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Was ist die Projektwerkstatt?

Projekträume ++ Seminarhaus ++ Keine Wohnungen ++ Selbstorganisation ++ Rechtsform ++ PGP ++ Spenden

Projektwerkstatt

Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen
06401/90328-3, Fax 03212-1434654, Handy (nur wenn unterwegs): 01522-8728353
saasen@projektwerkstatt.de
, www.projektwerkstatt.de/saasen ++ Info- und Bestellformular

Die Projektwerkstatt ist ein offenes Zentrum - und der Versuch, verschiedene Ziele miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen 3 Teile: Das politische Zentrum mit vielen Projektarbeitsräumen, nutzbaren Räumen usw., das Tagungshaus und das Wohnhaus mit Bauwagenstellplätzen. Fotos ... (das Bild oben in größer)

Achtung! Die Bauaufsicht hat die Auflage erteilt, die Baustellen im ersten und zweiten Stock der ehemaligen Scheune und der Zwischengebäude nicht zu anderen Zwecke als dem genehmigten Ausbau dieser Räume (Renovierungen) zu nutzen. Hinter diesem Verbot steckten politische Interessen, die Projektwerkstatt zu zerschlagen. Ein Bauantrag aus dem Jahr 1995 war zu diesem Zweck bis heute nicht bearbeitet worden. Doch inzwischen scheint sich die Sache zu lösen: Wir haben eine Baugenehmigung, wollen das Frühjahr 2011 zum Renovieren und Bau einer neuen Eingangs-Glas"halle" nutzen und hoffentlich dann ab Frühsommer alle Projekt- und Seminarräume sowie die Bibliotheken wieder richtig öffnen! Sachspenden und Mithilfe gesucht!

Projektarbeitsräume

Visionäre Gesellschaft - das Richtige im Falschen beginnen ...

Informationsangebote

Seminarhaus Mehr Infos zu Preisen, Belegungsplan usw.

Kein "Schöner wohnen"! Aber Platz zum widerständigen Leben!

Es gibt in vielen Räumen auch Matratzen, Betten, Hängematten & mehr. Die laden zum Lesen, Ausruhen, Knuddeln oder Schlafen ein. Dafür sind sie auch da. Allerdings soll Wohnen in der Projektwerkstatt kein Selbstzweck sein. Wer nur nach einer Wohnung oder einer gemütlichen Unterbringung beim Studieren, Lohnarbeiten oder Abhängen sucht, ist hier falsch.

Allerdings gibt es keine Verbote. Umso nachdrücklicher sei aber formuliert, dass der Sinn der Projektwerkstatt die offene Aktionsplattform ist. Da viele Projekte mehr Zeit einnehmen als ein paar Stunden, sich Menschen vielleicht auch sogar Wochen oder Monate einnisten wollen, um an bestimmten Projekten zu werkeln, gibt es die Betten. Das Seminarhaus kann sogar ganze Gruppen aufnehmen, die mehrere Tage hier verbringen für Seminare, Projekttreffen und mehr. Aber: Reines Wohnen - nein danke! Dafür gibt es Millionen von Häusern und Wohnungen in der Republik.

