"Ende"-Text aus dem
"Frechen Umwelt-Info"
Ö-Punkte
am Ende ... was wächst aus der Asche?
Es
ist Schluß mit den Ö-Punkte in dieser Form (ob es eine andere
Form gibt, lasse ich mal offen). Es sind viele Dinge, die zusammenkommen.
Die katastrophalen Rahmenbedingungen (vom finanziellen Desaster bis zur
Lage der politsichen Bewegung, in der einfache und dumme Lösungsvorschläge
Hochkonjunktur haben und propagandistisch aufgeblähte Organisationen
ohne emanzipatorische Inhalte wie attac oder die Antideutschen Massenzulauf
haben) sind sehr entscheidend. Die Ö-Punkte hängen immer mehr
in der Luft, sind immer mehr die letzte breit angelegte offene Zeitung
- die aber keine Basis mehr hat. Teil meiner Wut sind auch die vielen
Zugriffe von außen, die ganzen Arschlöcher in der Bewegung,
die ihren Dominanzkult, ihren Drang nach Führung gegen alles wenden,
was unabhängig scheint ... der gewaltsame Rauswurf aus der anti atom
aktuell, die nie diskutiert wurde, sondern von einigen selbsternannten
Entscheidern (außerhalb der Redaktionen von Ö-Punkte und aaa)
gewaltsam und ohne Wissen der beiden Redaktion am Versandort durchgezogen
wurde; der Rauswurf aus Verteilern von Organisationen, die andererseits
aber sogar die Ö-Punkte mitmachten; die Diffamierungen wahlweise als
faschistisches, sexistischen, antisemitisches Blatt aus den Kreisen der
damit typischerweise Dominanzpolitik betreibenden politischen Gruppen.
Das trifft alles die Ö-Punkte nicht spezifisch, sondern ist Ausdruck
einer antiemanzipatorischen Linken, wie sind in Deutschland halt hegemonial
ist.
Ein
Grund waren auch etliche Mitwirkende der Ö-Punkte, die auf meine Kosten
ihre eigenen Sachen immer verschoben oder gar nicht gemacht haben. Es kostete
Nerven, Nächte und mehr.
So
ist ein Schlußstrich jetzt konsequenter als ein Weitermachen. Die
Idee einer Zeitung inmitten von Bewegung ist nicht möglich, wenn die
Bewegung gar nicht existiert. Würde ich weitermachen, wären die
Ö-Punkte fortan auch nur ein Beispiel unter vielen, daß politische
Bewegung in Deutschland ein Haufen konkurrierender oder nebeneinander agierender
Gruppen ist, die vor allem ihr Dasein als Zweck haben. Wir brauchen kreative
Bewegung von unten - daran muß zuerst gedacht werden. Eine Zeitung
kann dann wieder Teil des Ganzen sein.
Mit
dem Ende will ich ein bißchen Klartext reden, aber auch noch vermitteln,
daß ich nicht mit allen brechen will, die an diesem Projekt mitgewirkt
haben oder es vielleicht gemacht hätten – auch wenn es jetzt zu spät
scheint. Denn: Die Ö-Punkte sind ein Projekt gewesen, das es nach
der Lage von Bewegung nicht hätte geben können. Sicherlich
war ich der Hauptfaktor, daß es sie trotzdem gab. Aber auch viele
andere waren ein guter Teil davon - die autonomen Themenredaktion, strategisch
das Herzstück der Ö-Punkte ... wenn es tatsächlich kaum
mal soweit kam. Ich werfe an einem Zeitpunkt hin, wo ich noch Lust
auf Neues habe. Es gibt einige erste Ideen, die mir Lust machen, weiterzudenken
(siehe z.B. die Debatte unter „Organisierung von unten“ mit der Zeitungsidee
- in den aktuellen Ö-Punkten oder unter www.hoppetosse.net nachzuleseen).
Ich könnte mir ein kleines Ö-Punkte mit eingelegter Zeitung der
dort beschriebenen Art vorstellen. Die aktuellen Ö-Punkte sind
in der Endredaktion zu zweit entstanden. Es war extrem kreativer als sonst
- das wirft einen Blick auf eine zukünftige Situation, auf die ich
hoffe. Ein kreativ offener Kreis der freien Kooperation (also kein Apparat,
der konservativ das Alte bewahren will usw.). Guckt in die Ö-Punkte.
Die mittleren Seiten (das Spiel) sind das Produkt der letzten drei Tage
bei den Ö-Punkten ... neben dem Layout. Vielleicht könnt Ihr
den Hauch nachspüren, der hier im Haus wehte, als über dieses
Spielbrett gebeugt diskutiert wurde.
Ja.
Es soll nicht zuende sein und ich würde Euch gerne (und trotz dieser
Anpisse, die ich loswerden will nach den vier Jahren - und die nicht alle
trifft, ich denke, es werden alle wissen und selbst entscheiden, was sie
annehmen - oder ob überhaupt) mit Euch neu und weiter nachdenken,
kooperieren (bzw. erstmals KOOPERIEREN). Nichts spricht dagegen, auch andersherum
mal die Kritik auf den Tisch zu legen. Wer weiß, welchen Anteil an
all dem ich aus Eurer Sicht trage ... die spannende Frage aber ist: Was
wächst aus der Asche?
(Hinweis:
Ganz besonders am Herzen liegt mit die Diskussion um „Organisierung von
unten“ – siehe auch im Text über das Hoppetosse-Netzwerk in diesem
Heft ... dort ist auch eine neue Zeitung im Gespräch. Denkbar wäre
auch eine kleinere Umweltzeitung, die mit der neuen Zeitung zusammen erscheint.
