Ideensammlung
für konkrete Projekte der „Organisierung von unten“
„Organisierung
von unten“ steht für einen Organisierungsansatz jenseits von Vorständen,
NGOs, Dominanzen, informellen Hierarchien, Kadern usw. Basis sind die konkreten
Gruppen und AkteurInnen, also Projekte und Basisgruppen. Einen von ihnen
selbstorganisierten Politikansatz gibt es in Deutschland traditionell nicht.
Im folgenden die Ideen für konkrete Aktivitäten der nächsten
Zeit ... mehr, auch Hintergründe, unter www.projektwerkstatt.de/hoppetosse. |
Buchprojekt(e)
zu Direkter Aktion und Repression
Wir wollen
ein Buch zu kreativem Umgang mit Gerichten, Gefängnis und Verhören
machen – einmal als Tipps, zum anderen mit Interviews und Berichten mit
Leuten, die schon mal in den Klauen der Repressionsbehörden mit kreativen
Mitteln (vielfältig Angreifen statt eingeschüchtertes Schweigen&Rechtstaktieren)
einen Prozeß, einen Bullenkontakt oder sogar Knastaufenthalte zu
einer politischen Aktion gemacht haben.
Eventuell
kann das Ganze auch als Kapitel in einem umfangreichen (nötigen!)
Buch zu kreativem Widerstand und direkter Aktion erscheinen.
Die
einzelnen Kapitel und Texte sollen auch auf den Seminaren (siehe nächster
Absatz) diskutiert und weiterentwickelt werden.
Anmerkungen
dazu (z.T. aus Mails der Hoppetosse-Liste)
Es
sollte Kapitel zu verschiedenen Themenbereichen haben. Einer davon sollte
Umgang mit Repression sein.
Das
Buch stelle ich mir so vor. Neben Artikeln einzelner Menschen, die zu dem
entsprechenden Thema etwas zu sagen haben, stehen Erfahrungsberichte, Vorschläge
und Interviews. Das bedeutet, es gibt viele verschiedene Textarten: Interview,
Reportage, Bericht, Kommentar, Aufsatz. Zum Beispiel könnte
ich mir vorstellen, Interviews mit Leuten von reclaim the streets London,
Tutte Bianche, pink-silver etc zu machen zum Thema kreativer Widerstand,
verschiedene AktivistInnen zum Thema frecher Umgang mit Repression (Was
ist eigentlich mit Kunzelmann?? der hat sowas doch auch immer gut hingekriegt,
ist der tot?).
Theorie
und Praxis-Anleitungen zum Handeln und Erfahrungsberichte.
Ich
sehe ein supergeiles Buch vor mir. Und dazu gibt‘s den DA Koffer
Ich
würde mich freuen, wenn es noch mehr Leute gibt, die auf sowas bock
haben... Das Buch könnte in konkreterer Form auf dem Februartreffen
besprochen werden, und auch angefangen werden, es zu realisieren.
Mehr
im Protokoll des AKs zum
Buch auf dem 3. Organisierung-von-unten-Treffen ...
Text
zum Workshop auf dem Februartreffen:
Workshop:
Buchprojekt „Direct.Action Bibel/Talmud/Koran/Sutra...“
Was
ist Direct.Action? Wie funktioniert sie? Was gehoert alles zu einer guten,
durchdachten Aktion?
Diese
und viele andere Fragen sind in grossen Teilen der linken Bewegung weitgehend
unbeantwortet oder werden erst gar nicht gestellt. Zu viele Latschdemos
oder stumpfe, undurchdachte Militanz haben uns die Notwendigkeit eines
Buches ueber grundlegende Fragen von Direct.Action vor Augen gefuehrt.
Bis jetzt gibt es ein grobes Rahmenkonzept fuer dieses Buch, das vor allem
darin besteht, dass es veraenderbar ist und offen bleiben soll. Das Buch
soll zwei Teile haben: 1. zu allen Bereichen der DA, 2. als ausgegliederter
Extrateil ueber kreative Antirepressionsarbeit in allen Winkeln und Zuegen.
Diese ist eigentlich Teil des Direct.Action Konzeptes, so wie ich es verstehe,
bedarf aber gesonderter und ausfuehrlicherer Behandlung - zum einen wegen
der Brisanz des Themas, zum anderen, weil dazu bisher kaum Literatur existiert.