Dass hier ein offener und gut organisierter Raum existiert, Zieht immer wieder auch Menschen an, die keine konkreten eigenen Projekte verfolgen (oder sich das nur einreden) oder sogar ganz scharf auf eine Fortsetzung der Betreuung durch Mami/Papi sind, die nun aber durch AktivistInnen in der Projektwerkstatt ausgetauscht werden, die sich um Essen, Heizung, Renovierungen, reproduktive Hausarbeiten usw. kümmern. Verschärft wird das durch die Mischung aus fehlendem Alltags-Knowhow (weder handwerklich-technisch noch in Haushalts- und Geschäftsführung) und mangelndem Willen, sich Wissen anzueignen (Abneigung gegen Bücher, Bedienungsanleitungen und selbständiges Lernen). Für all solche ist die Projektwerkstatt sehr bequem, da hier auch Leute agieren, die das Haus ziemlich gut in Form halten. Aber: Wer bislang (das ist ja keine eigene Schuld) wenig kann, sich aber nichts aneignen will, ist hier falsch. Der Kapitalismus bietet da bessere Möglichkeiten, fremdgesteuert tätig zu sein und dann den Mangel an Fähigkeiten durch Einkauf fremder Arbeitskraft zu kompensieren. Bitte macht einen Bogen um uns, wenn Ihr nicht wisst, was Ihr hier wollt. Wir wollen eine kreative und widerständige Runde von Menschen sein, die sich was zutrauen und immer neu aneignen. Das Haus soll eine gut organisierte Plattform für Projekte und Aktionen sein. Herzlich eingeladen sind alle, die so etwas suchen - egal ob von morgens bis abends oder zeitweise. Platz für ein schönes Leben kann die Projektwerkstatt nämlich nebenbei auch bieten. Die Räume dazu sind vorhanden.
Einige Menschen aus dem Umfeld der Projektwerkstatt organisieren sich als Widerstands-NomadInnen, d.h. sie haben gar keine festen Räume, sondern verbringen ihr Leben - werkelnd an Projekten - in den Häusern, die jeweils passen. Die Projektwerkstatt in Saasen mit ihrer hervorragenden Ausstattung und der verkehrsgünstigen Lage mitten in der abzuschaffenden Republik gehört immer wieder dazu ...

Die Räume für ein buntes Leben

Für Gruppen besteht ein ganzer Seminarbereich mit 18 Betten und allem, was ein Seminarhaus braucht. Für alle, die an Projekten werkeln oder sonst im Haus länger sind, gibt es einen Raum mit 10-14 Betten plus einer Küche im Vorderhaus. Wer also für zwei oder mehr Tage hier leben, aktiv sein, an Projekten werkeln, lesen, lernen oder alles auf einmal will, kann sich dort einquartieren. Privaträume und Privateigentum gibt's nicht ... auch das Alltagsleben ist offenes Experiment. Das hat in den Jahren nicht nur viele interessante Impulse hervorgebracht und die Projektwerkstatt auch nach 20 Jahren (Stand: 2010) als offenes, kreatives und widerständiges Projekt erhalten, sondern eine Menge Probleme entstanden dadurch oder verschärften sich. Immer wieder versuchen Menschen, die politischen Räume als Privaträume zu erobern - Aneignung rückwärts. Zur Zeit ist kaum etwas los, das Haus ist leer oder Treffpunkt von Menschen, die nicht viel dort gestalten wollen. Die Projektwerkstatt ist zudem sehr stark selbstorganisiert, was der Zurichtung politisch interessierter Menschen meist null entspricht. Oft tritt deshalb ziemliche Orientierungslosigkeit ein. Das muss aber nicht. Wer den Willen hat, auch etwas zu wollen, das eigene Leben selbst zu organisieren - und sei es Stück für Stück raus aus der Orientierung an den Angeboten, die von außen kommen , ist hier richtig.


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Kooperationen in der Region & Selbstorganisierung im Alltag

Die Projektwerkstatt ist keine Kommune, keine Gemeinschaft - es gibt hier kein "Wir". Warum sollten Menschen auch die verschiedenen Dinge des Lebens mit immer den gleichen Personen angehen? Das ist von der Logik her dann doch nur die quantitativ erweiterte Familie. Auch dort gilt: Mensch hat sich irgendwie zu einem (sogar formalisierten) "Wir" verbunden, die nun beim Vögeln, Kinderbetreuen, Essenbesorgen, Hausputzen, Gartengestalten, Fernsehgucken, Diskutieren und allem möglichen Weiteren immer in der fast der gleichen Personenkonstellation durchs Leben ziehen. Der merkwürdige Schwur der Gemeinschaft trennt dieses seltsame Gebilde dann nach außen ab.

Ne - darauf gibt es keinen Bock. Leben in der Projektwerkstatt soll auch im Alltag ein offener Prozess sein. Für alles ist wieder neu zu überlegen: Mit wem zusammen? Was passt gut? Wo kann mensch sich mit wem verbünden und so den Alltag besser meistern? Ziel ist ein Geflecht von Alltags-Kooperationen mit möglichst vielen Menschen, aber nicht jedesmal denselben. Doppelungen sind natürlich nicht verboten, denn formalisiert ist alles. Aber warum soll der gleiche Personenkreis für eine Kooperation bei der Essensbeschaffung passend sein wie bei der gemeinsamen Nutzung von Werkzeug, dem Teilen von Fahrzeugen oder Fahrkarten, beim Leben mit Kindern usw.?

