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Direct-Action: Umsonstaktionen
Gegen Wertlogik, Kaufzwang, Werbung & Co.

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Berichte

Umsonstzug ... die Idee, die alles verbindet
Gratisfahren
Gratiseintritt
Gratisökonomie
Gratisessen
Eigentum, Copyrights

Kleine Beschreibungen

AKTION: International Buy Nothing Day und andere Aktionen gegen die Konsumgesellschaft

WARUM ; ZIEL: Unsere Konsumgewohnheiten in Frage stellen. Die Wirtschaft und der Handel können ja nicht ewig wachsen (Kapitalismus abschaffen!!!) ganz einfach, weil die Erdressourcen ja nicht unbegrenzt sind! Die Leute müssen dessen bewusst sein!
WIE: Direkte Aktionen vor den Supermärkten: Flugblätter verteilen vorauf Fragen stehen, die zur Besprechung dieses Thema bringen. Im Supermarkt: unnötige Produkte sammeln und in einem Einkaufswagen inmitte des Supermarkts drin stehen lassen. Mit einem Schild, worauf die Aktion erklärt wird.
Theater spielen, so dass am Endeffekt das Konsum selbst lächerlich wird.
Selbst erfundene Lieder gehöhren auch dazu.
Eine Radiosendung machen, mit interviews von Kunden, von Geschäftsverantwortliche....
Öffentliche Debatte , oder Flyers zum Thema "für ein negativer Wachstum".
Ziemlich Provokant!!
WANN: dieses Jahr am 29. November (letzter Samstag im November)

AKTION: Gegen Werbung (im Zusammenhang mit der vorigen Aktion)

WARUM; ZIEL: Unsere Konsumgewohnheiten in Frage stellen. Licht machen auf die Rolle, die die Werbung spielt. D.h. Einreizung zum Einkauf (natürlich mit dem Ziel Profit zu machen); was überhaupt nicht haltbar und nachhaltig ist. Die Menschen sind wichtiger als die Waren! Auch gegen Sexismus in der Werbung kämpfen (Autos mit hübschen nacken Frauen...), und dadurch viele Vorurteile und Stereotypen bekämpfen.
WIE: Auf Werbeplakate schreiben ("women's body is not for sale", " Das Autos tötet, stinkt, verschmutzt und macht blöd", "No Logo", "keine Werbung"...). Es wird unmittelbar auf Plakat geschrieben. Es ist manchmal möglich die Werbeanlage zu öffnen und die Werbung rauszunehmen. Da kann man auf der anderen weissen Seiten was schönes malen und den Plakat wieder mal rein schmeissen. Oder noch eine Idee: Das Licht von Werbeplakate ausschalten, dadurch wird Strom gespart und die Werbung ist nicht mehr deutlich sehbar. Eigene (Gegen)Werbeplakarte machen. E-off Plakate basteln,... Siehe www.adbusters.org für lustige Beispiele.
Diese Aktionen passen auch mit dem Buy Nothing Day ganz gut zusammen, am Abend, in der Nacht...

