Ö-Punkte: Das Ende

(Und ein erster Neuvorschlag ...)   (Zeitungsidee aus der Organisierung-von-unten-Debatte)
(Die "RandaleführerIn 1.2002" ... die Spieleidee aus den letzten Ö-Punkten lebt weiter!)

"Ende"-Text aus dem "Frechen Umwelt-Info"

Ö-Punkte am Ende ... was wächst aus der Asche?
Es ist Schluß mit den Ö-Punkte in dieser Form (ob es eine andere Form gibt, lasse ich mal offen). Es sind viele Dinge, die zusammenkommen. Die katastrophalen Rahmenbedingungen (vom finanziellen Desaster bis zur Lage der politsichen Bewegung, in der einfache und dumme Lösungsvorschläge Hochkonjunktur haben und propagandistisch aufgeblähte Organisationen ohne emanzipatorische Inhalte wie attac oder die Antideutschen Massenzulauf haben) sind sehr entscheidend. Die Ö-Punkte hängen immer mehr in der Luft, sind immer mehr die letzte breit angelegte offene Zeitung - die aber keine Basis mehr hat.  Teil meiner Wut sind auch die vielen Zugriffe von außen, die ganzen Arschlöcher in der Bewegung, die ihren Dominanzkult, ihren Drang nach Führung gegen alles wenden, was unabhängig scheint ... der gewaltsame Rauswurf aus der anti atom aktuell, die nie diskutiert wurde, sondern von einigen selbsternannten Entscheidern (außerhalb der Redaktionen von Ö-Punkte und aaa) gewaltsam und ohne Wissen der beiden Redaktion am Versandort durchgezogen wurde; der Rauswurf aus Verteilern von Organisationen, die andererseits aber sogar die Ö-Punkte mitmachten; die Diffamierungen wahlweise als faschistisches, sexistischen, antisemitisches Blatt aus den Kreisen der damit typischerweise Dominanzpolitik betreibenden politischen Gruppen. Das trifft alles die Ö-Punkte nicht spezifisch, sondern ist Ausdruck einer antiemanzipatorischen Linken, wie sind in Deutschland halt hegemonial ist.
Ein Grund waren auch etliche Mitwirkende der Ö-Punkte, die auf meine Kosten ihre eigenen Sachen immer verschoben oder gar nicht gemacht haben. Es kostete Nerven, Nächte und mehr.
So ist ein Schlußstrich jetzt konsequenter als ein Weitermachen. Die Idee einer Zeitung inmitten von Bewegung ist nicht möglich, wenn die Bewegung gar nicht existiert. Würde ich weitermachen, wären die Ö-Punkte fortan auch nur ein Beispiel unter vielen, daß politische Bewegung in Deutschland ein Haufen konkurrierender oder nebeneinander agierender Gruppen ist, die vor allem ihr Dasein als Zweck haben. Wir brauchen kreative Bewegung von unten - daran muß zuerst gedacht werden. Eine Zeitung kann dann wieder Teil des Ganzen sein.
Mit dem Ende will ich ein bißchen Klartext reden, aber auch noch vermitteln, daß ich nicht mit allen brechen will, die an diesem Projekt mitgewirkt haben oder es vielleicht gemacht hätten – auch wenn es jetzt zu spät scheint. Denn: Die Ö-Punkte sind ein Projekt gewesen, das es nach der Lage von Bewegung nicht hätte geben können.  Sicherlich war ich der Hauptfaktor, daß es sie trotzdem gab. Aber auch viele andere waren ein guter Teil davon - die autonomen Themenredaktion, strategisch das Herzstück der Ö-Punkte ... wenn es tatsächlich kaum mal soweit kam.  Ich werfe an einem Zeitpunkt hin, wo ich noch Lust auf Neues habe. Es gibt einige erste Ideen, die mir Lust machen, weiterzudenken (siehe z.B. die Debatte unter „Organisierung von unten“ mit der Zeitungsidee - in den aktuellen Ö-Punkten oder unter www.hoppetosse.net nachzuleseen). Ich könnte mir ein kleines Ö-Punkte mit eingelegter Zeitung der dort beschriebenen Art vorstellen.  Die aktuellen Ö-Punkte sind in der Endredaktion zu zweit entstanden. Es war extrem kreativer als sonst - das wirft einen Blick auf eine zukünftige Situation, auf die ich hoffe. Ein kreativ offener Kreis der freien Kooperation (also kein Apparat, der konservativ das Alte bewahren will usw.). Guckt in die Ö-Punkte. Die mittleren Seiten (das Spiel) sind das Produkt der letzten drei Tage bei den Ö-Punkten ... neben dem Layout. Vielleicht könnt Ihr den Hauch nachspüren, der hier im Haus wehte, als über dieses Spielbrett gebeugt diskutiert wurde.
Ja. Es soll nicht zuende sein und ich würde Euch gerne (und trotz dieser Anpisse, die ich loswerden will nach den vier Jahren - und die nicht alle trifft, ich denke, es werden alle wissen und selbst entscheiden, was sie annehmen - oder ob überhaupt) mit Euch neu und weiter nachdenken, kooperieren (bzw. erstmals KOOPERIEREN). Nichts spricht dagegen, auch andersherum mal die Kritik auf den Tisch zu legen. Wer weiß, welchen Anteil an all dem ich aus Eurer Sicht trage ... die spannende Frage aber ist: Was wächst aus der Asche?

