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Materialien

G7/G8-Gipfel in Genua (20.-22. Juli)
Berichte und Auswertung

Auf dieser Seite: Soli-Auruf ++ FakeNews ++ Links zu Berichten

Soli-Aufruf zu Genua

Solidaritätsbündnis Genua - Bremen / Finanz-AG
c/o Infoladen, St. Paulistr. 10-12, 28203 Bremen
Fax: 0421 - 75682 (bitte „an das Solidaritätsbündnis / Finanz-AG“ adressieren)
soli4genua@yahoo.com

Bremen,

Wie ihr sicherlich wißt, wurden 10 Personen aus Bremen, Berlin und dem Ruhrgebiet, die im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Genua verhaftet wurden, am 01.09.01 aus den Knästen freigelassen. Allerdings sitzen nach wie vor Leute in den Gefängnissen bzw. sind unter Hausarrest in Genua. Der Hauptvorwurf in den diversen Anklagen (die bislang in den allermeisten Fällen - auch bei Haftentlassung - aufrecht erhalten wurden) lauten auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung; dem sogenannten „black bloc“. Da es eine solche Vereinigung überhaupt nicht gibt, konstruiert sich der Staatsanwalt selbst eine zurecht.

Wir, ein ehrenamtlich arbeitendes, bundesweites Solidaritätsbündnis, unterstützen die (Ex-) Inhaftierten aus verschiedenen deutschen Städten bei der Begleichung von Anwaltskosten sowie eventuell anfallenden Prozeßkosten. Diese Ausgaben können wir allerdings nicht alleine tragen.

Daher bitten wir Euch um Hilfe.

Unterstützt die Angeklagten finanziell!
Mobilisiert mit allen Kräften auf das bundesweite Solidaritätskonto!

Veranstaltet Solidaritätskonzerte und -partys, produziert Solitapes, stellt Spendendosen auf etc. etc. Es gibt viele Möglichkeiten - laßt euch was einfallen. Und veröffentlicht dieses bundesweite Konto mit einem Spendenaufruf in allen euch zur Verfügung stehenden Medien!!!

Politisches Bewußtsein e.V.
Konto:  10 40 40 100
BLZ:  375 51 440  -  Sparkasse Leverkusen
Stichwort: Genua-Gefangene

Wir fordern


Auf folgenden Websites findet ihr weitere Informationen: http://de.indymedia.org   http://www.nadir.org

Selbstverständlich könnt ihr uns auch kontaktieren. Wir schicken euch gerne Infos zu.

Mit solidarischen Grüßen, Solidaritätsbündnis Genua - Bremen / Finanz-AG

Presse: Original ... und Fälschung

Mail der Welt am Sonntag mit telefonisch abgesprochener Textfassung:
Hallo, Herr Bergstedt,
hier die zweite, zwischen uns beiden absprochene Version:
Berlin/Genua –  DeutscheKapitalismus-Gegner wollen von der Bahn AG die Gratis-Anreise zu Protest-Aktionenbeim G-8-Gipfel in Genua erzwingen. Gegenüber WELT am SONNTAG kündigte Jörg Bergstedt, Aktivist der Kapitalismus-Gegner, an: „Wir wollen aus den Aktionen gegen die Klimakonferenz heraus am Abend des 19. Juli auf dem Bonn Hauptbahnhof einen Zug kapern und damit nach Genua fahren.“ Auf die Frage, wie die Demonstranten auf einen Polizei-Einsatz gegen siereagieren würden, antwortete Bergstedt: „Ich hoffe, dass wir in der Lage sind, es der Polizei mit sehr kreativen Formen gewaltfreien Widerstandessehr schwer zu machen.“

Viele Grüße aus Hamburg, Günther Lachmann

Auszug des entsprechenden Absatzes aus dem tatsächlichen Text der Welt am Sonntag vom 24.6.2001:
Zünden sie jetzt Salzburg an?
Globalisierungs-Gegner bereiten neue Proteste vor. Salzburg soll zum Schlachtfeld werden, in Genua wollen sie Polizisten als Geiseln nehmen
Von Günther Lachmann
...
Deutsche Politik-Holliganskonzentrieren ihre Vorbereitungen auf den Genua-Gipfel. Dabei kündigensie sogar erstmals offen eine Konfrontation mit der Bahn an. Gegenüber WELT am SONNTAG sagte Jörg Bergstedt, Aktivist der Kapitalismus-Gegner: „Wir planen, aus den Aktionen gegen die Klimakonferenz heraus am Abend des 19. Juli auf dem Bonner Hauptbahnhof einen Zug zu kapern und damit um G-8-Gipfel nach Genua zu fahren.“ Sie wollen sich auf dem Bahnsteig versammeln, in den Zug einsteigen und ohne Tickets die Fahrt nach Genua erzwingen. Gipfel-Gegner sprechen von einem „Gratiszug“. Auf die Frage, wie die Demonstranten auf einen Polizei-Einsatz gegen sie reagieren würden, antwortete Bergstedt: „Ich hoffe, dass wir in der Lage sind, es der Polizei mit sehr kreativen Formen gewaltfreien Widerstandes sehr schwer zu machen“.

Der ganze Text mit weiteren Sensationsstories zu Polizisten als Geiseln, angemieteten Leichenhallen in Genua und Zitaten aus der „Internetzeitung“ (steht da wirklich) namens„Bewegungsmelder“ unter...

Die genannten Beispiele sind nur wenige. Bemerkenswert ist die zunehmende gezielte Verfälschung von Berichten über politische Aktionen gerade in selbsternannte "linken" Blättern, also z.B. Junge Welt, Neues Deutschland, Jungle World, Graswurzelrevolution usw., aber auch FR, taz und Spiegel. Deutlich sichtbar ist das Eigeninteresse der JournalistInnen, ihre Sichtweise einzubringen bis hin zur Erfindung von Geschehnissen. So wurden mehrfach Aktionen und inhaltliche Positionen unabhängiger Aktionsgruppen so wiedergegeben, daß sie hinterher gut kritisiert werden konnten. Oder sie wurden gänzlich verschwiegen.
Beispiele:

Links

Texte und Textsammlungen zu Genua (Auswertungen) als RTF zum Download:

Diskussion zu Sinn und Unsinn der Tobin Tax:

Material zur Vorbereitungsphase: