Organisierung von unten

Die konkreten Projekte:Antirepressionsbuch +++ Projekt "HierarchNIE!" +++ Neue Zeitungsidee
Buchreihe zu Strategien politischer Organisierung
Mitschrift des zweiten "Organisierung von unten"-Treffens am 2.-4.11.2001

Überregionaler Kollektivbesitz an Infrastruktur, Selbstorganisierungs-Vernetzung

Ideensammlung für konkrete Projekte der „Organisierung von unten“
„Organisierung von unten“ steht für einen Organisierungsansatz jenseits von Vorständen, NGOs, Dominanzen, informellen Hierarchien, Kadern usw. Basis sind die konkreten Gruppen und AkteurInnen, also Projekte und Basisgruppen. Einen von ihnen selbstorganisierten Politikansatz gibt es in Deutschland traditionell nicht. Im folgenden die Ideen für konkrete Aktivitäten der nächsten Zeit ... mehr, auch Hintergründe, unter www.projektwerkstatt.de/hoppetosse.

Buchprojekt(e) zu Direkter Aktion und Repression

Wir wollen ein Buch zu kreativem Umgang mit Gerichten, Gefängnis und Verhören machen – einmal als Tipps, zum anderen mit Interviews und Berichten mit Leuten, die schon mal in den Klauen der Repressionsbehörden mit kreativen Mitteln (vielfältig Angreifen statt eingeschüchtertes Schweigen&Rechtstaktieren) einen Prozeß, einen Bullenkontakt oder sogar Knastaufenthalte zu einer politischen Aktion gemacht haben.
Eventuell kann das Ganze auch als Kapitel in einem umfangreichen (nötigen!) Buch zu kreativem Widerstand und direkter Aktion erscheinen.
Die einzelnen Kapitel und Texte sollen auch auf den Seminaren (siehe nächster Absatz) diskutiert und weiterentwickelt werden.
Anmerkungen dazu (z.T. aus Mails der Hoppetosse-Liste)
Es sollte Kapitel zu verschiedenen Themenbereichen haben. Einer davon sollte Umgang mit Repression sein.
Das Buch stelle ich mir so vor. Neben Artikeln einzelner Menschen, die zu dem entsprechenden Thema etwas zu sagen haben, stehen Erfahrungsberichte, Vorschläge und Interviews. Das bedeutet, es gibt viele verschiedene Textarten: Interview, Reportage, Bericht, Kommentar, Aufsatz.  Zum Beispiel könnte ich mir vorstellen, Interviews mit Leuten von reclaim the streets London, Tutte Bianche, pink-silver etc zu machen zum Thema kreativer Widerstand, verschiedene AktivistInnen zum Thema frecher Umgang mit Repression (Was ist eigentlich mit Kunzelmann?? der hat sowas doch auch immer gut hingekriegt, ist der tot?).
Theorie und Praxis-Anleitungen zum Handeln und Erfahrungsberichte.
Ich sehe ein supergeiles Buch vor mir. Und dazu gibt‘s den DA Koffer
Ich würde mich freuen, wenn es noch mehr Leute gibt, die auf sowas bock haben... Das Buch könnte in konkreterer Form auf dem Februartreffen besprochen werden, und auch angefangen werden, es zu realisieren.

Mehr im Protokoll des AKs zum Buch auf dem 3. Organisierung-von-unten-Treffen ...

Text zum Workshop auf dem Februartreffen:

Workshop: Buchprojekt „Direct.Action Bibel/Talmud/Koran/Sutra...“
Was ist Direct.Action? Wie funktioniert sie? Was gehoert alles zu einer guten, durchdachten Aktion?
Diese und viele andere Fragen sind in grossen Teilen der linken Bewegung weitgehend unbeantwortet oder werden erst gar nicht gestellt. Zu viele Latschdemos oder stumpfe, undurchdachte Militanz haben uns die Notwendigkeit eines Buches ueber grundlegende Fragen von Direct.Action vor Augen gefuehrt.  Bis jetzt gibt es ein grobes Rahmenkonzept fuer dieses Buch, das vor allem darin besteht, dass es veraenderbar ist und offen bleiben soll. Das Buch soll zwei Teile haben: 1. zu allen Bereichen der DA, 2. als ausgegliederter Extrateil ueber kreative Antirepressionsarbeit in allen Winkeln und Zuegen.  Diese ist eigentlich Teil des Direct.Action Konzeptes, so wie ich es verstehe, bedarf aber gesonderter und ausfuehrlicherer Behandlung - zum einen wegen der Brisanz des Themas, zum anderen, weil dazu bisher kaum Literatur existiert.  Dieser AK richtet sich an Menschen, die in irgendeiner Weise dieses Buch mitgestalten, mitschreiben, mitdiskutieren oder sich anderweitig beteiligen moechten. Ich werde ausser einer kurzen Vorstellung des bisherigen Diskussionsstandes keinen langen „ExpertInnenvortrag“ halten, sondern hoffe, das wir in gemeinsamer Diskussion und Arbeit das Projekt weiterbringen.  Wer sich vorab informieren moechte: Unter www.projektwerkstatt.de/hoppetosse findet sich nicht nur das Protokoll des bisherigen Konzeptes, sondern auch der Diskussionstext „Organisierung von Unten“, auf den das Projekt sehr stark aufbaut.
Bericht von diesem Treffen
Nach mehreren Treffen Interessierter gibt es einige Aenderungsueberlegungen.
Eine Frage ist, ob das Buch tatsaechlich der zweite Teil der Direct-Action Bibel bleibt, da es sich sehr klar als eigenstaendiger Teil herausgebildet hat, und ob nicht doch zwei Buecher draus werden, weil es sonst so ein Riesending wird.
Vom Aufbau her bleibt es wohl grundsaetzlich beim bisherigen Konzept.
Zunaechst gibt es eine Einleitung.
  • Darin wird geklaert, was der Unterschied zwischen Antirepressionsarbeit und Repressionsschutz ist.
  • NEU: Da offensichtlich die Kritik an Repressionsinstitutionen und die Forderung, dass diese abzuschaffen sind, keineswegs Konsens ist oder irgendeine Klarheit darueber besteht, kommt noch ein Teil „Kritik an Recht (Jura) und den Repressionsinstitutionen“ dazu. Diese beinhaltet:
  • Kritik am positiven Bezug der Repressionsschutzarbeit auf das buergerliche Recht
  • Recht ist ein Herrschaftsmittel, das die Herrschenden beliebig geben und entziehen koennen
  • Bullen (und andere RepressionsvertreterInnen) sind in ihrer Rolle nicht als „Menschen wie wir“ zu begreifen, weil es in diesem Moment ihre Aufgabe ist, Arschloch zu sein. Je nach Befehlslage sind sie evtl.  auch dazu da, wen zu erschiessen. In einer persoenlichen Situation ausserhalb ihrer Rolle kann das durchaus anders sein.  In ihrer Berufsausuebung allerdings sind sie fremdbestimmte BefehslempfaengerInnen, VerfolgerInnen, VollstreckerInnen, nicht Menschen im Sinne von Privatpersonen mit eigener Meinung und Entscheidungsgewalt. (Wichtig: Es geht nicht darum, ihnen das Menschsein abzusprechen! Es geht auch nicht darum, genauso skrupellos und brutal zu sein wie sie)
  • Ausserdem werden alle Elemente der Repression aufgezaehlt und erklaert: Knast, Bullen, VS, Gerichte, schwarze Sheriffs & Bahnschutz, Jaeger, Bundeswehr, Behoerden, BGS
  • NEU: Wie auch im DirectActionBuch sollen andere Aspekte der Repression beleuchtet werden und wie wir damit umgehen koennen (siehe unten)
  • die Eigenschaft der Antirepressionsarbeit als Aktionsplattform wird erklaert. 
  • Wir sind TaeterInnen, nicht Opfer; besser: wir lassen uns nicht zum Objekt machen.
Die Frage lautet: was besteht an Handlungsmoeglichkeiten, wie kommen wir raus aus der Ohnmacht? Wir sollten unsere Angst abbauen, aber die Risiken klarhaben, und evtl. Repressionserfahrung auch als Erfahrung sehen („es ist scheisse, aber was risikiere ich evtl... ich sterbe nicht gleich, Ich kann das ueberstehen... wann ist was sinnvoll zu riskieren...) Wichtig ist, darueber zu sprechen und die Angst auch zu thematisieren.
Dann ist das Buch nach den verschiedenen Repressions-situationen gegliedert. Zu jeder Situation gibt es wieder ein, zwei Beispiele, wie damit erfolgreich und gut umgegangen wurde oder werden kann. Das sind keine Handlunsganweisungen, sondern Ideen und Anregungen. Diese sind ergaenzend zur Repressionsschutzarbeit zu sehen.
Bullen auf der Strasse/bei Raeumung /in der Wanne
Bullen im Verhoer
Hausdurchsuchung, Aufsuchung zu Hause
In Gewahrsam/auf der Wache
Staatsanwaltsverhoer
Gerichtsprozess
Gerichtsanhoerung
Knast
Bundeswehr
Behoerden
VS Bespitzel
VS Anquatschversuch
JaegerInnen
Schwarze Sheriffs/U-bahnwachen
BGS
Bullen-Kessel
Grenzkontrollen (Einreiseverweigerung und (Zwangs-)Ausreise)
Infrastruktur (Autos, Funk., Kameras..)