(Hinweis: Ganz besonders am Herzen liegt mit die Diskussion um „Organisierung von unten“ – siehe auch im Text über das Hoppetosse-Netzwerk in diesem Heft ... dort ist auch eine neue Zeitung im Gespräch. Denkbar wäre auch eine kleinere Umweltzeitung, die mit der neuen Zeitung zusammen erscheint. Dann muß es aber eine umweltorientierte Redaktion dafür geben. Auch das FUI wäre ein Kooperationsparter bzw. vielleicht die richtige Zeitung, die in die Nachfolge der Ö-Punkte tritt ... ???)

Weitere Informationen zum Hintergrund des "Endes"

The end ...
Die Ö-Punkte am Ende des vierten Jahres. Die Rahmenbedingungen sind abgesteckt: Die Ö-Punkte erreichen etwas mehr als 10.000 Adressen fest. Sie sind immer wieder zum Streitobjekt geworden mit den emanzipatorischen Ökologiepositionen, die nicht in den mainstream der Zeit passen, wo immer alles schön einfach sein muß (ja oder nein, schwarz oder weiß – gut oder böse). Die Ö-Punkte haben eher Diskussionen angeregt und dokumentiert. Folge: Jede und jeder konnte Texte finden, mit denen mensch die Ö-Punkte diffamieren konnte.
Die Finanzen: Ein Desaster – die Projektwerkstatt und in ihr eine die Ö-Punkte arbeitsmäßig oft allein tragende Person zahlen pro Ausgabe 5000 bis 7000 DM drauf, die über Büchertische, Vortragshonorare usw. gedeckt werden müssen. In den letzten beiden Jahren haben AbonnentInnen immer wieder kleine Summen gespendet, zwischen 10 und 100 DM. Das hat etwas geholfen.
Die Arbeitsstruktur: Das Modell der autonomen Themenredaktionen ist einmalig. Die Autonomie ist gewährleistet in einem abgesprochenen Rahmen. Die Themenredaktionen füllen den auch aus. Aber – das was sie liefern und wie sie es liefern, ist immer wieder unter aller Sau. Bei jeder Ausgabe hat die Mehrheit der Redaktionen versagt. Abgesprochen war, daß ein Autonomierahmen von 12.000 Zeichen existiert (= zwei Seiten), einzuschicken zu einem vereinbarten Termin, möglichst mit Bildern und Layoutvorschlägen, auf jeden Fall aber korrigiert. Termine und Zeitschriftenschau gehören zu jeder Rubrik. Die Wirklichkeit: Nur ca. ein Drittel hält den Termin ein, die letzten Beiträge kommen in der Regel 2-3 Tage vor Druck (der vereinbarte Termin liegt immer 2 Wochen vor dem Druck). Ebenfalls ca. ein Drittel (aber nicht dasselbe) trifft ungefähr die 12.000 Zeichen. Die Abweichungen sind teilweise riesig, also mal unter 6.000 Zeichen oder auch mal 20.000 Zeichen und mehr. Die Begleitkommentare zeugen davon, wie gedacht wird: „Leider ein bißchen zuviel“ zu 26.000 Zeichen! „Leider nicht mehr dazu gekommen, Korrektur zu lesen“ zehn Tage nach dem vereinbarten Termin. Alte Texte werden verwendet oder einfach nur die Mitteilungen der eigenen Organisation abgegeben – null Rundumblick zum Thema Terminlisten und Zeitschriftenschau fallen oft ganz weg – offenbar ist das zuviel Mühe. Verwendet wird das, was im eigenen Kreis ohnehin vorliegt, recherchiert wird eher nicht.
Die Konsequenz trifft immer die eine Person, die einem Fußabtreter gleich das ausmerzen muß, was die Redaktionen versauen. Im Laufe der vier Jahre hat es ständig Appelle und Bitten gegeben, daß die Themenredaktionen Material abgeben, was nicht noch umfangreich bearbeitet werden muß – und das auch noch viel zu spät. Die Kommentare daraus waren oft arrogant und egoistisch. Das Projekt war kein gemeinsames. Die Autonomie wurde ausgenutzt, nicht genutzt.

... is the beginning?

Der "Ende"-Text an die Themen-Redaktionen ausgewählte Reaktionen aus der Redaktions-Mailingliste ...