Filme aus und über die Versorgung der Projektwerkstatt über Kooperationen und Containern:

WGs politisch aktiver Menschen?

Die Projektwerkstatt selbst soll frei bleiben von Privaträumen und reiner Wohnnutzung. Sie ist eine Aktionsplattform - aber genau als diese könnte sie für Menschen attraktiv sein, die in der Nähe wohnen. Daher wünschen wir uns, dass in der Umgebung politisch aktive Wohngemeinschaften, Familien oder Einzelleute leben, die die Projektwerkstatt nutzen und mit weiterentwickeln - egal ob in Saasen, als Landprojekt in der Nähe oder als WG in Gießen. Wer solch eine Kombination interessant findet, kann sich natürlich gern auch melden.

Zwischenbilanz 2003: 10 Jahre Projektwerkstatt in Saasen

Rechtsform und Infos

Die Projektwerkstatt ist ein offener Raum. Als Rechtsträger des Hauses fungieren ein gemeinnütziger Verein und die von ihm getragene Stiftung FreiRäume. Diese haben keinen Einfluß auf die inhaltliche Arbeit der Gruppen, aber er stellt aktiv den Raum als Rahmen für politische Bildungsarbeit, Seminare, Kunst und Kultur sowie politische Aktivitäten. Der Begriff des Politischen meint hier entsprechend der Wurzel dieses Begriffs das Politische, also das die Menschen Betreffende. Er ist nicht zu verwechseln mit Parteipolitik. Infopaket kann hier bestellt werden ...

Einzelne Räume können auch von anderen Trägern gepachtet werden, die eigenständig Projekträume und Projekte aufbauen. Das Grundprinzip eines offenen Hauses darf dadurch allerdings nicht tangiert werden, d.h. auch diese Räume bleiben für alle Menschen offen.

Ansonsten sei darauf hingewiesen, dass nur sehr begrenzt Informationen über die Projektwerkstatt und Projektgruppen aus dem Umfeld in die "normalen" Medien gelangen. Die bürgerliche Presse hetzt eher gegen ProjektwerkstättlerInnen oder ignoriert alles. Sogenannte "linke" Medien liegen vollständig in der Hand von Eliten - und diese mögen die Projektwerkstatt wegen den von dort ausgehenden Kritiken an Hierarchien in der Bewegung nicht (schließlich sind sie ja NutznießerInnen der Dominanzstrukturen). Zudem sieht es so aus, daß einige Kanäle zu Zeitungen durch Staatsschutz, VS & Co. gekappt sind (oder durch "linke" Szenepolizei ... das ist schwer zu beurteilen). Jedenfalls geht ziemlich viel verloren ...

Infos gab und gibts in den verschiedenen Minizeitungen in und um Gießen:

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Spenden, Ausstattung, Finanzen ...

Wir suchen immer wieder Sachspenden, hier gibts es eine aktuelle Liste. Möglich ist ein Tausch von Anzeigen in unseren Zeitungen, Broschüren, Kalendern usw. gegen Sachspenden. Mehr Infos dazu hier ...

Spendenkonto für die Projektwerkstatt (Träger: Stiftung FreiRäume):

Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden für alle Spenden zum Haus, den laufenden Betrieb sowie Archive, Bibliotheken, die meisten Werkstätten und die Seminarräume.
Achtung! Über dieses Konto kann die Projektwerkstatt mit ihren Einrichtungen unterstützt werden. Konkrete Projekte aber nicht! Dafür gibt es ein anderes Konto mit anderem Träger:

Warum zwei Vereine? Da rund um die Projektwerkstatt Offenheit und Transparenz immer wichtig waren, sollt das gerne erklärt werden. Zudem stehen hier auch die Jahresendabrechnungen zum Download im Netz.

Sonstige Unterstützung für die Projektwerkstatt

Wer die Möglichkeit hat, in einer Zeitung u.ä. Anzeigen von uns abzudrucken ... das wäre nett. Entweder per Mail anfordern oder hier gleich runterladen:

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