Dieser AK richtet sich an Menschen, die in irgendeiner Weise dieses Buch
mitgestalten, mitschreiben, mitdiskutieren oder sich anderweitig beteiligen
moechten. Ich werde ausser einer kurzen Vorstellung des bisherigen Diskussionsstandes
keinen langen „ExpertInnenvortrag“ halten, sondern hoffe, das wir in gemeinsamer
Diskussion und Arbeit das Projekt weiterbringen. Wer sich vorab informieren
moechte: Unter www.projektwerkstatt.de/hoppetosse findet sich nicht nur das Protokoll des
bisherigen Konzeptes, sondern auch der Diskussionstext „Organisierung von
Unten“, auf den das Projekt sehr stark aufbaut.
Bericht
von diesem Treffen
Nach
mehreren Treffen Interessierter gibt es einige Aenderungsueberlegungen.
Eine
Frage ist, ob das Buch tatsaechlich der zweite Teil der Direct-Action Bibel
bleibt, da es sich sehr klar als eigenstaendiger Teil herausgebildet hat,
und ob nicht doch zwei Buecher draus werden, weil es sonst so ein Riesending
wird.
Vom
Aufbau her bleibt es wohl grundsaetzlich beim bisherigen Konzept.
Zunaechst
gibt es eine Einleitung.
-
Darin
wird geklaert, was der Unterschied zwischen Antirepressionsarbeit und Repressionsschutz
ist.
-
NEU: Da
offensichtlich die Kritik an Repressionsinstitutionen und die Forderung,
dass diese abzuschaffen sind, keineswegs Konsens ist oder irgendeine Klarheit
darueber besteht, kommt noch ein Teil „Kritik an Recht (Jura) und den Repressionsinstitutionen“
dazu. Diese beinhaltet:
-
Kritik
am positiven Bezug der Repressionsschutzarbeit auf das buergerliche Recht
-
Recht
ist ein Herrschaftsmittel, das die Herrschenden beliebig geben und entziehen
koennen
-
Bullen
(und andere RepressionsvertreterInnen) sind in ihrer Rolle nicht als „Menschen
wie wir“ zu begreifen, weil es in diesem Moment ihre Aufgabe ist, Arschloch
zu sein. Je nach Befehlslage sind sie evtl. auch dazu da, wen zu
erschiessen. In einer persoenlichen Situation ausserhalb ihrer Rolle kann
das durchaus anders sein. In ihrer Berufsausuebung allerdings sind
sie fremdbestimmte BefehslempfaengerInnen, VerfolgerInnen, VollstreckerInnen,
nicht Menschen im Sinne von Privatpersonen mit eigener Meinung und Entscheidungsgewalt.
(Wichtig: Es geht nicht darum, ihnen das Menschsein abzusprechen! Es geht
auch nicht darum, genauso skrupellos und brutal zu sein wie sie)
-
Ausserdem
werden alle Elemente der Repression aufgezaehlt und erklaert: Knast, Bullen,
VS, Gerichte, schwarze Sheriffs & Bahnschutz, Jaeger, Bundeswehr, Behoerden,
BGS
-
NEU: Wie
auch im DirectActionBuch sollen andere Aspekte der Repression beleuchtet
werden und wie wir damit umgehen koennen (siehe unten)
-
die Eigenschaft
der Antirepressionsarbeit als Aktionsplattform wird erklaert.
-
Wir sind
TaeterInnen, nicht Opfer; besser: wir lassen uns nicht zum Objekt machen.
Die Frage
lautet: was besteht an Handlungsmoeglichkeiten, wie kommen wir raus aus
der Ohnmacht? Wir sollten unsere Angst abbauen, aber die Risiken klarhaben,
und evtl. Repressionserfahrung auch als Erfahrung sehen („es ist scheisse,
aber was risikiere ich evtl... ich sterbe nicht gleich, Ich kann das ueberstehen...
wann ist was sinnvoll zu riskieren...) Wichtig ist, darueber zu sprechen
und die Angst auch zu thematisieren.
Dann
ist das Buch nach den verschiedenen Repressions-situationen gegliedert.
Zu jeder Situation gibt es wieder ein, zwei Beispiele, wie damit erfolgreich
und gut umgegangen wurde oder werden kann. Das sind keine Handlunsganweisungen,
sondern Ideen und Anregungen. Diese sind ergaenzend zur Repressionsschutzarbeit
zu sehen.
