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Ideensammlung
allgemein
Protokoll der AG Bundestags-Wahlboykott
(hier nachrichtlich wiedergegeben - keine Empfehlung ... ;-)
Mögliche Aktionen:
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Wahlurnen anzünden
-
Minderjährige und
andere Nicht-wahlberechtigte (MigrantInnen) gehen einfach in das Wahllokal
und werfen einen Briefumschlag o ae. Ein.
-
Wahlkabinen/-lokal besetzen
(richtig, mit Transpi) Die Szene: Jemensch sitzt , möglicherweise
angekettet, in der Kabine, irgendwann kommt andere Person, und ein lautes
Gespräch über wen wählen und es sei doch eh alles egal etc.
-
Wahlkabinen besetzen
mit verstecktem Theater: Die Szene: Viele Leute gehen rein, eine
Hälfte wollen wählen, andere Gruppe will nicht wählen, ein
Streit beginnt, am Ende lässt sich Gruppe 1 davon überzeugen
nicht zu wählen (und evtl. gibt‘s dafür Freibier vor der Tür
;-) Es wird versucht, alle anderen Bürgis auch davon zu überzeugen
nicht zu wählen.
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Lotterie Sorglos ...
mehr
...
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Freibier o.ä. für
nicht-abgegebene Wahlzettel
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Durch Einwurf von Geldschein
Wahlvorgang verwirren/aus dem Konzept bringen/verlängern...
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Parties mit Freibier,
freiem Eintritt für abgerissene Wahlplakate/ Fotos von subversive
veränderten Plakaten
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Vor Wahllokal stellen
mit Kasse und für das Wählen Geld kassieren, Motto: „was nichts
kostet ist nichts wert“, die die am meisten zahlen, haben ja auch sonst
das meiste zu sagen, deswegen kostet wählen, jetzt auch Geld, damit
dem gerecht wird. Evtl. gehen irgend wann die Stimmen aus, sind sozusagen
von den Reichen aufgekauft.
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In Wahlkabinen Aufkleber
und Zettel reinkleben. Dabei ist es möglich, sowohl Zettel mit Anti-Wahlsprüchen
zu verkleben, als auch als amtliche Mitteilungen aufgemachte Anleitungen
zum wählen, wobei es sich um eine Anleitung handelt, mit der ungültig
gewählt wird.
-
Wahllokal vollsprühen
mit Propagandasprüchen für alle Parteien (Verstoß gegen
das Werbeverbot in unmittelbarer Nähe des Wahllokals)
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Bei allen Aktionen
auf die Bannmeilen-bestimmung achten: In der Nähe eines Wahllokals
dürfen wohl keine direkten Aussagen zur Wahl gemacht werden in Form
von Infoständen o.ä. Störung von Wahlen ist eigener Straftatbestand.
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Wahlplakate verschönern:
Sprechblasen mit Anti-Wahlsprüchen,
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Initiativen Pro-Wahl
gründen. Überspitzt: Alle Parteien sind gleich, genau deswegen
ist es wichtig, dass Sie zur Wahl gehen.
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Wahlparties (nach der
Wahl) stören (v.a. in größeren Städten). z.B. Fernseher
lahmlegen
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Eigener Anti-Wahlblock
auf der Attac/DGB Demo im September,
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Wahlveranstaltungen
sprengen (z.B. Jubelparaden, Klatschorgien...)
-
Trauermärsche organisieren,
daß sich wieder mal nichts geändert hat
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Mobilisierungszeitung
gegen die Bundestagswahl machen
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Einige Tage vor der
Wahl einen Trauerzug organisisieren: Demokratie beerdigen...
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Nach der Wahl eine Schweigedemo
machen, Motto: „Wir haben unsere Stimme abgegeben, jetzt haben wir nichts
mehr zu sagen!“ Oder auch schon vorher in Ämter, Behörden latschen
und rumnerven: „Wo kann ich hier meine Stimme abgeben? Hab ich dann
überhaupot noch was zu sagen?“
-
Flugi mit den Punkten
erstellen, woi sich alle Parteien einig sind bzw. waren
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Kampagne
und Aktionen gegen die Bundestagswahl – ein AG Bericht
Gerade läuft das
4. Organisierung von Unten Treffen. Eine Arbeitsgruppe machte sich Gedanken
zu einer Kampagne gegen die Bundestagswahl. Warum Wahlboykott, welche Aktionen
Können laufen, wer hat Interesse und viele andere Fragen beschäftigten
uns., Hier ein erster Bericht unseres Diskussionstandes.