Hallo,
wir haben alles geschafft, die Ö-Punkte sind im Druck und werden wohl morgen auch gedruckt vorliegen. Das Heft ist kreativer geworden, weil wir zu zweit gearbeitet haben.
Ich habe Euch (gemeint sind die Redaktionen, über diesen Verteiler geht diese Mail auch) die letzten Tage im Unklaren gelassen über den weiteren Gang der Dinge. Ich wollte nciht diese letzte Ausgabe auch noch gefährden. Aber: Es ist Schluß der Ö-Punkte in dieser Form (ob es eine andere Form gibt, lasse ich mal offen). Es sind viele Dinge, die zusammenkommen. Die katastrophalen Rahmenbedingungen (vom finanziellen Desaster bis zur Lage der politsichen Bewegung, in der einfache und dumme Lösungsvorschläge Hochkonjunktur haben und propagandistisch aufgeblähte Organisationen ohne emanzipatorische Inhalte wie attac oder die Antideutschen Massenzulauf haben) sind sehr entscheidend. Die Ö-Punkte hängen immer mehr in der Luft, sind immer mehr die letzte breit angelegte offene Zeitung - die aber keine Basis mehr hat.  Teil meiner Wut sind auch die vielen Zugriffe von außen, die ganzen Arschlöcher in der Bewegung, die ihren Dominanzkult, ihren Drang nach Führung gegen alles wenden, was unabhängig scheint ... der gewaltsame Rauswurf aus der anti atom aktuell, die nie diskutiert wurde, sondern von einigen selbsternannten Entscheidern (außerhalb der Redaktionen von Ö-Punkte und aaa) gewaltsam und ohne Wissen der beiden Redaktion am Versandort durchgezogen wurde; der Rauswurf aus Verteilern von Organisationen, die andererseits aber sogar die Ö-Punkte mitmachten; die Diffamierungen wahlweise als faschistisches, sexistischen, antisemitisches Blatt aus den Kreisen der damit typischerweise Dominanzpolitik betreibenden politischen Gruppen. Das trifft alles die Ö-Punkte nicht spezifisch, sondern ist Ausdruck einer antiemanzipatorischen Linken, wie sind in Deutschland halt hegemonial ist.
Ein Grund seid aber auch ihr - mit Ausnahmen. Es ist jetzt nicht wichtig, wer genau was wo gemacht hat. Aber es ist mir weder gelungen, die Themenredaktionen für mehr als Texteliefern zu gewinnen, noch habe ich das Gefühl, daß die Ö-Punkte Euch am Herzen liegen (wie gesagt: das ist pauschalisierend, ich sehe schon Unterschiede). Teilweise ist es eine bodenlose Unverschämtheit gewesen, wie meine Belastbarkeit und mein Geduld von Euch, die Ihr überwiegend keine AnfängerInnen seind, gnadenlos ausgenutzt wurde. Der Schrott, den ich teilweise als Redaktionsbeiträge bekommen habe, die offensichtliche Verwertung von Alttexten (noch nicht einmal die veralteten Daten verändert) oder von Werbetexten zu eigenen Organisationen, das Nicht-Recherchieren zum Thema, das eiskalte zuschicken von viel zu langen, viel zu kurzen Texten, nicht korrekturgelesen, viel zu spät - all das was der WICHTIGSTE Grund, warum mir oft der Spaß gefehlt hat bei diesem Projekt. Ihr (jeweils ca. die Hälfte der Redaktionen, durchaus wechselnd) habt mich immer wieder runtergerissen. Weil Ihr es nicht wichtig fandet, einen Termin einzuhalten, der für Euch wenig bedeutete, habe ich tagelang gezittert, Nächte durchgemacht und keinen Spaß an den Ö-Punkten gehabt, weil ich immer Angst vor dem Scheitern hatte (bis ich dann doch mühevoll alle Redaktionen zum Abliefern von texten bewegen konnte) und weil es mich ANKOTZTE, daß ich mit einer Woche Verspätung irgendwelche Texte bekomme, die dann offensichtlich noch nicht einmal durchgelesen war.
BIN ICH EUER ARSCH? IST DAS EINE KOOPERATION, WENN EINFACH AUF ANDERE ABGEWÄLZT
WIRD?
Ich hatte nie Probleme damit, wenn sich mal jemand meldete und wir eine verspätete oder veränderte Sache abgesprochen haben. Aber die Hälfte der Redaktionen hat das standardmäßig gemacht. Dabei war immer klar: Was Ihr versaut, müßt nicht ihr, sondern ich wieder rausholen.  Ich bin kein Arbeitnehmer (der etwas macht, weil er dafür bezahlt wird), sondern ich muß einen Sinn in der Sache sehen und Spaß daran haben. Und ich will das auch!
Was soll ich sagen. Ich möchte nicht einfach enden. Ich möchte einen Korridor für eine Diskussion über das „Weiter“ entfachen. Ich möchte Euch auch nicht anbrüllen, daß Ihr lieber aufhören sollt. Ich finde gut, daß und wo Ihr Euch engagiert. Aber ich möchte nicht schweigen zu einer Art von Anti-Kooperation, die in der „Bewegung“ Alltag ist. Und auch bei den Ö-Punkten.
Freie Kooperation ist etwas SOOOOOOOOOOOO anderes. Und die Ö-Punkte sind nur ein Beispiel unter vielen, daß politische Bewegung in Deutschland ein Haufen konkurrierender oder nebeneinander agierender Gruppen ist, die vor allem ihr Dasein als Zweck haben.
In diese Welt passe ich nicht. Mein Stil ist anders. Ich bin ohne die Ö-Punkte noch ein Stück einsamer. Aber diesmal habe ich die letzte Nacht komplett durchmachen müssen, weil der letzte Redakteur seinen Kram heute um 9.35 Uhr zu uns gemailt hatte. Um 9 Uhr fahren wir normalerweise zur Druckerei. Die 35 Minuten sind nicht der Punkt, sondern daß alles kein Unfall war, sondern ganz bewußt entschieden, die Dinge, die dann meinen Spaß killen und meine Tage hier versauen, so durchzuziehen, weil eigener Kram wichtiger ist. Weil Kooperation nichts zählt.
Diesmal war es haarscharf. Es wurde jedes Mal schlimmer. Und ich wäre ziemlich fertig gewesen nach drei Wochen intensiver Arbeit (nicht als Streß - das ist eigentlich eine sehr, sehr coole Arbeit, all das zusammenzutragen, zu layouten, mit Leuten, die vorbeikommen zu diskutieren - wenn da nciht immer dieses Gefühl wäre, Fußabtreter zu sein für andere, die ihre Probleme mal schnell auf mich abwälzen, wobei es sich hier addiert), wenn dann alles nicht geklappt hätte. Es spricht einiges dafür, daß es immer so weiter gegangen wäre. Daß meine Belastbarkeit und Geduld einfach immer nur weiter ausgenutzt worden wäre. Dann hätte ich aufgehört, wenn es nicht mehr gegangen wäre.
So ist es besser. Ich wollte ein bißchen Klartext reden, aber auch noch vermitteln, daß ich nicht mit Euch brechen will. Denn: Die Ö-Punkte sind ein Projekt gewesen, das es nach der Lage von Bewegung nicht hätte geben können.  Sicherlich war ich der Hauptfaktor, daß es sie trotzdem gab. Aber auch Ihr ward ein guter Teil davon - die autonomen Themenredaktion, strategisch das Herzstück der Ö-Punkte ... wenn es tatsächlich kaum mal soweit kam.  Ich werfe an einem Zeitpunkt hin, wo ich noch Lust auf Neues habe. Es gibt einige erste Ideen, die mir Lust machen, weiterzudenken (siehe z.B. die Debatte unter „Organisierung von unten“ mit der Zeitungsidee - in den aktuellen Ö-Punkten oder unter www.hoppetosse.net nachzuleseen). Ich könnte mir ein kleines Ö-Punkte mit eingelegter Zeitung der dort beschriebenen Art vorstellen.  Die aktuellen Ö-Punkte sind in der Endredaktion zu zweit entstanden. Es war extrem kreativer als sonst - das wirft einen Blick auf eine zukünftige Situation, auf die ich hoffe. Ein kreativ offener Kreis der freien Kooperation (also kein Apparat, der konservativ das Alte bewahren will usw.). Guckt in die Ö-Punkte. Die mittleren Seiten (das Spiel) sind das Produkt der letzten drei Tage bei den Ö-Punkten ... neben dem Layout. Vielleicht könnt Ihr den Hauch nachspüren, der hier im Haus wehte, als über dieses Spielbrett gebeugt diskutiert wurde.
Ja. Es soll nciht zuende sein und ich würde Euch gerne (und trotz dieser Anpisse, die ich loswerden will nach den vier Jahren - und die nicht alle trifft, ich denke, es werden alle wissen und selbst entscheiden, was sie annehmen - oder ob überhaupt) mit Euch neu und weiter nachdenken, kooperieren (bzw. erstmals KOOPERIEREN). Nichts spricht dagegen, auch andersherum mal die Kritik auf den Tisch zu legen. Wer weiß, welchen Anteil an all dem ich aus Eurer Sicht trage ... die spannende Frage aber ist: Was wächst aus der Asche?
Gruß ... Jörg Bergstedt
Hallo Jörg.
Danke für Deine Mail. Icj will Dir an dieser Stelle gratulieren für Deine Entscheidung, mit den Ö-Punkten zu stoppen. Ich halte diese Entscheidung für konsequent und nachvollziehbar.
> BIN ICH EUER ARSCH? IST DAS EINE KOOPERATION, WENN EINFACH AUF ANDERE
> ABGEWÄLZT WIRD?
Ich glaube, und das beschreibst Du ja auch selbst, daß die Ö-Punkte für viele der beteiligten (Themenredaktionen-MAcherInnen), twilweise schon seit sehr langer Zeit, keine besonders wichtige bedeutung mehr hatten. Die Themenredaktionstexte wurden dann nicht aus überzeugung gemacht, sondern weilsja in so ner wie vondirbeschriebenen billigform kaum Abeit ist und weil die Zeitung halt vielleicht subjektiv irgendwie auch ganz nett ist (was das Gegenteil ist von wirklich gut) oder eben auch, weil manche,wie ich dadhten, daß Dir diese Zeitung wichtig ist und mensch desshalb, eben auch für Dich wweil Du diese Zeitung machen willst, bereit ist, sich ab und zu fünf Stunden hinzusetzen.  Seitdem ich an dem Projekt mitgearbeitet habe war diese Zeitung glaub ich für KeineN so wichtig wie für Dich Ne Basis für kollektive Arbeit ist das genausowenig wie ne Basis für gute Arbeit.
Du bist also nicht einfach „unser Arsch“. Wir sind alle gegenseitig unsere ÄRsche, weil wir verschiedene Dinge wollen.
Ö-Punkte war seit ich dabeibin nie ein kollektiver Prozess , höchstens stellenweise ein Prozeß von zwei-drei LEuten.
DAher finde ich Deine Entscheidung, das ganze nicht mehr zu machen, konsequent. Wenn mensch kollektiv arbeiten will, dann geht das halt nur zusammen mit LEuten, die das gleiche wollen und bereit sind da reinzuinvestieren. Das ist ein Problem, daß ja nicht nur die Ö-Punkte betrifrft, sondern ganz viele Gruppen, Projekte, Vernetzungen; meiner Wahrnehmung nach wahrscheinlich nichtnur zufällig auch die meißten derjenigen Projekte, an denen ich mit Dir zu tun hatte. Auch wenn die Lage vielleicht teilweise nicht ganz so katastrophal wie bei den Ö-Punkten sind, sehe ich die Problematik bei Projekten wie DAN, Hopetosse etc ähnlich.
Sich an solchen Projekten als Vorantreibender zurückzuziehen ist wenn mensch an kollektive Prozesse glaubt, die richtige Antwort. Oder mensch macht halt bewußt n Sologang raus und es ist, weil mensch ein Projekt inhaltlich gut findet, eben persönliche Angelegenheit. Machen ja die meißten mal so und ich dachte du würdest Ö-Punkte auch schon lange so betrachten...
F.
Hallo liebe Ö-Punkte Schreiberlinge, ich will mich da mal ganz schnell auf den Text von Jörg melden. Es war ja seit langen absehbar, dass sie Ö-Punkte so nicht existieren können, dies war auch vielen seit langem bewußt, insofern wundert mich das Mail von Jörg nicht. Ich möchte allerding kurz auf die Kritik, von der ich mich auch persönlich angesprochen fühle, eingehen:
1. seit mindestens 2 Jahren sind die Ö-punkte für mich kein zentrales Projekt mehr, damals habe ich versucht grundlegende Änderungen zu erreichen, was alles abgelehnt wurde. Im Zuge dessen haben sich die Ö-Punkte dann immer weiter in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Die Ö-Punkte waren kein Vernetzungsblatt der Umweltbewegung mehr und die neue Ausrichtung auf Widerstand und direkte Aktion entsprach zwar der Mehrheit der Redakteure, aber traf nicht annäherd die Intressen der Umweltbewegung, die die politische Bewegung war dagegen nicht an Umweltthemen interessiert. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Verteiler wegbrachen.
Ich habe viele Leute miterlebt, die im Laufe der Zeit von dem Projekt abgesprungen sind (bzw. ihr Engagement reduziert haben), weil sich sich darin nicht mehr wiedergefunden haben. Das ist schade, weil es vor allem Leute betrifft zu denen Ich Kontakt hatte, mei persönlicher Bezug zu den Ö-Punkten wurde daher immer geringen.
2. es ist realitätsfremd zu glauben ein Projekt nur wegen seines Inhaltes am Leben halten zu können, wenn es keine (kaum) persönliche Bindungen der AktivistInnen gibt wird dieses Projekt immer hinten anstehen. Die Redakteure enger zusammenzubringen ist eben kaum passiert (was natürlich an uns selber liegt).  3. treffen die Vorwürfe an die Redakteure glaube ich nicht die Richtigen. Viele der Redakteure wurden mehr oder weniger überredet eine Themenredaktion zu übernehmen, es wurde dann auch nie klargestellt, dass dies auch viel Arbeit usw. bedeutet.  Desweiteren haben auch alle Redakteure ehrenamtlich gearbeitet und häufig noch einiges an Privatgeld in das Projekt gesteckt. Ja, ich gebe zu, dass ich häufig Dinge zu spät oder auch gar nicht geliefert habe, dafür habe ich oft genug Anschiss egerntet. Das ich überhaupt so lange an diesem Projekt mitgearbeit habe ist natürlich meine eigene Dummheit, aber ich bin einfach nicht bereit mich da so anpissen zu lassen.
4. Ich könnte auch noch diverse Dinge am Verhalten von Jörg kritisieren (was ich auch in der Vergangenheit schon gemacht habe), da das sachlich gesehen häufig schwer festzuhalten ist ist klar, aber Fakt ist, dass viele Leute wegen Jörgs Verhalten abgesprungen, gar nicht erst aktiv geworden sind oder ihre Aktivitäten eingeschränkt haben.
Dies zeigt sich auch wieder in dieser Mail. Eigentlich unglaublich die an alle möglichen Verteiler zu schicken, bevor wir das intern in den ö-Punkten diskutiert haben.
Nun ja ich hatte eh überlegt, das ich aus dem Projekt aussteigen will.  Grundsätzlich mache ich gerne Zeitungen auch eine kritische Umweltzeitung wäre sinnvoll. Aber es muss mehr ein Projekt von meheren sein. wie das umsetzbar sein könnte weiß ich nicht.
O.K., das ich meine erste reaktion
J.
Mit ein paar Tagen „Verspätung“ aufgrund von unterwegs sein hier noch eine Reaktion zur Tatsache der letzten Ausgabe:
Gründe des Scheiterns bzw. Fragen dazu:
> ich muß einen Sinn in der Sache sehen und Spaß daran haben. Und ich
> will das auch! (Jörg)
Das gilt sicherlich für alle - oder? Frage also: wieviele Leute in den Themenredaktionen haben ihre Arbeit wirklich in der Überzeugung gemacht, damit etwas in ihren Augen Sinnvolles erreichen zu können? Und hatten Spaß daran? Spricht in dieser Hinsicht jetzt nicht die Anzahl sowie die Art und Weise der Reaktionen auch eine all zu deutliche Sprache?  Vorschlag: mehr Selbstreflexion, mehr gemeinsamer Austausch über den Stand eines gemeinsamen Projektes, ohne ein Mindestmaß in diesem Sinne (bei Ö-Punkten nicht gegeben) kein Projekt mehr durchführen.