Bullen
auf der Strasse/bei Raeumung /in der Wanne
Bullen
im Verhoer
Hausdurchsuchung,
Aufsuchung zu Hause
In
Gewahrsam/auf der Wache
Staatsanwaltsverhoer
Gerichtsprozess
Gerichtsanhoerung
Knast
Bundeswehr
Behoerden
VS
Bespitzel
VS
Anquatschversuch
JaegerInnen
Schwarze
Sheriffs/U-bahnwachen
BGS
Bullen-Kessel
Grenzkontrollen
(Einreiseverweigerung und (Zwangs-)Ausreise)
Infrastruktur
(Autos, Funk., Kameras..)
Neu
sind nun die anderen Aspekte:
-
Eigenes
Wohlbefinden (Handlungsmoeglichkeiten: will mensch lieber schweigen oder
quasseln, um sich besser zu fuehlen? Klar ist, KEINE AUSSAGEN ZUR SACHE
ODER ZU STRUKTUREN, PERSONEN und so)
-
Kritik
an Repression und Behoerden (Vermitllung dieser in der Repressionssituation)
-
Subversion
(Bullen instrumentalisieren, sie zum Objekt machen. Das aendert an ihrer
Lage wenig, da es ihr Job ist, Objekt zu sein als BefehlsempfaengerInnen)
-
Vermittlung
nach Aussen
-
Bullen
binden (damit sie nicht woanders stoeren)
-
...
Ideen
und Beispiele haben wir immer nocht nicht viele, aber das wird sich
noch ergeben.
Bis
jetzt
-
Bei Kontrolle
Perso nicht zuruecknehmen (zieht Prozess in die Laenge, weil sie die Person
suchen muessen... Buerokratie kann nicht einfach einen Perso behalten...)
-
Dinge
mitnehmen, die bei Ingewahrsamname nicht unbeding abgenommen werden (natuerlich
spekulativ) und die mensch im Knast benutzen kann: Kasperletheater oder
so
-
Vor einer
Aktion Gedicht auswendiglernen, um Redemoeglichkeit zu haben ohne etwas
preiszugeben: Auf Fragen und so immer mit Gedichtrezitation beginnen...
-
Es gaebe
noch so viel - packen wir‘s an!!!
Wer
sich am Schreiben des Buches beteiligen moechte, Geschichten und Erfahrungen
mitzuteilen hat, melde sich bei Treezagreen@linkeseite.zzn.com
Bitte
verbreitet dieses Konzept!
|
Seminare, Veranstaltungen
usw.
Wir wollen
Seminare und Veranstaltungen zu Themen wie „Selbstorganisierung in Alltag
und Politik“, „Direkte Aktionen“, „Kreativer Umgang mit Repression“, Presse-/Öffentlichkeitsarbeit,
Finanzierung/materielle Ressourcen, Mitmischen in Bündnissen und Netzwerken,
Zeitungmachen usw. organisieren. Als Modell haben wir im Kopf, daß
Basisgruppen, die an einem Thema interessiert sind (also sich Wissen auch
selbst aneignen wollen) überlegen können, ob sie den technischen
Rahmen organisieren (Unterkunft, Räume, Verpflegung, Einladung usw.)
und überregional nach ReferentInnen u.ä. gesucht bzw. zusätzlich
dort geworben wird.
Wir
wollen uns an der Initiative beteiligen, die von den Seminarhäusern
in Verden und Saasen ausgeht und zu einem gemeinsamen, bundesweiten Seminarprogramm
für solche Themen führen soll. Dafür ist ein Treffen für
den 21.-23.12. in Saasen in Aussicht – das wäre dann auch der richtige
Termin, bis sich Basisgruppen u.ä. überlegen könnten, ob
sie ein solches Seminar anbieten wollen. |
Direct-Action-Koffer
Wir haben
über einen „EinsteigerInnen-Koffer“ geredet mit Aktionsmaterial und
–anleitungen. Näheres verschweigen wir ... er kann über Büchertische
und Zentren vertrieben werden. |
Mitwirkung in Bündnissen
Wir halten
es für nötig, in Bündnissen mitzuwirken. Organisierung von
unten widerspricht aber Vertretungsprinzipien. Andererseits wollen wir
klar Flagge zeigen mit emanzipatorischen Positionen, Entscheidungsfindungsverfahren
„von unten“ und kreativen Aktionsideen. Daher machen wir im Hoppetosse-Netzwerk
folgenden Vorschlag: Wer (als Einzelperson oder Gruppe) zu einem Bündnistreffen
(z.B. Vorbereitung für Aktionen, inhaltliche Bündnisse usw.)
fährt, kann dort auch sagen, zum „Hoppetosse-Netzwerk“ zu gehören
(allerdings nicht für dieses oder die Leute dort zu reden und zu entscheiden!!!),
wenn
die Person oder Gruppe das vorher auf der Mailingliste ankündigt und
Anregungen zum Einbringen in das Treffen sammelt (und die auch einbringt
unabhängig von der eigenen Meinung dazu – allerdings eben immer als
Meinung der absendenden Gruppe/Person, nicht der tatsächlich zum Treffen
gehenden) sowie anschließend auf der Mailingliste von den Ergebnissen
berichtet.