WAHLBOYKOTT – WARUM?
Wir denken nicht,
dass es sinnvoll ist, für die eine oder andere vermeintlich linke
Partei Stellung zu beziehen oder zu einer Wahl des kleineren Übels
(das ja auch immer größer wird) aufzurufen. Diese Einstellung,
mensch müsse sich für den Haufen Scheiße entscheiden, der
am wenigsten stinkt, macht uns beliebig manipulierbar...wie groß
muss der Haufen sein, damit wir ihn nicht mehr wählen??? Wir lehnen
Parlamentarismus und andere repräsentative Strukturen und Herrschaftssysteme
grundsätzlich ab. Einen großen außerparlamentarischen
Widerstand fänden wir erheblich sinnvoller als weiter Illusionen und
Hoffnungen in den Parlamentarismus zu haben. Wir rufen alle Menschen dazu
auf, Aktionen gegen die Bundestagswahl, und Demokratie und Herrschaft zu
machen.
WAS KOENNEN WIR
TUN? – AKTIONSVORSCHLAEGE
Wahllokale zu Aktionsorten
machen ... z.B. könnten Gruppen von Kiddies und andere Nicht-Wahlberechtigten
(MigrantInnen) einfach in das Wahllokal gehen und einen Briefumschlag o
ae. Einwerfen – dazu die Vermittlungsebene: „Recht auf Wahlboykott für
alle!“ Mehrere Leute besetzen z.B. Wahlkabinen und unterhalten sich laut
über den Unsinn des Wählens; mit noch mehr Menschen, die Debatten
mit WählerInnen anzetteln, ist dies zu verstecktem Theater ausbaubar.
Oder ihr könnt in Wahlkabinen Aufkleber mit Anti-Wahl-Sprüchen
oder ein gefaktes, amtliches Schreiben reinkleben, das ungültiges
Wählen fördert („Nach dem neuen Blablabla Gesetz dürfen
Sie auch zwei Kreuze zusätzlich machen“ (wahlweise: „die Ihnen unliebsame
Partei wegstreichen“)
In euren Städten
könnt ihr z.B. Anti-Wahl-Parties organisieren ... mit freiem Eintritt
für mitgebrachte, nicht abgegebene Wahlzetteln, abgerissene Wahlplakate
oder Fotos von subversive veränderten Plakaten. Überall möglich
ist es, Wahlplakate subversiv zu verändern (mit Sprechblasen, die
Aussagen der Parteien überspitzen) und Wahlveranstaltungen durch Klatschorgien
zu sprengen. Außerdem wäre ein eigener Anti-Wahlblock auf der
Bundestagswahldemo von Attac & DGB am 14. September in Berlin
nett.
Eine weitere Möglichkeit
bestünde darin, Wahlparties nach der Wahl zu stören, vor allem
in größeren Städten, indem dort Fernseher lahm gelegt werden.
Eine andere Idee wären z.B. Trauermärsche zu organisieren, in
denen ihr bedauert, dass sich wieder nichts verändern wird, wieder
so viele auf die Wahlpropaganda reingefallen sind.
Bei allen Aktionen
während der Wahl solltet ihr auf die „Bannmeilen-Bestimmung“ achten:
In der Nähe eines Wahllokals dürfen keine öffentlichen direkten
Aussagen zur Wahl gemacht werden in Form von Infoständen usw. Sinnvoll
ist es daher, diese geschickt zu umgehen oder subversiv zu nutzen, indem
ihr z.B. Wahllokale mit Parteienwerbung besprüht o.ä.
Zudem fänden
wir es gut, eine oder mehrere Kampagnenzeitung für den Wahlboykott
zu erstellen (im besten Fall bundesweit mit Regionalausgaben). Diese sollte
unserer Ansicht nach eine grundsätzliche Herrschaftskritik, Vorschläge
zu Aktionen und anderes enthalten.
Das ist gerade so
der Stand der Diskussion. Ein ausführliches Ergebnisprotokoll findet
ihr unter der genannten Adresse. Vielleicht ist es wichtig zu wissen, dass
die Störung von Wahlen ein eigener Straftatbestand ist, was
bei der Planung zu beachten ist, uns aber von nichts abhalten sollte.