Dann muß es aber eine umweltorientierte Redaktion dafür geben.
Auch das FUI wäre ein Kooperationsparter bzw. vielleicht die richtige
Zeitung, die in die Nachfolge der Ö-Punkte tritt ... ???)
|
Weitere
Informationen zum Hintergrund des "Endes"
The
end ...
Die
Ö-Punkte am Ende des vierten Jahres. Die Rahmenbedingungen sind abgesteckt:
Die Ö-Punkte erreichen etwas mehr als 10.000 Adressen fest. Sie sind
immer wieder zum Streitobjekt geworden mit den emanzipatorischen Ökologiepositionen,
die nicht in den mainstream der Zeit passen, wo immer alles schön
einfach sein muß (ja oder nein, schwarz oder weiß – gut oder
böse). Die Ö-Punkte haben eher Diskussionen angeregt und dokumentiert.
Folge: Jede und jeder konnte Texte finden, mit denen mensch die Ö-Punkte
diffamieren konnte.
Die
Finanzen: Ein Desaster – die Projektwerkstatt und in ihr eine die Ö-Punkte
arbeitsmäßig oft allein tragende Person zahlen pro Ausgabe 5000
bis 7000 DM drauf, die über Büchertische, Vortragshonorare usw.
gedeckt werden müssen. In den letzten beiden Jahren haben AbonnentInnen
immer wieder kleine Summen gespendet, zwischen 10 und 100 DM. Das hat etwas
geholfen.
Die
Arbeitsstruktur: Das Modell der autonomen Themenredaktionen ist einmalig.
Die Autonomie ist gewährleistet in einem abgesprochenen Rahmen. Die
Themenredaktionen füllen den auch aus. Aber – das was sie liefern
und wie sie es liefern, ist immer wieder unter aller Sau. Bei jeder Ausgabe
hat die Mehrheit der Redaktionen versagt. Abgesprochen war, daß ein
Autonomierahmen von 12.000 Zeichen existiert (= zwei Seiten), einzuschicken
zu einem vereinbarten Termin, möglichst mit Bildern und Layoutvorschlägen,
auf jeden Fall aber korrigiert. Termine und Zeitschriftenschau gehören
zu jeder Rubrik. Die Wirklichkeit: Nur ca. ein Drittel hält den Termin
ein, die letzten Beiträge kommen in der Regel 2-3 Tage vor Druck (der
vereinbarte Termin liegt immer 2 Wochen vor dem Druck). Ebenfalls ca. ein
Drittel (aber nicht dasselbe) trifft ungefähr die 12.000 Zeichen.
Die Abweichungen sind teilweise riesig, also mal unter 6.000 Zeichen oder
auch mal 20.000 Zeichen und mehr. Die Begleitkommentare zeugen davon, wie
gedacht wird: „Leider ein bißchen zuviel“ zu 26.000 Zeichen! „Leider
nicht mehr dazu gekommen, Korrektur zu lesen“ zehn Tage nach dem vereinbarten
Termin. Alte Texte werden verwendet oder einfach nur die Mitteilungen der
eigenen Organisation abgegeben – null Rundumblick zum Thema Terminlisten
und Zeitschriftenschau fallen oft ganz weg – offenbar ist das zuviel Mühe.
Verwendet wird das, was im eigenen Kreis ohnehin vorliegt, recherchiert
wird eher nicht.
Die
Konsequenz trifft immer die eine Person, die einem Fußabtreter gleich
das ausmerzen muß, was die Redaktionen versauen. Im Laufe der vier
Jahre hat es ständig Appelle und Bitten gegeben, daß die Themenredaktionen
Material abgeben, was nicht noch umfangreich bearbeitet werden muß
– und das auch noch viel zu spät. Die Kommentare daraus waren oft
arrogant und egoistisch. Das Projekt war kein gemeinsames. Die Autonomie
wurde ausgenutzt, nicht genutzt.
...
is the beginning?
|
Der "Ende"-Text an die
Themen-Redaktionen ausgewählte Reaktionen aus der Redaktions-Mailingliste
...
Hallo,
wir
haben alles geschafft, die Ö-Punkte sind im Druck und werden wohl
morgen auch gedruckt vorliegen. Das Heft ist kreativer geworden, weil wir
zu zweit gearbeitet haben.
Ich
habe Euch (gemeint sind die Redaktionen, über diesen Verteiler geht
diese Mail auch) die letzten Tage im Unklaren gelassen über den weiteren
Gang der Dinge. Ich wollte nciht diese letzte Ausgabe auch noch gefährden.
Aber: Es ist Schluß der Ö-Punkte in dieser Form (ob es eine
andere Form gibt, lasse ich mal offen). Es sind viele Dinge, die zusammenkommen.