Ziel
ist, auf solchen Treffen emanzipatorische Positionen einzubringen, damit
einerseits politische Arbeit verändern, andererseits aber auch (z.T.
im Streit mit NGOs, autoritärer Linker, DominanzlerInnen usw.) neue
Kontakte schließen. |
Neues
Zeitungsprojekt
1. Hauptzeitung:
Ziel ist eine neue Zeitung in einer kompletten thematischen Breite, deren
Kern kreativer Widerstand und emanzipatorische Positionen/Visionen sind.
Organisatorisch könnte es so aussehen:
-
Autonome
Themenredaktionen z.B. zu „Umweltschutz von unten“, „Gender/Queer/Feminismus
...“, „Kreativer Widerstand, Strategien, Direkte Aktion“, „Antira/Antifa
...“, „FreiRäume/Kommunen/Betriebe ...“ oder irgendwie anderes aufgetreilt,
z.B. mit je 2-4 Seiten und immer verbunden mit einer Internetseite, wo
dann eine Übersicht über weitere Texte, Links usw. zu finden
ist.
-
Regionale
UnterstützerInnengruppen (Verteilung, Verkauf, Mitfinanzierung, Mitarbeit).
-
Regionale
Einlagen (Regionazeitung einlegen und Etikett auf Titel „Mit ... aus ...“
u.ä.)
2. Sonderhefte:
Als Sonderausgabe der neuen Zeitung erscheinen zudem zu großen Aktionen
oder besonderen Kampagnen Mobizeitungen „von unten“. Das Prinzip der Mobilisierungszeitungen
mit Regionalausgabe (z.B. 4 Seiten, davon 1-2 regional einschließlich
Titel), vor allem vor den Anti-Expo-Aktionen erfolgreich umgesetzt, danach
wieder „vergessen“ (welch Rückentwicklung von politischen Gruppen
auf Zentralismus und Nebeneinander!) bzw. rudimentär versucht (Genua-„BewegungsmelderIn“)
sollte „kultiviert“ und als Mindeststandard in Zukunft immer wieder erreicht
werden. Wenn es zum Projekt einer neuen Zeitung gehört, kann das erreicht
werden.
Mehr
dazu im Protokoll des AKs
zum Zeitungsprojekt auf dem 3. Organisierung-von-unten-Treffen und zum
erweiterten Gesamtmedienprojekt ... |
Projekt
"Freie Menschen in Freien Vereinbarungen"
Nach dem
Buch "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" will die Gruppe Gegenbilder
nun einen neuen Anlauf nehmen zu weiteren Schritten. Die gesamte Arbeit
soll als transparenter und offener Prozeß vollzogen werden. Gesucht
sind Menschen, die mitwirken, mitdiskutieren und Texte entwickeln wollen
- auch Gruppen! Erstes Ziel ist ein neues Buchprojekt - eine umfassendere
Abhandlung gesellschaftlicher Visionen ... Startpunkt soll ein Workshop
auf dem nächsten Oekonux-Kongreß im November sein.
Infos:
|
Kurzkonzept
zur neuen Buchreihe „Strategien politischer Organisierung“
Markt
und Staat erdrücken mit ihrer Mischung an innerer Sicherheit, militärischer
Außensicherung und modernen Integrations- und Manipulationstechniken
fast alle Alternativen. Immer mehr politische AkteurInnen lassen sich auf
den Deal mit Konzernen und Staat, mit Markt- und Herrschaftslogiken ein.
Visionäre Entwürfe, klare Vermittlung von Kritik und Alternativen
fehlen.
An
diesem Punkt setzt die neue Reihe an: Messerscharf werden politische Organisations-
und Aktionsformen auf ihren emanzipatorischen Gehalt, ihre Abhängigkeit
von Staat und Markt, ihre Bezüge zu rechter Ideologie oder neoliberalen
Konzepten durchleuchtet. Reihenweise fallen Kampagnen und Gruppen durch
– immer wieder sind sie nichts als nützliche Idioten im großen
Spiel um Macht und Geld. Doch die Bücher bleiben nicht stehen bei
der Kritik. Neue Konzepte, Ansätze von Organisierung und politischer
Vermittlung werden aufgezeigt und diskutiert – praxisnah und doch auf einem
hohen Niveau emanzipatorischer Theorie.
