Ciao GenossInnen,
wir, eine Gruppe aus dem Ruhrgebiet (www.nadir.org/kolinko) haben eure
Einladung zum Kongress in Duesseldorf bekommen und auch Lust, an der Diskussion
teilzunehmen. Im Folgenden wollen wir kurz darstellen,
a) was wir an den bisherigen Mobilisierungen (Seattle, Prag, Nizza
etc.) gut finden,
b) was wir an den Aktionen politisch kritisieren und
c) in welche Richtung wir uns eine internationale Vernetzung vorstellen.
Der Kampf gegen den Kapitalismus kann keine Abkuerzungen nehmen
und nur die „Herrschenden“, die herrschenden Institutionen oder einzelne
ihrer Projekte attackieren. Er muss dort gefuehrt werden, wo sich das Kapital
und seine Macht taeglich reproduziert: in der Ausbeutung selbst. Nur das
garantiert, dass der Kampf nicht von politischen Vertretern gefuehrt wird,
sondern von denen, die sich befreien muessen: den Ausgebeuteten selbst.
Nur so kann der Kampf die Gesellschaft grundlegend umwaelzen und eine neue
schaffen. Wir sind Teil dieses Prozesses und wollen ihn unterstuetzen.
Das koennen wir vor allem dadurch, dass wir Informationen ueber z.B.
selbstorganisierte Schulbesetzungen in Italien oder Streiks in Frankreich
dorthin tragen, wo sie gebraucht werden. Wir muessen unseren eigenen Alltag
als ProletarierInnen zum Ausgangspunkt nehmen und uns mit anderen bei der
Arbeit, in der Umschulung oder auf den Aemtern gegen die Ausbeutung und
Drangsalierung organisieren. Nur von dort kann sich der Kampf gegen den
Kapitalismus selbstorganisiert ausweiten und an Staerke gewinnen.
Wir wollen auf dem Kongress am 19./21. Januar mit anderen Gruppen und
GenossInnen darueber diskutieren, was wir momentan in diesen klassenkampfarmen
Zeiten tun koennen, um die Konflikte in den Orten der Ausbeutung vorantreiben
zu koennen. Wir stellen uns eine internationale Vernetzung in Form eines
„proletarischen Netzes“ vor, das zum Austausch von Erfahrungen und zur
Diskussion von Gruppen dient, die Initiativen gegen Schul-, Aemter- und
Arbeitsstress organisieren. Wie eine Unterstuetzung der proletarischen
Selbstorganisierung aussehen kann und in welcher Form wir dafuer eine internationale
Vernetzung brauchen, koennen wir auch anhand unserer momentanen Initiative
in Call Centern diskutieren. Wer Interesse an der Diskussion hat, sollte
sich auf unserer Website (www.free.de/prol-position) umschauen und besser
noch eigene Erfahrungen und Ideen einbringen. Wir denken dass sich die
AG „Von Chiapas bis Prag“ am besten fuer die Diskussion eignet, wuerden
aber bei Notwendigkeit auch eine eigene AG vorschlagen.
lucha y passion
Las Kalinkas
Kolinko c/o Archiv Am Foerderturm 27 46049 Oberhausen
e-mail: kolinko@koma.free.de
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/kolinko/
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