Gewaltfrage

BESETZEN, BESUCHEN, BLOCKIEREN

Besetzung von Gebäuden


1. Beispiele, Berichte, Tipps ... schafft 1,2,3 - viele Hambis!
2. Besetzung von Gebäuden
3. Truppenübungsplätze
4. Links zu Seiten über Besetzungen
5. Strafen vermeiden
6. Versammlungsrecht nutzen
7. Links

Aus "Glanzstücke", Editorial in: Kontext am 13.6.2018
Vehement im Kampf gegen Einkommensarme zeigt sich auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU), der in den "Stuttgarter Nachrichten" zu einem eindeutigen Urteil kommt: "Wer Wohnungen besetzt, ist nichts anderes als ein Dieb." Kriminell, und womöglich sogar linksextrem, ist nach dieser Lesart übrigens auch seine Parteivorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die outete sich in dieser Angelegenheit sogar als Wiederholungstäterin. 2008 sagte sie dem SZ-Magazin, sie sei nach dem Studium illegal in die Berliner Marienstraße eingezogen, weil es da viel Leerstand gab: "Das habe ich genutzt, einfach aus der Not heraus." Doch damit nicht genug! Gegenüber dem Jugendmagazin "Spießer" erklärte sie fünf Jahre später: "Als ich mich von meinem ersten Mann getrennt habe, brauchte ich eine Wohnung. Da hat mir jemand den Tipp gegeben: in der Templiner Straße. Dann bin ich dort in die leer stehende Wohnung eingebrochen mit einem Schlüssel – nein, mit einem Schlüssel eben nicht. Ich habe das Schloss aufgebrochen." Oha. Wir warten dann mal auf Strobls Stellungnahme.

Häuser

Fabriken

Räume, Büros, Veranstaltungssäle

Aktionen bei Räumungen
  • Mars-TV: Drei oder mehr Personen mit skuriler Optik und Transparent in Bildschirmform simulieren ein Fernsehteam von einem Planeten, wo es keine Herrschaft gibt. Daher stellen die Marsies
  • Sport: Wasser- oder Volleyball über Polizeireihen hinweg spielen (z.B. mit Luftballons)
  • Gegendemo: Eine Gruppe adrett gekleideter BürgerInnen demonstriert für Eigentum, feuert PolizistInnen an usw.
  • Anbetabteilung: Religiöse Eigentums-"Fans" knien mit umgeschriebenen Gebeten und Liedern vor Polizeiautos nieder und huldigen der heiligen Eigentumsordnung
  • OP: Eine OP simulieren, die natürlich nicht unterbrochen werden kann
  • Musik, Tanz, Jonglieren als Mittel, um selbst in Aktion zu bleiben und zu deeskalieren
  • Klamauk-Attacken: OrdnungshüterInnen mit Konfetti-Regen, Luftschlangen, Seifenblasen und Parfum "angreifen"
  • Pink-Silver: Eine Gruppe in queerem Outfit und Püscheln bringt die Polizei mit Tanzeinlagen und Cheerleading aus dem Konzept
  • Ungreifbar: Ausziehen und mit Öl einschmieren, um sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen ...
  • Passiver Widerstand: Sitzblockaden, Barrieren aus Matratzen, Räume voller Luftballons
  • Sabotage (Fahrzeuge der Polizei lahmlegen usw.)
  • Ablenkungsmanöver: z.B. kurzzeitige Straßenblockaden, massenhafte Scheinbesetzungen oder in die Irre führende Anrufe bei der Polizei

Buchvorstellungen
Peter Birke/Christ Holmsted Larsen (Hrsg.)
Besetze Deine Stadt!
(2007, Assoziation A in Berlin, 222 S.)
Ein Buch über den Häuserkampf von Kopenhagen - mit einigen Querverweisen z.B. auf die Rote Flora in Hamburg und abgeschlossen mit einem kritischen Blick auf die Innenverhältnisse in solchen "Freiräumen". Als zentrale Objekte und Auseinandersetzungspunkte werden das 2007 staatlich zerstörte Jugendzentrum Ungdomshuset und das große Projekt Christiania vorgestellt. Berichte, Analyse und Interviews wechseln einander ab.

Das Netzwerk Skills for Action hat ein Handbuch für Aktionstrainings herausgebracht. Dieser Titel ist allerdings irreführend. Skills for Action trainiert und propagiert nicht eine Vielfalt an Aktionsmöglichkeiten, sondern zwei ganz bestimmte Formen: Die Fortbewegung als 5-Finger-Strategie (oder ähnlich) und die Sitzblockade. Zudem werden genaue Organisationsmodelle vorgegeben. Das unterscheidet sich deutlich vom emanzipatorischen Anspruch des "Direct Action". Wer das Buch aber nicht als Rezeptbuch (wie es gemeint ist), sondern als zusätzliche Infoquelle betrachtet, kann da auch einige Infos zu eben diesen Aktionstechniken herausholen. Hier ist der Link!

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