> Freie Kooperation ist etwas SOOOOOOOOOOOO anderes.
> Die Ö-Punkte sind ein
> Projekt gewesen, das es nach der Lage von Bewegung nicht hätte geben können. (Jörg)
Aber sie sollten Teil dieser Bewegung sein, zu mehr Kooperation und Vernetzung anregen. Als solcher Teil ist man auch Teil der Probleme, die das Umfeld drum herum kennzeichnen. Und diese Probleme verschwinden nicht allein dadurch, daß man einen anderen Anspruch auf Zusammenarbeit etc. zu Papier oder anderweitig in die Öffentlichkeit bringt. Frage also: Welchen Umgang mit den Schwierigkeiten, die ja zu erwarten gewesen sind, haben wir als direkt Beteiligte denn eigentlich vorgelebt? Welchen Atem für eine längerfristige Überwindung der Probleme waren wir denn bereit mitzubringen?
Konkrete Vorschläge für zukünftige Kooperationsprojekte:
1. mehr persönlichen Kontakt der Aktiven (s. Reaktion von J.)
2. Bereitschaft zu einem wirklichen „Abarbeiten“ der Schwierigkeiten überprüfen.
Das hieße u.a. zu Beginn eine gemeinsame Analyse der zu erwartenden Probleme, Entwicklung einer Strategie des Umgangs mit ihnen und Erstellung eines Überblicks über die dafür wohl erforderlichen Initiativen und deren mögliche Aufteilung untereinander. In gewissen Abständen müßten folgerichtig dann Treffen folgen, in denen Zwischenbilanz gezogen wird.

