haben wohl gedacht: Das meinen die doch nicht ernst!!! - Stimmt!!!
Die bemerkenswerte Kundgebung war eine ironische Aktion gegen Militär und (Nato-)Kriegpolitik. Gestartet wurde sie durch AktivistInnen des Antikriegs-Bündnisses Krefeld, hauptsächlich aus der „Stadtteilgruppe [K.R.]-City“. Nach dem Prinzip: Wir sagen einfach, was die Bonzen immer labern, nur viel offener und noch asozialer.
Daher ging ‘s mit deutschtümelnder, militärgeiler Hetze für Angriffskriege und gegen die „Friedensfanatiker“. Diese wurden von einigen AntimilitaristInnen „gespielt“. Aber die auf das Schleimigste gestylten jungen „Erfolgspolitiker“ Edmund Schröder, Gloria von Turn und Gymnastik und Sepp Gruber (mit blau-weißer Fliege) reagierten auf jeden Protest. Sie schimpften, brüllten: „Ab in‘s Arbeitslager!“ und hetzten ihre Securities auf die Feinde des unternehmerfreundlichen Militärstandorts Deutschland.
Für das mega-harte Vorgehen der Münchener Behörden gegen Demonstrierende beim Nato-Gipfel am 5.02.02 lobten die D.U.M.M.-Politiker Münchens OB und Edmund Stoiber in den rechtesten Tönen: „Bayern geht in die richtige Richtung! Friedensaktivitäten müssen überall verhindert werden. Am besten mit Bundeswehreinsätzen in den Innenstädten.“
Das Gipfel-Gepoker der Nato-Warlords in München war der Anlaß für die Spaß-Guerilla-Aktion .

DIRECT ACTION fragte nach bei „Edmund Schröder“:
„Wir von der [K.R.] hatten uns vor zwei Wochen bereits gedacht, die Münchener Chefs werden sich mindestens so antidemokratisch aufführen und alles verbieten. Dieser autoritären Gruppierung und den Nato-Warlords wollten wir in KR etwas entgegensetzen. Möglichst auffallend und interessant, um viele Leute zu erreichen. Dann kamen wir auf die D.U.M.M.-Partei. Um mit Ironie und Unterhaltung KrefelderInnen auf die Asozialität der Militärs, der Regierungen und des Kapitals aufmerksam zu machen.“
DIRECT ACTION war am 5.02. vor Ort. Immer, wenn die  „aufstrebenden D.U.M.M.-Politiker“ den Neumarkt mit ihren Parolen und Hetz-Reden beschallten, sammelten sich Dutzende Krefelder Innen hörten zu und viele lachten. Mehrer Male waren es über 50 Neugierige.
Edmund Schröder: „So viele Leute haben unsere gewöhnlichen Friedenskundgebungen noch nie beachtet. Und das mit so wenig Darstellenden, weil viele nicht konnten. Wir sind hoch zufrieden mit dem Konzept. Mit mehr Leuten lässt sich der Effekt steigern. Die D.U.M.M.-Partei wird Krefeld noch einige Male politisieren.  Getreu unserem Motto: Wir werden nichts anders machen, aber alles härter! Über Parteien können wir uns nur lustig machen, je größer, desto mehr.“
Wir sind gespannt und werden Euch wieder informieren. Das Flugblatt der D.U.M.M.-PARTEI liegt dieser Nr. der DIRCT ACTION bei. So könnt Ihr Euch, falls ihr das Event verpasst habt, wenigstens ein kleines Bild machen.