Der Infodienst für aktive UmweltschützerInnen
Frühjahr 1998

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Anti-Atom

Anti-Atom

 

Adressen Ahaus

 

BI "Kein Atommüll in Ahaus", Bahnhofstr. 51 (Postfach), 48683 Ahaus, Tel. 02561/961791, Fax 961792

UWG Ahaus: D. Homann, Schmalenrothstr. 23, 48683 Ahaus, Tel. 02561/971899, Fax 40713

UWG-Jugend Ahaus, U. Kemper, Bussardweg 27, 48683 Ahaus, Tel. 02561/41993

INFAM (Initiative für ein atomfreies Münsterland), PF 1632, 48666 Ahaus, Tel. 02566/96394

Bündnis gegen Atomtransporte Münster, P. Bölling, KSG Münster, Frauenstr. 3-7, 48143 Münster, Tel. 0251/130443

WIGA Münster, Umweltzentrum, Scharnhorststr. 57, 48151 Münster, Tel. 0251/521112, Fax 531599

 

 

 

 

 

 

Themenredaktion

 

Bernd Hanewald

Hermann-Levi-Str. 9

35392 Gießen

Tel. und Fax 0641/29125

bernd.hanewald@med.uni-giessen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen zum Text

 

1 - Bayrischer Haushalt 1997, 16. Kap. 15 12 Tit. 71402, 3. Finanzierung, Seite 61.

2 - Süddeutsche Zeitung vom 25.3.97: Studenten müssen für Reaktorpläne büßen.

3 - Süddeutsche Zeitung vom 30.1.96.

4 Eberhard Schomer, Siemens AG, in atw. Internationale Zeitung für Kernenergie 8, 9. August 1997

Hintergründe zum Transport

AKW Gundremmingen

344 MW Siedewasserreaktor in Gundremmingen, östlich von Günzburg (zwischen Ulm und Augsburg).

Gundremmingen war und ist immer wieder Vorreiter. In letzter Zeit z.B. Weltpremiere für den Einsatz von MOX-Brennelementen in großen kommerziellen Siedewasserreaktoren. 1993 schickte Gundremmingen die ersten Atomtransporte in die damals noch nicht genehmigte neue Anlage Thorp II in England. Block A war 1966 schon Vorreiter: Das erste große AKW der BRD war gar weltweit das allergrößte. 1975 dann die ersten AKW-Toten in Deutschland: Vier Liter radioaktiver Dampf traten aus dem Primärkühlkreislauf aus, zwei Arbeiter wurden vom Dampf verbrüht und starben. Die nächste Panne 1977: Beide vom AKW wegführenden Stromleitungen rissen. Damit hatte damals niemand gerechnet - aber das "Restrisiko" ist nunmal unkontrollierbar - und 200 Kubikmeter stark radioaktives Wasser strömten aus dem Reaktorgefäß.

Gegenwärtig findet jeden Sonntag um 15 Uhr eine Mahnwache vor dem AKW-Haupteingang statt.

Kontakte: Mahnwache Gundremmingen, c/o Carl-Kabat-Haus, PF 90, 73555 Mutlangen, Tel. 07171/742 63

AKWeg Initiative Ulm, c/o VzF, PF 42 46, 89032 Ulm, Info-Tel. 0731/5022406

 

AKW Neckarwestheim

1365 MW Druckwasserreaktor bei Neckarwestheim / Gemmrigheim, zwischen Ludwigsburg und Heilbronn. Das Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH (GKN) erzeugt ein Drittel des baden-württembergischen Stroms - bei nicht gegebener Standsicherheit: Absacken des GKN 2 - Kühlturms um über 14 Zentimeter, Störzone unter dem Maschinenhaus. Mit aufwendigen Betoninjektionen und künstlichem Senken des Grundwasserspiegels wollen die Betreiber das Problem vertuschen. Gegenwärtig rechnen BI´s mit einem baldigen Antrag auf Errichtung eines Zwischenlagers in Neckarwestheim.

Der nächste Sonntagsspaziergang findet am 1. Februar statt, Treffpunkt um 14 Uhr am Bahnhof Kirchheim/N.. Ab dem 22. Februar finden die Sonntagsspaziergänge bis zum CASTOR-Transport jeden Sonntag statt. Die weiteren Vorbereitungen gegen den angekündigten Castor-Transport nach Ahaus (GKN 2) und gegen Sellafield-Transporte (GKN 1) laufen ...

