Textsammlung (DKP, die 3.)

Liebe Leute,

zu den Plänen der USA, Deutschlands und ihrer Verbündeten für einen langdauernden, mit allen Mitteln geführten Krieg gegen viele Länder der Erde nach der Devise „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ dokumentiere ich weitere Texte aus der Anti-Kriegsbewegung:

MESSAGE OF SOLIDARITY TO THE PEACE RALLIES IN NEW YORK AND WASHINGTON
D.C.
Berliner Friedens-Koordination
Anlage 1
NACH DEN ANSCHLÄGEN IN DEN USA:
KRIEGSDROHUNGEN AUCH GEGEN DEN IRAK Joachim Guilliard (Initiative gegen das Irakembargo, Deutschland)
Anlage 2
ATTAC DEUTSCHLAND ZU DEN TERRORANSCHLÄGEN IN DEN USA
(Presseinformation vom 12.9.2001)
Anlage 3
KEIN RECHT ZUR SELBSTJUSTIZ
JURISTEN ÄUSSERN ERHEBLICHE ZWEIFEL AM NATO-BÜNDNISFALL
Dieter Deiseroth (IALANA) in Frankfurter Rundschau v. 14.09.01
Anlage 4
DER PREIS DER LÜGE - ODER: DIE SCHATTEN DER GESCHICHTE Gabriele Gillen, Essay für WDR 5 - (14. 09.01 10:40 Uhr)
Anlage 5