Feuer und Flamme
den Wahlurnen!
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Gedankensammlung
zu Anti-Wahlkampagne (ungültig wählen)
Warum
nicht „geringeres Übel“ wählen?
-
„Wahlen
ändern niX, sonst wären sie verboten“
-
s. die
Politik rot-grüner und rot-roter Regierungen
-
Mitte-Links-Regierungen
stecken in denselben Sachzwängen des Kapitalismus, haben bei der Durchführung
der daher notwendigen und/oder gewünschten Maßnahmen jedoch
deutlich weniger parlamentarischen (konservative Parteien können sich
schlecht über zu viel Repression beklagen, liberale kaum über
mangelndes Sozialwesen etc.) und außerparlamentarischen Widerstand
(Gewerkschaften haben mehr Probleme damit, „gegen“ sozialdemokratische
Regierungen zu streiken, das alternative Milieu damit, sich gegen von grünen
Partei akzeptierte Kriege, Atomgesetze etc. zu stellen) zu fürchten.
-> Befriedungsstrategie durch partielle Einbindung
-
wählen
gehen, bedeutet Akzeptanz der parlamentarischen Demokratie
Gegenargumente:
-
Mitte-Rechts-Regierungen
stellen (angeblich) eine Verschärfung der Lage dar
-
es ist
besser, wenn die HeuchlerInnen an der Macht sind, damit sie entlarvt werden
-
gegen
„linke“ Regierungen lassen sich (angeblich) durch „Druck von unten“ (nette
LR-Phrase) leichter soziale,ökologische etc. Forderungen durchdrücken,
da sie um „ihren Ruf“ und v.a. ihre WählerInnenschaft fürchten
Warum
ungültig wählen, statt zu Hause zu bleiben?
-
ungültige
Stimmen müssen in Statistik extra aufgezählt werden
-
zeigen,
dass mensch nicht einfach „zu faul“ zum wählen ist, jedoch das System
im großen und ganzen akzeptiert
-
bei ausreichender
Zahl -> Medienaufmerksamkeit
-
da Wahlkampfkostenrückerstattung
für die Parteien (angeblich?) nach abgegeben Stimme berechnet wird,
kann mensch sie so senken
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Gegenargumente:
-
eigene
Faulheit ;-)
-
Warum
WahlhelferInnen unnötig(?) stressen?
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ungültig wählen
- nur wie?
Wahlzettel
umnutzen, z.B.:
-
leer abgeben
-
alles
durchstreichen („mach dein Kreuz an der richtigen Stelle“)
-
mit Spruch
(z.B. „Wen du auch wählst, es ist die ReGIERung“ [antisemitisch!?]),
Gedicht, Karrikatur, Zeichnung, ... verschönern
Wahlzettel
ersetzen, z.B. durch:
-
ausgeschnitte
Karrikatur (gab´s mal in ´ner frz. Zeitung und wäre ´ne
gute Idee für die DA oder ´ne andere Zeitung)
-
Scheibe
Käse
-
Geldschein
(WahlhelferInnen müssen [angeblich] relativ lange beraten, wo der
herkommt, was sie damit machen etc.)
Wie die
Menschen (abgesehen von politischer Argumentation) überzeugen/ motivieren?
-
VoKü
vor Wahllokal(en) für nicht-abgegeben Wahlzettel
-
Party
am Wahlabend mit Freigetränk für nicht-abgegeben Wahlzettel (´was
ähnliches gab´s in Berlin mit Freigetränk pro abgerissenem
Wahlplakat)
-
Agitprop
(kreativer!)
„einen
Wahlzettel zu entwerfen, der auf den ersten Blick genauso aussieht wie
ein normaler Wahlzettel, bei näherem Hinsehen allerdings in kleinen,
prägnanten Texten unter den Parteinamen beschreibt, was die jeweiligen
Vertreter so alles in den letzten vier Jahren angerichtet haben. Fazit
der ganzen Sache sollte allerdings keine bloße „Die machen ja eh
wattse wollen“-Phrase sein, im Gegenteil sollte das Teil richtig Lust darauf
machen, die rhetorische Frage „Warum nehmen wir unser Leben nicht selbst
in die Hand?“ zu bejahen und dann Infoadressen zu vielen verschiedenen
Gruppen und Netzwerken enthalten, die mensch selbstbestimmt und „von unten“
nennen kann...“ (by O.)
