Sprudelndes Leben in Flüssen und Bächen!
Der goldene Herbst verwandelt Berge, Wiesen und Auen in ein buntes Farbenmeer. Die Tage werden kürzer und die schwächer werdenden Sonnenstrahlen vermögen kaum die kühle Morgenluft zu vertreiben. Beeren, Obst, Pilze und andere Naturschätze leuchten uns entgegen und laden zum Verzehr ein.
Aber auch in anderer Hinsicht hat die Natur im Herbst einige Besonderheiten zu bieten. Gerade in dieser Zeit führen die Flüsse und Bäche oft sehr wenig Wasser. Nach Abstürzen, Wehren und Mühlen finden sich oft großflächige Sand- und Schlammablagerungen in denen sich das Leben tummelt. Auch unter Steinen und in Wasserpflanzen halten sich sehr viele Wassertiere auf. Ohne große Mühe und ausgerüstet mit dem Buch "Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher" oder "Süßwassertiere" von Helmut Schwab kann man die Wassertiere bestimmen und sich über ihre Lebensweise informieren. Wußtest Du schon, daß Kocherfliegen richtige kleine, an Steine festgemachte Netze bauen können oder daß es auch nur im Wasser lebende Wanzen, Spinnen und Käfer gibt? Zum Aufbewahren und Sammeln leisten Döschen, umsonst beim Photoladen, gute Dienste. In flachen hellen Margarinebecher und anderen Schalen kann man in Ruhe das Wasserleben beobachtenund mit einer Lupe genauer betrachten.
Falls Du ein wenig mehr Erfahrung hast, kannst Du am besten in einer Gruppe eine einfache Saprobien-Bestimmung vornehmen. Dazu sucht ihr nach einer festen Methode Steine ab und keschert mit einem alten Küchensieb durch Sand und Wasserpflanzen. Eingeteilt in vier Stufen erhält man nach kurzer Rechnerei die Gewässergüte. Besonders lohnend ist der Vergleich zwischen Proben ober- und unterhalb von Einleitungen. Diese recht einfache Methode der Saprobien-Bestimmung stammt von MEYER und wird in dem Buch "Süßwassertiere" beschrieben. Falls Du ein richtiger Limno-Freak bist, kannst Du in Nabei Nr. 26 einiges über die Methode und deren Ergebnisse von der Murg-Tour erfahren.
Mit Limnologie beschäftigt sich der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung (DJN) genauso wie mit den aktuellen Umweltproblemen und der Umweltpolitik. Auf internationalen zweiwöchigen Sommerlagern in ganz Deutschland erkunden 15-20 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 25 Jahren die Natur und versuchen ökologische Zusammenhänge zu begreifen. Denn das Motto heißt: "Nur was man kennt, kann man schützen!"
Wenn auch ihr Lust bekommen habt, Informationen über andere DJN - Veranstaltungen oder Ortsgruppen wollt, so schreibt an:
Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Justus-Strandes-Weg 14, 22337 Hamburg.