Z u  d e n  T e x t e n :
1. Wenige Tage nach den schlimmsten terroristischen Anschlägen in der Geschichte der USA hat sich in New York und in zahllosen Städten in der ganzen Welt eine Anti-Kriegsbewegung formiert. Sie fordert Gerechtigkeit ohne Krieg und protestiert gegen die Pläne der Bush-Regierung für den ersten Krieg im 21. Jahrhundert. Am Wochenende des 29. September findet ein weltweiter Aktionstag statt. Die Berliner Friedenskoordination hat an die Demonstrationen in New York und Washington eine Solidaritätsbotschaft gerichtet. Darin wird auch die bundesweite Kundgebung angekündigt, die von der deutschen Friedensbewegung für den 13. Oktober in Berlin geplant wird. (Anl. 1)
2. Kriegsdrohungen auch gegen den Irak mehren sich. Am 24.9. schrieb der bekannte Leitartikler William Safire in New York Times unter der Überschrift „The Ultimate Enemy“: „Der eindeutige Link zwischen dem Terroristen im Untergrund (gemeint ist Usama Bin Ladin) und dem Terroristen an der Macht (gemeint ist Saddam Hussein) ist in Kurdistan zu finden.“ Im gleichen Sinne verbreiten interessierte Kreise in Deutschland Stellungnahmen von kurdischen Organisationen im Nordirak, vor allem der PUK, die sich auf eine angebliche oder tatsächliche Gruppe radikaler Islamisten beziehen. Natürlich sollen diese Parteigänger Bin Ladens sein, was ja durchaus sein kann. Sie sollen aber auch mit dem irakischen Geheimdienst „Mukhabarat“ zusammenarbeiten. Das ist zwar, angesichts der Feindschaft radikaler Islamisten gegen das laizistische irakische Regime, idiotisch, scheint aber leider zu verfangen. Im Neuen Deutschland war am 26.9.2001 ein Artikel „Hat das Netzwerk Al Qaida einen Ableger in Nordirak?“, wo vom Verdacht die Rede war, daß Bin Ladens Al Qaida „in Verbindung mit Saddams Geheimdienst das kurdische Gebiet destabilisieren“ wolle. Und auch die FR (28.9.01) nimmt sich des Themas an, sich sowohl auf die NYT, als auf die PUK beziehend. Und in der FAZ (26.09.01) wittert ein dem israelischen Geheimdienst nahestehender Autor „eine Strategie der indirekten Kriegführung gegen Amerika....hinter Bin Ladin als Galionsfigur und dem Phantom des ‚losen Netzwerkes‘. Das paßte zu Saddams Methoden.“
Angesichts dieser skrupellosen Versuch, die USA zu größeren Militärschlägen gegen den Irak zu bewegen, stellt Joachim Guilliard fest: „Ein bedingungsloses Ende des Embargos gegen den Irak, wie es der Aufruf der deutschen Initiative gegen das Irakembargo (www.embargos.de) fordert, sowie eine Lösung der ausstehenden Probleme auf dem Verhandlungswege, ist daher dringender den je. Diese Forderungen müssen ergänzt werden, durch den dringenden Appell an die USA und ihre Verbündeten, alle Kriegshandlungen gegen den Irak endlich einzustellen.“ „Die drohenden militärische Angriffe gegen den Irak wären...keine ‚Antwort‘ auf die Anschläge in New York und Washington, sondern eine Intensivierung der aktuellen Kriegspolitik, in deren Folge britische und US-amerikanische Flugzeuge Woche für Woche irakisches Territorium bombardieren. Die Kritik an der US-Politik gegen den Irak war international zunehmend heftiger geworden. Die USA könnten in der aktuellen Situation dieser Kritik mit Vorwürfen, daß der Irak den „internationalen Terrorismus“ unterstützen würde, einigen Wind aus den Segeln nehmen und ihren Aktionsradius auf das ganze irakische Territorium ausdehnen. Angriffsziele könnten neben der irakischen Luftabwehr auch Teile der Infrastruktur zur Förderung und Transport von Erdöl sein, um dem Irak die Möglichkeit, auf eigene Rechnung Öl zu exportieren, zu beschneiden. – Dies war ja eines der Ziele, der im Juni im UN-Sicherheitsrat gescheiterten US-Pläne zur Änderung der Sanktionspolitik. Umfassende Angriffe auf den Irak könnten für die USA aber auch noch aus einem anderen Grund interessant sein. Viele in den USA sehen mit Sorge die Unwägbarkeiten von Militäraktionen gegen Afghanistan. Da im Falle des Scheiterns „einer sinnvollen Luftkampagne“ die Glaubwürdigkeit der USA untergraben würde, so das US-amerikanische Analyseinstitut Stratfor am 20.9., könnte sich der Fokus mehr auf den Irak richten, da es wesentlich einfacher sei, Angriffe auf den Irak zu fliegen.“ (Anl. 2)
3. Die globalisierungskritische Bewegung Attac Deutschland, „ein breites gesellschaftliches Bündnis, das vom BUND über ver.di und Pax Christi bis zu kapitalismuskritischen Gruppen reicht“, stellt in ihrer Presseerklärung vom 12.09.01 zu den Terroranschlägen in den USA fest:
„Eine wirksame Bekämpfung von Terrorismus ist letztlich nur möglich, wenn auch die gesellschaftlichen und politischen Probleme gelöst werden, die ihm zu Grunde liegen. Dazu gehört in erster Linie eine rasche politische Lösung des Nahostkonflikts, die den legitimen Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt.(...)Daher kommt dem Engagement für eine Globalisierung von sozialer Gerechtigkeit, Demokratie, Menschenrechten, Geschlechtergerechtigkeit und umweltgerechtem Verhalten eine noch größere Bedeutung zu als je zuvor.“ (Anl. 3)
4. Dieter Deiseroth, Bundesverwaltungsrichter und Gründungsmitglied der deutschen Sektion der IALANA, einer internationalen Juristenorganisation gegen den Atomkrieg, begründet aus juristischer Sicht in Frankfurter Rundschau vom 14.09.01, dass durch die Terroranschläge in den USA der NATO-Bündnisfall nicht gegeben ist.
(Anl. 4)
5. Gabriele Gillen spricht in ihren Radio-Essay über die Reaktion von uns Deutschen auf den 11. September und die Folgen, insbesondere über die je nach Opfern unterschiedliche Wahrnehmung von Katastrophen. Der Text ist meiner Meinung nach für die Aufklärungsarbeit von Anti-Kriegsgruppen ausgezeichnet geeignet. Die Autorin faßt ihre differenzierten Betrachtungen so zusammen: „Nicht noch mehr Waffen, nicht noch mehr Sicherheits-Kontrollen, nicht noch mehr Mauern gegen die Armut und das Fremde machen die Welt und unser Leben sicherer, sondern sozialer und ökonomischer Ausgleich, der entschiedene und demokratische Kampf gegen die Verwüstungen des Kapitals, Toleranz und Kultur. (...) Wir müssen die Täter und die Zusammenhänge beim Namen nennen: Wer profitiert von Massenentlassungen oder Hungersnöten, wer verweigert des Profites wegen welche Medikamente für Afrika, wer hat die Albaner in Mazedonien eigentlich bewaffnet - und wer die Gefolgsleute des Terroristen Bin Laden? Waren das nicht die Deutschen und die USA? Wir müssen uns der Propaganda und der freiwilligen Gedankengleichschaltung entziehen. Und schon jetzt unsere Stimmen gegen einen drohenden Krieg erheben. Und dagegen, dass die USA gemeinsam mit ihren Verbündeten hinter der Pose der Betroffenheit und auf der Suche nach Schuldigen gegen jeden vorgehen, der berechtigt gegen die politische Dominanz der USA kämpft. Wie könnten wir besser der vielen Toten gedenken, der zahllosen Opfer von sinnloser Gewalt und gezieltem Terror, als mit dem gemeinsamen Bemühen darum, dass sich die Welt tatsächlich ändert?!“ (Anl. 5)