Neu sind nun die anderen Aspekte:

  • Eigenes Wohlbefinden (Handlungsmoeglichkeiten: will mensch lieber schweigen oder quasseln, um sich besser zu fuehlen? Klar ist, KEINE AUSSAGEN ZUR SACHE ODER ZU STRUKTUREN, PERSONEN und so)
  • Kritik an Repression und Behoerden (Vermitllung dieser in der Repressionssituation)
  • Subversion (Bullen instrumentalisieren, sie zum Objekt machen. Das aendert an ihrer Lage wenig, da es ihr Job ist, Objekt zu sein als BefehlsempfaengerInnen)
  • Vermittlung nach Aussen
  • Bullen binden (damit sie nicht woanders stoeren)
  •  ...
Ideen und Beispiele haben wir immer nocht nicht  viele, aber das wird sich noch ergeben.
Bis jetzt
  • Bei Kontrolle Perso nicht zuruecknehmen (zieht Prozess in die Laenge, weil sie die Person suchen muessen... Buerokratie kann nicht einfach einen Perso behalten...)
  • Dinge mitnehmen, die bei Ingewahrsamname nicht unbeding abgenommen werden (natuerlich spekulativ) und die mensch im Knast benutzen kann: Kasperletheater oder so
  • Vor einer Aktion Gedicht auswendiglernen, um Redemoeglichkeit zu haben ohne etwas preiszugeben: Auf Fragen und so immer mit Gedichtrezitation beginnen...
  • Es gaebe noch so viel - packen wir‘s an!!!


Wer sich am Schreiben des Buches beteiligen moechte, Geschichten und Erfahrungen mitzuteilen hat, melde sich bei Treezagreen@linkeseite.zzn.com

Bitte verbreitet dieses Konzept!

Seminare, Veranstaltungen usw.

Wir wollen Seminare und Veranstaltungen zu Themen wie „Selbstorganisierung in Alltag und Politik“, „Direkte Aktionen“, „Kreativer Umgang mit Repression“, Presse-/Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierung/materielle Ressourcen, Mitmischen in Bündnissen und Netzwerken, Zeitungmachen usw. organisieren. Als Modell haben wir im Kopf, daß Basisgruppen, die an einem Thema interessiert sind (also sich Wissen auch selbst aneignen wollen) überlegen können, ob sie den technischen Rahmen organisieren (Unterkunft, Räume, Verpflegung, Einladung usw.) und überregional nach ReferentInnen u.ä. gesucht bzw. zusätzlich dort geworben wird.
Wir wollen uns an der Initiative beteiligen, die von den Seminarhäusern in Verden und Saasen ausgeht und zu einem gemeinsamen, bundesweiten Seminarprogramm für solche Themen führen soll. Dafür ist ein Treffen für den 21.-23.12. in Saasen in Aussicht – das wäre dann auch der richtige Termin, bis sich Basisgruppen u.ä. überlegen könnten, ob sie ein solches Seminar anbieten wollen.

Direct-Action-Koffer

Wir haben über einen „EinsteigerInnen-Koffer“ geredet mit Aktionsmaterial und –anleitungen. Näheres verschweigen wir ... er kann über Büchertische und Zentren vertrieben werden.