Kontakt: Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar, B. Flottmann, Wasenstr. 9, 74366 Kirchheim, Tel. 07143/92055, Fax 33274

Castor-Widerstand Neckarwestheim, c/o Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg

Tübinger Initiative gegen Atomanlagen (TAIGA), Infocafé, Schellingstr. 6, 72072 Tübingen

 

Brennelement-Zwischenlager Ahaus (BZA)

Das Zwischenlager liegt 2 km westlich der Stadt Ahaus, inmitten eines landwirtschaftlichen Nutzungsgebietes der Bauernschaft Ammeln. Die Lagerhalle ist zur Zeit genehmigt für 1500 t radioaktiven Schwermetalls (420 Behälterstellplätze) mit Brennelementen aus Leichtwasserreaktoren und Thorium-Hochdrucktemperaturreaktoren. Das BZA dient den laufenden AKW´s als Entsorgungsnachweis. Ausgediente Brennelemente müssen Zwecks Abkühlung 40 Jahre in einem Zwischenlager gelagert, danach in ein Endlager verbracht werden.

Der Widerstand in Ahaus wächst, fieberhaft wird auf den Tag X4 hingearbeitet. Adressen verschiedener aktiver Gruppen finden sich auf Seite 43.

Eine ausführliche Darstellung aller noch vorhandenen Atomanlagen in der BRD findet sich in: anti atom aktuell, Zeitung für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen, Nr. 82/83.

Bestellungen unter: anti atom aktuell, Helgenstockstr. 15, 35394 Gießen (5 DM + Porto), oder im Jahresabo (12 Ausgaben) für 60 DM.

 

Benefiz-Konzert zugunsten der Siemens-Boykott-Kampagne

Der "Arbeitskreis Leben nach Tschernobyl" veranstaltet gemeinsam mit der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) Studierendengruppe Gießen am 27.4.1998 ein Benefizkonzert im Audimax Giessen, Steinbacher Weg, ein Benefizkonzert mit folgenden Gruppen:

* Schlag 6 (A-capella-Gruppe des Marburger Blindengymnasiums)

* Total Oral (ebenfalls ein A-capella-Chor)

* Peter Damm und Orchester

* Hans-Dieter Hüsch (Kabarettist)

Der Erlös des Konzertes kommt der Siemens-Boykott-Kampagne sowie den Kindern von Tschernobyl zugute.

Kartenreservierungen unter: B. Hanewald, Tel./Fax 0641/29125

Koalition der atomfreien Länder (KOALA)

Die überparteiliche Plattform gegen Atomgefahren (P.L.A.G.E.), Österreich, hat in den vergangenen zwei Jahren das Langzeitprojekt einer "Koalition atomfreier Länder (KOALA)" entwickelt. Die Umsetzung ist bereits ein erstaunliches Stück weitergekommen.

Geht es nach der Bevölkerung einzelner Länder, hat Österreichs atomkritische Politik weitaus mehr Verbündete als die Atomwirtschaft. Dennoch steht Österreich mit dieser Politik vordergründig oft alleine da ? auf der offiziellen staatlichen Ebene. Österreichische EntscheidungsträgerInnen haben das wiederholt beklagt. Doch es gibt eine Reihe potentiell verbündeter Staaten, um Österreichs ? und deren eigene ? scheinbare Isolation in eine grenzüberschreitende politische Kraft umzuwandeln. Hier ist internationale Vernetzung gefragt.

Kontakt: Überparteiliche Salzburger Plattform gegen Atomgefahren (P.L.A.G.E.), Zukunftswerkstatt Energie, Arenbergstr. 10, A-5020 Salzburg, Tel. 0662/643567, Fax 6437344

 

Frühjahrskonferenz in Erfurt

In den Diskussionen nach der Herbstkonferenz hat sich in der schon gebildeten Vorbereitungsgruppe neben vielen anderen Punkten schon die Einigung ergeben, daß es auch(!) um die Situation im Osten gehen soll, z.B. in der Ex-DDR und Osteuropa im Hinblick auf Atommafia und Anti-AKW sowie weitere soziale Bewegungen.

