Der Infodienst für aktive UmweltschützerInnen
Frühjahr 1998

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Wasser

Wasser

 

Materialien

 

Eine Übersicht über die Wasserabgaben der Budnesländer findet sich in der baden-württembergischen Landtags-Drucksache 12/1935 vom 12.9.97 (aufgrund einer GRÜNEN-Anfrage.

 

 

 

Vom Bundesumweltministerium stammt der neue Umweltforschungsplan, wo etliche Forschungsvorhabenim Bereich Wasser enthalten sind. Bestellen beim BMU oder über http://www.umweltbundesamt.de

 

 

 

 

 

 

 

Wettbewerb

 

"Blauer Planet" heißt ein Wettbewerb des Deutschen Naturschutzrings und der Firma Gerolsteiner. Einsendeschluß ist der 31.3. Eingereicht werden können alle Arbeiten, die zum Wasserschutz beitragen, auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung.

Info: Jury "Blauer Planet"
c/o pr Bonn
Adenauerallee 266-268
53113 Bonn

 

 

 

 

 

Themenredaktion "Wasser"

 

Wir warten sehnsüchtig ...

Hessen plant Absenkung des Gewässerschutzes bei Eigenverbrauchstankstellen

tatt wie bisher für Diesel-Verbraucher-Tankstellen mit einem Jahresverbrauch von 40000 Litern sollen die vereinfachten Anforderungen des Gewässerschutzes nun auch für Anlagen mit Jahresverbrauch bis zu 100000 Litern gelten. Nur Baden-Württemberg plant dasselbe. Mit Ausnahme von dreien sehen alle anderen Bundesländer den Schwellenwert von 40000 Litern vor. Der Hessische Landtag hat noch nicht endgültig entschieden.

Quelle: Schreiben des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit vom 12. Januar 98.

 

Baden-Württemberg hebelt Wasserwirtschaftsverwaltung aus

Mit dem "Wasserrechtsvereinfachungsgesetz" soll statt staatlicher Kontrolle künftig die Eigenverantwortung der Industrie den Gewässerschutz gewährleisten. Bislang erforderliche wasserrechtliche Erlaubnisverfahren werden durch reine Anzeigeverfahren ersetzt. Schließlich sollen Aufgaben der Höheren Wasserbehörden auf Landkreise und kreisfreie Städte übertragen werden. Doch die dort angesiedelten Unteren Wasserbehörden sind mit den zusätzlichen Aufgaben überlastet. Die Konsequenz aus allem: Gewässerschutz wird auf Gedeih und Verderb vom guten Willen der Industrie abhängen.

Quelle: BBU Wasserrundbrief 15.12.97.

 

Industrie betriebt eigenen Gewässerschutz

Zukünftig kommt es in Baden-Württemberg vor Ausweitung und Neuausweisung von Wasserschutzgebieten zu einer obligatorischen Anhörung der örtlichen Industrie- und Handelskammer. Die Kammern freuen sich darauf, korrigierend eingreifen zu können. Nach ihrer Aussage kann nur so ausgeschlossen werden, daß ökologisch notwendige Schutzgebietsausweisungen zu gravierenden Nachteilen für die heimische Wirtschaft werden.

Quelle: BBU Wasserrundbrief 15.12.97.

 

Griefahn warnt vor überzogenem Wattenmeerschutz

Im Zusammenhang mit der Unterzeichnung des trinationalen Wattenmeerschutzplanes durch Dänemark, Niederlande und Deutschland im Oktober 97 kam nicht nur aus Reihen von Industrie, Kommunen, Fischern, Parteien und Fremdenverkehrsverbänden Kritik. Angesichts deren mürrischer Stimmung und der bevorstehenden Landtagswahl warnte die Umweltministerin und ehemalige Greenpeacerin Griefhan vor einer überzogenen Schutzkonzeption. Dabei ist sowieso nur der Minimalkonsens in Form einer Absichtserklärung festgehalten worden. Es fehlt die bindende Wirkung ebenso wie Regelungen zu Konfliktbereichen wie die Vertiefung von Flußmündungen.