> Die Ö-Punkte waren kein Vernetzungsblatt der
> Umweltbewegung mehr und die neue Ausrichtung auf Widerstand und direkte
> Aktion entsprach zwar der Mehrheit der Redakteure, aber traf nicht annäherd
> die Intressen der Umweltbewegung, die politische Bewegung war dagegen nicht
> an Umweltthemen interessiert. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die
> Verteiler wegbrachen. (J.)
Sicher haben die Ö-Punkte in ihrem 4jährigen Bestehen eine Entwicklung durchlaufen, aus der sich auch noch einmal Rückschlüsse auf zukünftige Projekte ziehen lassen. Aber: wie tief waren sie zu Beginn wirklich mit „der Umweltbewegung“ verknüpft? Was bitte sind „die Ziele der Umweltbewegung“? Und: Ich habe „die neue Ausrichtung auf Widerstand und direkte Aktion“ nicht in dieser Form als dominant empfunden. Es hätte jederzeit die Möglichkeit bestanden, andere Schwerpunkte zusätzlich einzubringen und so die Atmosphäre in den Ö-Punkten insgesamt anders mitzuprägen um z.B. auch die Verbindung in den Umweltbereich erneut zu verstärken.
Abschließend ein anderer Umstand, den ich eher als Defizit der Ö-Punkte empfunden habe: In Zeiten des Internet ist es mißlich, wenn ein Infodienst letztlich quasi so agiert, als gäbe es das neue Medium nicht.  Ich bin kein Freund davon, nun alles auf den Computer zuzuspitzen. Aber es fehlt ein Konzept einer klugen Aufgabenteilung, die die Stärken jedes Mediums miteinander zu verbinden weiß. Ich habe auch (noch) keins, daher einfach die Anregung, sich für zukünftige Projekte ernsthaft(er) Gedanken zu machen.
Konkretere Idee zum Schluß:
Die Aufmerksamkeit hat sich in den letzten Jahren noch intensiver auf kurzfristige Aktionen (Castor, Göteborg, Bonn, Genua, ...) konzentriert. Die Aufarbeitung dieser Ereignisse findet angesichts schon wartender neuer kaum statt. Von längerfristigen Perspektiven und einer Verknüpfung der verschiedenen gesellschaftlichen Problemfelder mal ganz abgesehen. Was besser klappt als zuvor bzw. klappen kann, ist das Herstellen einer selbstorganisierten Medienpräsenz, die die aktuellen Ereignisse begleitet (z.B. durch Indimedia). Was es noch nicht gibt, sind ebensolche selbst erstellten und in die Öffentlichkeit getragenen Jahresrück- und perspektivische Ausblicke. In diesem Punkt könnte auch zukünftig eine Art Zeitschriftenprojekt Sinn machen und seine Verknüpfung mit anderen Medien finden.
T. (Lübeck).
 