„auch
noch ne idee, über hackfressen-wahlplakate offiziel aussehende zettel
kleben, wie „fällt aus“, „verlegt auf“, und so weiter. auch witzig
istb deren werbeflächen für richtig tolle werbung zu benutzen.
z.b. ant-nazi-demo-ankündigung über csu-plakat. verwirrt schön.
(by L.)“
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Entwurf
für eine Wahlkampagne:
„Wenn NIEMAND an der Macht ist, geht es allen besser.“
Ziele
einer Wahlkampagne sollten sein:
-
Wahl-
und Herrschaftskritik
-
Aufzeigen
von Alternativen
-
Stärkung
lokaler Strukturen
Auch
Emma Normalbürgerin ist genervt von ständiger Wahlwerbung.
Deshalb sollte eine Wahlkampagne hier ansetzen, Wahlwerbung und ihre leeren
Sprüche und Versprechungen zu persiflieren. (Denkbar ist so zum Beispiel
die seriös aufgemachte flächendeckende Werbung für einen
Kandidaten „Norbert Niemand“. Entsprechende Plakate, die nur die Silhoutte
eines Kopfes zeigen mit Slogans wie „NIEMAND hält, was alle versprechen.“
etc.. können die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. )
Günstig
wäre eine zentrale leicht zu merkende Internetseite als offene Plattform
für diese Kampagne.
Sie
sollte bieten:
für
Interessierte:
-
kurze
Einführungstexte zu Wahl- und Staatskritik, sowie Alternativen
-
Termine
für lokale Veranstaltungen zum Thema
-
Kontakt
zu lokal aktiven Gruppen
für
Presse:
-
Kontakt
zu Aktiven (offene Presseplattform)
für
Aktive
-
Aktionsideen,
Berichte, Flugis, Plakate anderer Gruppen zum Download
Es
wäre schön, wenn es gelänge, solch eine Internetplattform
einerseits thematisch, andererseits lokal zu gliedern. Jede interessierte
Gruppe sollte hier entsprechendes Material hineinsetzen und bekommen können.
Auf
diese Weise wäre es möglich, zweierlei zu verbinden:
lokal
unabhängige Aktionen mit gemeinsamen Inhalten, die so auch in der
Öffentlichkeit wahrnehmbar würden.
Wichtig
ist, daß die propagierten Alternativen auch konkret werden.
Vorträge
und Texte reichen dazu nicht aus.
Vielleicht
gelingt es, einen Aktions- und Informationstag am Wahlsonntag auf die Beine
stellen.
(vielleicht
unter einem Motto wie „Wer NIEMAND wählt, kann alles ändern“)
Neben dezentralen kreativen Aktionen sollte es jeweils einen zentralen
Veranstaltungsort geben, wo lokale Initiativen und Gruppen gemeinsam ihre
Alternativen und Utopien darstellen.
Ein
Ort, wo mensch miteinander und mit „Normalos“ ins Gespräch kommt.
Schön
wäre es, wenn wir diese Kampagne mit Prozessen wie der „Europäischen
Consulta“ oder „Sozialen Foren“ verbinden können..
|
A
- I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
AUFRUF
ZUM WAHLBOYKOTT
Die CNT-AIT fuehrt
eine engagierte Kampagne fuer den aktiven Wahlboykott[*] durch. Anlaeszlich
der naechsten Praesidentenwahl und der folgenden Parlamentswahlen rufen
auch andere libertaere Gruppen oder Organisationen zum Wahlboykott und
zu gemeinsamen Aktionen auf - was uns sehr erfreut.
Um unserer Position
in diesem Kampf gegen die Parodie der Demokratie, welche das Wahlsystem
darstellt, zu erklaeren, wollen wir daran erinnern, dasz wir zu jedweder
(Europa-, Praesidentschafts-, Parlaments-, Gemeinde-, Berufs-[?!]) Wahl
in Opposition stehen. Denn wir sind gegen jedes System der Delegation von
Macht, wenn dabei die Handlungen und Entscheidungen der Gewaehlten nicht
dauerhaft von allen Individuen kontrolliert werden [koennen]. Wir lehnen
es ab, dasz Einzelpersonen an unserer Stelle ueber unser gesellschaftliches
und materielles Leben entscheiden und verfechten daher auf lokaler Ebene
die Organisation/Organisierung von Individuen in Vollversammlungen, und
im allgemeinen den selbstbestimmten Foederalismus als Organisationsprinzip.