Quelle: BBU Wasserrundbrief 15.12.97

 

EU-Wasser-Rahmenrichtlinie weiter in der Schwebe

Der Entwurf der EU-Kommission für eine Wasser-Rahmenrichtlinie ist bislang massiv kritisiert worden. Die Richtlinie enthält nur unbestimmte Rechtsbegriffe aber keinerlei Grenzwerte mit EU-weiter Gültigkeit. Nun schlägt die EU-Kommission vor, die Grenzwertrichtlinie aus den 70er Jahren in die neue Regelung aufzunehmen. Sie sieht vor, daß schrittweise 30 ausgesuchte Schadstoffe mit Grenzwerten belegt werden (sog. Einzelstoffansatz). Umweltverbände kritisieren die fehlende Bandbreite des Ansatzes. Vorbeugender Gewässerschutz, der sich auf die Gesamtmenge schwer abbaubarer Abwasserinhaltsstoffe bezieht, ist so nicht möglich. Schon vor 20 Jahren hat sich herausgestellt, daß die alte Grenzwertrichtlinie zu endlosen Debatten über den genauen Gefährlichkeitsgrad jedes Einzelstoffes führt. In den 80er Jahren wurde das Konzept daher schließlich nicht mehr umgesetzt.

Quelle: BBU Wasserrundbrief 12.12.97.

 

1,5 Millionen Vertriebene = 120 Arbeitsplätze?

Schmal, aber 600 Kilometer lang, wird der Jangtsekiang-Stausee in China. Das "zerstörerischste Kraftwerkvorhaben aller Zeiten" vertreibt rund 1,5 Millionen Menschen. Dafür bietet es nun 120 Schweizern 6 Jahre lang Arbeit wegen Lieferung von Generatoren. Aber auch deutsche Firmen verdienen an der Zerstörung. Die Bundesregierung stellt Ausfallbürgschaften für die Lieferung von Staudammteilen durch deutsche Firmen. Dabei läßt sie international abgesprochene Umwelt- und Sozialstandards außer acht. Mit 1,3 Mrd. DM wurden 14 Turbinen und Generatoren von Siemens und Voith sowie Kräne von Liebherr abgesichert, ohne das Parlament zu informieren. Die Weltbank hatte eine Bürgschaft für das Staudammprojekt wegen ökologischer und sozialer Bedenken abgelehnt. Die Risiken hierzulande trägt die/der SteuerzahlerIn.

Quelle: BBU Wasserrundbrief 26.11.97.

 

Brent Spar doch besser versenken?

Um einen Dialog einzuleiten, hat der Öl-Multi Shell während der letzten Monate in mehreren europäischen Ländern Seminare mit MultiplikatorInnen aus Umweltszene, Wissenschaft und Politik durchgeführt. Unter der Leitung professioneller ModeratorInnen sollte die ökologisch verträglichste Entsorgungs- bzw. Recyclinglösung gefunden werden. Ergebnis: die Tiefseeversenkung sei letztlich doch die umweltverträglichste Variante. Informationen über Seminarverläufe und -ergebnisse kostenlos erhältlich bei: Deutsche Shell AG, Unternehmenskommunikation und Wirtschaftspolitik, z. Hd. Thomas Müller, Überseering 35, 22297 Hamburg, (040)6324-5661, Fax -5667.

Quelle: BBU Wasserrundbrief 23.11.97.

 

Klärschlammvererdung in Schilfbeeten

1996 wurde in Emden mit Erfolg eine 4 ha große Schilfbeetanlage zur Vererdung der Klärschlämme in Betrieb genommen. Sie nimmt die Schlämme der auf auf 90000 Einwohner ausgelegten Kläranlage auf und wandelt diese in humusartiges Erdmaterial von seuchenhygienischer Unbedenklichkeit um. Daß sich eine derartige Klärschlammveredelung auch in großen Anlagen gegenüber konventionellen Behandlungsmethoden als sehr wirtschaftlich erweist, erläutern Udo Pauly et al. in ihrem Aufsatz: "Zehn Jahre Klärschlammvererdung in Schilfbeeten". Informationen bei: Dr. Udo Pauly, Ingenieurgesellschaft für Umweltplanung mbH, Karlsbrunnenstr. 11, 37249 Neu-Eichenberg, (05542)4004, Fax -71863.

Quelle: BBU Wasserrundbrief 9.11.97

 

Informationen zur Regenwasserversickerung

Organisiert von der Angewandten Bodenkunde der Universität Essen fand im Oktober 97 eine Tagung zum Thema "Rgenwasserversickerung und Boden" statt. Schwerpunktthemen waren: Stadtböden und ihre Charakteristika, Methoden zur Erfassung der Versickerungseignung, Bemessung von Versickerungsanlagen und Bodenschutzaspekte. Der Tagungsband ist erhältlich über: Bundesverband Boden e.V., Schildhornstr. 73, 12163 Berlin, Tel. und Fax (030)7929664.

Ein neues Infoblatt über naturnahe Regenwasserbewirtschaftung nach dem Mulden-Rigolen-System ist kostenlos erhältlich bei: BINE-Informationsdienst, Melchenstr. 57, 53129 Bonn, (0228)2320-86, Fax -89.




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Zuletzt überarbeitet am 5. Mai 1998
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