Recht-Rxtremismus

VERKEHR, UMWELT UND DER KAPITALISMUS

Politik der kurzen Wege


1. Politik der kurzen Wege
2. Dieselfahrverbot: Alte Autos weg, aber keine neuen her!
3. ... wirtschaftliche Effizienz ist nicht die Lösung, sondern das Problem ...
4. Abschaffung der Verkehrsregelungen senkt Unfallquote
5. Flugverkehr

Rekorde bei Autozulassungen, immer mehr Stau auf der Autobahn - und das, obwohl immer mehr Fahrradfahrer*innen unterwegs sind und auch die Bahn jährliche Passagierrekorde meldet. Flughäfen und Schiffsverkehr werden auch ausgedehnt. Huch? Wo kommen denn die ganzen Menschen und Güter her, die da transportiert werden?

In der Tat: Es wächst alles. Immer mehr Menschen fahren herum, zum Arbeitsplatz, zum Einkaufen, einfach nur so oder reisen in nahe oder ferne Gegenden. Und immer mehr Güter werden um den Erdball transportiert, um die billigsten Produktionsstätten anzusteuern, das stetig angekurbelte Wirtschaftswachstum zu befeuern oder den ausufernden Konsum zu befriedigen. Die wachsende Mobilität ist eine Folge unserer Lebensweise, vor allem aber der Art des Wirtschaftens - so wie der wachsende Rohstoff- und Energieverbrauch. Einige Mobilität wird dabei gesellschaftlich erzwungen, z.B. durch Zentralisierung von Einkaufsmärkten und Kulturangeboten oder die Zumutung größerer Entfernungen zum Arbeitsplatz.
Die Verlagerung der Verkehrsmengen vom Auto auf Fußwege, Fahrräder, Busse und Bahnen ist daher nicht ausreichend. Wie bei der Energie- und Rohstofffrage ist "Mobilität sparen" eine weitere wichtige Forderung - dumm nur, dass diese Frage sowohl bei Mobilität als auch bei Energie und Rohstoffen nicht (mehr) gestellt wird. Der Wachstumsfetisch ist längst auch Credo der (Pseudo-)Umweltbewegung, der Grünen usw. geworden, die mit ihren Ökoideen den Mythos des unendlichen Wachsens selbst bedienen.
Viele Probleme wären aber entschärft, wenn unser Leben und Wirtschaften weniger Rohstoffe, Energie, Flächen verbrauchen und Mobilität nötig machen würde.

Für die Mobilität hieße das unter anderem:
  • Keine Flächen für Supermärkte und anderen Handel außerhalb der Ortschaften.
  • Initiativen für Läden, Kulturangebote, Gemeinschaftsräume auch und gerade in den kleinen Orten.
  • Regionalpolitische Einmischung zugunsten kurzer Wege, gegen neue
    Straßen, Outlet Center und Märkte auf der grünen Wiese.
  • Initiative über den Gemeindebund, den Städtetag, weitere NGOs und
    Parteien zur Umschichtung der Fördermittel für den Autoverkehr und der
    Ausgaben für die Pendlerpauschale für Nulltarif und Radwegeausbau.
  • Veränderung der Zumutbarkeitsregelungen für die Annahme von Jobs, die tägliche lange Fahrten zum Arbeitsplatz oder gar ein eigenes Auto voraussetzen.

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