Die katastrophalen Rahmenbedingungen (vom finanziellen Desaster bis zur
Lage der politsichen Bewegung, in der einfache und dumme Lösungsvorschläge
Hochkonjunktur haben und propagandistisch aufgeblähte Organisationen
ohne emanzipatorische Inhalte wie attac oder die Antideutschen Massenzulauf
haben) sind sehr entscheidend. Die Ö-Punkte hängen immer mehr
in der Luft, sind immer mehr die letzte breit angelegte offene Zeitung
- die aber keine Basis mehr hat. Teil meiner Wut sind auch die vielen
Zugriffe von außen, die ganzen Arschlöcher in der Bewegung,
die ihren Dominanzkult, ihren Drang nach Führung gegen alles wenden,
was unabhängig scheint ... der gewaltsame Rauswurf aus der anti atom
aktuell, die nie diskutiert wurde, sondern von einigen selbsternannten
Entscheidern (außerhalb der Redaktionen von Ö-Punkte und aaa)
gewaltsam und ohne Wissen der beiden Redaktion am Versandort durchgezogen
wurde; der Rauswurf aus Verteilern von Organisationen, die andererseits
aber sogar die Ö-Punkte mitmachten; die Diffamierungen wahlweise als
faschistisches, sexistischen, antisemitisches Blatt aus den Kreisen der
damit typischerweise Dominanzpolitik betreibenden politischen Gruppen.
Das trifft alles die Ö-Punkte nicht spezifisch, sondern ist Ausdruck
einer antiemanzipatorischen Linken, wie sind in Deutschland halt hegemonial
ist.
Ein
Grund seid aber auch ihr - mit Ausnahmen. Es ist jetzt nicht wichtig, wer
genau was wo gemacht hat. Aber es ist mir weder gelungen, die Themenredaktionen
für mehr als Texteliefern zu gewinnen, noch habe ich das Gefühl,
daß die Ö-Punkte Euch am Herzen liegen (wie gesagt: das ist
pauschalisierend, ich sehe schon Unterschiede). Teilweise ist es eine bodenlose
Unverschämtheit gewesen, wie meine Belastbarkeit und mein Geduld von
Euch, die Ihr überwiegend keine AnfängerInnen seind, gnadenlos
ausgenutzt wurde. Der Schrott, den ich teilweise als Redaktionsbeiträge
bekommen habe, die offensichtliche Verwertung von Alttexten (noch nicht
einmal die veralteten Daten verändert) oder von Werbetexten zu eigenen
Organisationen, das Nicht-Recherchieren zum Thema, das eiskalte zuschicken
von viel zu langen, viel zu kurzen Texten, nicht korrekturgelesen, viel
zu spät - all das was der WICHTIGSTE Grund, warum mir oft der Spaß
gefehlt hat bei diesem Projekt. Ihr (jeweils ca. die Hälfte der Redaktionen,
durchaus wechselnd) habt mich immer wieder runtergerissen. Weil Ihr es
nicht wichtig fandet, einen Termin einzuhalten, der für Euch wenig
bedeutete, habe ich tagelang gezittert, Nächte durchgemacht und keinen
Spaß an den Ö-Punkten gehabt, weil ich immer Angst vor dem Scheitern
hatte (bis ich dann doch mühevoll alle Redaktionen zum Abliefern von
texten bewegen konnte) und weil es mich ANKOTZTE, daß ich mit einer
Woche Verspätung irgendwelche Texte bekomme, die dann offensichtlich
noch nicht einmal durchgelesen war.
BIN
ICH EUER ARSCH? IST DAS EINE KOOPERATION, WENN EINFACH AUF ANDERE ABGEWÄLZT
WIRD?
Ich
hatte nie Probleme damit, wenn sich mal jemand meldete und wir eine verspätete
oder veränderte Sache abgesprochen haben. Aber die Hälfte der
Redaktionen hat das standardmäßig gemacht. Dabei war immer klar:
Was Ihr versaut, müßt nicht ihr, sondern ich wieder rausholen.
Ich bin kein Arbeitnehmer (der etwas macht, weil er dafür bezahlt
wird), sondern ich muß einen Sinn in der Sache sehen und Spaß
daran haben. Und ich will das auch!
Was
soll ich sagen. Ich möchte nicht einfach enden. Ich möchte einen
Korridor für eine Diskussion über das „Weiter“ entfachen. Ich
möchte Euch auch nicht anbrüllen, daß Ihr lieber aufhören
sollt. Ich finde gut, daß und wo Ihr Euch engagiert. Aber ich möchte
nicht schweigen zu einer Art von Anti-Kooperation, die in der „Bewegung“
Alltag ist. Und auch bei den Ö-Punkten.
Freie
Kooperation ist etwas SOOOOOOOOOOOO anderes. Und die Ö-Punkte sind
nur ein Beispiel unter vielen, daß politische Bewegung in Deutschland
ein Haufen konkurrierender oder nebeneinander agierender Gruppen ist, die
vor allem ihr Dasein als Zweck haben.
In
diese Welt passe ich nicht. Mein Stil ist anders. Ich bin ohne die Ö-Punkte
noch ein Stück einsamer. Aber diesmal habe ich die letzte Nacht komplett
durchmachen müssen, weil der letzte Redakteur seinen Kram heute um
9.35 Uhr zu uns gemailt hatte. Um 9 Uhr fahren wir normalerweise zur Druckerei.
Die 35 Minuten sind nicht der Punkt, sondern daß alles kein Unfall
war, sondern ganz bewußt entschieden, die Dinge, die dann meinen
Spaß killen und meine Tage hier versauen, so durchzuziehen, weil
eigener Kram wichtiger ist. Weil Kooperation nichts zählt.
Diesmal
war es haarscharf. Es wurde jedes Mal schlimmer. Und ich wäre ziemlich
fertig gewesen nach drei Wochen intensiver Arbeit (nicht als Streß
- das ist eigentlich eine sehr, sehr coole Arbeit, all das zusammenzutragen,
zu layouten, mit Leuten, die vorbeikommen zu diskutieren - wenn da nciht
immer dieses Gefühl wäre, Fußabtreter zu sein für
andere, die ihre Probleme mal schnell auf mich abwälzen, wobei es
sich hier addiert), wenn dann alles nicht geklappt hätte. Es spricht
einiges dafür, daß es immer so weiter gegangen wäre. Daß
meine Belastbarkeit und Geduld einfach immer nur weiter ausgenutzt worden
wäre. Dann hätte ich aufgehört, wenn es nicht mehr gegangen
wäre.