AKTION: Kostenlose öfentliche Verkehrsmittel

WARUM, ZIEL:
Der VGN ist besonders teuer!!!
Umwelt: Stau, Luftverschmutzung, Lärmbelästigung vermeiden. Bus oder Zug fahren, statt Auto!!!
Soziales: Für mehr Gerechtigkeit zum Thema Mobilität, man trifft nette Leute im Bus, kann miteinander Diskutieren (Sozialisierungsfaktor!), Auseinandersetzungen und Gewalt zwischen Kontrolleure und "Schwarzfahrer" vermeiden.
Jeder Mensch gibt Geld für's Auto aus, egal ob er ein Auto besitzt oder nicht: Infrastruktur (Strassenbau...), Krankheiten (wegen Umweltverschmutzung), Unfälle...
Es wäre sinnvoller, dass die Gemeinde lieber Geld für öffentliche Verkehrsmittel ausgibt. Jeder Bürger könnte davon profitieren, es wäre umweltfreundlicher, ......
WIE: Die Bahn ohne Fahrkarte nehmen (Gruppe von 10 - 15 Personen), und gleichzeitig Flugis zum Thema verteilen, so wie symbolische kostenlose Fahrkarte verteilen. Die Presse wird eventuell eingeladen; ist machmal nützlich, um ernst genommen zu werden, der Kontrolleur zögert bevor er die Polizei anruft!
Sind kostenlose öffentliche Verkehrsmittel überhaupt finanzierbar? Einige Städte haben schon so was, es ist möglich! Z.b.: Hasselt, Châteauroux,...
Ideen für die Finanzierung: "Privatwagennützungssteuer" wie in Copenhagen. Parkensteuer. Einbeziehung der Unternehmen in der Finanzierung: Der Arbeitsort liegt oft weit entfernt vom Wohnort, die Unternehmen müssen insofern die Mobilität finanziel unterstützen. Verwaltungskosten niedriger: Keine Werbung für die verschiedenen Karten, kein Fahrkarteverkauf, keine Kontrolle.... "Es gibt kein Geld" ist kein Argument, es geht um politische Wille.
Zu dem Thema gibt es sehr gute Homepages, ich kenne aber nur Homepages auf Französisch:
http://cst.collectifs.net/
http://ratp.samizdat.net/
Aktionen zum Thema Transport sind auch ausserhalb der Stadt sinnvoll. Ist ja unsinn, dass Fliegen billiger wird als mit dem Zug zu fahren. (Benzin für Flugzeuge wir nicht besteuert)

AKTION: Kostenlose Kleidungsbörse

WARUM, ZIEL: Freundschaft, Austausch. Das Geld ist nicht der einzige Austauschmittel! Sich Second Hand Kleidungen besorgen, statt immer was neues kaufen (und immer mehr produzieren)
WIE: Jeder Mensch wird eingeladen (Einladungsflyer verteilen), jeder kommt mit Kleidungen, die er nicht braucht und kann andere Kleidungen mitnehmen. Man wird nicht dazu gezwungen was mitzubringen.

AKTION: Woche ohne Fernsehen

WARUM, ZIEL: Das Fernsehen ist nicht alles, das ist sehr subjektiv , die Medien manipulieren die Zuschauer. Die Wirklichkeit ist oft Anderswo! Aktiv werden, statt passiv bleiben. Das Fernsehen soll nicht die kinder "erziehen", an der Stelle der Eltern!!
WIE: Andere Tätigkeiten, das Zusammenleben, und die Kooperation fördern: Kooperativspielabend... Das kann man mitten auf der Strasse organisieren, als Street Party!!
WANN: Woche ohne Fernsehen, oft die letzte Woche im April.

AKTION: Fahrraddemo

WARUM, ZIEL: Umweltfreundliche Transportmittel fördern.
WIE: Fahrraddemo mit Fahrrad, Einrad, Roller.... Auf der Strasse, wo es normalerweise viel Verkehr gibt. Reclaim the street!!! lustige lieder gehören dazu, Flugis verteilen...

AKTION :"nützliche" Bäume pflanzen

WARUM, ZIEL: "nützliche" Bäume sind z.B. Kirschbäume, Apfelbäume.... Diese Bäume sind schön und dazu kann jeder was zu Essen kriegen.
WIE: Junge Bäume pflanzen, überall wo es möglich ist. Ein Schild drauf hängen lassen, um die Aktion zu erläutern.