Hallo Leute!
Ich kann Jörg in seiner Wut und Trauer über das Ende der Ö-Punkte aufgrund einer Szene, in der einiges ganz schief läuft, aus ganzem Herzen zustimmen.
Ich habe die Ö-Punkte immer als eines der ganz wenigen Organe gesehen, dass unverwüstlich und erfrischend konsequent emanzipatorische und libertäre Positionen vertrat und sie vor allem mit dem so unterrepräsentierten Thema der Ökologie verband, die ja fast komplett in etablierte Verbände und Ökokapitalismus abgedriftet sind.
Zudem finde ich es schon bezeichnend, dass ausgerechnet die, die am meisten konkrete Vorschläge machen und wirkliche Konzepte transportieren, am ehesten aus einer Szene fliegen und ausgedünnt werden, während solche polemischen Knallerbsen wie die Antideutschen, deren Polemik nicht mal das Niveau von Kolumnen in schmierigen Punkzines erreicht mittlerweile von allen hofiert werden, weil sie wissen, wie man dominant und geschickt Autorität ausstrahlen kann, auch wenn man nur Absurditäten zu vermelden hat. Denn Autorität im Sinne nachdrücklich vorgebrachter Welterklärungsmuster, die möglichst einfache und klare Lösungen oder Worte finden (egal worauf sie fußen) scheinen in „der Linken“ ja durchaus mehr Anklang zu finden als Menschen, die sich tatsächlich herausnehmen, die Eigeninitiative der Menschen in ihre Konzepte nicht nur aufzunehmen, sondern einzuplanen.
In einer Veranstaltung, die wir von Imun mal mit Jörg in Bochum gemacht haben, bellte ein aggressiver Alt-Kommie Jörg mit der Stammtisch-Phrase „Dann musst du mal Konzepte vorlegen, Junge!“ an. Mal abgesehen, dass wir den Mann für die erniedrigende Anredeformel Junge schon hätten aus dem Fenster schmeißen sollen, hätte ich dem Mann am liebsten alle Ö-Punkte, „Freie Menschen in freien Vereinbarungen“, Umweltschutz-von-Unten-Mappen, Oekonux-Reader, Organisation-von-Unten-Handouts, Ökostrom-von-Unten-Papiere und HierarchNIE-Texte um seine arroganten Ohren gehauen!!!!!
Aber wie gesagt - wer wirklich Konzepte anbietet, hat es nicht leicht. Denn diese Konzepte erfordern nunmal eine aktivere Beteiligung als eine einfach zu konsumierende Demo oder nette Kampfsprüche für das Phrasenschwein.
Deswegen beende ich diese Mail jetzt auch mal wieder mit einem konkreten Vorschlag, da ich mir geschworen habe, auf der Mailingliste für kreativen Widerstand niemals mehr irgendwas zu sagen, was keinen praktischen Vorschlag enthält.
Er lautet: Wenn Ihr in Eurem Leben wirklich merkt, dass Ihr keine Zeit, keine Lust oder keine Motivation habt, für eine Sache zu arbeiten und etwa Artikel für ein Heft wie die Ö-Punkte abzuliefern, dann gebt es Euch und Eurem Gegenüber offen zu, dass Ihr es nicht mehr leisten könnt und lasst es lieber ganz, bevor Ihr einen Menschen, der sich wirklich in die Sache reinkniet, mit notdürftig zusammengeflickten Halbherzigkeiten in den Motivationsruin treibt! Keiner wird Euch dafür den Kopf abreißen. Und mensch sollte nie nur aus Verpflichtungsgefühl bei einem politischen Projekt bleiben...
liebe Grüße
O.
 