1.
Band: Reich oder rechts?
Umweltgruppen
und NGOs im Filz mit Staat, Markt und rechter Ideologie
Umweltschutzverbände,
-gruppen und –parteien sind die Beispiele einer präzisen Untersuchungen:
Wer vertritt welche Konzepte, erhält welche Gelder? Wie wird eine
geschlossene Linie durchgesetzt, welche SpitzenfunktoinärInnen haben
welche Parteibücher in der Tasche? Welche direkten Verbindungen zu
Parteien, Konzernen, esoterischen oder rechten Gruppen bestehen? Daten,
Fakten und Hintergründe zu Organisationen, deren Glaubwürdigkeitsgetue
oft genug Strategie ist, um Politik und Wirtschaft mit einem grünen
Mäntelchen zu versorgen.
A5,
300 Seiten, 22,80 Euro +++ Mehr hier: "Reich
oder rechts"
2.
Band: Nachhaltig, modern, erfolglos?
Staats-
und Marktorientierung aktueller Konzepte von Agenda 21 bis Tobin Tax
Aktuelle
Vorschläge aus politischen Gruppen werden auf ihre Wirksamkeit untersucht.
Die Herrschaftsfrage wird gestellt: Steigern die Vorschläge Macht-
und Ausbeutungsverhältnisse?
A5,
Seiten, Euro (erscheint im Juli 2002)
3.
Band: Zentralistisch? Instrumentell? Oder „von unten“?
Vergleichende
Betrachtung politischer Organisierungsformen
Beschreibung
und Gegenüberstellung verschiedener Modelle politischer Arbeit – von
zentralistischen Apparaten über Netzwerke bis zu Autonomiekonzepte
und kreativer „Organisierung von unten“. Schwerpunkt sind aktuelle Versuche
und Debatte – verbunden mit historischen Hintergründen und Entwicklungen
der verschiedenen Ansätze und Erfahrungen.
A5,
Seiten, Euro (erscheint im Herbst 2002)
Weitere
Bände ab 2003 |
Vorschläge aus
dem Treffen vorher (hier nachrichtlich übernommen):
Eigene
Pressearbeit bei Aktionen
Im
Vorfeld zu größeren (gemeinsamen) Aktionen eine Pressekontaktstelle
schaffen (Telefon, Adresse, Handy, Fax, Email, Erreichbarkeit, Liste von
InterviewpartnerInnen und Fachmenschen) und mit Materialien ausstatten.
Diese aktiv an MedienvertreterInnen herantragen. Die Pressestelle redet
nicht für alle, sondern vermittelt, leitet weiter, ist „nutzbar“ für
die AkteurInnen draußen usw.
Bestehende
Zeitungen und Medien nutzen
Es
wäre gut, wenn systematischer Infos über „linke“ Medien gestreut
werden. Diese totale Fixierung auf Indymedia ist daneben. Nichts gegen
Indymedia, aber Bewegung kann sich nicht auf Internetseiten und Mailinglisten
reduzieren. Statt neuer Projekte könnten verschiedene AkteurInnen/Gruppen
zu bestehenden Zeitungen Kontakt halten und diese so auch in den Organisierungsprozeß
hineinziehen.
Gezielt
Gruppen und Zusammenhänge informieren und gewinnen
Ob
Einzelkontakt oder das Fahren auf Kongresse – immer lassen sich Basisgruppen
und AkteurInnen für die Idee der „Organisierung von unten“ gewinnen.
Da eine solche Organisierung in keiner Konkurrenz zu Verbänden u.ä.
steht, ist es nicht das Ziel, „abzuwerben“, sondern zusätzlich für
diesen Ansatz zu gewinnen. Dabei bilden die politischen Positionen, die
die Debatte prägen, den Rahmen – nicht Namen. D.h.: Antideutsche Gruppen
sind willkommen, auch wenn da einige Führungscliquen faschistische
Positionen vertreten. Attac-Gruppen sind willkommen, auch wenn ...
Zusätzlich
sei auf das schon vorhandene Projekt „HierarchNIE“ hingewiesen, das im
Zusammenhang des Hoppetosse-Netzwerkes entstanden ist. Es setzt sich mit
kreativen Gruppenmethoden und Entscheidungsfindung von unten auseinander
(siehe unter www.projektwerkstatt.de/hoppetosse). |