BUKO 25. - ausgewählte Programmpunkte und Idee zu "Organisierung von unten & kreativem Widerstand"


Die folgenden Texte sind Programmteile und weitere Vorschläge aus der Organisierung-von-unten-Debatte in Bezug auf den BUKO - alles Vorschläge, änder- und ausbaubar und die Frage, wer Lust hat, das mitzuorganisieren ...

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Freitag, 10. Mai 2002

10.00 - 12.30 Uhr
Podiumsdiskussion "Zwischen Straßenprotest und Netzguerilla - Die Produktion von (Gegen-)Öffentlichkeit"
Warum entstehen Gegendiskurse, wie funktioniert eine Kommunikationsguerilla? Welcher Mitteln bedienen sich BUKO und ihre Mitgliedsgruppen? Welche neue Formen von Öffentlichkeit gibt es?
Der Gedanke einer alternativen Produktion von Wahrheit war lange Zeit handlungsleitend für soziale Bewegungen. Dies bezog sich sowohl auf die Inhalte, wie auch auf die Formen von Politik und Gegenöffentlichkeit. Was hat sich hier geändert? Wie entstehen heute Gegendiskurse? Wird es in Zeiten zunehmender Globalisierungskritik wieder möglicher, die einfache Wahrheit laut vorzutragen, oder droht diese, in medialer Beliebigkeit unterzugehen? Ein wichtiges Problem der „eigenen“ Diskussionen und Öffentlichkeiten besteht in den verschiedenen Sprachen, die wir sprechen (aktivistisch/akademisch). Wie können sie stärker aufeinander bezogen werden?
Wir diskutieren mit: Katharina Pühl (Kassel), ), N.N. (indymedia), N.N. (event. pink-silver- oder RTS-Zusammenhänge), Dieter Rucht (Bewegungsforscher, Berlin), Peter Wahl (Attac, weed). Moderation: N.N.
 

14.30 - 17.30 Uhr
Arbeitsgruppen, u.a.:

Bewegung und/oder Organisation?
AG-Beschreibung unter www.buko.info (Verschiebung auf Freitag noch nicht sicher!).
Waren soziale Bewegungen für nicht wenige linke Organisationen der Vergangenheit kaum mehr als "Massen", die es für die eigene Politik zu "mobilisieren" galt, schwanken heute viele Linke zwischen unkritischer Bewegungsbegeisterung und superkritischer Bewegungsverachtung. Den beiden scheinbar gegensätzlichen Haltungen ist gemeinsam, dass Bewegung und Linke unmittelbar gleichgesetzt werden. Muss dem gegenüber nicht zwischen sozialer Bewegung und linker Organisation unterschieden werden? Wie kommt die Bewegung zu einer Linken, wie kommen Linke in Bewegung?
Organisiert von Josef Hierlmeier (BUKO AS Weltwirtschaft, Redaktion Fantômas), Thomas Seibert (medico international, Redaktion Fantômas)
Vorschlag: Ab danach einen Infostand zu "Organisierung von unten & kreativem Widerstand" aufbauen


19.00 - 21.30 Uhr
Podiumsdiskussion "Wege aus der Sackgasse - Der Nahostkonflikt und die Solidaritätsbewegung"
Wie kann Frieden oder wenigstens eine friedliche Koexistenz im Nahen Osten erreicht werden? Auf welche sozialen Kräfte in Israel und in den palästinensisch/arabischen Gesellschaften kann sich die europäische Solidaritätsbewegung positiv beziehen? Diese Fragen diskutieren wir mit Gästen aus Israel und dem arabischen Raum.
(Bitte beachtet auch nebenstehenden Artikel.)
Am Podium nehmen teil: Sabah Alnasseri (Politologe, Exiliraker, Frankfurt/Main), Aida Touma Souliman, (Geschäftsführerin der arabischen Frauenrechtsorganisation "Women against Violence" und Mitglied der Kommunistischen Partei Israels), Moshe Zuckermann (Historiker und Autor aus Tel Aviv, Israel). Moderation: Christian Stock (BUKO)
 
 

Samstag, 11. Mai 2002

10.00 - 13.00 Uhr
Arbeitsgruppen, u.a.:
Organisierung von unten
(angeboten von: Aktiven aus der Diskussion „Organisierung von unten“, Kontakt: Jörg Bergstedt)
Organisierung von unten bedeutet einen bewußten Bruch mit jeder Form von Institution, Apparat, zentralen Gremien oder Dominanz – gleichgültig ob es „harte“ Formen wie Vorstände, Finanzausschüsse oder „weiche“ wie Moderation, Koordinationskreise u.ä. sind. Emanzipatorische Politik bedeutet immer einen Prozeß, ein Lernen und die selbstbestimmte Entwicklung. Die wird aber nicht dem „freien Spiel der Kräfte“ überlassen – das würde nur verdeckte Dominanzen fördern. Organisierung von unten bedeutet die Entwicklung, Anwendung und Weiterentwicklung von Methoden der Entscheidungsfindung, des Ablaufes von Treffen, der Informationsweitergabe, der Vorbereitung und Durchführung politischer Aktionen, des Erkämpfens von Freiräumen usw. Die Ideen können je nach Interesse der TeilnehmerInnen allgemein oder auch an konkreten Beispiel diskutiert werden.
Weitere Hintergründe: www.projektwerkstatt.de/hoppetosse, v.a. Organisierung-von-unten-Text
14.00 – 16.30 Offene Angebote
Vorschlag: Kurz-Workshops zu Aktionen und Projekten, z.B. 16.30 - 19.00 Uhr
Podiumsdiskussion "Organisation und/oder Organisierung: Mit wem, wie und wofür was tun?"
Für die Linke waren die 90er Jahre sowohl ein Jahrzehnt der Krise und Desorientierung wie der Selbstverständigung und der kritischen Reflexion. Die meisten Strömungen und Organisationsansätze der Epoche der ‚Neuen Linken‘ zerfielen oder differenzierten sich aus, der gesellschaftliche Einfluss der verbliebenen Projekte tendierte gegen Null.
Mit den globalen Protesten gegen die kapitalistische Globalisierung scheint diese Phase zu Ende zu gehen. Allenthalben ist ein Aufbruch zu verspüren. Damit stellt sich aber die Frage nach der Organisierung des Protestes wieder - und die nach dem Unterschied zwischen sozialen Bewegungen einerseits und ‚der' Linken andererseits. Macht dieser Unterschied noch Sinn, gibt es überhaupt noch ‚die' Linke? Wenn ja - wie wäre dieser Unterschied zu organisieren?
Wir diskutieren mit: Manuela Bojadzijev (kanak attak), Vertreterin der Antifaschistischen Aktion Berlin, Werner Rätz (ila, Attac), Josef Hierlmeier (BUKO-Arbeitsschwerpunkt Weltwirtschaft), N.N. (Feministische Organisierung), Moderation: Thomas Seibert, Redaktion Fantomas
 
Danach: Abfahren nach Stuttgart zu den Vorbereitungstrainings und Protesten gegen das Atomforum.



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