Wie so oft in meinen Leben habe ich wieder einmal etwas erst kennengelernt, als es schon so gut wie tot war. Diesmal die Ö-Punkte.
Obwohl ich aus der Dem-Zen-Ecke komme und mich mit Ökologie länger schon nicht mehr eingehender beschäftigt hatte, gefielen mir die Ö-Punkte auf Anhieb.
Gut, bei den Utopien etc. ging ich nicht konform, aber hier wurden wenigstens endlich mal wieder welche eingefordert. Außerdem gab/gibt es hier Massen von Infos zu allen möglichen Themen. Auch wenn mensch davon erst mal erschlagen wird, mensch muß ja nicht alles lesen.
Nun soll es die Ö-Punkte nicht mehr geben. Schade.
Auf der von Oliver beschriebenen Veranstaltung war ich auch und es war schrecklich. Ein Haufen von Alt-Linken, die sich (wahrscheinlich nach ´89) ihr Spezial-Thema gesucht hatten und am liebsten nur darüber reden wollten bzw. dies ungemein wichtig fanden. Dann eine Diskussionskultur, die es einen grausen lässt. Außerdem das Gefühl, das eigentlich alle nur ihren Senf ablassen wollen und überhaupt nicht daran interessiert sind, was die anderen sagen. Gut, auch wenn die Veranstaltung nicht perfekt vorbereitet war und der Ablauf nicht ganz klar war: Hier zeigte die Linke sich von ihrer schlechtesten Seite. Das wir doch was sinnvolles mitrausnehmen konnten lag an wenigen Leuten.
Zu den Ö-Punkten:
Jörg muß sich aber auch schon fragen, warum er so lange ein so großes Projekt am Leben erhalten hat. Seine Vorstellungen sind in Deutschland nun mal nicht gerade Mehrheitsfähig. Was im Vergleich zu den Sozialismus-von-oben-Leuten echt schade ist.
Außerdem ist  das eine Menge Arbeit und viele wollen zwar, können aber nicht so wie sie wollen. Ich z.B. verspreche regelmäßig zu viel als das ich das alles neben Arbeit, Beziehung, Fanzine, GIS leisten könnte. Nicht alle meinen es also böse.
Nun ist es m.E. nach an der Zeit zu schauen, wer will/kann wirklich weiter machen und in welcher Form. Und vor allem, was ist realistisch!
Mit traurigen Grüßen
B.

Neuvorschlag (Neueres hier ...)

Da ich es sehr schade fände, wenn es die Ö-Punkte in Zukunft nicht mehr geben würde, habe ich einige Ideen gesammelt, wie man vielleicht ein Konzept entwickeln könnte, mit dem es weitergehen kann.
Folgende Probleme ergaben sich bisher:
  • Sehr viel Arbeit hing an einer Person
  • Das Prinzip der autonomen Themenredaktionen funktionierte nicht, weil die Leute, die die Redaktionen betreut haben, nur unzureichend motiviert waren, zu wenig Leute waren bereit, die Verantwortung für eine Redaktion zu übernehmen.
  • Die Themenbereiche wurden entweder zu lang oder zu kurz abgegeben – mehr Aufwand für die Endredaktion
  • Termine wurden nicht eingehalten.
  • Es gab einen sehr festen Terminplan (vier Ausgaben pro Jahr, Red.-Schluß stand lang vorher fest), dadurch entstand viel Streß, wenn Beiträge nicht rechtzeitig abgegeben wurden.


