Projektwerkstatt

KRITIK AN ATTAC

Linksruck über Attac und umgekehrt


1. Erfolgsbilanzen
2. Who the fuck is attac?
3. ATTAC-KONGRESS: DER REFORMiSMUS IST TOT - ES LEBE DER REFORMISMUS
4. Alter Wein in neuen Schläuchen!
5. Attac-Debatte auf Hoppetosse
6. Berichte vom ersten Attac-Kongress
7. Linksruck über Attac und umgekehrt
8. Kritik an "Kontrolle der Finanzmärkte"
9. BUKO-Kritik an attac
10. Attac Kritik (von Traute Kirsch)
11. Links zu Kritik an Attac
12. Kritik an der Kritik
13. Graswurzelrevolution polemisiert gegen Attac-KritikerInnen
14. Kritische Berichte von Ex-Attacies zur Veranstaltung in Lüneburg, 15.12.2004
15. Weitere Links

Linksruck ist viel zu klein, um ATTAC unterwandern zu können. Diese Organisation ist nur in wenigen Städten, in denen wir Gruppen haben, selbst präsent.Wir begrüßen die Mitarbeit von Linksruck bei ATTAC.
(Aus einem Interview der Jungen Welt vom 12.2.2002, S. 2, mit Sven Giegold, attac-Koordinierungskreis)

Esgab da mal eine LR-Delegiertenkonferenz in Frankfurt, die so unsaeglichwar, dass einige, darunter ich, dann austraten. Das war anfang Juni. Dagab es eine Diskussion zur Arbeit in und mit Attac. Da mich das Thema nervte,habe ich nicht daran teilgenommen, ich wuensche jetzt, ich haette es, DENN:
DerReferent sagte etwa folgendes, wie mir neulich erzaehlt wurde:
„...undAttac! [erhebt die Stimme und reckt die Faust in die Luft], das klingtja schon so kaempferisch und ansprechend, dagegen Hoppetosse [senkt dieStimme zu einem leierenden Ton und macht eine abschaetzige Handbewegung],das interessiert doch keinen. [dann gleich noch mal mit den selben Gestikund Intonationselementen:] Attac! - Hoppetosse.“
(Quelle:Mail auf der Hoppetosse-Mailingliste. Hinweis: Hoppetosse ist ein Name,der von niemand benutzt werden kann, für den niemand spricht, sondernausschließlich ein kreativer Titel für ein Diskussionsforumzu politischen Zielen und Aktionsstrategien ist - die meisten dort streitenfür politische Ziele und heben die Faust nicht für Verbände...)

Wie ATTAC aufbauen?
ChristineBuchholz (Plattform für Arbeiterpolitik)
...Der Spiegel beschreibt passend:
"ImWilly-Brandt-Haus macht sich die Sorge breit, dass sich heute wieder vieleWähler und Mitglieder durch den Krieg polarisiert an ihr linkes Herzerinnern und die Neue Mitte verlassen. Egal ob die sich dann PDS nennenoder ‚Attac’, oder unter der Führung Lafontaines den innerparteilichenPutsch versuchen: Auf die SPD kommen turbulente Zeiten zu, ausgerechnetin einer Phase in der sich ihr Vorsitzender immer weiter von der Basisentfernt."...
Nachdem thesenartigen Selbstverständnispapier von attac ist attac irgendwoin der Mitte zu verorten. Den Streit über den Charakter von attackönnen wir nicht von aussen führen, sondern aus der Positionvon aktiven AufbauerInnen von attac. ...
AnfangJuli haben wir beschlossen, auf den Aufbau von attac zu orientieren alsden Ort, an dem sich AntikapitalistInnen und von Rot-Grün Enttäuschtetreffen. Seitdem sind wir in fast allen Städten, wo Linksruck präsentist, Teil von attac. Wir haben bei attac den Impuls zur Gründung vonUnigruppen gegeben, mit Riesenerfolg: Attac wird zum Attraktionspol anden Unis, Gründungsveranstaltungen mit 40-70 Leuten waren keine Seltenheit.
Nachdem 11. September haben wir darauf orientiert attac-Ags gegen den Kriegzu gründen. Viele der Gruppen und Unigruppen, die sich seitdem gegründethaben, sehen die Antikriegsbewegung als ihr vordringlichstes Handlungsfeldan.
Problematischan unserer Arbeit bei attac ist, das wir keinen politischen Plan davonhaben, wohin wir mit attac wollen. Wir arbeiten vielerorts sehr sprunghaft – ziehen Leute aus anderen AGen ab um alles in die Antikriegs-AG zu stecken,verhindern es so, dass wir ein kontinuierliches Umfeld aufbauen und machenuns natürlich auch leicht angreifbar für die These, wir hättenein rein instrumentelles Verhältnis zu attac.
Sobleiben wir außerdem schnell dabei stehen, nur die besten Aktivistenzu sein und nicht in der Aktivität durch politische Analysen und Vorstößezu punkten.
Wirhaben es noch nicht geschafft, einen substantiellen Teil der Mitgliedschaftfür eine Mitgliedschaft bei attac zu gewinnen und auch noch nichtviele Menschen von ausserhalb für attac gewonnen. ...
Attacaufzubauen heißt:
1)Mitglieder für attac zu gewinnen und ein kontinuierliches Verhältniszu den attacies in der eigenen Regionalgruppe aufzubauen.
2)Attac-Themen, die die zentralen Themen der antikapitalistischen Bewegungsind (Finanzmärkte, Privatisierungen, WTO, Krieg) abdecken und dafürauch in der Ortsgruppe Kapazitäten zur Verfügung stellen. ...