So
ist es besser. Ich wollte ein bißchen Klartext reden, aber auch noch
vermitteln, daß ich nicht mit Euch brechen will. Denn: Die Ö-Punkte
sind ein Projekt gewesen, das es nach der Lage von Bewegung nicht hätte
geben können. Sicherlich war ich der Hauptfaktor, daß
es sie trotzdem gab. Aber auch Ihr ward ein guter Teil davon - die autonomen
Themenredaktion, strategisch das Herzstück der Ö-Punkte ... wenn
es tatsächlich kaum mal soweit kam. Ich werfe an einem Zeitpunkt
hin, wo ich noch Lust auf Neues habe. Es gibt einige erste Ideen, die mir
Lust machen, weiterzudenken (siehe z.B. die Debatte unter „Organisierung
von unten“ mit der Zeitungsidee - in den aktuellen Ö-Punkten oder
unter www.hoppetosse.net nachzuleseen). Ich könnte mir ein kleines
Ö-Punkte mit eingelegter Zeitung der dort beschriebenen Art vorstellen.
Die aktuellen Ö-Punkte sind in der Endredaktion zu zweit entstanden.
Es war extrem kreativer als sonst - das wirft einen Blick auf eine zukünftige
Situation, auf die ich hoffe. Ein kreativ offener Kreis der freien Kooperation
(also kein Apparat, der konservativ das Alte bewahren will usw.). Guckt
in die Ö-Punkte. Die mittleren Seiten (das Spiel) sind das Produkt
der letzten drei Tage bei den Ö-Punkten ... neben dem Layout. Vielleicht
könnt Ihr den Hauch nachspüren, der hier im Haus wehte, als über
dieses Spielbrett gebeugt diskutiert wurde.
Ja.
Es soll nciht zuende sein und ich würde Euch gerne (und trotz dieser
Anpisse, die ich loswerden will nach den vier Jahren - und die nicht alle
trifft, ich denke, es werden alle wissen und selbst entscheiden, was sie
annehmen - oder ob überhaupt) mit Euch neu und weiter nachdenken,
kooperieren (bzw. erstmals KOOPERIEREN). Nichts spricht dagegen, auch andersherum
mal die Kritik auf den Tisch zu legen. Wer weiß, welchen Anteil an
all dem ich aus Eurer Sicht trage ... die spannende Frage aber ist: Was
wächst aus der Asche?
Gruß
... Jörg Bergstedt
|
Hallo
Jörg.
Danke
für Deine Mail. Icj will Dir an dieser Stelle gratulieren für
Deine Entscheidung, mit den Ö-Punkten zu stoppen. Ich halte diese
Entscheidung für konsequent und nachvollziehbar.
>
BIN ICH EUER ARSCH? IST DAS EINE KOOPERATION, WENN EINFACH AUF ANDERE
>
ABGEWÄLZT WIRD?
Ich
glaube, und das beschreibst Du ja auch selbst, daß die Ö-Punkte
für viele der beteiligten (Themenredaktionen-MAcherInnen), twilweise
schon seit sehr langer Zeit, keine besonders wichtige bedeutung mehr hatten.
Die Themenredaktionstexte wurden dann nicht aus überzeugung gemacht,
sondern weilsja in so ner wie vondirbeschriebenen billigform kaum Abeit
ist und weil die Zeitung halt vielleicht subjektiv irgendwie auch ganz
nett ist (was das Gegenteil ist von wirklich gut) oder eben auch, weil
manche,wie ich dadhten, daß Dir diese Zeitung wichtig ist und mensch
desshalb, eben auch für Dich wweil Du diese Zeitung machen willst,
bereit ist, sich ab und zu fünf Stunden hinzusetzen. Seitdem
ich an dem Projekt mitgearbeitet habe war diese Zeitung glaub ich für
KeineN so wichtig wie für Dich Ne Basis für kollektive Arbeit
ist das genausowenig wie ne Basis für gute Arbeit.
Du
bist also nicht einfach „unser Arsch“. Wir sind alle gegenseitig unsere
ÄRsche, weil wir verschiedene Dinge wollen.
Ö-Punkte
war seit ich dabeibin nie ein kollektiver Prozess , höchstens stellenweise
ein Prozeß von zwei-drei LEuten.
DAher
finde ich Deine Entscheidung, das ganze nicht mehr zu machen, konsequent.
Wenn mensch kollektiv arbeiten will, dann geht das halt nur zusammen mit
LEuten, die das gleiche wollen und bereit sind da reinzuinvestieren. Das
ist ein Problem, daß ja nicht nur die Ö-Punkte betrifrft, sondern
ganz viele Gruppen, Projekte, Vernetzungen; meiner Wahrnehmung nach wahrscheinlich
nichtnur zufällig auch die meißten derjenigen Projekte, an denen
ich mit Dir zu tun hatte. Auch wenn die Lage vielleicht teilweise nicht
ganz so katastrophal wie bei den Ö-Punkten sind, sehe ich die Problematik
bei Projekten wie DAN, Hopetosse etc ähnlich.