Mitwirkung in Bündnissen

Wir halten es für nötig, in Bündnissen mitzuwirken. Organisierung von unten widerspricht aber Vertretungsprinzipien. Andererseits wollen wir klar Flagge zeigen mit emanzipatorischen Positionen, Entscheidungsfindungsverfahren „von unten“ und kreativen Aktionsideen. Daher machen wir im Hoppetosse-Netzwerk folgenden Vorschlag: Wer (als Einzelperson oder Gruppe) zu einem Bündnistreffen (z.B. Vorbereitung für Aktionen, inhaltliche Bündnisse usw.) fährt, kann dort auch sagen, zum „Hoppetosse-Netzwerk“ zu gehören (allerdings nicht für dieses oder die Leute dort zu reden und zu entscheiden!!!), wenn die Person oder Gruppe das vorher auf der Mailingliste ankündigt und Anregungen zum Einbringen in das Treffen sammelt (und die auch einbringt unabhängig von der eigenen Meinung dazu – allerdings eben immer als Meinung der absendenden Gruppe/Person, nicht der tatsächlich zum Treffen gehenden) sowie anschließend auf der Mailingliste von den Ergebnissen berichtet.
Ziel ist, auf solchen Treffen emanzipatorische Positionen einzubringen, damit einerseits politische Arbeit verändern, andererseits aber auch (z.T. im Streit mit NGOs, autoritärer Linker, DominanzlerInnen usw.) neue Kontakte schließen.

Neues Zeitungsprojekt

1. Hauptzeitung: Ziel ist eine neue Zeitung in einer kompletten thematischen Breite, deren Kern kreativer Widerstand und emanzipatorische Positionen/Visionen sind. Organisatorisch könnte es so aussehen:
  • Autonome Themenredaktionen z.B. zu „Umweltschutz von unten“, „Gender/Queer/Feminismus ...“, „Kreativer Widerstand, Strategien, Direkte Aktion“, „Antira/Antifa ...“, „FreiRäume/Kommunen/Betriebe ...“ oder irgendwie anderes aufgetreilt, z.B. mit je 2-4 Seiten und immer verbunden mit einer Internetseite, wo dann eine Übersicht über weitere Texte, Links usw. zu finden ist.
  • Regionale UnterstützerInnengruppen (Verteilung, Verkauf, Mitfinanzierung, Mitarbeit).
  • Regionale Einlagen (Regionazeitung einlegen und Etikett auf Titel „Mit ... aus ...“ u.ä.)
2. Sonderhefte: Als Sonderausgabe der neuen Zeitung erscheinen zudem zu großen Aktionen oder besonderen Kampagnen Mobizeitungen „von unten“. Das Prinzip der Mobilisierungszeitungen mit Regionalausgabe (z.B. 4 Seiten, davon 1-2 regional einschließlich Titel), vor allem vor den Anti-Expo-Aktionen erfolgreich umgesetzt, danach wieder „vergessen“ (welch Rückentwicklung von politischen Gruppen auf Zentralismus und Nebeneinander!) bzw. rudimentär versucht (Genua-„BewegungsmelderIn“) sollte „kultiviert“ und als Mindeststandard in Zukunft immer wieder erreicht werden. Wenn es zum Projekt einer neuen Zeitung gehört, kann das erreicht werden.

Mehr dazu im Protokoll des AKs zum Zeitungsprojekt auf dem 3. Organisierung-von-unten-Treffen und zum erweiterten Gesamtmedienprojekt ...

Projekt "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen"

Nach dem Buch "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" will die Gruppe Gegenbilder nun einen neuen Anlauf nehmen zu weiteren Schritten. Die gesamte Arbeit soll als transparenter und offener Prozeß vollzogen werden. Gesucht sind Menschen, die mitwirken, mitdiskutieren und Texte entwickeln wollen - auch Gruppen! Erstes Ziel ist ein neues Buchprojekt - eine umfassendere Abhandlung gesellschaftlicher Visionen ... Startpunkt soll ein Workshop auf dem nächsten Oekonux-Kongreß im November sein.

Infos:

Kurzkonzept zur neuen Buchreihe „Strategien politischer Organisierung“

Markt und Staat erdrücken mit ihrer Mischung an innerer Sicherheit, militärischer Außensicherung und modernen Integrations- und Manipulationstechniken fast alle Alternativen. Immer mehr politische AkteurInnen lassen sich auf den Deal mit Konzernen und Staat, mit Markt- und Herrschaftslogiken ein. Visionäre Entwürfe, klare Vermittlung von Kritik und Alternativen fehlen.
An diesem Punkt setzt die neue Reihe an: Messerscharf werden politische Organisations- und Aktionsformen auf ihren emanzipatorischen Gehalt, ihre Abhängigkeit von Staat und Markt, ihre Bezüge zu rechter Ideologie oder neoliberalen Konzepten durchleuchtet. Reihenweise fallen Kampagnen und Gruppen durch – immer wieder sind sie nichts als nützliche Idioten im großen Spiel um Macht und Geld. Doch die Bücher bleiben nicht stehen bei der Kritik. Neue Konzepte, Ansätze von Organisierung und politischer Vermittlung werden aufgezeigt und diskutiert – praxisnah und doch auf einem hohen Niveau emanzipatorischer Theorie.