Wer Kontakte nach Osteuropa hat, wende sich bitte an: Thüringer Anti Atom Plenum, c/o Offene Arbeit, Allerheiligenstr. 9, 99084 Erfurt, Tel. 0361/6422661.

 

Siemens Nuklear

Der alternative Geschäftsbericht über die Atomgeschäfte der Siemens AG ist erschienen. Mit 44 Seiten

* Hintergründen über die Atompolitik der Siemens AG

* Darstellung der Risiken und Störfälle in laufenden Siemens-Reaktoren

* Boykottanleitung

* über das Geschäft mit der Nachrüstung

* und zu Entwicklung und Bau neuer Siemens-AKW´s.

Preis pro Stück: 6 DM (Leider!Leider!-Preis), 10 DM (Normalpreis), 20 DM (Soli-Preis)

Bestellungen an: Koordinationskreis Siemens-Boykott, Friedrichstr. 165, 10117 Berlin, Tel: 030/204 47 84, Fax 204 47 85, Siemens-Boykott@t-online.de

IPPNW: "Helmut Kohls Atompolitik rechtskräftig verurteilt"

Anläßlich der Entscheidung des Berliner Bundesverwaltungsgerichts gegen das in einem erdbebengefährdeten Gebiet errichtete Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich erklärte die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW:

"Mit dieser Entscheidung haben die Bundesrichter die fahrlässigen Kungeleien zwischen Staat und Atomwirtschaft und somit Helmut Kohls Atompolitik rechtskräftig verurteilt. Kohl als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz war persönlich verantwortlich für den Fall Mühlheim-Kärlich. Beim damaligen Genehmigungsverfahren und bis zum heutigen Tag tut der Kanzler alles, um die Interessen der Atomwirtschaft gegenüber den Interessen der Bevölkerung durchzusetzen. Seine Bundesregierung schafft nicht nur ein Atomrecht, das dem erklärten Willen der Bevölkerung widerspricht. Sie beugt mit ihren Genehmigungsbehörden sogar immer wieder das von ihr geschaffene Atomrecht.

In den 70er Jahren setzte sich Kohl zugunsten von Mülheim-Kärlich über Recht und Gesetz hinweg. In den 90er Jahren bemüht sich die Regierung Kohl mit allen Mitteln um die Durchsetzung des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) von Siemens.

Die Erdbebengefahr im Rheingraben bei Mülheim-Kärlich führte nun zu einem bemerkenswerten Schritt der Judikative gegen die Atomwirtschaft und Atompolitik in diesem Land.

Nun ist die Bevölkerung aufgefordert, den nächsten Schritt zu tun: In diesem Jahr bietet sich die Gelegenheit, über eine neue Legislative und Exekutive die Vorstöße für eine Renaissance der Atomenergie zu verhindern und diesen Kanzler mit seiner Bundesregierung abzulösen. Nur so kann die längst überfällige Energiewende und die Stillegung der Atomanlagen eingeleitet werden."

Henrik Paulitz, IPPNW

 

Internationaler Kongreß: Die Wirkung niedriger Strahlendosen

Die gesundheitsschädliche Wirkung hoher Dosen ist allgemein bekannt. Dagegen gehen die Meinungen über die Wirkung kleiner Strahlendosen weit auseinander. Diese reichen von Vorstellungen einer biopositiven Wirkung bis hin zur überproportionalen Dosisabhängikeit des Strahlenschadens.

Kongreßprogramm:

* Folgen medizinischer Strahlenbelastung und Möglichkeiten der Dosisreduktion

* Brustkrebs und Mammographie

* umweltbedingte Strahlenbelastung

* Tschernobyl

* Strahlenbelastung am Arbeitsplatz

* biologische Mechanismen der Stahlenwirkung

* epidemiologische Studien.

Ort und Zeit: 18.-21.03.1998, Institut für Anatomie, Münster

Veranstalter: Institut für Strahlenbiologie, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V., Otto Hug Strahleninstitut, Dokumentationsstelle und Informationsstelle für Umweltfragen, IPPNW

Anmeldung an: Prof. Dr. W. Köhnlein, Institut für Strahlenbiologie der Uni Münster, Robert-Koch-Str. 43, 48149 Münster, e-mail: Kohnlein@uni-muenster.de




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Zuletzt überarbeitet am 5. Mai 1998
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