Verkehrswende im Wiesecktal

VERKEHRSWENDE IM WIESECKTAL

Politik und Medien


1. Das Gesamtkonzept: Verstärkte Vogelsbergbahn, Buslinien, gutes Radwegenetz und mehr
2. Vogelsbergbahn stärken: RegioTram mit neuen Haltestellen und Zubringerbuslinien
3. Den Radweg "R7" stärken und alle Ortsteile verbinden
4. Verkehrswende in Buseck
5. Verkehrswende in Reiskirchen
6. Verkehrswende in Grünberg
7. Weniger Autos statt neue Umgehungsstraßen: B49 zurückbauen!
8. Politik und Medien
9. Verkehrswende-Initiativen und Aktivitäten

Unser Verkehrskonzept soll an viele Kreise von Betroffenen, an Institutionen, interessierte Organisationen usw. herangetragen werden - direkt im Gespräch, über öffentliche Veranstaltungen, Flyer und Internet, aber auch über Aktionen.

Debatte um die Vogelsbergbahn

Aus "Vogelsbergbahn: Wird Mücke an Horlofftalbahn angebunden?", in: Gießener/Alsfelder Allgemeine, 20.9.2018
Schon in dem »Zielkonzept Vogelsbergbahn 2007« von Pro Bahn & Bus aus dem Jahr 2001 fordert der Verband den abschnittsweisen zweigleisigen Ausbau der Strecke, um Standzeiten im Begegnungsverkehr überflüssig zu machen. ...
Die Aktivitäten um die Horlofftalbahn hat der CDU-Landtagsbewerber Michael Ruhl aufgegriffen und gefordert, die Strecke entlang der ehemaligen Bahntrasse über Laubach bis nach Mücke wieder zu verlängern. Das würde eine immense Abkürzung für die Pendler in das Rhein-Main-Gebiet bringen, denn es würde der Knoten- und Umsteigepunkt Gießen ausgelassen. Von Mücke würde man direkt südlich nach Frankfurt fahren.


Zielfahrplan der Bundesregierung für 2030

Verbesserter zweiter Entwurf im Mai 2019 (Teilplan Hessen als PDF) mit Lumdatalbahn, mit Horlofftalbahn und allen bisherigen Haltestellen an der Vogelsbergbahn.
Unten: Grausamkeiten im ersten Entwurf (Teilplan Hessen als PDF): mehrere Bahnhöfe auf der Vogelsbergbahn sollten geschlossen werden, u.a. Saasen und Göbelnrod

Das Verkehrskonzept und begleitende Aktionen in der Presse

Im Kreistag (Landkreis Gießen)

Berichte von Aktionen

Fake-Aktion zur Verkehrswende in Reiskirchen
Es wurde offenbar ein gefälschter Wahlkampfzettel des amtierenden und wieder kandidierenden Bürgermeisters von Reiskirchen verteilt, in dem er sich für eine Verkehrswende und gegen weiteren Straßenbau ausspricht (Abbildungen siehe rechts).

Presseberichte zum Fake
Aus "In Reiskirchen tauchen gefälschte Flugblätter auf", in: Gießener Anzeiger, 16.10.2018 (PDF)
Die Ortsteile vom Autoverkehr entlasten, eine bessere Bahnanbindung, Radwege ausbauen und dafür auch noch Fördermittel bekommen - es klingt verlockend, was Bürgermeister Dietmar Kromm den Reiskirchenern auf einem Handzettel in Aussicht stellt. Es gibt nur einen Haken: Der Flyer ist gefälscht. ...
"Es werden Versprechen genannt, die ich angeblich machen würde. Das stimmt so nicht", kritisiert Kromm. Zu diesen Versprechen gehören die Stärkung der Vogelsbergbahn, ein neuer Haltepunkt im Ortsteil Lindenstruth, ein neues Überholgleis, damit alle Ortsteile der Gemeinde von jedem Zug bedient werden können sowie mehr Radwege zwischen den Ortsteilen. Mit einem gut ausgebauten Radwegenetz habe man in anderen Kommunen "fast die Hälfte des Verkehrs auf Zweiräder verlagern" können - etwas, das man auch in Reiskirchen versuchen solle, so der Flyer weiter. Der Ausbau von Radwegenetzen und öffentlichem Personennahverkehr sei "schneller und billiger" realisierbar, als die Nordumgehung.
Auch die Einführung des kostenfreien Nahverkehrs wird ins Gespräch gebracht.