Mit internationalistischen Grüßen
Klaus von Raussendorff

Anti-Imperialistische Korrespondenz (AIK), Redaktion: Klaus von Raussendorff Postfach 210172, 53156 Bonn; Tel.&Fax: 0228 – 34.68.50; Email: raussendorff@web.de
Anti-Imperialistische Online-Korrespondenz; Webmaster: Dieter Vogel http://www.aikor.de; Email: aik-web@t-online.de
Dort können auch die letzten AIK-Infos unter der Rubrik „Info-Dienst der AIK“ runtergeladen werden
Wer die AIK nicht empfangen möchte, schicke bitte eine Mail mit dem Betreff „unsubscribe“ an raussendorff@web.de


Anlage 1

MESSAGE OF SOLIDARITY TO THE PEACE RALLIES IN NEW YORK AND WASHINGTON D.C.

We, the Berlin Peace Network (Friedens-Koordination), - uniting peace, church, social and environmental organisations, local branches of the trade union, as well as political parties - express our solidarity and support.We send our condolences to the families of the victims of the horrible attacks on the WTC and the Pentagon.
We firmly oppose the US government‘s instrumentalization of this tragic loss to attempt to justify a vengeful military action. According to the latest opinion polls, this view is shared, by a large majority of the German population. Military action would only magnify the tragedy, killing many innocent people, already living in dire poverty, and running the risk of escalation beyond control.
Many politicians inflame the situation with lynch mob rhetoric, racism and chauvinist hatred. This ultimately leads to wider conflicts and wars. The real enemy of our security is the drive for ever more profit by the few.

What kind of civilisation is Bush referring to? A civilisation that tolerates massive unemployment, poverty, homelessness, illiteracy, state brutality and sanctions, blackmail and intimidation through military threat as common tools of foreign policy is a reversion to the barbarous law of the jungle.We must put a stop to a system of „globalisation“ characterised by growing inequities. For lasting, stable security for ourselves and our environment, the wealth of our planet must be shared by all those inhabiting it.
All over the world, people are getting worried and are beginning to mobilise against the threat of war. The peace movement in Germany is planning a nationwide rally for peace to be held in Berlin on October 13th. We hope that your rally today will send a strong message to President Bush. Your rally today will help strengthen our common struggle for peace and justice.
Bring the troops home! Invest in Life!
Long Live International Solidarity for Peace and Friendship among Peoples!
Berlin Peace Network - Germany
23rd Sept. 2001
http://www.friko-berlin.de


Anlage 2

NACH DEN ANSCHLÄGEN IN DEN USA: KRIEGSDROHUNGEN AUCH GEGEN DEN IRAK

Joachim Guilliard
Initiative gegen das Irakembargo, Deutschland

Nach den Terroranschlägen in den USA ist die Gefahr groß, daß neben Afghanistan auch der Irak Ziel der angekündigten „Vergeltungsschläge“ werden könnte. Obwohl nichts auf eine Beteiligung des Iraks hinweist, drängen die Hardliner in Bush‘s Kabinett und im Senat massiv darauf, den Irak ebenfalls sofort unter Beschuß zu nehmen.
„Tatsächlich spricht bislang wenig für eine Beteiligung des irakischen Baath-Regimes an der verheerendsten Terrorserie in der Geschichte der USA.“ vermeldete auch dpa am 21.9.01 in einer von mehreren Zeitungen verbreiteten Nachricht. Dies räumte demnach selbst US-Vizepräsident Richard Cheney ein, da eine Zusammenarbeit der religiösen Fanatikern, unter denen die US-Führung die Täter vermuten, und dem laizistischen Irak auch ihrer Meinung nach wenig wahrscheinlich ist.
Der Irak wurde zudem bisher nie ernsthaft mit Aktionen individuellen Terrors in Verbindung gebracht. Dennoch führt die USA den Irak, wie auch Nordkorea und Cuba auf ihrer Liste der Staaten, die den, „weltweiten Terrorismus fördern“ – den Terrorismusbegriff auf alle mißliebigen Befreiungsbewegungen ausdehnend.
Israelische Kreise und irakisch-kurdische Organisationen bemühen sich aus Eigeninteresse ebenfalls, mit Berichten über Verbindungen des irakischen Geheimdienstes zu Osama bin Laden, die USA zu größeren Militärschlägen gegen den Irak zu bewegen.
Die drohenden militärische Angriffe gegen den Irak wären daher keine „Antwort“ auf die Anschläge in New York und Washington, sondern eine Intensivierung der aktuellen Kriegspolitik, in deren Folge britische und US-amerikanische Flugzeuge Woche für Woche irakisches Territorium bombardieren. Die Kritik an der US-Politik gegen den Irak war international zunehmend heftiger geworden. Die USA könnten in der aktuellen Situation dieser Kritik mit Vorwürfen, daß der Irak den „internationalen Terrorismus“ unterstützen würde, einigen Wind aus den Segeln nehmen und ihren Aktionsradius auf das ganze irakische Territorium ausdehnen.
Angriffsziele könnten neben der irakischen Luftabwehr auch Teile der Infrastruktur zur Förderung und Transport von Erdöl sein, um dem Irak die Möglichkeit, auf eigene Rechnung Öl zu exportieren, zu beschneiden.
? Dies war ja eines der Ziele, der im Juni im UN-Sicherheitsrat gescheiterten US-Pläne zur Änderung der Sanktionspolitik.

