Autonomie und Kooperation

Siehe auch: Debatte um Herrschaftsfreiheit ++ Versandliste

AutorInnen: Gruppe Gegenbilder.
Verlag: SeitenHieb. ISBN 3-86747-001-8
196 Seiten, farbiger Umschlag (Zweifarbdruck), 14 Euro.
Prima Rabatte für MehrfachbestellerInnen ... siehe unter Bestellungen ...

Rechts: Titelbild - anklicken, um eine große Version von Vorder- und Rückseite (.jpg, 350 kb) oder nur vom Titel anzusehen (.jpg, 78 kb).

Kurzinfo zum Buch:

„Eine andere Welt ist möglich“ - aber wie? Konkrete Entwürfe sind selten, verstaubt oder bei näherem Hinsehen doch nur ein anders regierte Welt. Eine andere, vor allem eine die Selbstentfaltung der Menschen fördernde Welt aber setzt nicht andere Regierungen, sondern grundsätzlich andere Rahmenbedingungen voraus.
Dort setzt die Gruppe Gegenbilder mit ihrem Buch „Autonomie und Kooperation“ an. Diese zwei Grundsäulen des Buchtitels werden aus Ausgangspunkt gesetzt und dann an konkreten Fragen Details beschrieben:

  • Wie werden Menschen wirtschaften, wenn die Zwänge des Marktes und die Kontrolle der Institutionen oder Regierungen wegfallen?
  • Wie lernen wir ohne die herkömmlichen Schulen, Universitäten und andere Orte zwangdurchzogener Bildung?
  • Werden in einer herrschaftsfreien Gesellschaft das Faustrecht ausgepackt und alle natürlichen Ressourcen rücksichtslos aufgebraucht?
  • Wie erkennen wir Herrschaft und welche Strategien gibt es gegen sie?

Zur Gruppe Gegenbilder:
Die Gruppe ist eine offene Diskussionsgruppe rund um das Thema „Herrschaftsfreie Gesellschaft“. Bisherige Veröffentlichungen: „Freie Menschen in Freien Vereinbarungen“ (www.opentheory.org/gegenbilder). Bestellungen an die Projektwerkstatt, A5, 210 Seiten, 14 Euro (auch zu bestellen hier ...)

Veranstaltungen zum Buch - ja gerne!

Gerne verbinden wir mit dem „Autonomie und Kooperation“-Buch auch Veranstaltungen aller Art zum gesamten Thema, zu Einzelaspekten oder um die Ideen des Buches zur Diskussion zu stellen. Dabei soll es nicht beim frontalen Vortrag bleiben – wir erhoffen uns Streit und produktive Debatten, gerade auch um die Konzeptionen herrschaftsfreier Gesellschaft weiter entwickeln zu können. Neben allgemeinen Einführungen zur Grundkonzeption von „Autonomie und Kooperation“ können Veranstaltungen auch Schwerpunkte auf Themen legen, die intensiv in dem Buch behandelt werden – denkbar sind z.B:

  • Horizontalität als unerreichbare Utopie?
  • Kritik an Repression und Strafe, Gesellschaft ohne Knästen
  • Emanzipatorischer Umweltschutz ohne Markt und Staat
  • Alternativen zu Erziehung, Schule und verschulter Bildung

Bei Intereresse an Veranstaltungen - einfach Kontakt aufnehmen! Möglichkeiten dazu:

Werbung
  • Ein Werbeplakat (.pdf, 280kb) für Diskussionsveranstaltungen gibt es schon und kann für den jeweiligen Termin abgewandelt werden.
  • Und noch ein Werbeplakat ... diesmal für das Buch selbst - zum Aufhängen überall also (PDF-Download, 1,5 MB)
  • Infotexte für Veranstaltungdankündigungen als .rtf
  • Anzeigenmotive (wäre nett, wenn die Platz finden in Rundbriefen, Zeitungen, Fanzines ...): ca. A6 hoch ++ 111,6+53 mm (beides PDF)
  • Kleine Werbeanzeigen für das Buch (zum Abdrucken auf Flyern, in Zeitungen, Rundbriefen ...): Hochkant mit 40mm Breite als PDF und TIF ++ Flaches Format (20 cm breit, 9,5 cm hoch als PDF und TIF)

Resonanz

Gliederung (mit Seitenzahl)

Vorweg: Das Buch kann auch in gedruckter Form bestellt werden (siehe www.aktionsversand.tk). Es besteht kein Copyright, d.h. alle Kapitel können gerne nachkopiert werden. Für die Kapitel (.pdf-Download siehe unten) ist jeweils ein Deckblatt entstanden, was in diesen Fällen mit kopiert werden sollte. Alle Nachdrucke dürfen selbst wiederum nicht mit Urheberrechten belegt werden.

I. Vorwort 7
II. Gespräche 8
III. Grundlagen 23

Autonomie und Kooperation: Die Säulen des Ganzen 23

1 Die spannenden Fragen stellen 26
2 Grundprinzipien herrschaftsfreier Organisierung 28
3 Ankunft in der Utopie? 34

Ohne Herrschaft ginge vieles nicht - und das wäre gut so! (Gruppe Gegenbilder) 38

1 Was ist Herrschaft? 47
2 Herrschaft als alles durchdringender, sich ständig reproduzierender Systemkern 57
3 Beispiele für eine konkrete Politik der Förderung von Kooperation 61
4 Praktische Formen von Widerstand 65

IV. Aspekte herrschaftsfreier Organisierung 68

Blicke ins Herz der Bestie 68

  • Gespräch 68
  • Herrschaft ausmachen (Schöner Leben Göttingen) 68
  • Herrschaftsbrille aufsetzen (Projektgruppe „HierarchNIE!“) 76
  • Dieses Kapitel in voller Länge als .pdf (1,7 MB)

