| Nach
mehreren Treffen Interessierter gibt es einige Änderungsüberlegungen.
Eine Frage ist, ob
das Buch tatsaechlich der zweite Teil der Direct-Action Bibel bleibt, da
es sich sehr klar als eigenstaendiger Teil herausgebildet hat, und ob nicht
doch zwei Buecher draus werden, weil es sonst so ein Riesending wird.
Vom Aufbau her bleibt
es wohl grundsaetzlich beim bisherigen Konzept.
Zunaechst gibt es
eine Einleitung.
- Darin wird geklaert,
was der Unterschied zwischen Antirepressionsarbeit und Repressionsschutz
ist.
- NEU: Da offensichtlich
die Kritik an Repressionsinstitutionen und die Forderung, dass diese abzuschaffen
sind, keineswegs Konsens ist oder irgendeine Klarheit darueber besteht,
kommt noch ein Teil „Kritik an Recht (Jura) und den Repressionsinstitutionen“
dazu. Diese beinhaltet:
+ Kritik am positiven
Bezug der Repressionsschutzarbeit auf das buergerliche Recht
+ Recht ist ein
Herrschaftsmittel, das die Herrschenden beliebig geben und entziehen koennen
+ Bullen (und andere
RepressionsvertreterInnen) sind in ihrer Rolle nicht als „Menschen wie
wir“ zu begreifen, weil es in diesem Moment ihre Aufgabe ist, Arschloch
zu sein. Je nach Befehlslage sind sie evtl. auch dazu da, wen zu erschiessen.
In einer persoenlichen Situation ausserhalb ihrer Rolle kann das durchaus
anders sein. In ihrer Berufsausuebung allerdings sind sie fremdbestimmte
BefehslempfaengerInnen, VerfolgerInnen, VollstreckerInnen, nicht Menschen
im Sinne von Privatpersonen mit eigener Meinung und Entscheidungsgewalt.
(Wichtig: Es geht nicht darum, ihnen das Menschsein abzusprechen! Es geht
auch nicht darum, genauso skrupellos und brutal zu sein wie sie)
- Ausserdem werden
alle Elemente der Repression aufgezaehlt und erklaert:
Knast, Bullen, VS,
Gerichte, schwarze Sheriffs & Bahnschutz, Jaeger, Bundeswehr, Behoerden,
BGS
- NEU: Wie auch
im DirectActionBuch sollen andere Aspekte der Repression beleuchtet werden
und wie wir damit umgehen koennen (siehe unten)
- die Eigenschaft
der Antirepressionsarbeit als Aktionsplattform wird erklaert. Wir sind
TaeterInnen, nicht Opfer; besser: wir lassen uns nicht zum Objekt machen.
Die Frage lautet:
was besteht an Handlungsmoeglichkeiten, wie kommen wir raus aus der Ohnmacht?
Wir sollten unsere Angst abbauen, aber die Risiken klarhaben, und evtl.
Repressionserfahrung auch als Erfahrung sehen („es ist scheisse, aber was
risikiere ich evtl... ich sterbe nicht gleich, Ich kann das ueberstehen...
wann ist was sinnvoll zu riskieren...) Wichtig ist, darueber zu sprechen
und die Angst auch zu thematisieren.
Dann ist das Buch
nach den verschiedenen Repressions-situationen gegliedert. Zu jeder Situation
gibt es wieder ein, zwei Beispiele, wie damit erfolgreich und gut umgegangen
wurde oder werden kann. Das sind keine Handlunsganweisungen, sondern Ideen
und Anregungen. Diese sind ergaenzend zur Repressionsschutzarbeit zu sehen.
Bullen auf der Strasse/bei
Raeumung /in der Wanne
Bullen im Verhoer
Hausdurchsuchung,
Aufsuchung zu Hause
In Gewahrsam/auf
der Wache
Staatsanwaltsverhoer
Gerichtsprozess
Gerichtsanhoerung
Knast
Bundeswehr
Behoerden
VS Bespitzel
VS Anquatschversuch
JaegerInnen
Schwarze Sheriffs/U-bahnwachen
BGS
Bullen-Kessel
Grenzkontrollen
(Einreiseverweigerung und (Zwangs-)Ausreise)
Infrastruktur (Autos,
Funk., Kameras..)
Neu sind nun die
anderen Aspekte:
- Eigenes Wohlbefinden
(Handlungsmoeglichkeiten: will mensch lieber schweigen oder quasseln, um
sich besser zu fuehlen? Klar ist, KEINE AUSSAGEN ZUR SACHE ODER ZU STRUKTUREN,
PERSONEN und so)
- Kritik an Repression
und Behoerden (Vermitllung dieser in der Repressionssituation)
- Subversion (Bullen
instrumentalisieren, sie zum Objekt machen. Das aendert an ihrer Lage wenig,
da es ihr Job ist, Objekt zu sein als BefehlsempfaengerInnen)
- Vermittlung nach
Aussen
- Bullen binden
(damit sie nicht woanders stoeren)
- ...
Ideen und Beispiele
haben wir immer nocht nicht viele, aber das wird sich noch ergeben.
Bis jetzt
- Bei Kontrolle
Perso nicht zuruecknehmen (zieht Prozess in die Laenge, weil sie die Person
suchen muessen... Buerokratie kann nicht einfach einen Perso behalten...)
- Dinge mitnehmen,
die bei Ingewahrsamname nicht unbeding abgenommen werden (natuerlich spekulativ)
und die mensch im Knast benutzen kann: Kasperletheater oder so
- Vor einer Aktion
Gedicht auswendiglernen, um Redemoeglichkeit zu haben ohne etwas preiszugeben:
Auf Fragen und so immer mit Gedichtrezitation beginnen...
- Es gaebe noch
so viel – packen wir’s an!!!
Wer sich am Schreiben
des Buches beteiligen moechte, Geschichten und Erfahrungen mitzuteilen
hat, melde sich bei Treezagreen@linkeseite.zzn.com
Bitte verbreitet
dieses Konzept!
Aloha, Tereza
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Protokoll
vom ersten Ideensammeln auf dem Organisierung-von-unten-Treffen
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