Umfassende Angriffe auf den Irak könnten für die USA aber auch noch aus einem anderen Grund interessant sein. Viele in den USA sehen mit Sorge die Unwägbarkeiten von Militäraktionen gegen Afghanistan. Da im Falle des Scheiterns „einer sinnvollen Luftkampagne“ die Glaubwürdigkeit der USA untergraben würde, so das US-amerikanische Analyseinstitut Stratfor am 20.9., könnte sich der Fokus mehr auf den Irak richten, da es wesentlich einfacher sei, Angriffe auf den Irak zu fliegen.
Auch Newsweek vom 23.9. sah in Angriffen auf den Irak ein sinnvolle Alternative, falls sich die USA in Afghanistan verheddern. Das Territorium des Irak ist wohlbekannt und die gesamte Infrastruktur für Kriegseinsätze gegen den Irak steht einsatzbereit vor Ort – eine sichere Bank, um gefahrlos innenpolitisch zu punkten und nach außen Stärke zu zeigen. Bisher stehen allerdings die Verbündeten in der Region einem erweiterten Krieg gegen den Irak ablehnend gegenüber.
Kein Gedanke wird dabei daran verschwendet, daß gerade diese Art aggressiver und skrupelloser Politik in weiten Teilen der Welt Wut und Haß auf die USA erzeugt hat. Viele Länder haben bekanntlich die USA in den letzten Jahrzehnten mit Gewalt überzogen und Millionen von Menschen wurden dabei getötet. So forderte allein das – vor allem auf Grund der Haltung der USA – fortdauernde Embargo gegen den Irak bisher 1,5 Millionen Menschenleben. Dies und die offensichtliche Sonderbehandlung des Iraks im Vergleich mit anderen Ländern, empört weite Teile der Bevölkerung der gesamten Region.
Mit militärischen Mitteln wird die Gefahr terroristischer Anschläge auf Ziele in den USA oder Europa so oder so nicht zu bannen sein – im Gegenteil. Nötig wäre vielmehr ein Ende der häufigen Anwendung von Gewalt und Erpressung durch westliche Staaten, die Anerkennung des Rechts aller Länder auf eine eigenständige Entwicklung und die Lösung von Konflikten mit diplomatischen Mitteln – dies würde auch ein Ende von Wirtschaftsblockaden einschließen.
Ein bedingungsloses Ende des Embargos gegen den Irak, wie es der Aufruf der deutschen Initiative gegen das Irakembargo (www.embargos.de) fordert, sowie eine Lösung der ausstehenden Probleme auf dem Verhandlungswege, ist daher dringender den je. Diese Forderungen müssen ergänzt werden, durch den dringenden Appell an die USA und ihre Verbündeten, alle Kriegshandlungen gegen den Irak endlich einzustellen.
September 2001

Hintergrundinformationen zum Thema bietet das im Mai 2001 erschienene Buch:
R. Göbel, J. Guilliard, M. Schiffmann (Hrsg.), Der Irak - Ein belagertes Land, PapyRossa-Verlag Köln


Anlage 3

ATTAC DEUTSCHLAND ZU DEN TERRORANSCHLÄGEN IN DEN USA (Presseinformation vom 12.9.2001)

Verden, den 12.09.01. Attac verurteilt in aller Schärfe die wahnwitzigen Terroranschläge in New York und Washington. Ihr entsetzliches Ausmaß und ihre Wirkungen sind von historischer Tragweite.
In dieser Situation gehört unser erster Gedanke den unschuldigen Opfern der Anschläge. Wir trauern um sie und erklären unser Mitgefühl und unsere Solidarität mit ihren Angehörigen.
Wir befinden uns in einer dramatischen Ausnahmesituation. Daher ist es jetzt außerordentlich wichtig, Besonnenheit zu wahren. Es darf nicht zu Überreaktionen kommen. Die Spirale der Gewalt muss durchbrochen werden.
Eine wirksame Bekämpfung von Terrorismus ist letztlich nur möglich, wenn auch die gesellschaftlichen und politischen Probleme gelöst werden, die ihm zu Grunde liegen. Dazu gehört in erster Linie eine rasche politische Lösung des Nahostkonflikts, die den legitimen Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt. Sicherheit ist erst dann gegeben, wenn die Sicherheit des anderen gewährleistet ist. Sicherheit ist heute weniger denn je militärisch, sondern muss vor allem sozial, kulturell, ökonomisch und politisch begriffen werden. Sicherheit ist letztlich eine Frage der Gerechtigkeit. Auch die sozio-ökonomischen Ungleichheiten in der Welt, die sich in den letzten Jahren wieder verschärft haben, bilden einen Nährboden für Gewalt. Sie zu bekämpfen ist integraler Bestandteil einer wirksamen Strategie gegen den Terrorismus.
Daher kommt dem Engagement für eine Globalisierung von sozialer Gerechtigkeit, Demokratie, Menschenrechten, Geschlechtergerechtigkeit und umweltgerechtem Verhalten eine noch größere Bedeutung zu als je zuvor.
Kontakt:
Felix Kolb (Pressesprecher)
Tel.: 04231/957-593 o. 0178 / 35 94 212
eMail: f.kolb@attac-netzwerk.de