Weil sie jede taktische
Zusammenarbeit mit den offiziellen Medien, die nichts weiter als die Instrumente
der Macht sind, ablehnt, hat die CNT ihre eigenen Formen entwickelt - Flugblaetter,
Plakate, oeffentliche Versammlungen. Wir haben unsere Basis auch nicht
in jenen Organisationskartellen, wo die WahlboykotteurInnen von heute die
Kandidaten von morgen werden. Im Gegenteil, wir rufen alle libertaeren
AktivistInnen und Gruppen, die jegliche Delegation von Macht ablehnen,
zum Ideen- und Informationsaustausch auf. Damit der Wahlboykott der erste
Schritt zur Ablehnung eines Klassensystems wird, in dem die einzig legitimierte
Wahl die Herrschaft ist!
Wollt auch ihr euch
an der Kampagne zum aktiven Wahlboykott beteiligen?
Nichts einfacher
als das!
Die CNT-AIT kann
euch folgendes Propagandamaterial zur Verfuegung stellen:
-
AUFKLEBER (20 Stueck
= 1E), drei Modelle zur Auswahl:
-
a) Die Freiheit ist
nicht, seinen Herren zu waehlen, sondern keinen zu haben! WAHLBOYKOTT CNT-AIT
-
b) Wenn Wahlen etwas
aendern wuerden, dann waeren sie laengst verboten! WAHLBOYKOTT! CNT-AIT
-
c) Ich bin erwachsen,
ich waehle nicht mehr! WAHLBOYKOTT CNT-AIT
-
zweifarbige Plakate
(rot-schwarz ... unglaublich!), 10 Stueck = 1 E: Arbeitsbedingungen, teures
Leben, Hierarchie, Unterdrueckung ... Die Wahlen gehen vorbei, die Probleme
bleiben CNT-AIT / JL
-
A3-Plakate (schwarz-weisz),
Texte wie auf den Aufklebern, 10 Stueck = 1E
-
Brochure: Fuer den Wahlboykott:
Ein Vorschlag anarchosyndikalistischer AktivistInnen fuer den Wahlboykott
und gegen den Kapitalismus (1,5E/Stueck)
CNT-AIT
Ortsgruppe Toulouse
7, rue St Rémesy
31000 Toulouse
Tel./Fax: [00.33]
(0)5.61.52.86.48
Internet: http://cnt-ait.info
_ _ _ _ _ _
? ich schaetze folgendes:
aktiver Wahlboykott = ungueltig-waehlen-gehen und aktionen machen ;)
_ _ _ _ _ _
originaltext von
CNT-AIT, 03.04.02, siehe a-infos (fzr.e site)
uebersetzung von
André, faul1@fau.org, 05.04.02
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Antiwahltexte:
Im folgenden
ein etwas älteres Flugblatt der Gruppe destruktive kritik aus Münster:
Und
Wahlen bringen doch was: Nämlich Zustimmung von unten für die
Pläne von oben!
Die
deutsche Politik – daran sei erinnert, auch wenn (angehende) Kommunalpolitiker
sich mehr für Kindergärten und so Zeug interessieren - hat zur
Zeit zwei Schwerpunkte.
Erstens
soll das militärische und diplomatische Gewicht Deutschlands in der
Welt wachsen. Der Kosovokrieg hat Deutschland hier – so Schröder auf
seiner letzten Pressekonferenz – ein gutes Stück voran gebracht.
Der deutsche Einfluß in der Welt hängt ab vom deutschen Beitrag
beim NATO-Kriegführen. Dafür also wird Krieg geführt, dafür
wird aufgerüstet, dafür reist Joschka Fischer in der Welt herum.