Sich
an solchen Projekten als Vorantreibender zurückzuziehen ist wenn mensch
an kollektive Prozesse glaubt, die richtige Antwort. Oder mensch macht
halt bewußt n Sologang raus und es ist, weil mensch ein Projekt inhaltlich
gut findet, eben persönliche Angelegenheit. Machen ja die meißten
mal so und ich dachte du würdest Ö-Punkte auch schon lange so
betrachten...
F.
Hallo
liebe Ö-Punkte Schreiberlinge, ich will mich da mal ganz schnell auf
den Text von Jörg melden. Es war ja seit langen absehbar, dass sie
Ö-Punkte so nicht existieren können, dies war auch vielen seit
langem bewußt, insofern wundert mich das Mail von Jörg nicht.
Ich möchte allerding kurz auf die Kritik, von der ich mich auch persönlich
angesprochen fühle, eingehen:
1.
seit mindestens 2 Jahren sind die Ö-punkte für mich kein zentrales
Projekt mehr, damals habe ich versucht grundlegende Änderungen zu
erreichen, was alles abgelehnt wurde. Im Zuge dessen haben sich die Ö-Punkte
dann immer weiter in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Die Ö-Punkte
waren kein Vernetzungsblatt der Umweltbewegung mehr und die neue Ausrichtung
auf Widerstand und direkte Aktion entsprach zwar der Mehrheit der Redakteure,
aber traf nicht annäherd die Intressen der Umweltbewegung, die die
politische Bewegung war dagegen nicht an Umweltthemen interessiert. Insofern
ist es nicht verwunderlich, dass die Verteiler wegbrachen.
Ich
habe viele Leute miterlebt, die im Laufe der Zeit von dem Projekt abgesprungen
sind (bzw. ihr Engagement reduziert haben), weil sich sich darin nicht
mehr wiedergefunden haben. Das ist schade, weil es vor allem Leute betrifft
zu denen Ich Kontakt hatte, mei persönlicher Bezug zu den Ö-Punkten
wurde daher immer geringen.
2.
es ist realitätsfremd zu glauben ein Projekt nur wegen seines Inhaltes
am Leben halten zu können, wenn es keine (kaum) persönliche Bindungen
der AktivistInnen gibt wird dieses Projekt immer hinten anstehen. Die Redakteure
enger zusammenzubringen ist eben kaum passiert (was natürlich an uns
selber liegt). 3. treffen die Vorwürfe an die Redakteure glaube
ich nicht die Richtigen. Viele der Redakteure wurden mehr oder weniger
überredet eine Themenredaktion zu übernehmen, es wurde dann auch
nie klargestellt, dass dies auch viel Arbeit usw. bedeutet. Desweiteren
haben auch alle Redakteure ehrenamtlich gearbeitet und häufig noch
einiges an Privatgeld in das Projekt gesteckt. Ja, ich gebe zu, dass ich
häufig Dinge zu spät oder auch gar nicht geliefert habe, dafür
habe ich oft genug Anschiss egerntet. Das ich überhaupt so lange an
diesem Projekt mitgearbeit habe ist natürlich meine eigene Dummheit,
aber ich bin einfach nicht bereit mich da so anpissen zu lassen.
4.
Ich könnte auch noch diverse Dinge am Verhalten von Jörg kritisieren
(was ich auch in der Vergangenheit schon gemacht habe), da das sachlich
gesehen häufig schwer festzuhalten ist ist klar, aber Fakt ist, dass
viele Leute wegen Jörgs Verhalten abgesprungen, gar nicht erst aktiv
geworden sind oder ihre Aktivitäten eingeschränkt haben.
Dies
zeigt sich auch wieder in dieser Mail. Eigentlich unglaublich die an alle
möglichen Verteiler zu schicken, bevor wir das intern in den ö-Punkten
diskutiert haben.
Nun
ja ich hatte eh überlegt, das ich aus dem Projekt aussteigen will.
Grundsätzlich mache ich gerne Zeitungen auch eine kritische Umweltzeitung
wäre sinnvoll. Aber es muss mehr ein Projekt von meheren sein. wie
das umsetzbar sein könnte weiß ich nicht.
O.K.,
das ich meine erste reaktion
J.
Mit ein
paar Tagen „Verspätung“ aufgrund von unterwegs sein hier noch eine
Reaktion zur Tatsache der letzten Ausgabe:
Gründe
des Scheiterns bzw. Fragen dazu:
>
ich muß einen Sinn in der Sache sehen und Spaß daran haben.
Und ich
>
will das auch! (Jörg)
Das
gilt sicherlich für alle - oder? Frage also: wieviele Leute in den
Themenredaktionen haben ihre Arbeit wirklich in der Überzeugung gemacht,
damit etwas in ihren Augen Sinnvolles erreichen zu können? Und hatten
Spaß daran? Spricht in dieser Hinsicht jetzt nicht die Anzahl sowie
die Art und Weise der Reaktionen auch eine all zu deutliche Sprache?
Vorschlag: mehr Selbstreflexion, mehr gemeinsamer Austausch über den
Stand eines gemeinsamen Projektes, ohne ein Mindestmaß in diesem
Sinne (bei Ö-Punkten nicht gegeben) kein Projekt mehr durchführen.
> Freie
Kooperation ist etwas SOOOOOOOOOOOO anderes.