Anlage 4
Frankfurter Rundschau v. 14.09.01
http://www.fr-aktuell.de/index.html

KEIN RECHT ZUR SELBSTJUSTIZ
JURISTEN ÄUSSERN ERHEBLICHE ZWEIFEL AM NATO-BÜNDNISFALL

Die internationale Juristenorganisation gegen den Atomkrieg (Ialana) bestreitet den Bündnisfall der Nato. Dieter Deiseroth, Gründungsmitglied der deutschen Sektion der Ialana und Bundesverwaltungsrichter, begründet im Gespräch mit der Karlsruher FR-Korrespondentin Ursula Knapp den Standpunkt der Organisation.
Frankfurter Rundschau: Herr Deiseroth, die Außenminister der Nato-Staaten sind sich einig, dass mit dem schwersten Terroranschlag der Nachkriegsgeschichte für die Nato der Bündnisfall eingetreten ist. Sie bestreiten das, warum?
Dieter Deiseroth: Nach meinen Informationen hat der Nato-Rat bislang den so genannten Bündnisfall nach Artikel 5 Nato-Vertrag (noch) nicht beschlossen. Die öffentliche Berichterstattung und auch die meisten Erklärungen der Verantwortlichen sind insofern im entscheidenden Punkt widersprüchlich oder zumindest ungenau. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am Mittwochabend vor der Presse sinngemäß erklärt, der Nato-Rat habe mit deutscher Zustimmung in Solidarität mit den USA das Vorliegen der Voraussetzungen des Artikels 5 des Nato-Vertrags, also des so genannten Bündnisfalls, beschlossen. Demgegenüber heißt es in der Verlautbarung von Nato-Generalsekretär Robertson, die Nato betrachte die Terroranschläge in den USA als Angriff auf das gesamte Bündnis, „falls“ und dies ist ein bedeutsamer Unterschied - „der Angriff vom Ausland aus gesteuert worden sein sollte“. Denn dann liege der Fall des Artikels 5 Nato-Vertrag vor. Offenbar gab es in diesem Punkt auch Meinungsverschiedenheiten im Nato-Rat. So ist bekannt geworden, dass insbesondere die Vertreter der Niederlande, Belgiens und Portugals sich gegen eine Feststellung des Bündnisfalls nach Artikel 5 zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgesprochen haben.

