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GESPRÄCHE ÜBER ...

40 Jahre politische Erfahrung in vier langen Interviews

Vier kleine Bände sind entstanden, um die vielen Erfahrungen aus über vier Jahrzehnten politischen Engagements festzuhalten. Scarlet Ginovaja und Andreas Strauß interviewten den Aktivisten Jörg Bergstedt, der seit 1978 den politischen Widerstand zu seinem Haupt-Lebensinhalt gemacht hat und unzählige kreative Aktionsideen, Organisierungsformen und politische Theorieansätze entwickelt hat.

Es sind vier Bände erschienen.

Gespräche über ...
Direct Action
Die Kunst des Widerstandes ++ Sich selbst ermächtigen – mit kreativen Aktionskonzepten ++ Von einfach bis spektakulär: Kreide – Aktionsschwarzfahren – Militanz … ++ Gewalt, gewaltfrei – oder einfach wichtigere Fragen stellen? Andreas Strauß und Scarlet Ginovaja im Gespräch mit Jörg Bergstedt. Herausgegeben von Dana Klein. Redaktion: Ute Strauß. A5, 84 S.

Gespräche über ...
Organisierung
Über Kultur und Gegenkultur: Gibt es ein richtiges Leben im falschen? ++ Graben- und Machtkämpfe in politischer Bewegung ++ Wie geht Organisierung ohne Apparate und Hierarchien? Andreas Strauß und Scarlet Ginovaja im Gespräch mit Jörg Bergstedt. Herausgegeben von Hanna Poddig. Redaktion: Ute Strauß. A5, 100 S.

Gespräche über ...
Repression
Kreativer Umgang mit Polizei und Justiz ++ Subversiver Rechtsgebrauch, Selbst- und Laienverteidigung vor Gericht ++ Paragraphen und die Möglichkeiten, sie auszutricksen. Andreas Strauß und Scarlet Ginovaja im Gespräch mit Jörg Bergstedt. Redaktion: Ute Strauß. A5

Gespräche über ...
Anarchie
What the fuck is … Anarchie? ++ Positive Utopien und/oder Dystopie? ++ Dämonen, Heilige und Menschen. Andreas Strauß und Scarlet Ginovaja im Gespräch mit Jörg Bergstedt. Herausgegeben von M. van Ostaijen. Redaktion: Ute Strauß. A5, 68 S.

Zu jeder Bestellung gibt es einen Beileger mit biographischen Angaben.
Je Band 4 €, alle zusammen für 10 €. Bestellung über den Buchshop (Einzelbände bei den jeweiligen Themen, alle zusammen hier)

Warum als Interviews?
Interviews sind eine geeignete Form für thematische Debatten.
Aus Bernhard Pörksen (2008), „Die Gewissheit der Ungewissheit“ (S. 16)
Unabhängig davon, ob die einzelnen Interviews, die in diesem Buch abgedruckt sind, als gelungen gelten können, glaube ich, dass Gespräch und Dialog besonders gut geeignet sind, um die Beobachtertheorie des Konstruktivismus vorzustellen. Man kann sich widersprechen und streiten, man kann eine Einsicht, die sonst, wenn ein einzelner Autor sie vertreten würde, im Anschein des Allgemeingültigen stehen bliebe, von verschiedenen Seiten aus umspielen, ohne auf eine endgültige Harmonie und eine die Widersprüche verbergende Synthese zu zielen. Der Prozess der Entstehung und Verfertigung von Gedanken wird selbst zum eigentlichen Fixpunkt dessen, was erreicht werden soll. Die Resultate, die in einem wirklichen Gespräch auftauchen, sind der Anlass zum beständigen Weiter- und Andersdenken. Die Übertreibungen und Fixierungen, die Einseitigkeiten und Provokationen erscheinen als Momente des Übergangs und als Elemente einer nicht zu einem neuen Absoluten kommenden Bewegung, Sie sind Mittel und Instrument, nicht Ergebnis und Gewissheit. Der Gestus der allumfassenden, der ungebrochenen Darstellung, den letztgültige Wahrheiten und monolithische Gedankengebäude stets benötigen, wird so gestört. Die Form ist die Botschaft: Ein Gespräch ist, wenn es denn gelingt, immer auch Ausdruck der konstruktivistischen Grundthese, dass es die Wirklichkeit nicht gibt, sondern nur ein Multiversum unterschiedlicher Deutungen.

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