1. Band: Reich oder rechts?
Umweltgruppen und NGOs im Filz mit Staat, Markt und rechter Ideologie
Umweltschutzverbände, -gruppen und –parteien sind die Beispiele einer präzisen Untersuchungen: Wer vertritt welche Konzepte, erhält welche Gelder? Wie wird eine geschlossene Linie durchgesetzt, welche SpitzenfunktoinärInnen haben welche Parteibücher in der Tasche? Welche direkten Verbindungen zu Parteien, Konzernen, esoterischen oder rechten Gruppen bestehen? Daten, Fakten und Hintergründe zu Organisationen, deren Glaubwürdigkeitsgetue oft genug Strategie ist, um Politik und Wirtschaft mit einem grünen Mäntelchen zu versorgen.
A5, 300 Seiten, 22,80 Euro +++ Mehr hier: "Reich oder rechts"

2. Band: Nachhaltig, modern, erfolglos?
Staats- und Marktorientierung aktueller Konzepte von Agenda 21 bis Tobin Tax
Aktuelle Vorschläge aus politischen Gruppen werden auf ihre Wirksamkeit untersucht. Die Herrschaftsfrage wird gestellt: Steigern die Vorschläge Macht- und Ausbeutungsverhältnisse?
A5, Seiten, Euro (erscheint im Juli 2002)

3. Band: Zentralistisch? Instrumentell? Oder „von unten“?
Vergleichende Betrachtung politischer Organisierungsformen
Beschreibung und Gegenüberstellung verschiedener Modelle politischer Arbeit – von zentralistischen Apparaten über Netzwerke bis zu Autonomiekonzepte und kreativer „Organisierung von unten“. Schwerpunkt sind aktuelle Versuche und Debatte – verbunden mit historischen Hintergründen und Entwicklungen der verschiedenen Ansätze und Erfahrungen.
A5, Seiten, Euro  (erscheint im Herbst 2002)

Weitere Bände ab 2003

Vorschläge aus dem Treffen vorher (hier nachrichtlich übernommen):

Eigene Pressearbeit bei Aktionen
Im Vorfeld zu größeren (gemeinsamen) Aktionen eine Pressekontaktstelle schaffen (Telefon, Adresse, Handy, Fax, Email, Erreichbarkeit, Liste von InterviewpartnerInnen und Fachmenschen) und mit Materialien ausstatten. Diese aktiv an MedienvertreterInnen herantragen. Die Pressestelle redet nicht für alle, sondern vermittelt, leitet weiter, ist „nutzbar“ für die AkteurInnen draußen usw.

Bestehende Zeitungen und Medien nutzen
Es wäre gut, wenn systematischer Infos über „linke“ Medien gestreut werden. Diese totale Fixierung auf Indymedia ist daneben. Nichts gegen Indymedia, aber Bewegung kann sich nicht auf Internetseiten und Mailinglisten reduzieren. Statt neuer Projekte könnten verschiedene AkteurInnen/Gruppen zu bestehenden Zeitungen Kontakt halten und diese so auch in den Organisierungsprozeß hineinziehen.

Gezielt Gruppen und Zusammenhänge informieren und gewinnen
Ob Einzelkontakt oder das Fahren auf Kongresse – immer lassen sich Basisgruppen und AkteurInnen für die Idee der „Organisierung von unten“ gewinnen. Da eine solche Organisierung in keiner Konkurrenz zu Verbänden u.ä. steht, ist es nicht das Ziel, „abzuwerben“, sondern zusätzlich für diesen Ansatz zu gewinnen. Dabei bilden die politischen Positionen, die die Debatte prägen, den Rahmen – nicht Namen. D.h.: Antideutsche Gruppen sind willkommen, auch wenn da einige Führungscliquen faschistische Positionen vertreten. Attac-Gruppen sind willkommen, auch wenn ...
 

Zusätzlich sei auf das schon vorhandene Projekt „HierarchNIE“ hingewiesen, das im Zusammenhang des Hoppetosse-Netzwerkes entstanden ist. Es setzt sich mit kreativen Gruppenmethoden und Entscheidungsfindung von unten auseinander (siehe unter www.projektwerkstatt.de/hoppetosse).

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