Unter welchen Voraussetzungen wäre denn im aktuellen Konflikt der Bündnisfall nach Artikel 5 Nato-Vertrag gegeben?
Die Feststellung des so genannten Bündnisfalls nach Artikel 5 Nato-Vertrag hat völkerrechtlich betrachtet mehrere Voraussetzungen. Die wichtigste ist, dass ein „bewaffneter Angriff“ auf eine Vertragspartei erfolgt sein muss. Die Feststellung, ob dies der Fall ist, steht nicht zur freien Disposition der Vertragsstaaten. Artikel 5 wie auch der gesamte Nato-Vertrag stehen vielmehr unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Vereinbarkeit mit der UN-Charta und dem geltenden übrigen Völkerrecht. Artikel 7 Nato-Vertrag stellt dies ausdrücklich klar. Zwar ist anerkannt, dass nicht nur direkte militärische Handlungen durch Streitkräfte eines anderen Staats einen „bewaffneten Angriff“ darstellen können. Auch Aktionen militärisch organisierter nichtstaatlicher Verbände können dann als „bewaffneter Angriff“ im Sinne des Artikel 51 UN-Charta gewertet werden, wenn diese von einem fremden Staat entsendet werden oder in dessen Auftrag oder unter dessen wesentlicher Beteiligung tätig werden. Das ergibt sich insbesondere auch aus der ständigen Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs. Dieser hat freilich ausdrücklich entschieden, dass eine bloße Unterstützung solcher nichtstaatlicher Angreifer durch Waffenlieferungen oder durch logistische Hilfen eines fremden Staats für die Annahme eines bewaffneten Angriffs im Sinne des Artikel 51 UN-Charta nicht ausreichen.
Was heißt dies für den konkreten Fall des Terrorangriffs auf Ziele in New York und Washington?
Vor der förmlichen Feststellung, ob die Voraussetzungen des Artikels 5 Nato-Vertrag vorliegen, muss sehr genau die Fakten- und Beweislage geprüft werden. Keinesfalls darf auf der Grundlage unüberprüfbarer Behauptungen oder gar von Mutmaßungen angenommen werden, die Terroranschläge seien von militärisch organisierten nichtstaatlichen Verbänden verübt worden, die von einem ausländischen Staat entsandt oder in dessen Auftrag oder mit dessen wesentlicher Beteiligung tätig geworden seien. Bisher fehlt es für die Annahme einer solchen Verantwortlichkeit eines fremden Staats an jedem Anhaltspunkt. Aber auch dann, wenn im konkreten Einzelfall ein „bewaffneter Angriff“ im Sinne des Artikels 51 UN-Charta erfolgt wäre, dürfte ein militärischer Gegenschlag völkerrechtlich betrachtet unzulässig sein.
Woraus ergibt sich das?
Eine Gewaltanwendung auf der Grundlage von Artikel 51 UN-Charta ist nur zulässig, wenn dies zur Abwehr eines gegenwärtigen Angriffs erforderlich ist. Artikel 51 UN-Charta rechtfertigt keine Vergeltungs- oder Bestrafungsaktionen. Auch dies hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag mehrfach entschieden.
Die Befürworter eines Nato-Einsatzes werden Ihnen entgegenhalten, dass ein völkerrechtlicher Vertrag auf veränderte Umstände reagieren können muss. Kann der Nato-Vertrag von 1949 sozusagen dynamisch ausgelegt und auf terroristische Angriffe dieses Ausmaßes angewendet werden?
Die Handhabung und auch die Interpretation des Nato-Vertrags durch die Vertragsstaaten mag sich ändern. Dies ändert aber nichts daran, dass die Nato-Staaten an die UN-Charta und das geltende Völkerrecht gebunden bleiben.
Angesichts tausender unschuldiger Opfer müssen die USA selbstverständlich alles tun, um die Täter zu bestrafen. Vor allem müssen Wiederholungen verhindert werden.
Das sollte man auch tun. Die Strafverfolgungsbehörden der Staaten sollten weltweit eng zusammenarbeiten und alles daran setzen, die Täter zu ermitteln und sie den für die Verurteilung allein zuständigen Gerichten zu überantworten. Selbstjustiz, auch staatliche Selbstjustiz, darf in Rechtsstaaten und durch Rechtsstaaten nicht stattfinden.
Welche wirksamen Möglichkeiten sehen Sie denn, um den Terrorismus wirksam zu bekämpfen und solche Attacken zu verhindern?
Verblendete Terroristen kann man schwerlich durch Gegenterror abschrecken. Ihnen gilt der Verlust des eigenen Lebens offenbar wenig.  Vielmehr müssen die Ursachen des Terrorismus bekämpft werden. Man muss erkennen, dass insbesondere im Nahen Osten praktisch jeden Tag Menschen zu Terroristen sozialisiert werden. Dazu trägt auch die Art des israelischen Umgangs mit den Palästinensern bei. Friedenspolitik in diesen Konfliktzonen ist der wichtigste Beitrag dazu, dem Terrorismus den Nährboden zu entziehen. Die Rekrutierungsbasis für immer neue Terroristen muss minimiert werden. Schließlich sollte international jegliche Zusammenarbeit mit terroristischen Gruppierungen, sei es mit islamistischen Gruppen, sei es mit der UCK in Kosovo oder Mazedonien, strikt geächtet werden. Hier herrscht ein großer Nachholbedarf.
Der deutsche Außenminister Joschka Fischer kommt aus einer Partei der Friedensbewegung. Hätte er Ihrer Ansicht nach gegen den Bündnisfall stimmen müssen?
Als deutscher Außenminister ist er an die Vorgaben der Verfassung und des geltenden Völkerrechts strikt gebunden. Da die Voraussetzungen für den Bündnisfall nach Artikel 5 Nato-Vertrag und nach Artikel 51 UN-Charta nicht vorliegen, muss sich dies auch in seinem Abstimmungsverhalten im Nato-Rat niederschlagen.
Copyright © Frankfurter Rundschau 2001


Anlage 5

DER PREIS DER LÜGE - ODER: DIE SCHATTEN DER GESCHICHTE

Ein Essay für WDR 5 - Neugier genügt
Sendedatum: 14. September 2001 10:40 Uhr
Von Gabriele Gillen (Redaktion: Rainer Marquardt)

Beginnen wir mit einem einfachen Gedanken:
Ein Verbrechen gegen ein menschliches Wesen steht einem anderen Verbrechen gegen ein menschliches Wesen in nichts nach. Ein Mensch ist so viel wert wie ein anderer. Denn:
„Alle Menschen sind gleich geschaffen„, so steht es auch in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 und die Vereinten Nationen beginnen ihre „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte„, die nun schon älter als 50 Jahre ist, mit der feierlichen Formulierung von der „Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte„ - eine Anerkennung, die die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden bilde.
Schauen wir uns um auf der Welt:
Nein, die Menschen sind nicht gleich. Gleich geboren, aber nicht gleich ernährt; gleichermaßen würdig, aber nicht gleichermaßen beschützt; gleichberechtigt, aber nicht gleich behandelt.... Wer hungert, wird eben nicht satt. Wer zwischen Folterkellern lebt, lebt in der täglichen Angst um seine Haut. Wer verfolgt wird, kann sich kein Wohnzimmer einrichten.  Wer keine Macht hat, ist ohnmächtig. Und wer sich verachtet fühlt, lernt den Hass.
Alle Menschen sind gleich.
Aber erleben wir ein Massaker an Afrikanern oder Arabern als die gleiche Katastrophe wie ein Massaker an Europäern oder US-Amerikanern? Ist es nicht so, dass wir dort in Afrika oder im Nahen Osten den rohen Umgang miteinander beinah für normal halten? Doch würden wir es verstehen, wenn ein Afrikaner oder ein Palästinenser ein Blutbad in Europa oder in den USA schlicht für das selbstverständliche Produkt einer Zivilisation hielte, die Auschwitz oder Hiroshima hervorgebracht hat?
Der Umfang und die Heftigkeit der Anschläge gegen die USA mögen überraschend gewesen sein, doch überrascht es auch, dass die USA in diesen Zeiten das Opfer von gewalttätigen Attacken wird? Muss es uns wundern, dass in den durch Kriege und Armut und Umweltzerstörung verwüsteten Teilen der Erde nach einfachen Lösungen gerufen wird, nach Rache? Wollen wir nicht begreifen, dass der Terror nicht nur eine bösartige, sondern auch eine verzweifelte Antwort auf die Aufteilung der Welt in Arm und Reich, in Sklaven und Herrscher ist?
Alle Menschen sind gleich.
Doch die Geschichte der Eroberung Amerikas ist bis heute eine lange blutige Geschichte über die Missachtung von Menschenrechten und den Missbrauch von Macht: Die Ausrottung der Indianer, die Unterdrückung der Schwarzen, Hiroshima und Vietnam, Chile und der Nahe Osten, die Verweigerung von Schuldenerlassen oder Umweltauflagen. Überall auf der Welt leben Menschen in einer Situation der permanenten Demütigung und des ökonomischen Desasters. Und überall mischen die USA mit - selbstlegitimiert durch die vermeintliche Verteidigung der Freiheit, aber in Wahrheit immer auf der Seite des Geldes und besessen von der Durchsetzung des eigenen Werte- und Wirtschaftssystems. Die Verbrechen der Macht stehen in nichts den Verbrechen der Ohnmacht nach.
Worum weinen wir in diesen Tagen? Für wen oder was legen wir Gedenkminuten ein, feiern wir Trauergottesdienste, sagen wir Gartenpartys, Sportveranstaltungen und Haushaltsdebatten ab? Warum unterbrechen wir Wahlkämpfe und warum legen wir gedämpfte Musik auf die Plattenteller der Rundfunkanstalten? Trauen wir tatsächlich um die Toten in den USA? Doch wann haben wir je in dieser Form auf die Bombardierungen von kurdischen Dörfern, auf das Massensterben im hungernden Afrika, auf die Erschießung von palästinensischen Kindern reagiert? Auf das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens, auf das Gemetzel der Taliban in Afghanistan, auf die durch Selbstmordattentäter zerfetzten Menschen in Jerusalem?
Oder auf den Völkermord in Ruanda 1994, bei dem eine Million Frauen, Männer und Kinder ermordet wurden. Die gerade jetzt so viel beschworene Menschenverachtung erleben wir schließlich Tag für Tag. Was erschüttert uns also so in diesen Tagen?
Die Ahnung, dass die Spirale aus Gewalt und Gegengewalt immer seltener vor den Türen der „Ersten Welt„ halt machen wird? Das plötzliche Wissen um die Zerbrechlichkeit unserer mit Beton und Konsum und Seifenopern von Elend und realer Verzweiflung abgeschirmten Welt?