Gegen Kaufzwang und Werbung

Kauf Nix Tag 2001

Wir feierten heuer zum vierten Mal den Internationalen Kauf-Nix-Tag. So wie die Jahre zuvor war die „Kauf-Nix-Tag Aktionsgruppe“ Organisatorin der Aktion in Wien auf der Mariahilferstrasse - ein so genannter „Einkaufsboulevard“.
Am 24. November gab‘s dort einige Spezialitäten zu sehen: Weihnachtsmänner in Liegestühlen, schachspielende Weihnachtsmänner, streikende Weihnachtsmänner (mit Streiktafeltexten: Kaufen ist blöd, etc.). Außerdem gab es Menschen, die mit sogenannten Sandwichboards (umgehängte riesige Kartons) mit den leicht verständlichen Worten „Heute: KAUF NIX TAG“ beschrieben waren, rumgelaufen sind und dabei recycelte Kartchen (wieder mit unserem Lieblingsslogan) sowie Geschenkeverzichtserklärungen verteilt haben.
Die Krönung war eine Performance von Künstlern, die mit Einkaufswägen wie wild durch die Menschenmenge gefahren sind und dabei immer wieder ineinander gekracht sind. Als Abschluss gab es von dieser Gruppe Akrobatik mit Einkaufswägen zu sehen.
Wie jedes Jahr bin ich total begeistert - der Kauf-Nix-Tag ist und bleibt mein Lieblingsfeiertag! Es ist sehr schön den PassantInnen etwas vermitteln zu dürfen, was sie von sonst nirgends erfahren - nämlich „KAUF NIX“ - von sonst überall hören sie „KAUFE, KONSUMIERE, GEHORCHE!“

Spiele mit der Werbung

Es ist ja nicht so, daß ich grundsätzlich keine Werbung erhalten will; manchmal interessiert mich ja schon das eine oder andere Angebot. Daher habe ich keinen Aufkleber »Keine Werbung« auf meinem Briefkasten. Andere Werbungs-Gegner geben sich gar die Mühe, an den Verband der Adressenhändler zu schreiben, um sich auf die sogenannte »Robinson-Liste« setzen zu lassen - dann wird man automatisch aus allen Anschriftenlisten der in diesem Verband vereinigten Adressenhändler getilgt -und das sind eine ganze Menge.
An phantasielosen Tagen klebe ich einfach jene beliebten kleinen Aufkleber auf die Sendung: »Zurück an den Absender, will keinen Schrott« oder so.
Hab ich einen gemeineren Tag, dann fülle ich jene Werbeumschläge mit anderem Abfallpapier, klebe oder hefte sie zu und geb sie als Brief mit dem Vermerk »Porto zahlt Empfänger« zurück, dann gilt diese Sendung als Brief und der Empfänger muß entsprechend mehr Straf porto zahlen. Denn, merke: bei Drucksachen hat die Post keine automatische Rückbeförderungspflicht, bei Briefen schon.
Ein weiterer Weg, der sich auch schon bewährt hat: mir wurden wöchentlich Prospekte von einem Supermarkt vor die Haustür gelegt. Diese habe ich regelmäßig beim Einkaufen vor den Eingang des betreffenden Geschäftes geworfen... bis ich eines Tages vom >Chef( erwischt wurde, der mich anmosern wollte... da konnte ich endlich mal wieder all meine Aggressionen loswerden, und bei Passanten erntete ich zustimmendes Kopfnicken.
Und Prospekte bekam ich auch keine mehr.

Aus Pieper, Werner: "Widersteh' Dich!", W. Piepers Medienexperimente in Lörrach

Aktionen gegen Copyrights, Patente und Biopiraterie

Neulich ... eigentlich wollte ich nur einen Film ausleihen: In der Videothek hängt immer noch das „Raubkopierer sind Verbrecher“-Plakat, auf der ausgeliehenen DVD ist schon wieder ein neuer Kopierschutz. Und auf dem Weg zurück nerven mich riesige Werbewände, die völlig unkritisch das Urheberrecht anpreisen – hey, hatte ich nicht noch 'nen Edding dabei? Eine zugespitzte Einleitung mit realem Erfahrungshintergrund:

Überall in unserem Alltag begegnet uns Eigentumslogik in unterschiedlichen Ausprägungen – der Zugriff auf Ressourcen ist nur wenigen vorbehalten, Nahrungsmittel und nützliches Wissen werden künstlich verknappt, um sie verwerten, d.h. in Profit umsetzen zu können. Die Allgegenwart von Patenten oder Copyrights bietet aber zugleich viele Möglichkeiten, mit kreativem Widerstand an der kapitalistischen Normalität zu rütteln. Gut durchdachte Aktionen schaffen Erregungskorridore, in denen Kommunikation über den (Un-)Sinn von geistigen Eigentumsrechten bis hin zu grundsätzlichen Utopie-Debatten möglich wird. Neben einer sicher erweiterbaren Liste phantasievoller Protestformen unterbreitet dieser Text auch ein paar grundsätzliche Anregungen, die bei Aktions-Planung und -durchführung bedacht werden sollten.

Vom Symbol zur grundsätzlichen Kritik

Aktionen greifen fast immer Symbole auf, um eine Kritik deutlich zu machen. Aber egal, ob sich eine Aktion gegen Biopiraterie oder Software-Patente richtet – es ist immer möglich, den konkreten Ausschnitt zu nutzen, um die grundsätzliche Problematik von Patenten und der Eigentumslogik zu thematisieren. Und für jede Aktion sollte überlegt werden, wie eine globale Perspektive eingenommen und nach außen vermittelt werden kann. Beim Protest gegen die Kriminalisierung von unbezahlten Musik-Downloads sollte nicht vergessen werden, dass z.B. Patente auf Medikamente für Menschen auf der Südhalbkugel eine existenzielle Bedrohung darstellen. Polemisch ausgedrückt: Es geht um mehr als die Frage, wie Menschen in reichen Industrienationen umsonst an die neue CD von Superstar „X“ oder „Y“ gelangen können ...

Die Eigentumsfrage stellen: Utopiedebatten anzetteln

Wer Aktionen nur mit reformerischen Forderungen verbindet, vergibt Chancen auf weitergehende Debatten. Forderungen wie „Alles für alle“ oder „Für eine Welt ohne Eigentum“ provozieren Fragen, da diese Vorschläge völlig offensichtlich mit der Normalität „kollidieren“ – und das ist auch gut so. Das Spannende liegt darin, sich Aktionen auszudenken, welche die Eigentumslogik hinterfragen und einen Rahmen schaffen, in dem möglichst intensive, gleichberechtigte Kommunikation entsteht. Dafür ist gar nicht zwingend ein hoher, materieller Aufwand nötig. Ein mögliches Beispiel: Verstecktes Theater an der Ladenkasse, d.h. eine geschickt inszenierte Situation, die aber nicht als Schauspiel erkennbar ist. Eine Person schiebt einen vollen Einkaufswagen an die Ladenkasse und sagt laut, gut verständlich „Ich habe kein Geld – aber essen will ich trotzdem, ich nehme das einfach so mit.“ Vielleicht erzielt schon diese Handlung die erhoffte Wirkung, z.B. irritierte Empörung, Nachfragen und andere Reaktionen, die als Einstieg in die Debatte genutzt werden können. In der Schlange hinter der Kasse stehen weitere Personen, die – scheinbar unabhängig voneinander – in das Geschehen eingreifen und dabei unterschiedliche Positionen beziehen, um den Aufmerksamkeitskorridor zu erweitern: Vom Part des skeptischen „Aber wenn alle das machen würden“ bis hin zu „Geh doch arbeiten“. Ziel ist, möglichst viele Unbeteiligte in intensive Gespräche einzubeziehen – ohne den Anspruch, Einigkeit zu produzieren: Gerade kritische Einwände sind hilfreich, z.B. um deutlich zu machen, dass die Aufhebung von Eigentum eine grundsätzliche Veränderung der Rahmenbedingungen voraussetzt.

Aktionsideen gegen Eigentum

Slogan gegen EigentumHinweis: All diese Ideen sollen natürlich nur die Möglichkeiten kreativen Widerstands veranschaulichen und sind nicht als Aufruf zu strafbaren Handlungen zu verstehen ...

Links und Informationen