Zweitens
soll das ökonomische Gewicht Deutschlands in der Welt gestärkt
werden. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit – also die Fähigkeit,
andere Nationen im ökonomischen Konkurrenzkampf auszustechen – soll
gesteigert werden. Das Mittel dafür ist – auch hier gibt es klare
Auskünfte von „oben“ – die Verarmung von Arbeitnehmern, Rentnern,
Arbeitslosen, um die Unternehmen zu entlasten, also um die Rentabilität
des Kapitals – das Mittel der Konkurrenz auf dem Weltmarkt – zu steigern.
Für
dieses Programm des deutschen Imperialismus braucht es die Zustimmung der
Leute, die der Staat dafür als sein militärisches und wirtschaftliches
Menschenmaterial fest eingeplant hat. Bei der Bundeswehr und beim Halten
des „sozialen Friedens“ ist das Volk gefragt. Auf seine Dienste kommt es
an. Und seine Zustimmung organisiert sich der Staat – in Wahlen. Die Leute
werden dabei auf das Mitmachen eingeschworen, in dem ihnen die Entscheidung
darüber überlassen wird, welche Figuren jeweils das bereits feststehende
Programm machen.
Die
Wähler stimmen aber nicht nur über die Figuren ab, denen sie
anschließend gehorchen wollen. Sie entscheiden auch eine Sachfrage.
Eine
einzige nur, aber die hat es in sich: Wenn Arbeitslose und Kapitalisten
eine gemeinsame Führung wählen, die ihre gemeinsame Sache verwalten
soll, dann haben sie sich dafür entschieden, daß es diese gemeinsame
Sache gibt. Mit der Teilnahme an der Wahl leugnen also Arbeitslose den
prinzipiellen Gegensatz ihrer Interessen zu denen der Kapitalisten. Das
Vorhandensein dieser Interessen wird zwar nicht geleugnet, aber sie werden
als „bloß partikulare“ denen der Nation untergeordnet. Damit geht
es auch dem wählenden Arbeitslosen nur noch um das „Gemeinwohl“, kurz:
um Deutschland. Dann betrachtet er auch sich als Arbeitslosen als Teil
eines nationalen Problems, der Arbeitslosigkeit, die „uns allen“ zu schaffen
macht.
So
organisieren die Wahlen den Nationalismus der Leute, in dem sie grundsätzliche
Zustimmung von unten für die Vorhaben von oben einfordern. Noch jeder
„Protestwähler“ stellt sich mit seinem wählenden Protest auf
diesen nationalen Standpunkt, indem er mit seiner alternativen Stimmabgabe
nicht das „Gemeinwohl“, das Vorhandensein „deutscher Interessen“ in Frage
stellt, sondern deren schlechte Verwirklichung wegen Korruption, wegen
immer auf die Kleinen, wegen unfähigen Politikern usw... anprangert.
Der Protestwähler ist also kein bißchen besser als der Wähler:
Er pflegt seine Unzufriedenheit, ohne seine prinzipielle Zustimmung zur
Nation in Frage zu stellen, er beschwert sich darüber, daß es
ihm so schwer gemacht wird, dafür zu sein.
Das
Aufgreifen solcher Unzufriedenheit, der Versuch, Leute auch noch zu alternativer
Stimmabgabe anzustiften, ist daher auch immer der Appell an ihren enttäuschten
Nationalismus.
Eine
Beteiligung an Kommunalwahlen setzt diesem Nationalismus noch die Krone
auf. Kommunalwahlen sind - gerade wegen ihrer Bedeutungslosigkeit - was
für fortgeschrittene Nationalisten:
Da
kommt der Ratsherr in spe den Leuten, die für die imperialistischen
Vorhaben der Nation eingespannt sind, als Kanonenfutter der Bundeswehr,
als auszubeutendes Menschenmaterial „unserer“ Wirtschaft, als „zu teure“
unnütze Esser, diesen Leuten kommt er mit kommunalen Fragen. Das ist
schon frech. Wieso sollten die sich den Kopf der Nation auch noch in Fragen
der Abwasserverordnung und der Planung von Tempo-30-Zonen zerbrechen, wo
die meisten nach 20 Jahren Sozialabbau, Arbeitslosigkeit und Verschärfung
der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt kaum noch ihre eigene Lebensplanung
gebacken kriegen?
Wenn
Ihr wirklich was einzuwenden habt gegen das Programm dieser Nation, dann
beteiligt Euch gefälligst nicht daran, als Wahlkämpfer die –wenn
auch problematisierende – Zustimmung zur Nation zu organisieren.