Oder erschüttert uns vielleicht auch die Erkenntnis, dass unsere sogenannte Zivilisation auf einer Lüge aufgebaut ist; dass wir unsere Hände nicht länger in Unschuld waschen können; dass das World Trade Center und das Pentagon nicht nur für Tausende von unschuldigen Opfern, sondern auch für Tausende von Tätern stehen, die Kriege inszenieren, Waffen verkaufen und Hungersnöte in Kauf nehmen, wenn es den Börsenkursen dient?
Die terroristischen Anschläge in den USA ein Menetekel, eine Unheil kündende Prophezeiung? Doch wem oder was sagt die mit Flammen und Rauchzeichen in den Himmel geschriebene Geisterschrift dieses Mal ihren Untergang voraus? Der letzten Großmacht USA oder der zügellosen Gewalt des Geldes? Was können wir erkennen im globalen Nebel zu Beginn des 3.  Jahrtausends?
Trotz der pausenlosen Wiederholung dieser Floskel in den vergangenen Tagen - es stimmt nicht, dass sich die Welt durch den Zusammenbruch des World Trade Centers verändert hat.
Verändert hat sich die Silhouette von New York. Ansonsten ist die Welt die gleiche geblieben. Überall Probleme, für die niemand eine Lösung hat oder auch nur zu haben vorgibt. Die selben Kriege, der selbe Hunger, die selbe Hoffnungslosigkeit...
Die dramatischen Anschläge in den USA verändern nichts, sie zeigen nur, dass immer aufgefeiltere Waffensysteme im Besitz der Nato oder anderer Staaten immer ausgefeiltere Terroraktionen bedingen. Die Kriegserklärung gegen die USA hat eine Vorgeschichte. Denn Terroraktionen dieser Art entstehen auf einem politischen, sozialen und ideologischen Nährboden, in einem Klima aus Hass und Intoleranz und Rassismus. Wenn Bundeskanzler Schröder nun von einer „Kriegserklärung an die gesamte zivilisierte Welt„ spricht, schreibt er die Spaltung der Welt schon wieder fort. Wer nicht zu uns gehört, ist also unzivilisiert.
Nein, die Welt hat sich nicht verändert. Sie ist leider genau so wie zuvor. Meistens jedoch sterben die Menschen stiller und nicht so spektakulär.
Ich stehe, trotz aller Beschwörungen der Anständigen, nicht auf der Seite von Amerika und ich empfinde die grausamen Terroranschläge auch nicht als einen Anschlag auf mein moralisches Wertesystem. Ich halte die USA nicht für eine Demokratie und ihre Regierung nicht für eine Hüterin der Menschenrechte, nicht für moralisch legitimiert, moralische Urteile zu fällen.
Aber ich trauere um die Toten in New York und Washington - so wie um die zivilen Opfer im Kosovo-Krieg oder die verbrannten Flüchtlinge in deutschen Asylbewerberheimen...
Wenn wir aber in Deutschland die Musterschüler im symbolischen Trauern mimen wollen, dann bin ich dafür, alle Sportveranstaltungen und Oktoberfeste und Messe-Galas abzusagen bis zu jenem Tag, an dem es Gerechtigkeit gibt auf der Welt. Und bis zur Einlösung der UNO-Erklärung zu den Menschenrechten plädiere ich auch für die dauerhafte Unterbrechung von inhaltsleeren Wahlkämpfen und für tägliche Gedenkminuten.
Ohne Gerechtigkeit keine Sicherheit. Nicht noch mehr Waffen, nicht noch mehr Sicherheits-Kontrollen, nicht noch mehr Mauern gegen die Armut und das Fremde machen die Welt und unser Leben sicherer, sondern sozialer und ökonomischer Ausgleich, der entschiedene und demokratische Kampf gegen die Verwüstungen des Kapitals, Toleranz und Kultur...
Auch wir hier in den Medien sind gefordert. Wir müssen die Täter und die Zusammenhänge beim Namen nennen: Wer profitiert von Massenentlassungen oder Hungersnöten, wer verweigert des Profites wegen welche Medikamente für Afrika, wer hat die Albaner in Mazedonien eigentlich bewaffnet - und wer die Gefolgsleute des Terroristen Bin Laden? Waren das nicht die Deutschen und die USA? Wir müssen uns der Propaganda und der freiwilligen Gedankengleichschaltung entziehen. Und schon jetzt unsere Stimmen gegen einen drohenden Krieg erheben. Und dagegen, dass die USA gemeinsam mit ihren Verbündeten hinter der Pose der Betroffenheit und auf der Suche nach Schuldigen gegen jeden vorgehen, der berechtigt gegen die politische Dominanz der USA kämpft.
Wie könnten wir besser der vielen Toten gedenken, der zahllosen Opfer von sinnloser Gewalt und gezieltem Terror, als mit dem gemeinsamen Bemühen darum, dass sich die Welt tatsächlich ändert?!

E N D E

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