BewegungsmelderIn
... oder sowas
Aufruf zu einem kreativen
Projekt für eine Bewegungszeitung & mehr
(vom vierten Organisierung-von-unten-Treffen,
Ostern 2002 in Saasen)
Die Grundideen
Dieses Projekt entspringt
dem „brainstorming“ für ein neues Zeitungsprojekt auf dem 3. Organisierung
von unten – Treffen“ (siehe unter www.projektwerkstatt.de/hoppetosse und in den Einladungen
zum „Februartreffen im April“). Folgende vier Punkte seien hier herausgehoben:
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Themenschwerpunkte:
Bewegungsstrategien (Entscheidungsfindung von unten, Direct-Action, Vernetzung,
Organisierung usw.), Widerstand (Berichte und Tipps, Diskussion, internationaler
Blick, Antirepression usw.) und Vision (Herrschaftskritik, visionäre
Projekte, Utopien usw.).
-
Kreativ-offene Form:
Es soll kein regelmäßiges Zeitungsprojekt geben, sondern eine
Aneinanderfolge verschiedener Produkte, die jeweils meist oder immer auch
noch darüberhinaus verwendbar sind (Verteilung zur Mobilisierung,
Verkauf über Büchertische usw.). Denkbar sind: Zeitungen, Mobilisierungszeitungen,
Direct-Action-Heftchen, Seminar-/Terminkalender, einmal jährlich ein
Taschenkalender, aktuell immer noch Rundbriefe ... Abonnentis* zahlen pro
Jahr Pauschalbetrag und bekommen immer alles. Die verschiedenen „Produkte“
können von sehr unterschiedlichen Gruppen erstellt und eingebracht
werden. Es gibt ein offenes Kollektiv, daß berät, initiiert
und im Zweifel auch entscheidet, was reinkommt, aber nicht in die einzelnen
Werke hinein“regiert“.
-
Regionale Koppelung:
Möglichst viele dieser „Produkte“, vor allem die Zeitungen und Mobilisierungszeitungen,
sollen verbunden sein mit regionalen Gruppen, Zusammenhängen, Redaktionen.
Denkbar ist, daß der Titel und die Rückseite der Zeitungen regional
gestaltet/gefüllt wird (oder auch mehr), so daß die Zeitungen
auch regional als Aktionszeitungen u.ä. eingesetzt werden können
– als Extraausgabe bestehender Zeitungen, damit es überhaupt mal wieder
eine regionale Zeitung gibt u.ä.
-
In der Struktur derer,
die am Projekt überregional arbeiten, soll versucht werden, eine Vielfalt
autonom handelnder Themenredaktion u.ä. zu bilden, die dann jeweils
Beiträge zu den Projekten leisten oder auch eigene anzetteln.
Das
Startprojekt: Anti-Herrschaftszeitung (mit Mobilisierung Bundestagswahl,
Rio+10, 11. September)
Nach dem Vorbild
der Anti-Expo-Zeitung wollen wir versuchen, im Sommer eine Mobilisierungszeitung
zu den politischen Aktionen im September und dazu passend mit Herrschaftskritik
hinzubekommen. Gedacht ist an 12 Seiten Tageszeitungsformat mit:
- Titel: Titelschriftzug
usw. regional, drei Texte zu Herrschaftskritik, Wahlboykott und Aktionszeitraum
September.
- 3-5 Seiten mit
Herrschaftskritik, Wahl-/Demokratiekritik und vielen, vielen Aktionsideen
- 2 Seiten neue
„RandaleführerIn“ in der Mitte
- Eine Seite (Seite
8) ebenfalls möglich als Regionalseite
-Vorbild ist vor
allem die Anti-Expo-Zeitung (hatte 8 Seiten und 11 Regionalausgaben!),
vor Genua gab es eine "BewegungsmelderIn" mit immerhin 5 Ausgaben (siehe
Bild).
Gesucht sind jetzt
regionale Zusammenhänge, die dieses Projekt auch für sich nutzen
und füllen wollen – also die Rückseite mit eigenen Texten, Terminen
usw. füllen und einen Titel entwerfen, eine Auflage festzulegen (diese
auch selbst zu finanzieren – Kostenvoranschlag wird noch eingeholt) und
zu verteilen in der Region.
Ebenso werden Menschen
gesucht, die an den überregionalen Seiten mitwirken wollen. Oder insgesamt
für das Projekt Geld übrig haben, damit es für alle billiger
wird.
Zeitplan:
- Redaktionsschluß
für Texte der bundesweiten Ausgabe 15. Juni
- Am 25. Juni müssen
die Regionalseiten (fertig layoutet) fertig sein.
- Druck und Zuschicken
dann Ende Juni, rechtzeitig zum Semesterende und zu den Sommercamps
Zeitungstechnix:
-
Kosten der Regionalausgaben:
Einmalig 70 oder 120 Euro (wenn Seite 8 auch regional) plus 10 Cent/Zeitung
bzw. 100 Euro/1000 Stück.
Beispielrechnung:
Für 2000 Stück also 320 Euro.
-
Kosten für bundesweite
Ausgabe (Einzelbestellungen, wo keine Regionalausgabe klappt): Einmalig
4 Euro (für Porto) plus 20 Cent/Zeitung bzw. 200 Euro/1000 Stück.
Beispielrechnung
auch hier: Für 100 Zeitungen kosten 24 Euro.
-
Das gilt aber nur, wenn
wir insgesamt eine Auflage von 20.000 Stück schaffen!!! Also los ...