Dann
organisiert das Gegenteil.
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Aktionsideen
für größere, gemeinsam Aktionen
Großdemonstration
von staatsbefürwortenden NGOs am 14. September in Berlin
Idee: Kreativen
Anti-Wahl-" Block" in der Demo bilden und vielfältige Aktionen starten
... näheres folgt!
Texte zu dieser Demo:
Mail
aus sozialistischen Kreisen
Erklärung
der internationalen sozialistischen linken (isl) zur politischen Lage im
Vorfeld der Bundestagswahlen
Die
Zeit ist reif für eine radikale, wirklich linke Alternative
Die
letzten Jahre konnten keine Zweifel über den Charakter der kapitalistischen
Klassengesellschaft, in der wir leben, aufkommen lassen. Trotzdem gibt
es keine organisierte und gesellschaftlich wahrnehmbare linke Opposition.
Die Aufhebung dieses Widerspruches wird das wichtigste Ziel der antikapitalistischen
Kräfte in den nächsten Jahren sein müssen.
Die
klassenpolitischen Ziele der Bourgeoisie, wie sie sich im Vorfeld der kommenden
Bundestagswahlen artikulieren, sind im wesentlichen folgende:
-
Die Profitrate
soll weiter saniert werden. Dies geht letztlich nur durch eine weitere
drastische Anhebung der Mehrwertrate, also durch verstärkte Ausbeutung
der Beschäftigten. Dafür soll der Niedriglohnsektor ausgeweitet
und dauerhaft etabliert werden, um noch mehr Druck auf die Reallöhne
und die Arbeits- und Lebensbedingungen der abhängig Beschäftigten
insgesamt auszuüben. Alle Maßnahmen in diesem Zusammenhang werden
mit einem angeblichen Kampf gegen die Massenerwerbslosigkeit motiviert.
Damit soll von der wirklichen Absicht abgelenkt werden. In Wirklichkeit
ist die Massenerwerbslosigkeit das wichtigste Druckmittel gegen die Lohnabhängigen.
-
Der Staatshaushalt,
defizitär durch einen konsequenten Kurs zugunsten des Kapitals, soll
durch weitere Sparpolitik zu Lasten der abhängig Beschäftigten
und Besitzlosen entlastet werden. Erste Opfer sind immer die, von denen
am wenigsten Gegenwehr erwartet wird. Es geht um die Fortsetzung der Umverteilung
von unten nach oben. Sämtliche rentablen Staatssektoren sollen aus
dem gleichen Grund privatisiert und dem Diktat des Kapitals unterworfen
werden. Dies bewirkt nicht wie vorgegeben mehr Effizienz für die Verbraucherinnen
und Verbraucher, sondern einen Abbau zivilisatorischer Mindeststandards
insbesondere bei den öffentlichen Dienstleistungen.
-
Außenpolitisch
sollen die letzten Reste der Beschränkungen durch die Niederlage Deutschlands
im Zweiten Weltkrieg und durch das Erbe des verbrecherischen Nazi-Regimes
überwunden werden. Dazu bedarf es eines Sitzes im UNO-Sicherheitsrat,
und dazu bedarf es vor allem der Legitimation für Bundeswehreinsätze
in aller Welt. Die ersten im fernen Land toten Bundeswehrsoldaten bezeugen:
Die Zeit ist vorbei, in der es auch in der etablierten Politik hieß,
von deutschem Boden dürfe nie wieder Krieg ausgehen! Zunächst
scheint sich Deutschland auf Hilfsdienste für die USA zu beschränken.
Doch Deutschland steht mit Frankreich an der Sitze der EU, die selber Militärmacht
werden will, und in Konkurrenz zu den USA und Japan. Das Ziel ist klar:
Man will wieder „normale“ Großmacht werden.
-
Innenpolitisch
ist das wichtigste Ziel, jeglichen Widerstand einzubinden oder einzudämmen
und das Aufkommen einer authentisch linken Opposition zu unterbinden, die
bei der Verwirklichung dieser Pläne stören könnte. Der SPD,
die dies mit der Grünen Partei so erfolgreich durchgeführt hat,
fällt dabei die Rolle der Zähmung der PDS zu, die bislang an
ihrem sozialistischen Anspruch und an ihrem „Nein“ zu Auslandseinsätzen
der Bundeswehr festhält.