Herrschaftsfrei wirtschaften 85

  • Gespräch 85
  • Eine andere Produktionswelt ist möglich (Annette Schlemm) 85
    1 Wovon wir leben 85
    2 Worauf es ankommt 87
    3 Worauf wir bauen können 90
  • Dieses Kapitel in voller Länge als .rtf (50kb) und als .pdf (460kb)

Horizontalität 97

  • Gespräch 97
  • Vom Zauberwort zum konkreten Experiment 97

Strafe und Intervention 117

  • Gespräch 117
  • Alternativen zu Strafe und Knast 117
    1 Die Realität: Strafe und Knast als Kernbestandteil herrschaftsförmiger Gesellschaft 117
    2 Die Utopie: Ohne Knast und Strafe! 132
    3 Auf dem Weg ... 144
  • Dieses Kapitel in voller Länge als pdf (840kb)
  • Internetseite zu Strafe

Umweltschutz 148

  • Gespräch 148
  • Emanzipation und Ökologie 150
  • Konkrete Konzepte für den Umweltschutz von unten 160
  • Experimente 171

Lernen, Aneignen, Wissen vermitteln 174

  • Gespräch 174
  • Wo Leben und Lernen zusammenfallen: Bildung unter kooperativ-herrschaftsfreien Verhältnissen (Espi Twelve) 175
    1 Aspekte herrschaftsförmiger Bildung 175
    2 Lernen und Leben fallen zusammen - Rahmenbedingungen und utopische Andeutungen 184
    3 Selbstbestimmtes Lernen - Umrisse einer konkret-utopischen Praxis 189
V. Literatur 191

Werbetext

Hartz IV, Sicherheitsgesetze, Kriege, Hunger, rassistische und sexistische Gewalt - wer denkt nicht oft daran, dass es so nicht weitergehen kann? In den letzten Jahren stand für dieses Nachdenken immer öfter der Spruch „Eine andere Welt ist möglich!“ – auf Transparenten, T-Shirts und unzählige Male gedruckt auf Papier. Viele haben ihn selbst schon benutzt. Andere malen oder sprühen ein A im Kreis, tragen Che-Bilder auf der Brust, lesen Bücher über die Zapatistas oder geben achselzuckend erst einmal nur dem System die Schuld an vielem. Die Frustration über das Bestehende ist allgegenwärtig, der Wille zu etwas Anderem drückt sich in Symbolen aus. Aber wie soll etwas Anderes denn konkret aussehen? Welche Wege führen dorthin? Kann Realpolitik Türen öffnen für mehr? Darüber wird eher selten nachgedacht ...

Mit dem Buch „Autonomie und Kooperation“ will die Gruppe Gegenbilder zum Schließen dieser Lücke beitragen. Entstanden ist keine romanhafte Beschreibung oder ein blumiges Bild der besseren Zukunft. Stattdessen haben sich die AutorInnen zu Beginn einen anderen Anspruch gesetzt: „Eine herrschaftsfreie Utopie kann nicht beschrieben und schon gar nicht vorhergesehen werden. Herrschaftsfreiheit oder auch nur die Annäherung daran als endloser Prozess des Überwindens von ungleichen Handlungsmöglichkeiten zwischen Menschen und des Entwickelns neuer Handlungsmöglichkeiten insgesamt wird Rahmenbedingungen schaffen, die sehr fern sind den heutigen Verhältnissen.“

Diese Rahmenbedingungen zu beschreiben, ist das Ziel: Wie werden Menschen wirtschaften, wenn die Zwänge des Marktes und die Kontrolle der Institutionen und Regierungen wegfallen? Wie lernen wir ohne die herkömmlichen Schulen, Universitäten und andere Orte zwangdurchzogener Bildung? Werden in einer herrschaftsfreien Gesellschaft das Faustrecht ausgepackt und alle natürlichen Ressourcen rücksichtslos aufgebraucht? Die AutorInnen liefern Antworten, in dem sie die Wirkung von Kontrolle, Eigentum und Herrschaft präzise durchleuchten, um dann jeweils die Mechanismen der Horizontalität zwischen Menschen zu beschreiben. Ihr Entwurf zeigt weder ein Paradies noch eine perfekte Welt. Aber sie formulieren eine Vielzahl gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, unter denen die den Alltag durchziehenden Herrschaftsbeziehungen zwischen Menschen immer weiter abgebaut werden. Statt eines perfekten Alternativsystems setzen sie auf einen immerwährenden Prozess: „Der Hinweis darauf, dass auch unter den Bedingungen von Autonomie und Kooperation nicht alles paradiesisch sein wird, ist bei näher Betrachtung banal. Kein Gesellschaftssystem kann Perfektion garantieren, wenn auch die Propaganda oft anderes vorgaukelt. Entscheidender ist, wie mit Fehlern, d.h. herrschaftsförmigen Verhaltensweisen, Erzwingung von Kooperation ohne Autonomie oder Sabotage an Selbstentfaltung, Autonomie und Kooperation umgegangen wird.“ Wie das aussieht, dazu finden sich Antworten und Entwürfe in den konkreten Kapitel des Buches. Die AutorInnen verzichten auf eine umfassende Abhandlung, sondern benennen Aspekte einer nach Herrschaftsfreiheit strebenden Gesellschaft in den Kapiteln:

  • Herrschaft erkennen
  • Herrschaftsfrei wirtschaften
  • Horizontalität zwischen Menschen
  • Alternativen zu Strafe
  • Umweltschutz und Emanzipation
  • Lernen ohne Zwang

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