>
Die Ö-Punkte sind ein
>
Projekt gewesen, das es nach der Lage von Bewegung nicht hätte geben
können. (Jörg)
Aber
sie sollten Teil dieser Bewegung sein, zu mehr Kooperation und Vernetzung
anregen. Als solcher Teil ist man auch Teil der Probleme, die das Umfeld
drum herum kennzeichnen. Und diese Probleme verschwinden nicht allein dadurch,
daß man einen anderen Anspruch auf Zusammenarbeit etc. zu Papier
oder anderweitig in die Öffentlichkeit bringt. Frage also: Welchen
Umgang mit den Schwierigkeiten, die ja zu erwarten gewesen sind, haben
wir als direkt Beteiligte denn eigentlich vorgelebt? Welchen Atem für
eine längerfristige Überwindung der Probleme waren wir denn bereit
mitzubringen?
Konkrete
Vorschläge für zukünftige Kooperationsprojekte:
1.
mehr persönlichen Kontakt der Aktiven (s. Reaktion von J.)
2.
Bereitschaft zu einem wirklichen „Abarbeiten“ der Schwierigkeiten überprüfen.
Das
hieße u.a. zu Beginn eine gemeinsame Analyse der zu erwartenden Probleme,
Entwicklung einer Strategie des Umgangs mit ihnen und Erstellung eines
Überblicks über die dafür wohl erforderlichen Initiativen
und deren mögliche Aufteilung untereinander. In gewissen Abständen
müßten folgerichtig dann Treffen folgen, in denen Zwischenbilanz
gezogen wird.
> Die
Ö-Punkte waren kein Vernetzungsblatt der
>
Umweltbewegung mehr und die neue Ausrichtung auf Widerstand und direkte
>
Aktion entsprach zwar der Mehrheit der Redakteure, aber traf nicht annäherd
>
die Intressen der Umweltbewegung, die politische Bewegung war dagegen nicht
>
an Umweltthemen interessiert. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass
die
>
Verteiler wegbrachen. (J.)
Sicher
haben die Ö-Punkte in ihrem 4jährigen Bestehen eine Entwicklung
durchlaufen, aus der sich auch noch einmal Rückschlüsse auf zukünftige
Projekte ziehen lassen. Aber: wie tief waren sie zu Beginn wirklich mit
„der Umweltbewegung“ verknüpft? Was bitte sind „die Ziele der Umweltbewegung“?
Und: Ich habe „die neue Ausrichtung auf Widerstand und direkte Aktion“
nicht in dieser Form als dominant empfunden. Es hätte jederzeit die
Möglichkeit bestanden, andere Schwerpunkte zusätzlich einzubringen
und so die Atmosphäre in den Ö-Punkten insgesamt anders mitzuprägen
um z.B. auch die Verbindung in den Umweltbereich erneut zu verstärken.
Abschließend
ein anderer Umstand, den ich eher als Defizit der Ö-Punkte empfunden
habe: In Zeiten des Internet ist es mißlich, wenn ein Infodienst
letztlich quasi so agiert, als gäbe es das neue Medium nicht.
Ich bin kein Freund davon, nun alles auf den Computer zuzuspitzen. Aber
es fehlt ein Konzept einer klugen Aufgabenteilung, die die Stärken
jedes Mediums miteinander zu verbinden weiß. Ich habe auch (noch)
keins, daher einfach die Anregung, sich für zukünftige Projekte
ernsthaft(er) Gedanken zu machen.
Konkretere
Idee zum Schluß:
Die
Aufmerksamkeit hat sich in den letzten Jahren noch intensiver auf kurzfristige
Aktionen (Castor, Göteborg, Bonn, Genua, ...) konzentriert. Die Aufarbeitung
dieser Ereignisse findet angesichts schon wartender neuer kaum statt. Von
längerfristigen Perspektiven und einer Verknüpfung der verschiedenen
gesellschaftlichen Problemfelder mal ganz abgesehen. Was besser klappt
als zuvor bzw. klappen kann, ist das Herstellen einer selbstorganisierten
Medienpräsenz, die die aktuellen Ereignisse begleitet (z.B. durch
Indimedia). Was es noch nicht gibt, sind ebensolche selbst erstellten und
in die Öffentlichkeit getragenen Jahresrück- und perspektivische
Ausblicke. In diesem Punkt könnte auch zukünftig eine Art Zeitschriftenprojekt
Sinn machen und seine Verknüpfung mit anderen Medien finden.
T.
(Lübeck).
Hallo
Leute!
Ich
kann Jörg in seiner Wut und Trauer über das Ende der Ö-Punkte
aufgrund einer Szene, in der einiges ganz schief läuft, aus ganzem
Herzen zustimmen.
Ich
habe die Ö-Punkte immer als eines der ganz wenigen Organe gesehen,
dass unverwüstlich und erfrischend konsequent emanzipatorische und
libertäre Positionen vertrat und sie vor allem mit dem so unterrepräsentierten
Thema der Ökologie verband, die ja fast komplett in etablierte Verbände
und Ökokapitalismus abgedriftet sind.
Zudem
finde ich es schon bezeichnend, dass ausgerechnet die, die am meisten konkrete
Vorschläge machen und wirkliche Konzepte transportieren, am ehesten
aus einer Szene fliegen und ausgedünnt werden, während solche
polemischen Knallerbsen wie die Antideutschen, deren Polemik nicht mal
das Niveau von Kolumnen in schmierigen Punkzines erreicht mittlerweile
von allen hofiert werden, weil sie wissen, wie man dominant und geschickt
Autorität ausstrahlen kann, auch wenn man nur Absurditäten zu
vermelden hat. Denn Autorität im Sinne nachdrücklich vorgebrachter
Welterklärungsmuster, die möglichst einfache und klare Lösungen
oder Worte finden (egal worauf sie fußen) scheinen in „der Linken“
ja durchaus mehr Anklang zu finden als Menschen, die sich tatsächlich
herausnehmen, die Eigeninitiative der Menschen in ihre Konzepte nicht nur
aufzunehmen, sondern einzuplanen.
