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Ausgrenzung in sozialen Bewegungen

Nicht nur "Papi Staat" mit seinen vielen willigen VollstreckerInnen von Polizei, Gerichten, Staatsanwaltschaft, Behörden usw. hat die Projektwerkstatt fest im Visier, sondern auch Teile sozialer und politischer Bewegung. Während einerseits viele Eliten in Verbänden (NGOs) und informellen politischen Netzwerken (Anti-Atom-Zusammenhänge, Rote Hilfe und Umfeld, autonome Verbindungen) mit formaler Macht (Hausrecht, Abstimmungen in Plena oder anderen Gremien) bis hin zu physischer Gewalt ProjektwerkstättlerInnen oft aus Treffen rauswerfen, von Infoflüssen verbannen, gibt es auch viele Attacken, die anonym erfolgen und teilweise mit viel Zeitaufwand das Ziel verfolgen, Gerüchte über ProjektwerkstättlerInnen zu streuen, um Ausgrenzung zu initiieren oder zumindest zu erleichtern.
Das klingt ein bißchen nach Verschwörung, aber wie der Staat und seine Schergen haben auch viele politische Gruppen, vor allem aber ihre Führungskreise gute Gründe, ProjektwerkstättlerInnen aus ihren Kreisen draußen zu halten:

Es gab einige verbindende Punkte der Angriffe, d.h. bestimmte Logiken wiederholten sich:

Absurdes Beispiel: Wiki zu "Jörg Bergstedt"

Im Frühsommer 2005 machte sich jemand die Arbeit, bei Wikipedia einen Eintrag zu "Jörg Bergstedt" zu machen. Das ist eine Enzyklopädie, bei der alle mitschreiben können. Eigentlich war der Eintrag ziemlich platt, zunächst waren auch weiterführende Links darunter, die überwiegend seltsame Ergebnisse brachten. Es waren de.vu-Adressen, die mit gleichen Interessen von GegnerInnen der Projektwerkstatt auf deren Namen eingerichtet wurden und dann auf Seiten zeigten, die gar nichts mit der Projektwerkstatt zu tun hatten.
Im Text waren etliche komplett erfundene Behauptungen drin - aber reichlich versteckt, damit es nicht auffällt.

Die Strategie ist nicht dumm - auf jeden Fall war sie ausreichend, dass alle möglichen MitleserInnen drauf hereinfielen und bei dem Projekt eines Eintrag dieser Art sogar mitmachten. Wohl ungeplant rief der Eintrag aber andere Projektwerkstatts-HasserInnen auf den Plan. Die checkten das Spiel ebenfalls nicht und dachten (wie blind muss mensch sein ...), dass der Eintrag eine Selbstdarstellung wäre - und forderten die Löschung, weil sie wohl keine Lust hatten auf eine "Werbung" für ProjektwerkstättlerInnen. So entstand eine Debatte auf der Löschseite von Wikipedia. NIEMAND äußerte dort den Verdacht, dass das Ganze ein Fake sei - alle glaubten treudoof dem Macher des Bergstedt-Eintrags. Der selbst verteidigte nun erstmal seinen Eintrag, schließlich sollte der ja noch zu was benutzt werden. Denn die versteckten Erfindungen hätten es in sich:

Mitte Juni 2005 wurde nun dieser ganze Kram auf der Lösch-Diskussionsseite aufgeklärt. Oder vielmehr: Das wurde versucht. Denn nun stellte sich schnell heraus, dass die Manipulation offener wurde, damit das Ganze nicht auffliegt. Alle Aufklärungen über die Hintergründe der Wikipediaseite wurden sofort immer wieder gelöscht - von wem auch immer. Das größte Interesse dürfte sicherlich die Person haben, die das Wiki zu J.B. gemacht hat und darüber wohl die Propaganda gegen die Projektwerkstatt organisieren wollte. Die Löschungen zeigen, dass hier nicht nur mit Witz gearbeitet wird, sondern recht systematisch: Ständige Kontrolle der Seite, sofortige Löschungen ... das ist ja auch ein Aufwand an Zeit und Energie.
Einer der gelöschten Beiträge mal per Screenshot verewigt:

Am 28.6.2005 wurde das Jörg-Bergstedt-Wiki um folgenden Eintrag ergänzt:

Passenderweise schreibt der Bergstedt-Hetzer nun in einer Selbstdarstellung schön das Gegenteil seiner Intention - wenn ihn Machtspiele langweilen, warum tut er es? Der Ausschnitt stammt von http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Honecker.

Schließlich wurde die Seite für viele Monate gesperrt (das passiert nicht vielen Wikipedia-Seiten ...). Nach der Aufhebung ging es dann munter weiter, nur dass offenbar andere Personen nun agierten und im Stundentakt den Text umschrieben. Aus der Debatte:


Nur wenig Solidarität: Die politischen Prozesse gegen Projektwerkstättler

Nur wenige linke Medien berichteten über die teilweise skandalösen und teilweise spektakulären politischen Prozesse gegen Projektwerkstättler ab dem Jahr 2003. Auch bei den Prozessen selbst ließen sich nur wenige mal sehen oder beteiligten sich an öffentlichen Aktionen. Beispiele: