Ideensammlung zu Aktionen rund um das "Bombodrom"
Zunächst fand auf dem Campgelände der Freien Heide in Schweinrich
um 13 .00 h eine Einführung in Direct-Action als Workshop statt.
Es ging vor allem darum, Ideen zu sammeln für Aktionen im Rahmen
den der kommenden Aktionstage gegen die Nutzung der anliegenden Heide
als "Bombodrom". Diese Liste soll ein kompakter Überblick
über Formen und Möglichkeiten direkter Aktionen. Sie wurde
nacheinander von verschiedenen Leuten immer weitergeführt und wird
hier in dem Zustand dokumentiert, wie er am letzten Tag auf dem Computer
der Direct-Action-Plattform zu finden war.
Erster Überblick über Aktionsformen insgesamt
- Unsichtbares Theater
- Fakes
- Subversive Kommunikation
- Reppression/Antirepression
- Selbsorganisation, Schenkungsökonomie
- Sabotage
- Entwertung
Als besondere Wünsche für die Vertiefung wurden genannt
- Theater
- Reclaim the Streets
- Umgang mit Repression/Herrschende zum Teil der Aktion machen
- Komunikation steuern
- Autorität brechen
- Zum Bombodrom konkret machen
- Luftraum sperren.
Ideensammlung zum Bombodrom
- Friedenskarawane um den Platz machen
Mit Rädern, zu Fuß, mit Pferden usw. rund um den Platz.
Am besten mit verschiedenen Aktionen an Orten und Stationen unterwegs.
- Kunstwerk/Monument gestalten welches die Abneigung der Bürger
zeigen soll
Der konkrete Vorschlag war ein größeres und höheres
Monument aus Ton, hergestellt aus kleineren Teilen, die dann zusammenpassen
und am Ort zusammengebaut werden.
- Kriegsspielzeug-Statue
Menschen bringen ihr Kriegsspielzeug mit und das ganze wird (z.B.
mit Beton) zu einem Denkmal zusammengefügt - u.a. wird damit
alles unbrauchbar gemacht. Idee aus einer ähnlichen Aktion woanders:
Kindern den Tausch gegen andere Spielsachen anbieten.
- Boot gestalten für den großen Umzug am Samstag-Abend
in Alt-Ruppin
Konkrete Aktion für den jährlichen Bootsumzug in Alt Ruppin
(eigenes Boot, Theatergruppen am Ufer ...).
- Stop-Schilder ergänzen
Die roten (8-eckigen) Verkehrsschilder in der Landschaft und in den
Städten lassen sich (ohne daß ihre Funktion als Verkehrszeichen
unkenntlich wird) schnell umgestalten durch ein zusätzliches
Wort unter "Stop", z.B. "Bombodrom" oder "Kriegsübungen"
u.ä. Die läßt sich z.B. als Schablone machen und dann
unter dem "Stop"-Schriftzug aufsprühen mit Autolack
u.ä.
- Bundeswehr-Fakes
Es ist denkbar, selbst die Gegenrolle zu spielen und mit Rundschreiben,
die in Briefkästen geworfen werden, oder Pressemitteilungen auf
dem Briefbogen der Bundeswehr (z.B. Standortverwaltung des Übungsplatzes)
die Debatte zu bereichern. Spannend wäre, die tatsächlichen
Ziele der Bundeswehr (internationale Interventionsstreitmacht usw.)
dort als Begründung für die Notwendigkeit der Bombenübungen
zu benennen.
Umfangreicher wäre die Idee einer Studie, die von der Bundeswehr
in Auftrag gegeben wurde und deren Kurzform (z.B. ein Vierseiter)
in Umlauf gebracht wird. Darin finden sich Tabellen und Kurven über
Arbeitsplätze, Kosten usw., die durch den Flugbetrieb entstehen.
Ganz "nebenbei" finden sich dort auch Kosten für Verletzungen,
Tote, Umweltschäden und deren Beseitigung als Positivaspekte
mit verrechnet.
- Diskussionen, Veranstaltungen usw. mit Fluglärm stören
Wo BundeswehrvertreterInnen auftreten, werden deren Beiträge
mit lautem Fluglärm gestört.
- Fakes von Behörden, Persönlichkeiten
Ähnlich wie unter 6. können auch Fakes von Bürgermeisters
(z.B. dem von Wittstock) in Umlauf gebracht werden. Idee ist immer,
die Argumentationen für den Flugplatz so darzustellen, daß
die Hintergründe offensichtlicherichtig werden im Gegensatz zu
den Lügengebilden von Bundesregierung, Bundeswehr & Co. Denkbar
ist ein Fake als Pressemitteilung oder als Massenflugblatt in Hausbriefkästen.
- Guerilla-Methode, der Wachschutz befährt ständig das Gelände
betimmte Straßen und Wege welche durch
geschaufelte Gräben und getarnte Nagelbretter, die Fahrzeuge
lahm legen können.
(Material: Hacke, Spaten)
10.Bemalen der Straßen mit Sprüchen, Symbolen (dann wenn
sie nicht befahren werden-nachts)
- Wachschutz durch eine Aktion auf sich lenken und dann das Fahrzeug
heimlich mit PINKER FARBE
bemalen und besprühen
Wachschutz und Feuerwehr einbeziehen durch Anruf: "Ich möchte
ein Feuer melden, ich glaube ich sehe
ein Feuer mitten in der Heide (Bindung von Kräften)
- Es gibt eine öffentliche Aussage das der Platzkomandant(Engel)
gerne mit uns ins Gespräch kommen will
ein solches Gespräch verhalb deror dem Tor in Kuhlmühle
einberaumen und im Wald eine Verstärkeranlage
verstecken -dann das Gespräch beginnen und immer beim Ansatz
der Gegenrede-Düsenlärm abspielen
-die Bundeswehr kommt so in die Situation unter ihrer eigenen Lärmbelästigung
nicht mehr dialog-
fähig zu sein.
- Schildertauschbörse
- Spiel ohne Grenzen
- Disziplinen entwickeln, die innerhalb des Geländes Wettkämpfe
darstellen, z.B. Baum klettern
- Luftballons steigen lassen
- Tag X- die Heide begehen
- bei Bomenabwürfen sich als menschliches Schutzschild in die
Heide setzen
mit Presseinfo und vielleicht unter Einbeziehung des Wachschutzes-wenn
der Wachschutz im
Gelände ist, kann nicht sondere Aktion auch Hausmüll abgegeben
werden kann gebombt werden?
- Annoncenaktion - eine Anonce aufgeben, das bei der Bundeswehr in
Kuhlmühle nicht nur Militär-
schrott sondern als Zeichen der Bürgernähe auch an einem
Tag Hausschrott abgestellt werden kann.
- Soldaten als Schrottskulpturen in die Heide bauen/setzen/basteln
- Biertrinken in der Heide
- Iritationen-die Nummern an den Schranken rund um das Gelände
auswechseln oder unkenntlich
machen (ebenso etwas in die Schlösser spritzen, damit die Leute
selbst nicht mehr ins Gelände gelangen.
- Plakat entwerfen, auf dem der Komandant das der Bombenabwurf am
soundsovielten beginnt und deswegen die
Durchfahrtstraße gesperrt werden muß-bzw. Alle Personen
sich unter der Tel.Nr., der Komandantur eine
Durchfahrtsgenemigung einholen müssen, bzw.bei Zuwiederhandlung
mit Ingewahrsamname rechnen müssen.
- Dementi der Komandatur anfertigen in dem sie darauf hinweißt,
das der Bombenabwurf erst später, nähmlich am soundsovielten
beginnt alles andere aber zutreffend ist.
- Veröffentlichung der Komandatur anfertigen in dem sie darau
hinweißt, das der Zaunbau um den Platz aufgrund angekündigter
Proteste, Anschläge etc... vorgezogen wird und am soundsovielten
beginnt und deswegen mit Behinderungen im Straßenverkehr etc
von der Bevölkerung in Kauf genommen werden müssen. Unter
der TelNR.:...... können Infos eingeholt und Beschwerden abgegeben
werden können.
- Initative "Pro Bundeswehr" gründen und am 1. August
zur Komandatur eine Gegendemo veranstalten. In Zeitung etc. Dazu aufrufen.
Prinzip "Überindentifikation" einbaue
- Vermssungen ankündigen in Vorgärten und auf Behinderungen
hinweißen und zur Zusammenarbeit aufrufen.
- Probeabwürfe ankündigen in Verbindung mit Lärmschutzmessungen
an Häusern, öffentlichen Gebäuden etc. Das MLT (Mobiles
Lärmschutztteam) als Ansprechpartner unter TelNr.:...... ankündigen.
Darauf hinweißen, das mit ihm Terminvereinbahrungen getroffen
werden müssen.
- Bekantmachung: Bekantmachung das die Bundeswehr die militärische
Nutzung des Platzes aufgibt aus finanziellen Gründen. Da es an
Leuten fehlt, die Schilder abzubauen wird die Bevölkerung aufgefordert
am...........in der Zeit von .....bis.......mit eigenen Hilfsmitteln
die Schilderbegrenzung zu entfernen. Die Schilder sind in Kühlmühle
abzugeben oder dürfen auch als Erinnerung behalten werden (Der
ehem. Platzkommandant)
- Merkheft anfertigen. Ev. Schäden während der Abwürfe
klassifizieren. Versicherungstechnische Hinweise geben. Infostellen
und Ansprech partner nennen. Mit Werbeeinlagen - Pro Bundeswehr -,
-für Bombodrom- etc...
- Zu allen Ideen gibt es technische Tipps, aber auch weitere Beispiele
für schon gelaufene Aktionen unter der Direct-Action-Seite im
Internet: www.direct-action.de.vu
Kontakte vor Ort: BI
Freie Heide ++ Resist
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