Doch
ist mit dem Eintritt in die Berliner Landesregierung als Juniorpartner
der SPD ein wichtiger weiterer Schritt in die Anpassung getan. Die PDS
trägt dort ein rigoroses Sparprogramm mit und unterwirft sich nicht
nur der loyalen Mitverwaltung des kapitalistischen Systems, sondern sogar
der Beobachtung eigener Mitglieder durch den Verfassungsschutz. Die Strömungen
links von der PDS sind ihrerseits bislang schwach und zersplittert.
Die
genannten Ziele der Herrschenden werden von den Regierungsparteien („Rot-Grün“)
ebenso wie von den bürgerlichen Oppositionsparteien (Schwarz-Gelb)
uneingeschränkt geteilt. Auf Regierungsebene ist keine
Alternative
zur neoliberalen Politik sichtbar. Die SPD-Grüne-Regierung hat sich
insbesondere bei der Durchsetzung der außenpolitisch-militaristischen
Ziele sowie bei der „Mäßigung“ und Desorientierung möglicher
linker Opposition als nützlicher erwiesen, als dies eine CDU-Regierung
hätte schaffen können. Andererseits ist die nach wie vor bestehende
Bindung der SPD an die Gewerkschaften – wir erleben derzeit erst den Anfang
einer Lockerung dieser Bindung aufgrund der tiefen Enttäuschung über
die Schröder-Politik – ein lästiges Hindernis bei der Durchsetzung
der sehr weit gehenden innenpolitischen und ökonomischen Projekte
der Herrschenden. Der „Wahlkampf“ zwischen CDU/CSU und SPD/Grünen
ist deshalb für die herrschende Klasse nicht nur ein ideologischer
Propagandafeldzug um die Köpfe der Massen. Es geht auch um strategische
Optionen und Taktiken, in welcher Weise sie ihre Interessen durchsetzen
will.
Sowohl
in den DGB-Gewerkschaften wie in den neuen kapitalismuskritischen Bewegungen
regt sich Widerstand. Große Einzelgewerkschaften sehen sich gezwungen,
zur Schröder-SPD mit ihrer „Politik der Mitte“ auf Distanz zu gehen
und ihr anders als früher keine Wahlunterstützung zu geben.
Teile
der Gewerkschaftsbewegung, die mehr den Charakter eines Dienstleistungsbetriebs
als einer sozialen Bewegung hat, bekunden bis hin zur Vorstandsebene ihre
Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Attac. Das sind positive neue Zeichen,
insbesondere dann, wenn sie dazu führen, dass über die Mobilmachung
gegen die politische Rechte und die extreme Rechte, gegen Stoiber und Schill
hinaus die aufkeimende Kritik von unten links an der Politik der Schröder-Regierung
massiv öffentlich und auf der Straße artikuliert wird.
Die
gemeinsame bundesweite Mobilisierung einer Reihe von Jugendverbänden
verschiedener DGB-Gewerkschaften und von Attac für den 14. September
gegen Privatisierungspolitik und Sozialabbau muss zu einer großen
Demonstration gegen den neoliberalen und militaristischen Kurs der Schröder-Fischer-Regierung
und zu einem Schritt vorwärts in der Zusammenführung des Protestpotentials
und der sozialen Kämpfe gemacht werden.
Zugleich
müssen die Schlussfolgerungen aus den jüngsten politischen Entwicklungen
gezogen werden. Die Bedingungen für die Herausbildung einer neuen
und glaubwürdigen Kraft der radikalen und sozialistischen Linken haben
sich modifiziert. Das ist eine Herausforderung für alle Linken, egal
ob innerhalb oder außerhalb der PDS, die nicht in einer oberflächlichen
Polarisierung Schröder/Stoiber untergehen darf. Es gilt, Foren zu
schaffen,
die über die nächsten Schritte und aktuellen Inhalte linker politischer
Opposition debattieren. Dafür gilt es sich zu stützen auf die
kommenden Massenaktionen, auf die Ansätze linker Opposition in den
DGB-Gewerkschaften, auf die organisierten Strömungen der sozialistischen
Linken sowie auf alle Ansätze des Widerstands, angefangen bei den
Strukturen der Bewegung gegen die neoliberale Globalisierung.
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