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Zusammen mit dem Netzwerk gegen den Krieg haben einige attac-Leute
heute früh bei einer Kundgebung besprochen, daß wir im Falle
eines Vergeltungsschlages der USA gern sofort auf die Straße gehen
möchten um gegen den Krieg zu demonstrieren.
Wir haben uns überlegt, am Tag, an dem die USA angreifen (wir
hoffen natürlich inständig, daß das doch noch unterbleiben
wird) spontan gegen den Krieg zu demonstrieren. Dazu treffen wir uns um
19:30 Uhr am Kröpke.
Eine Demoroute steht noch nicht fest, Grundlage für die Mobilisierung
sollte vorerst die Erklärung sein, die wir gerade eben per Mailingliste
erhalten haben.
Also, bitte leitet diesen Aufruf möglichst im Schneeballprinzip
weiter, 19:30 Uhr am Kröpke, wer mag kann mit weiß gefärbten
Händen oder mit weißen Fahnen kommen um unseren Friedenswillen
zu zeigen.
Um einer gefährlichen Stigmatisierung der Muslime hier entgegenzuwirken,
fände ich es auch schön, auch uns bekannte, nichtdeutsche Gruppen
zur Demo einzuladen.
Im Anhang findet ihr eine von mir aktualisierte Version des Aufrufs
vom Netzwerk gegen den Krieg/Hannover, denn attac auch unterzeichnet hat.
Ihn könnten wir vorläufig zur Mobilisierung in Hannover verwenden,
allerdings ist der Text noch mit keinem Plenum abgestimmt. Wenn wir meinen,
darüber erst noch mal diskutieren zu müssen, können wir
zu der Spontandemo natürlich auch ohne Text mobilisieren.
Also, sagt allen Bescheid und laßt uns hoffen, daß Bush
es sich doch nochmal anders überlegt.
Schöne Grüße von Claudia
gegen den Krieg! Für Frieden, Toleranz und soziale Gerechtigkeit
in aller Welt!
„Wir befinden uns im Krieg. Die Terroristen haben uns mit ihren Anschlägen
den Krieg erklärt.“ Das erklärte US-Präsident George W.
Bush den amerikanischen Radiohörern am 15. September. Sollte dies
tatsächlich in einem militärischen Vergeltungsschlag münden,
verurteilen wir dies aufs Schärfste.
Gewalt bringt nur Gegengewalt hervor. Der beispiellos brutalen Terroraktionen
von New York und Washington darf ein zivilisierter Staat nicht mit einem
Militäreinsatz begegnen, bei dem womöglich unschuldige Zivilisten
ums Leben kommen. Genau das räumt George W. Bush aber schon jetzt
ein, indem er droht, nicht nur die Täter anzugreifen, sondern auch
die Menschen, die sie beherbergen. Ein solcher Militärschlag kann
nur zum Bummerang werden. Er begünstigt eine Eskalation von kriegerischer
und terroristischer Gewalt in Nahost, im gesamten arabischen Raum und in
den Metropolen der westlichen Industrienationen.
Wir verurteilen die grausamen Terroraktionen in den USA, unser ganzes
Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Mit ihnen sind
wir uneingeschränkt solidarisch. Das gilt aber nicht für alle
Entscheidungen der US-Regierung, die bereits jetzt, ohne legal einen Gegner
definiert zu haben, den Kriegszustand ausgerufen hat. Wir sind nicht einverstanden
mit dem „monumentalen Kampf“ den George Bush jetzt zwischen „Gut und Böse“
führen möchte, eine Beteiligung von NATO und Bundeswehr lehnen
wir ab. Denn Militärschläge sind kein geeignetes Mittel um Terrorismus
zu verhindern oder einzudämmen.
Eine Politik gegen den Terrorismus muß ihm den sozialen, politischen
und ideologischen Nährboden entziehen, in dem er gedeiht. Ein soziales
Klima von Haß und Intoleranz und eine agressive Politik, die eine
Eskalation der Gewalt begünstigt, bereitet den Boden für neue
Anschläge. Auch die sozio-ökonomischen Ungleichheiten in der
Welt, die sich durch neoliberale Globalisierung verschräften, sind
eine Ursache der Gewalt. Diese Ungleichheiten abzuschaffen ist ein wichtiger
Bestandteil einer wirksamen Strategie gegen Terrorismus.
Weiter wenden wir uns klar gegen eine pauschale Verurteilung von Angehörigen
islamischen Glaubens. George W. Bush nennt Ussama Bin Laden seinen „Hauptverdächtigen“.
Beweise dafür, daß er die Anschläge initiiert hat, fehlen
ihm allerdings noch immer. Unterdessen breitet sich eine anti-islamische
Stimmung in der amerikanischen aber auch in der hiesigen Gesellschaft aus,
die nicht hinzunehmen ist. Angehörige muslimischen Glaubens erhalten
sogar in Hannover Bombendrohungen und Drohbriefe. Wir warnen davor, alle
Muslime mit den Tätern über einen Kamm zu scheren. Das ist falsch
und fördert nur Feindbilder, Ressentiment und neue Gewalt.
Gemeinsam gegen den Krieg! Für Frieden, Toleranz und soziale Gerechtigkeit!
Treff: am Abend des Militärschlages um 19:30 Uhr am Kröpke
in Hannover
Infos unter: www.attac-netzwerk.de/hannover ; www.linksruck-hannover.de
Aufruf gegen Krieg: www.gewaltspirale-durchbrechen.de
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