Fiese Tricks in Hessen und überall
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Auto von Fraport-Manager brennt ... gleich nutzen für Diskurse gegen Militanz ... und eine Horrorstory!
Aus "Auto von Fraport-Manager abgefackelt" in: FR, 11.3.2009
"Ich bin dankbar, dass es keinen getroffen hat", sagt Ina Müller. Als sie in der Nacht sah, wie ein Reifen des Wagens fast mit dem Asphalt verschmolzen sei, seien ihr die Tränen gekommen. "Das ist einfach Gewalttätigkeit", sagt sie. "Das ist nicht der Weg, etwas zu demonstrieren." Ein Nachbar habe zu ihr gesagt, er habe ein Auto davonrasen hören, berichtet Ina Müller weiter. Sie habe niemanden gesehen. Aber mindestens zweimal habe es geknallt. "Das war ganz schön gewaltig", sagt eine andere Nachbarin, die vis à vis von Amanns wohnt. ... Der Schreck sitzt der Frau am Mittwochvormittag noch in den Gliedern. Während sie berichtet, fährt ein Polizeiwagen vorbei. Der Tuareg hätte ja auch explodieren können, sagt die Frau. Und dann? Sie hat kaum geschlafen in der Nacht. Wie viele. ... Die Beifahrerseite des Wagens sei so stark beschädigt gewesen. "Das kann man sich gar nicht vorstellen." Kurz danach sei alles abgesperrt worden.Geschickt lanciert: Peinliche Distanzierung von selbsternanntem BI-Sprecher
Auch in der FR am 11.3.2009
Wir arbeiten auf sachlicher, fachlicher Ebene mit Argumenten. Derzeit führen wir zum Beispiel die Bürgerbegehren in Kelsterbach oder Egelsbach herbei. Wir glauben an den Rechtsstaat und die Mittel, die er zur Verfügung stellt.
Gibt es radikale Tendenzen unter den Aktivisten?
Radikal ist bei uns niemand. Die Leute sind alle friedlich. Manche mögen im Aussehen nicht immer den bürgerlichen Idealen entsprechen, aber von der Gesinnung her sind sie die treuesten Staatsbürger. Gewalt oder gar Terrorismus sind keine Lösung für gesellschaftspolitische Konflikte. Wir setzen auf Vernunft und gute Argumente.LeserInnenbrief dazu:
Bis jetzt ist nur bekannt, dass es anscheinend einen Brandanschlag auf das Auto des Fraport-Managers gab. Wieso sollten sich die Flughafenausbaugegner davon distanzieren, wo doch überhaupt noch nicht erwiesen ist, dass dies von irgendjemanden aus deren Umfeld begangen wurde. In Bielefeld gab es nach dem Beschluss von Studiengebühren mehrere Brände an der Universität. Nach zwei Jahren hat sich raus gestellt, dass anscheinend ein Wachdienstmitarbeiter dafür verantwortlich war. Es kann also gut sein, dass ein Mitarbeiter des Fraport-Sicherheitsdienst für den Brandanschlag auf den Dienstwagen ausgeführt hat. Vielleicht sollte ihr Kommentator daher auch von dem Fraport-Manager eine vorzeitige Distanzierung von seinem Sicherheitsdienst verlangen. Des weiteren sollte er verlangen, dass die Polizeileitung sich von sich eventuell verselbständigten Polizeieinheiten distanziert. Insbesondere da die hessische Polizei, namentlich die Gießener, nicht ganz unerfahren in dem Vortäuschen von Straftaten ist.
Weitere Beispiele
"Nervig ... krank ... verrückt" - so titulierte der Lüneburger Polizeichef Friedrich Niehörster im Mai 2010 die Aktivistin Cecile Lecomte (NDR-Fernsehen)
- Heiligendamm 2007
- Gleicher als andere ... in Hirzenhain
- Bevorzugung von PolizeizeugInnen
- Dossier zu Repression in Freiburg (Juli 2007)
- Konstruierte Anklage treibt Angeklagten in Selbstmord (April 2008)
- Der Fall "Mannichl" - ein Polizeipräsident wird fast erstochen, beschuldigt Rechtsextreme und dann wird vertuscht, damit nicht rauskommt, was wohl wirklich passierte ...
- Karl-Heinz Gasser, Anwaltskanzlei-Kollege von Bouffier und Ex-Innenminister in Thüringen
Links und Infos zum Thema
- Unangreifbar: Die Polizei als Täter und Zeuge ... (Beispiele)
- Polizei deckt Nazis
- Urteil in München gegen Antifaschisten wegen Verteilen von Stadtplänen
- Internetseite der Polizei Mittelhessen
- Hausdurchsuchung/Razzia im Frankfurter Cafe Exzess war auch rechtswidrig ...
- Nicht nur die Polizei in Gießen ... Erfindungen, Fälschungen & Co. andernorts
- Wirre Repression, Urteile gegen Justizkritiker
- HR-Sendung thematisiert Weisungen des hessischen Innenminsters Bouffier an Staatsanwälte
- Justizskandale in Deutschland sind systematisch
- Infoseite zu Justizirrtümern
- Infoseite mit vielen Nachrichten zu Law and Order & Co. in Gießen
- Sicherheitswahn in Deutschland ... Angst wird erzeugt und brutal für immer autoritärere Staatsmacht genutzt!
- Beispiele für Polizisten als Zeugen (Verurteilung des Angeklagten meist sicher) und Täter (Freispruch oder Einstellung meist sicher)
- Hintergrund der Kritik an der Polizei, siehe u.a. in der begleitenden "poliZEItung" (PDF)
- EU-Kommission (CPT) zu Gewalt und Bedingungen in Polizeigewahrsam, Knast und Psychiatrie sowie die allgemeine Straflosigkeit bei Misshandlung und Folter
- Freispruch für Polizisten, die Seil über Autobahn mit Menschen dran einfach durchschnitten (im Urteil: von der Polizei kann Nachdenken bei Einsätzen nicht verlangt werden ...)
- Fehlurteile und ihre Gründe
- Kontinuität nach 1945: Nazijuristen an Gerichten in Frankfurt, Gießen, Marburg und Wetzlar sowie an Bundesjustizeinrichtungen ++ Nazis in Polizei und Geheimdiensten
- Stichwort "Polizei" auf Wikipedia
www.polizeizeugen.de.vu:
Die Internetseite zur Ungleichbehandlung von Polizei und Nicht-Polizei vor Gericht. Das Flugblatt zur Aktion (A4 beidseitig zum Kopieren und verteilen)
