Siehe auch: Eingangsseite zur Polizeidokumentation ++ Kriminalitätsstatistik Gießen ++ Bericht 15.3.2004
Anti-Knast-Seiten ++ Antirepression ++ Polizeigewalt ++ Zum laufenden Gerichtsprozess
Auszüge mit Bezug auf den Raum GießenAutonome beteiligten sich an verschiedenen Demonstrationen gegen den im März ausgebrochenen Krieg gegen den Irak. Eine feministisch-antiimperialistische Zelle bekannte sich zu einem Brandanschlag auf das Kreiswehrersatzamt in Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis), bei dem ein Sachschaden von etwa 3.500 Euro entstand. Begründet wurde der Anschlag u.a. mit dem Krieg gegen den Irak. ... Im Vorfeld des Transportes kam es bundesweit zu Anschlägen gegen die Deutsche Bahn AG. Neben - von Autonomen in diesem Themenzusammenhang seit Jahren propagierten und durchgeführten - Hakenkrallenanschlägen wurden mehrere Brandanschläge verübt. So wurden am 6. November in Langgöns (Kreis Gießen) durch unbekannte Täter auf der Bahnstrecke zwei Traktorreifen sowie Rundhölzer und Strohballen in die Gleise verbracht und mit Brandbeschleuniger entzündet. Ein Güterzug überfuhr die Gegenstände. Es kam zu erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr. ... Angehörige beider Strömungen beteiligten sich an Bündnissen mit anderen Linksextremisten, um u.a. gegen die Globalisierung, gegen die Castor-Transporte, gegen militärische Aktionen (Irak-Konflikt), gegen Wahlen und gegen "Sozialabbau" zu protestieren. In Hessen initiierten insbesondere im Raum Gießen Anarchisten eine Reihe von demonstrativen Aktionen im Zusammenhang mit der Wahl zum Hessischen Landtag im Februar und der Wahl für das Amt des Oberbürgermeisters in Gießen im September, wobei auch zum Wahlboykott aufgerufen wurde. Darüber hinaus dürfte dieser Personenkreis auch verantwortlich sein für mehrere politisch motivierte Straftaten, wie z. B. die Versendung von "Desinformationsschreiben" mit amtlichem Charakter, Beschädigungen von Wahlplakaten sowie Farbschmieraktionen. Insbesondere auf diese Aktionen ist auch der Anstieg der linksextremistischen Straf- und Gewalttaten zurückzuführen.
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Zur DokumentationÜber 20 Fälle von Erfindungen irgendwelcher Straftaten, viele
Erfindungen von Tatbeteiligungen, etliche rechtswidrige Angriffe auf
Demonstrationen, ebenso illegale Platzverweise, Hausverbote, Festnahmen,
DNA-Tests und Hausdurchsuchungen, Einschüchterung und Gewalt, Hetze
und Schüren sozialrassistischer Gewalt sind in einer 50-seitigen
"Dokumentation von Fälschungen, Erfindungen und Hetze durch
Presse, Politik, Polizei und Justiz in und um Gießen" zusammengetragen
und nun veröffentlicht worden.
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