Zum Flyer rechts: Vor- und Rückseite sind abgebildet.

Aus "Polizei ermittelt: Gefälschte Flyer im Bürgermeister-Wahlkampf", in: Gießener Allgemeine, 16.10.2018 (PDF)
In Reiskirchen sind gefälschte Flugblätter verteilt worden. Bürgermeister Dietmar Kromm spricht sich darin unter anderem für den fahrscheinlosen Nahverkehr aus. Ein Fake.
Gemeinsam wachsen – Dietmar Kromm, Bürgermeister für Reiskirchen lautet die Headline auf einem Flugblatt, das am Wochenende in Burkhardsfelden und Bersrod verteilt wurde. Darauf zu sehen ist ein Foto des Reiskirchener Rathauschefs, der den Bürgern eine deutliche Entlastung der B 49 verspricht und auf der Rückseite des Flyers detailliert erklärt, wie er das realisieren will.
Mit einer Stärkung der Vogelsbergbahn samt neuem Haltepunkt in Lindenstruth und einem Überholgleis, damit alle Ortsteile von jedem Zug bedient werden können. Außerdem spricht er sich für den fahrscheinlosen Nahverkehr sowie einen Ausbau des Radwegenetzes aus. ...
»Wir können doch nicht zum Nulltarif irgendwo hinfahren«, findet Kromm und auch der Ausbau des Radwegenetzes, in seinen Augen eine gute Sache, sei nicht von heute auf morgen zu realisieren. »So etwas kann ich doch nicht den Bürgern nicht versprechen.«
Doch genau das vermittelt der Flyer. »Mein neues Versprechen: Endlich eine deutlich Entlastung der B49!« prangt in großen Lettern gleich neben seinem Konterfei.


Kontakte und Gespräche mit Parteien
Es fanden inzwischen mehrere Gespräche mit Parteien und Bürgermeister*innen(-kandidat*innen) aus Grünberg, Reiskirchen und Buseck statt, bei denen wir das Verkehrskonzept fürs Wiesecktal erläutert haben. In Buseck arbeiten Bürgermeister, Ortsvorsteher, Schulleitung, mehrere Parteien usw. in der Verkehrswende-Initiative direkt mit - das ist sehr angenehm.

Aktivitäten von Parteien
In Reiskirchen brachten die Freien Wähler im Januar 2020 drei Anträge für eine Verbesserung der Fahrradverbindungen, der Buslinien und für einen Haltepunkt Lindenstruth in die politischen Gremien ein. Doch es zeigte sich: Nur mutlose Politik ist in Reiskirchen möglich. Am Ende gab es nur einen Prüfantrag für Bahnhaltepunkt in Lindenstruth und Radwegekonzept - wegen zögerlicher SPD und CDU.
Aus "Zeichen für Bahnhaltepunkt setzen", in: Gießener Allgemeine am 23.1.2020
Gerne wird dazu aufgefordert, das Auto stehen zu lassen und mehr Bus und Bahn zu nutzen. Auf dem Land scheitert dies oft daran, dass es keine Zugverbindung gibt und die Busse selten fahren. Der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss Reiskirchen beriet nun über einen Antrag der Freien Wähler, der die Frage aufwirft, wie bessere Busverbindungen in allen Ortsteilen erreicht werden können. Dies gilt sowohl für den Anschluss an die größeren Zentren als auch untereinander. ... Die Freien Wähler und Grünen stimmten für den Antrag, SPD und CDU lehnten ihn als "zu schwammig" ab. Albach kritisierte, dass so nichts passiere. ... Reinhard Strack-Schmalor (SPD) sieht derzeit nicht den richtigen Zeitpunkt dafür. Der Reiskirchener Bürgermeister Dietmar Kromm sprach sich für eine Zurückstellung des Antrages aus, um die entsprechenden Voraussetzungen abzuwarten. Auch Michael Seipp-Wallwaey (SPD) wollte entsprechende Förderprogramme von Land und Kreis abwarten. Schließlich änderte Albach den Antrag in einen Prüfantrag um, der dann die einhellige Zustimmung des Gremiums fand.

Am 29.1.2020 beschloss das Reiskirchener Gemeindeparlament dann Prüfanträge und Appelle für einen Bahnhaltepunkt in Lindenstruth, bessere Radverbindungen und ein Aufwertung des Busverkehrs. Letzteres soll nochmals im Ausschuss beraten werden.

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