Demorecht

PROZESSION FÜR ERWEITERTE VIDEOÜBERWACHUNG

Planung und Berichte: Was ging ab?

So sah der Einladungsflyer aus ...


Nicht nur Innenminister Volker Bouffier begreift die Video Kamera auf dem Marktplatz als Teil einer breiten Sicherheitsarchitektur. Die neu gegründete Initiative "Sicheres Gießen" bezieht sich positiv auf die Gefahrenabwehrverordnung und setzt sich für eine Ausweitung von Videoüberwachung ein. "Die ungebremsten Aktionen linker Autonomer von außerhalb zeigen, dass es in Gießen erheblichen Nachholbedarf gibt", begründet Sigmund Koch - Mitgründer der Gruppe - sein Engagement. Vor diesem Hintergrund will sich die religiös inspirierte Gruppe am Samstag ab 13 Uhr im Seltersweg bei den Drei Schwätzern treffen, um eine Prozession für mehr Videoüberwachung und Sicherheit in Gießen durchzuführen. Unter dem Motto "Die Kamera sieht alles" ist ein kurzer Zug durch die Innenstadt geplant. Anschließend will sich die Gruppe am Marktplatz in Nähe der Video Kamera zum gemeinsamen Gebet versammeln. Ziel der Aktion sei es, "spirituelle Verbundenheit mit Überwachung, Kontrolle und den Visionen des Innenministers auszudrücken", so die Veranstalter in ihrem Aufruf. Weiter heißt es: "Innenminister Bouffier ist für uns quasi Prophet einer sicheren, überwachten Gesellschaft." Ganz bewusst wolle man auch einen klaren Kontrapunkt zu den Protesten gegen die Gefahrenabwehrverordnung setzen, deren Protagonisten sich samstags zur gleichen Zeit im Seltersweg treffen.

(Quelle: Pressemitteilung der Initiative Sicheres Gießen, 25.12.02)


(Gießener Sonntagmorgen-Magazin, 29.12.02)



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