Aktionsraum Gießen

Ö-PUNKTE 2/2001 ("SOMMER 2001")

Kopenhagen - ein RadlerInnenparadies


1. Kopenhagen - ein RadlerInnenparadies
2. Nicht nur in Amsterdam: Radeln lohnt sich
3. Politische Mühlen mahlen langsam
4. Rechtswidrige Radwege
5. Flughafen-Zubringerverkehr / Kooperation von Lufthansa und DB AG
6. Tempo 100: Genug studiert - jetzt probieren!
7. InformationsDienst Verkehr IDV Nr. 66 erschienen
8. MOBIL OHNE AUTO: Aktionstag am 17. Juni 2001

Langfassung zu den Texten der Rubrik "Verkehr"

Die dänische Hauptstadt ist fest in Händen beziehungsweise Füßen der RadfahrerInnen. Damit steht Kopenhagen nicht allein da, der Radverkehr hat auch in einigen deutschen Städten wie z.B. Münster oder Troisdorf eine ausgeprägte "Fahrradkultur" entwickelt.
Die Stadt Kopenhagen ist bemüht um ihre RadlerInnen. So dokumentiert sie seit 1995 Entwicklungen des Radverkehrs. Einige Ergebnisse aus diesem Bericht sind:
Seit 1995 stieg die Zahl der RadfahrerInnen von 170 800 auf über 196 000 an- zur rush hour schieben sich hier neben stinkenden Blechkisten auch enorme Radmassen durch die Straßen. 30 Prozent der Berufstätigen, also fast jede/r Dritte, radelt zur Arbeit- da wagt unsereins in den ?Otto-normal-Städten? ja nicht von zu träumen. Die bestehenden Radwege haben insgesamt eine Länge von 340 km. Für die Radwegeunterhaltung stehen über 1 400 000 DM bereit (Zum Vergleich: In Stuttgart, einer Vorzeigeautostadt, beträgt der gesamte Radverkehrsetat mit 750 000 DM gerade mal die Hälfte). Eine weitere Besonderheit der Kopenhagener: es stehen 1 700 kommunale Fahrräder bereit. Sie sind an verschiedenen Radstationen in der Kernstadt verteilt und können kostenlos (!) geliehen werden. Autos dürfen in der Stadt nur stundenweise gegen teures Geld geparkt werden. Übrigens: es herrscht hohe Disziplin unter den RadfahrerInnen: bei roten Ampeln bleiben sie stehen, auch wenn auf der Kreuzung kein Fahrzeug zu sehen ist, an Bushaltestellen bremsen sie und lassen die Fahrgäste beim Aus- und Einsteigen den Radweg kreuzen, wer vorhat abzubremsen, kündigt dies durch Handheben an.
Biggi Häussler
Zum Nachlesen: Bicycle Research Report Nr. 121, Oktober 00, erhältlich bei ECF, Rue de Londres, 15 (b.3), B-1050 Brüssel, ecf_brussels@compuserve.com oder "Bicycle Account 1998" (auf engl.), Hg. Stadt Kopenhagen, Building and Construction Administration, Road Department, Kopenhagen 1999.

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