In
einer Veranstaltung, die wir von Imun mal mit Jörg in Bochum gemacht
haben, bellte ein aggressiver Alt-Kommie Jörg mit der Stammtisch-Phrase
„Dann musst du mal Konzepte vorlegen, Junge!“ an. Mal abgesehen, dass wir
den Mann für die erniedrigende Anredeformel Junge schon hätten
aus dem Fenster schmeißen sollen, hätte ich dem Mann am liebsten
alle Ö-Punkte, „Freie Menschen in freien Vereinbarungen“, Umweltschutz-von-Unten-Mappen,
Oekonux-Reader, Organisation-von-Unten-Handouts, Ökostrom-von-Unten-Papiere
und HierarchNIE-Texte um seine arroganten Ohren gehauen!!!!!
Aber
wie gesagt - wer wirklich Konzepte anbietet, hat es nicht leicht. Denn
diese Konzepte erfordern nunmal eine aktivere Beteiligung als eine einfach
zu konsumierende Demo oder nette Kampfsprüche für das Phrasenschwein.
Deswegen
beende ich diese Mail jetzt auch mal wieder mit einem konkreten Vorschlag,
da ich mir geschworen habe, auf der Mailingliste für kreativen Widerstand
niemals mehr irgendwas zu sagen, was keinen praktischen Vorschlag enthält.
Er
lautet: Wenn Ihr in Eurem Leben wirklich merkt, dass Ihr keine Zeit, keine
Lust oder keine Motivation habt, für eine Sache zu arbeiten und etwa
Artikel für ein Heft wie die Ö-Punkte abzuliefern, dann gebt
es Euch und Eurem Gegenüber offen zu, dass Ihr es nicht mehr leisten
könnt und lasst es lieber ganz, bevor Ihr einen Menschen, der sich
wirklich in die Sache reinkniet, mit notdürftig zusammengeflickten
Halbherzigkeiten in den Motivationsruin treibt! Keiner wird Euch dafür
den Kopf abreißen. Und mensch sollte nie nur aus Verpflichtungsgefühl
bei einem politischen Projekt bleiben...
liebe
Grüße
O.
Wie
so oft in meinen Leben habe ich wieder einmal etwas erst kennengelernt,
als es schon so gut wie tot war. Diesmal die Ö-Punkte.
Obwohl
ich aus der Dem-Zen-Ecke komme und mich mit Ökologie länger schon
nicht mehr eingehender beschäftigt hatte, gefielen mir die Ö-Punkte
auf Anhieb.
Gut,
bei den Utopien etc. ging ich nicht konform, aber hier wurden wenigstens
endlich mal wieder welche eingefordert. Außerdem gab/gibt es hier
Massen von Infos zu allen möglichen Themen. Auch wenn mensch davon
erst mal erschlagen wird, mensch muß ja nicht alles lesen.
Nun
soll es die Ö-Punkte nicht mehr geben. Schade.
Auf
der von Oliver beschriebenen Veranstaltung war ich auch und es war schrecklich.
Ein Haufen von Alt-Linken, die sich (wahrscheinlich nach ´89) ihr
Spezial-Thema gesucht hatten und am liebsten nur darüber reden wollten
bzw. dies ungemein wichtig fanden. Dann eine Diskussionskultur, die es
einen grausen lässt. Außerdem das Gefühl, das eigentlich
alle nur ihren Senf ablassen wollen und überhaupt nicht daran interessiert
sind, was die anderen sagen. Gut, auch wenn die Veranstaltung nicht perfekt
vorbereitet war und der Ablauf nicht ganz klar war: Hier zeigte die Linke
sich von ihrer schlechtesten Seite. Das wir doch was sinnvolles mitrausnehmen
konnten lag an wenigen Leuten.
Zu
den Ö-Punkten:
Jörg
muß sich aber auch schon fragen, warum er so lange ein so großes
Projekt am Leben erhalten hat. Seine Vorstellungen sind in Deutschland
nun mal nicht gerade Mehrheitsfähig. Was im Vergleich zu den Sozialismus-von-oben-Leuten
echt schade ist.
Außerdem
ist das eine Menge Arbeit und viele wollen zwar, können aber
nicht so wie sie wollen. Ich z.B. verspreche regelmäßig zu viel
als das ich das alles neben Arbeit, Beziehung, Fanzine, GIS leisten könnte.
Nicht alle meinen es also böse.
Nun
ist es m.E. nach an der Zeit zu schauen, wer will/kann wirklich weiter
machen und in welcher Form. Und vor allem, was ist realistisch!
Mit
traurigen Grüßen
B.
|
Da ich
es sehr schade fände, wenn es die Ö-Punkte in Zukunft nicht mehr
geben würde, habe ich einige Ideen gesammelt, wie man vielleicht ein
Konzept entwickeln könnte, mit dem es weitergehen kann.
Folgende
Probleme ergaben sich bisher:
-
Sehr viel
Arbeit hing an einer Person
-
Das Prinzip
der autonomen Themenredaktionen funktionierte nicht, weil die Leute, die
die Redaktionen betreut haben, nur unzureichend motiviert waren, zu wenig
Leute waren bereit, die Verantwortung für eine Redaktion zu übernehmen.
