Es ist Winter, draußen regnet es (wenn es wenigstens schneien würde!) und die Lust, raus zu gehen schwindet von Tag zu Tag. Aber man kann sich auch einmal ein anderes Exkursionsziel suchen: das eigene Haus. Besonders im Winter verkriechen sich in und an unseren Häusern alle möglichen Tiere. Andere wohnen das ganze Jahr über in Häusern. Das sind z.B. die Hausspinne, Kellerassel, Hausmäuse, ... Sie finden hier eine Untekunft, die in ihrem Klima dem Mittelmeerraum ähnelt: trocken und warm. Je nach ihren Klimabedürfnissen verkriechen sich viele weitere Tierarten im Keller, den Wohnräumen und auf dem Dachboden. Eine Hausdurchsuchung lohnt sich. Wer die Tiere weiter bestimmen will, kann dies mit der "Exkursionsfauna von Deutschland" von E. Stresemann versuchen.
Wer es trotz dem Wetter vorzieht raus zu gehen, kann sich mit Flechten und Moosen vergnügen. Sie sind das ganze Jahr über zu finden, also auch im Winter. Flechten sind Anzeiger für Luftverschmutzung: in den Zentren von Großstädten gibt es Flechtenwüsten, in denen alle Flechten ausgestorben sind. Je besser die Luft zum Stadtrand hin wird, desto mehr Flechtenvorkommen kann man beobachten. Man kann richtige Flechtenkarten erstellen. Dabei teilt man die Flechten der Einfachheit halber nur in drei Hauptgruppen ein: Krustenflechten liegen auf der Unterlage ( Stein oder Holz ) ganz fest auf. Sie müßen beim abnehmen zerstört werden. Blattflächten sind, wie der Name schon sagt blattförmig, mehr oder weniger gewellt und lassen sich mit dem Messer abnehmen. Strauchflechten ähneln kleinen Büschen, Bäumchen oder herabhängenden Bärten.
Mit Naturkunde beschäftigt sich der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung (DJN) genauso wie mit den aktuellen Umweltproblemen und der Umweltpolitik. Auf internationalen zweiwöchigen Sommerlagern in ganz Deutschland erkunden 15-20 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 25 Jahren die Natur und versuchen ökologische Zusammenhänge zu begreifen. Denn das Motto heißt: "Nur was man kennt, kann man schützen!"
Wenn auch ihr Lust bekommen habt, Informationen über andere DJN - Veranstaltungen oder Ortsgruppen wollt, so schreibt an:
Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Justus-Strandes-Weg 14, 22337 Hamburg.