Naturtip

Naturkunde im Frühling

Rasend schnell hält der Frühling seinen Einzug. Endlich dürfen Schneeglöckchen und Winterling, die schon im Januar in den Startlöchern standen, sprießen und aufblühen. Die Singvögel haben sich eh nicht von Frost und Kälte irritieren lassen. Ihre innere Uhr war und ist ganz auf Frühling eigestellt. Noch Anfang März hatte uns der Winter fest im Griff. Die gelben feinen Blüten Der Kornelkirsche erstarrten in Kälte und Schnee. Dennoch, es hat sich gelohnt! Mit kräftigen Zügen hält der Frühling Einzug. Die aufgestauten Energien scheinen schier herauszuplatzen. In Kürze wird sich ein weißes Hemd über den Waldboden legen. Ist das etwa der letze Schnee? Nein, es sind Märzenbecher und Buschwindröschen, die als Frühblüher den Wald mit ihren strahlend weißen Blühten überziehen werden. Wer die sonnigen Frühlingstage zu einem Spaziergang nutzt, wird erstaunt sein, was da schon alles schwirrt und summt. Nicht zu übersehen sind der Zitronenfalter oder das Tagpfauenauge. Für sie stellt diese Zeit ihren letzten Lebensabschnitt dar. Geduldig haben sie an warmen und trockenen Stellen den Winter überdauert, um sich nun frühzeitig im Jahr paaren zu können. Auch die Vogelwelt erwacht zu neuem Leben. Jetzt ist die Zeit für eine morgenliche Vogelstimmenexkursion. Am besten laßt ihr euch morgens vom Rotkelchen wecken, steckt ein paar Sachen zum Frühstück in den Rucksack und sucht einen schönen, vielleicht exponierten Platz in eurer unmittelbaren Nähe. Wenn ihr euch beeilt seht ihr noch den Sonnenaufgang. Wer die Vogelstimmen genau bestimmen will, kann dies mit einere Vogelstimmenkassette probieren (z.B. "Die Vogelstimmen Europas" von Kosmos ) Achtet nicht nur auf die Singvögel. Viele Zugvögel kehren im März und April zurück. Unübersehbar hierbei sind die elegante Rauchschwalben. Aber wer bemerkt schon die heimliche Ankunft von Bachstelze oder Fliegenschnäpper? Ihr werdet erstaunliches herausbekommen. z. B. schaffen es manche Vogelarten b(wie die Küstenseeschwalbe) jedes Jahr auf den Tag genau zur selben Zeit heimzukehren.

Mit Naturkunde beschäftigt sich der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung (DJN) genauso wie mit den aktuellen Umweltproblemen und der Umweltpolitik. Auf internationalen zweiwöchigen Sommerlagern in ganz Deutschland erkunden 15-20 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 25 Jahren die Natur und versuchen ökologische Zusammenhänge zu begreifen. Denn das Motto heißt: "Nur was man kennt, kann man schützen!"
Wenn auch ihr Lust bekommen habt, Informationen über andere DJN - Veranstaltungen oder Ortsgruppen wollt, so schreibt an:
Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Justus-Strandes-Weg 14, 22337 Hamburg.

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