Geliefert werden muß
der 1. Farbteil des Titels. Vorschlag: Oberer Bereich mit Namen der Zeitung
und eine Spalte für regionalen Text, Editorial usw. (Text ist dann
auch farbig). Und 2. die komplette Rückseite.
Geliefert werden
müssen komplett montierte Aufsichtsvorlagen (also ausgedruckt, belichtet
u.ä.). Das ist auch deshalb sinnvoll, weil nur dann sicher ist, daß es 1:1 so wird, wie Ihr wollt.
Zur Druckvorlage::
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Berliner Format, bedruckte
Fläche insgesamt: 29 x 43 cm
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Fotos im 48er Raster
Wichtig wäre, daß
bei jeder Regionalausgabe eine feste Ansprechperson (mit Telefonnummer!)
für uns da ist!!! Unsere Telefonnummern: 06401/903283 und 01522/9990199
(immer auch das zweite probieren, da in Saasen Funkloch ist!!!).
Kein Problem ist,
direkt Kontakt aufzunehmen für technische Rücksprachen usw. Alle
aktuellen Infos sind über www.projektwerkstatt.de/hoppetosse zu finden.
Und dann weiter:
Je nach Erfahrungen
mit dieser Zeitung wird das Projekt langsam gestartet. Es wäre daher
gut, wenn auch für die weitere Umsetzung Menschen überlegen,
daran mitzuwirken – in der überregionalen Redaktion und/oder regional.
Verpflichtungen gibt es nicht. Keine regionale Gruppe, die mitmacht, ist
gezwungen, jede Zeitung auch regional mitzutragen. Sie kann es aber ...
Kontakt: Projekt
„BewegungsmelderIn“, Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen,
Tel. 06401/903283, saasen@projektwerkstatt.de
Weitere
Ideen und Mails zur Zeitung ...
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Viertes
Treffen Organisierung von unten in Saasen - Reflexion des Treffens:
1. Eindrücke, Kritik,
Lob
-
Familienatmosphäre:
mensch kennt sich, Anekdoten über gelaufene Aktionen, wodurch nichts
Neues entstehen konnte. Insiderkreis?
-
Wenig Dynamik: der Eindruck,
dass kaum eineR mit dem Kick gekommen ist, „ich will jetzt genau das machen!“
Irgendwie schien kaum jemensch klar zu haben, was er.sie.es auf dem Treffen
will (mensch kommt eben, weil mensch kommt?). Hang zur Diskussion in der
großen Runde, teilweise mit breiter Beteiligung, teilweise aber mit
dem typischen, deutlichem Gefälle zwischen VielrednerInnen und SchweigerInnen
... hier hätte es Nicht-Dominanten geholfen, wenn Menschen Initiative
ergreifen, Interessen formulieren und sich die Gruppen ausdifferenzieren
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Schlechter Start mit
zähem Plenum, der sich insgesamt bremsend auf das Treffen auswirkte
-
Infopoint an der ‚falschen‘
Stelle: Aufgrund des sonnigen Wetters verschob sich alles deutlich nach
draußen, wodurch kaum eineR auf den Infopoint in der Bibliothek zurück
griff
-
Leider waren wir wieder
sehr wenig Leute, maximal 15, meißtens weniger. Dazu kam dann noch
Krankheit bei einigen Menschen (Hoppe...Kotze :-(), die sich streckenweise
kaum einbringen konnten. Daraus resultiernd lag das Treffen näher
an einem Plenum-AG-Konzept als Open Space, wobei natürlich nicht alles
schlecht war. Cool waren z.B.:
-
Kleinere AGs, insbesondere
am Sonntag, waren doch sehr cool und produktiv
-
Die Anregung, Berichte
über einzelne AGs zu schreiben, wurde gut umgesetzt ... einige ausformulierte
Texte in produktiven Kleinrunden entstanden so. Im Blick auf das Treffen
lief dieser Teil sehr cool selbstorganisiert!
-
Die AG zu Bundestagswahl
war über weite Teile sehr gut, viele Aktionsideen wurden gesammelt
und diskutiert. Insgesamt scheint Anti-Wahl gerade sehr spannend zu sein
... we‘ll see
2. Daran anschließende
Verbesserungsvorschläge für Folgetreffen
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Gegen InsiderInnenkreise
u. CheckerInnenrunden: Am Anfang darauf hinweisen, dass direkte Intervention
gewünscht ist ... oder am besten einfach tun. Von sich aus Begrifflichkeiten
immer wieder neu erklären. Auf die eigene Sensibilität achten,
bewusst Gespräche mit neuen Menschen suchen, vermitteln usw.
-
Treffen könnten
ruhig auch mal irgendwo außerhalb von Saasen abgehen ... ausgerichtet
von einer oder mehreren Basisgruppen. Vorteil wäre, dass die vorbereitende
Grruppe möglicherweise noch mehr Experimentierfreude für das
Open Space und Schwung mit rein bringt
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Für besseren Start:
Kein oder nur kurzes Orga-Plenum am Anfang, ansonsten direkt durcheinander
wuseln, Tuschelrunden machen, wo Leute sich sagen, worauf sie gerade Bock
haben
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Tragbaren, flexiblen
Infopoint einrichten, der immer da steht, wo alle Leute sowieso verbei
müssen und darauf aufmerksam werden
Mehr Interessierte
miteinbeziehen: für das nächste Treffen einen netten Einladungsflyer
und Plakat gestalten, den Basishoppel downloaden u. weitergeben können.
Wichtig: Open Space erklären und den Sinn der Treffen heraus arbeiten,
ohne all zu viel bei Unbedarften voraus zu setzen (keine Szenigkeiten). Adressen und Tel.-Nummern drauf packen ... nicht alle haben Computer oder
Internet!
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