-
Die Themenbereiche
wurden entweder zu lang oder zu kurz abgegeben – mehr Aufwand für
die Endredaktion
-
Termine
wurden nicht eingehalten.
-
Es gab
einen sehr festen Terminplan (vier Ausgaben pro Jahr, Red.-Schluß
stand lang vorher fest), dadurch entstand viel Streß, wenn Beiträge
nicht rechtzeitig abgegeben wurden.
Deshalb
entstand bei mir folgende Idee: Es muss ein Konzept geben, bei dem jeder
gerade so viel macht, wie er für richtig hält. Sobald dann genug
Material für eine neue Ausgabe zusammen ist, wird diese fertiggestellt.
Es
könnte in etwa so aussehen:
Es
gibt ein Internetforum, in dem Beiträge für die verschiedenen
Rubriken reingestellt werden können. Dabei gibt es keine Beschränkung
für die Rubriken. Es gibt keine Themenredaktionen mehr, jeder kann
in jedem Thema Redakteur sein.
Ist
nun insgesamt genug Material für eine neue Ausgabe vorhanden, wird
das ganze Layoutet und geht in den Druck.
Daraus
würde natürlich folgen, dass die Themenbereiche immer sehr unterschiedlich
groß sind. Aber das wäre ja im Prinzip nichts schlechtes.
Problem
dabei ist sicherlich, dass in der Vergangenheit Jörg sich für
das Layout und Endredaktion viel Zeit freigenommen hat, und damit nicht
so flexibel war. Ob das lösbar ist, weiss ich nicht. Aber es wäre
doch mal eine Idee, die es wert wäre, auszuprobieren.
Ein
anderes Problem entsteht dadurch, dass Beiträge eventuell nicht mehr
aktuell sind, bis eine Ausgabe dann fertiggestellt ist. Wäre aber
wohl auch lösbar.
Ich
hoffe, ich konnte einige Anregungen geben, damit es weiterhin die Ö-Punkte
geben kann.
cu,
H.
ich
glaube Du hast hier mindestens einen wichtigen Punkt vergessen, nämlich
die Finanzierung und dabei gab es mindestens folgende Hauptprobleme:
-
durch
die relative Offenheit und ihrem Hang zur radikalen Positionen waren sie
weder Liebling von Förderern noch von AnzeigenkundInnen
-
Anzeigen
waren zwar möglich, jedoch war Hier eine besondere persönliche
Verbindung zum „Produkt“ Ö-Punkte und damit Überzeugungskraft
nötig. Anzeigenkunden fanden sich eher durch plitische Diskussionen,
als durch Auflagenhöhe oder Schwerpunktthemen. Diese Art von Anzeigenaquise
ist finde ich zwar spannend, aber auch ziemlich schwer und ich bin da an
den Verlagen (die ich eigentlich dafür geeignet halte) gescheitert.
Vor
allem aus diesem Grund finde ich Deine Idee sehr gut!
grundsätzlich
fänd ich es trotzdem gut, wenn es Themenredaktionen gibt, da sonst
einige Themen gar nicht mehr existieren und andere vielleicht zugemüllt
werden. Die Idee ist ja ein wenig ähnlich wie indymedia, wäre
zu prüfen, ob hier nicht eine Kooperation, Zusammenarbeit oder ähnliches
möglich wäre (immerhin sind da ja jetzt einige aus dem UVU-Zusammenhang
aktiv.
Hier
würde ich eher vorschlagen, dass es regelmäßige Rundmails
gibt (vielleicht monatlich oder noch öffter, was ja auch die Aktualität
erhöht), Dann wird es eventuell einige Themen immer geben und andere
nur ab und zu. Bei gedruckten Ausgaben würde ich eher dafür plädieren
die ganz anders zu gestalten und dazu fallen folgende grundsätzliche
Dinge ein:
-
Ich würde
vorerst keine Druckausgaben mehr machen wollen, deren Finanzierung nicht
sichergestellt ist
-
Die Erscheinungsweise
zu bestimmten Therminen hat natürlich Vorteile, da wir nur so z.B.
zu bestimmten Terminen, wie Klimakonferenz oder Castor (und nächstes
Jahr wäre ja der Umweltgipfel so ein Termin) rauskommen könnten,
was ich nachwievor bei aller Schwierigkeiten sinnvoll fänd.
-
Vielleicht
sollten wir uns einfach auf wenige Druckausgaben beschränken und diese
z.B. mit Kampagnen koppeln, dann könnte die Endredaktion auch wechseln
- zur Minimierung des Risikos wäre das Konzept der Themenredaktionen
zu überdenken. Ich würde dafür plädieren darauf in
der Druckausgabe vorerst ganz zu verzichten und aus Internet und Mailingliste
zu verweisen oder nur wenige wichtige Infos abdrucken
-
letzten
Punkt ist ist glaube ich auch insofern nicht mehr so dramatisch, da die
ursprüngliche Vernetzungsfunktion der Ö-Punkte so nicht mehr
da ist
Ich würde
auch gerne mal die BSÖ´ler auf der Liste fragen, ob nicht eine
Fusionierung der Ö-Punkte und des HUI möglich, denkbar bzw. gewollt
wäre, ich fänd das glaube ich gut
J.,
Bad Oldesloe
Einige
Leute überlegen, die Ö-Punkte als Onlinemagazin weiterzuführen.
Schaut regelmäßig auf www.oepunkte.de vorbei, um über den
aktuellen Stand informiert zu sein.
Wer
Interesse an Mitarbeit hierbei hat, kann sich bei hanno@gmx.de
melden.
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