Deshalb entstand bei mir folgende Idee: Es muss ein Konzept geben, bei dem jeder gerade so viel macht, wie er für richtig hält. Sobald dann genug Material für eine neue Ausgabe zusammen ist, wird diese fertiggestellt.
Es könnte in etwa so aussehen:
Es gibt ein Internetforum, in dem Beiträge für die verschiedenen Rubriken reingestellt werden können. Dabei gibt es keine Beschränkung für die Rubriken. Es gibt keine Themenredaktionen mehr, jeder kann in jedem Thema Redakteur sein.
Ist nun insgesamt genug Material für eine neue Ausgabe vorhanden, wird das ganze Layoutet und geht in den Druck.
Daraus würde natürlich folgen, dass die Themenbereiche immer sehr unterschiedlich groß sind. Aber das wäre ja im Prinzip nichts schlechtes.
Problem dabei ist sicherlich, dass in der Vergangenheit Jörg sich für das Layout und Endredaktion viel Zeit freigenommen hat, und damit nicht so flexibel war. Ob das lösbar ist, weiss ich nicht. Aber es wäre doch mal eine Idee, die es wert wäre, auszuprobieren.
Ein anderes Problem entsteht dadurch, dass Beiträge eventuell nicht mehr aktuell sind, bis eine Ausgabe dann fertiggestellt ist. Wäre aber wohl auch lösbar.
Ich hoffe, ich konnte einige Anregungen geben, damit es weiterhin die Ö-Punkte geben kann.
cu, H.
 
 

ich glaube Du hast hier mindestens einen wichtigen Punkt vergessen, nämlich die Finanzierung und dabei gab es mindestens folgende Hauptprobleme:
  • durch die relative Offenheit und ihrem Hang zur radikalen Positionen waren sie weder Liebling von Förderern noch von AnzeigenkundInnen
  • Anzeigen waren zwar möglich, jedoch war Hier eine besondere persönliche Verbindung zum „Produkt“ Ö-Punkte und damit Überzeugungskraft nötig.  Anzeigenkunden fanden sich eher durch plitische Diskussionen, als durch Auflagenhöhe oder Schwerpunktthemen. Diese Art von Anzeigenaquise ist finde ich zwar spannend, aber auch ziemlich schwer und ich bin da an den Verlagen (die ich eigentlich dafür geeignet halte) gescheitert.


Vor allem aus diesem Grund finde ich Deine Idee sehr gut!
grundsätzlich fänd ich es trotzdem gut, wenn es Themenredaktionen gibt, da sonst einige Themen gar nicht mehr existieren und andere vielleicht zugemüllt werden.  Die Idee ist ja ein wenig ähnlich wie indymedia, wäre zu prüfen, ob hier nicht eine Kooperation, Zusammenarbeit oder ähnliches möglich wäre (immerhin sind da ja jetzt einige aus dem UVU-Zusammenhang aktiv.
Hier würde ich eher vorschlagen, dass es regelmäßige Rundmails gibt (vielleicht monatlich oder noch öffter, was ja auch die Aktualität erhöht), Dann wird es eventuell einige Themen immer geben und andere nur ab und zu. Bei gedruckten Ausgaben würde ich eher dafür plädieren die ganz anders zu gestalten und dazu fallen folgende grundsätzliche Dinge ein:

  • Ich würde vorerst keine Druckausgaben mehr machen wollen, deren Finanzierung nicht sichergestellt ist
  • Die Erscheinungsweise zu bestimmten Therminen hat natürlich Vorteile, da wir nur so z.B. zu bestimmten Terminen, wie Klimakonferenz oder Castor (und nächstes Jahr wäre ja der Umweltgipfel so ein Termin) rauskommen könnten, was ich nachwievor bei aller Schwierigkeiten sinnvoll fänd.
  • Vielleicht sollten wir uns einfach auf wenige Druckausgaben beschränken und diese z.B. mit Kampagnen koppeln, dann könnte die Endredaktion auch wechseln - zur Minimierung des Risikos wäre das Konzept der Themenredaktionen zu überdenken. Ich würde dafür plädieren darauf in der Druckausgabe vorerst ganz zu verzichten und aus Internet und Mailingliste zu verweisen oder nur wenige wichtige Infos abdrucken
  • letzten Punkt ist ist glaube ich auch insofern nicht mehr so dramatisch, da die ursprüngliche Vernetzungsfunktion der Ö-Punkte so nicht mehr da ist
Ich würde auch gerne mal die BSÖ´ler auf der Liste fragen, ob nicht eine Fusionierung der Ö-Punkte und des HUI möglich, denkbar bzw. gewollt wäre, ich fänd das glaube ich gut
J., Bad Oldesloe
 
Einige Leute überlegen, die Ö-Punkte als Onlinemagazin weiterzuführen. Schaut regelmäßig auf www.oepunkte.de vorbei, um über den aktuellen Stand informiert zu sein.
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