Das Verhältnis attac-Linksruck
Linksruck ist die Organisation, die das Potential hat, die Linke in attac aufzubauen und stark zu machen.
Wir stellen keine Vorbedingungen an die anderen attacies, sondern konzentrieren uns auf die Frage, wie wir den Kampf um Reformen am effektivsten gestalten können. Über diese Auseinandersetzungen sammeln wir mittel- und langfristig Menschen, die wir in Debatten und Praxis von der Richtigkeit revolutionärer Politik überzeugen können.
Linksruck ist wichtig, weil wir diesen linken Pol organisiert aufbauen können und Zeitungen und Broschüren die Auseinandersetzung schärfen können. Ein konstantes und politisches Verhältnis ist entscheidend, wir veranstalten keinen "Beutefeldzug", sondern gewinnen Leute für die Organisation, um die Linke in attac zu stärken. ...

Weiterer Text aus Linkruck Stuttgart
Wachstum für Stuttgart
... Ein starkes ATTAC bedeutet eine starke Bewegung. Es ist wichtig, daß ATTAC so stark und so aktiv, wie möglich ist. ...
Wir erreichen keine Debatte über die Richtung von ATTAC, wenn wir nicht dabei sein. In Stuttgart hören die Leute uns zu, weil wir in der Praxis gezeigt haben, daß wir ehrlich sind. Linksruck’ler haben am 13.10 viel mehr ATTAC - Zeitungen verteilt als andere ATTAC’ler. ...

Weiterer Text der Fraktion Seattle Bolschewik
ATTAC als Heimat der Antikriegsbewegung
Wir wollen nicht in ATTAC, um irgendwelche LinksreformistInnen für abstrakte revolutionären Marxismus zu gewinnen. Wir wollen in ATTAC, weil wir die Antikriegsbewegung aufbauen wollen. Die meisten wichtigen Leute, mit denen wir die Antikriegsbewegung aufbauen wollen, orientieren sich von sich aus auf ATTAC. ...
Wir müssen die radikalen Ideen fördern, die ‚radikalen Kids’ in ATTAC holen, um mehr Aktivismus in ATTAC gegen Krieg auf der Straße zu forcieren, entgegen der Lahmen-Experten-Lobyyings. Wir müssen aber gegen sektiererische Positionen kämpfen, und die ‚radikalen Kids’ davon überzeugen, das wir die ArbeiterInnenklasse brauchen und uns intensiv und permanent mit ihre Ideen, den Reformismus und seine Parteien beschäftigen müssen. Dieses Come-Together von Radikalen AktivistInnen und LinksreformistInnen entwickelt den Sprengkraft, die die Bewegung braucht. Wir müssen es praktisch im ATTAC organisieren.

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